DE212207C - - Google Patents

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DE212207C
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aminobenzonitrile
nitrobenzonitrile
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12 g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1907 ab.
Über die Darstellung des ο - Aminobenzonitrils durch Reduktion des o-Nitrobenzonitrils finden sich in der Literatur verschiedene Angaben vor. Aus den entsprechenden Veröffentlichungen ergibt sich aber, daß es bisher nicht gelungen ist, durch Reduktion des ο - Nitrobenzonitrils in glatter Reaktion das o-Aminobenzonitril zu erhalten. In allen Fällen war dieses in größerem Maße mit solchen Produkten vermischt, welche sich durch die Einwirkung reduzierender bzw. verseifender Mittel auf die Cyangruppe bilden (vgl. Ber. d. Deutsch. Chem. Ges. Bd. io [1877], S. 1714, Bd. 28 [1895], S. 149 bis 160, und Bd. 29 [1896], S. 624). Allerdings ist für die Isolierung des ο - Aminobenzonitrils aus der bei der Reduktion erhältlichen Reaktionsmasse eine verhältnismäßig einfache Arbeitsweise beschrieben ' (vgl. Friedländer, Monatshefte für Chemie 19 [1898], S. 636), immerhin wird das gesuchte o-Aminobenzonitril dabei nur in geringer Ausbeute und stets noch mit etwas ο - Aminobenzamid vermischt erhalten.
Es wurde nun gefunden, daß man das o-Nitrophenylcyanid sowie dessen Substitutionsprodukte in ausgezeichneter Ausbeute und in einheitlich verlaufender Reaktion zu den entsprechenden Aminonitrilen reduzieren kann, wenn man als reduzierendes Mittel Eisen und Essigsäure bzw. Salzsäure verwendet. Bedingung ist noch, daß man die Operation bei nicht zu hoher Temperatur (zweckmäßig bei etwa 70 °) ausführt. Da bisher weder bei Verwendung von Zinn und Eisessig, Zinn und Salzsäure oder Zinkstaub und Essigsäure eine eindeutig verlaufende Reaktion erzielt wurde trotz Anwendung mäßiger Temperatur bei der Reduktion, ist das gekennzeichnete Ergebnis in jeder Beziehung überraschend. Es war nicht zu erwarten, daß bei den hier in Betracht kommenden, für die Verseifung im allgemeinen nicht ungünstigen Bedingungen, nur o-Aminobenzonitrile entstehen würden. Diese lassen sich sehr leicht in die o-Cyanphenylthio-
/ /CN \
glykolsäuren ί z. B. C6 H4(^ .QH2. COOH/
überführen und bilden daher ein wertvolles Ausgangsmaterial für die Darstellung der so wichtig gewordenen 3 - Oxy (1) thionaphtene (vgl. Patentschriften 184496 und 190291, Kl. 120). Enthalten aber die o-Aminobenzonitrile noch ο - Aminobenzamide, so wirken diese sehr störend auf die Überführung in die Oxythionaphtenderivate. Der eindeutige Verlauf des beschriebenen Verfahrens bedeutet daher ein besonders wertvolles gewerbliches Ergebnis.
Beispiel:
500 g Eisen, 1000 ecm Wasser, 50 ecm Essigsäure von 50 Prozent werden eine halbe Stunde auf 65 ° angewärmt. In dieses Reduktionsgemisch trägt man nun langsam 148 g o-Nitrobenzonitril in der Weise ein, daß die Temperatur etwa 70 ° nicht übersteigt. Die Reduktion verläuft glatt und ist kurze Zeit nach beendigtem Eintragen vollendet. Es wird nun
sodaalkalisch gemacht, heiß filtriert und das Filtrat mit etwa io Prozent Kochsalz unter Rühren versetzt. Beim Erkalten scheidet sich das ο - Aminobenzonitril in weißen Kristallblättchen ab.
An Stelle des ο - Nitrobenzonitrils können im obigen Beispiel dessen Substitutiorisprodukte verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von o-Aminobenzonitril und dessen Substitutionsprodukten, darin bestehend, daß man o-Nitrobenzonitril oder dessen Substitutionsprodukte mit Eisen und Essigsäure bzw. Salzsäure bei 70 ° nicht wesentlich übersteigenden Temperaturen reduziert.
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