DE21186C - Abzugsvorrichtung für den Oberfaden an Nähmaschinen - Google Patents
Abzugsvorrichtung für den Oberfaden an NähmaschinenInfo
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- DE21186C DE21186C DENDAT21186D DE21186DA DE21186C DE 21186 C DE21186 C DE 21186C DE NDAT21186 D DENDAT21186 D DE NDAT21186D DE 21186D A DE21186D A DE 21186DA DE 21186 C DE21186 C DE 21186C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B49/00—Take-up devices, e.g. levers, for the needle thread
- D05B49/02—Take-up devices, e.g. levers, for the needle thread operated by cams or linkages
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. März 1882 ab.
Beim Nähen von gewirkten Stoffen ist es erforderlich, dafs die erzeugte Naht eine dem
Stoffe angemessene und gleichförmige Elasticität besitze. Zur Erzielung dieser Eigenschaft verfahren
die Erfinder in der Weise, dafs sie die für jeden Stich erforderliche Fadenlänge gewissermafsen
abmessen und an den Stichbildungsmechariismus überliefern.
Der hierzu dienende Apparat ist in beiliegender Zeichnung in Verbindung mit einer
Kettenstichmaschine dargestellt. Die Fadenabzugsvorrichtung wirkt auf den Faden zwischen
dem bei der gezeichneten Maschine von der Nadelstange gebildeten Fadenaufnehmer und
der Spule. Dieselbe besteht aus einem an dem Nadelarm A2 der Maschine drehbar befestigten
Arm P, der intermittirend wirkenden Klemmvorrichtung Q und dem gleichförmigen
Widerstand bietenden Fadenspanner R. Von der Spule, zu deren Aufnahme der Stift R2
vorgesehen ist, läuft der Faden um die Stange JR1,
zwischen den Scheiben rrl des Fadenspanners R
hindurch, über Rx hinweg zum Auge des
Armes JP, zurück über die Stange R1, zwischen
den beiden Scheiben q q' der Klemmvorrichtung
Q hindurch, dann abermals über R1 hinweg
zu den Scheiben eines mit leichtem Druck wirkenden Hülfsspanners S, welcher als Faden-'
hemmung bezeichnet werden mag, und von hier zu dem Fadenaufnehmer und der Nadel.
, Der Arm P ist derart an dem Nädelarm A2
befestigt, dafs derselbe der Drehung einen Reibungswiderstand entgegensetzt. Je nachdem
man P nach links oder nach rechts dreht, wird dessen Auge p von dem Drehpunkt des
Nadelarmes entfernt oder demselben genähert; dementsprechend verlängert oder verkürzt sich
auch dessen Schwingungsbogen, und in demselben Verhältnifs wird bei jeder Bewegung
von A 2 eine gröfsere oder geringere Fadenlänge
von der Spule abgezogen.
Die Klemmvorrichtung Q ist nun so eingerichtet, dafs sie den Faden festhält, während
der Arm P gegen den Widerstand des Spanners R eine gewisse Fadenlänge von der Spule
abzieht, dafs sie dagegen den durch die Rückwärtsbewegung von P schlaff gewordenen
Faden freiläfst, damit derselbe alsdann dem vom Stichbildungsmechanismus ausgeübten Zuge
folgen könne.
Die intermittirende Fadenklemmvorrichtung kann in verschiedener Weise ausgeführt werden.
Der Fig. 4 zufolge ist die obere Klemmscheibe q an einem Stift q2 befestigt und wird
dieselbe durch eine diesen Stift umgebende Feder q3 gegen die untere Scheibe q1 gedrückt.
Zum abwechselnden Heben und Senken der Scheibe q dient die Excenterstange q5, welche
mit ihrem unteren Ende ein auf der Welle A sitzendes Excenter umfafst und an ihrem oberen
Ende mit einer Schraube q 4 versehen ist, die
gegen den Stift q2 wirkt.
Als Fadenspanner R kann jede bekannte Vorrichtung dieser Art benutzt werden; auch
würde sich die erforderliche Spannung durch eine Belastung der Spule oder mittelst Hindurchführung
des Fadens durch eine Anzahl von Oeseh erzielen lassen, und endlich könnte
Ih
die Vorrichtung auch intermittirend wirken. Der in der Zeichnung dargestellte Apparat verdient
jedoch den Vorzug.
Was das absatzweise Ausziehen und Abgeben des Fadens anbetrifft, so ist die beschriebene
Vorrichtung vollständig. Beim Uebergang von einem Arbeitsstück zum anderen würde jedoch
die kurze Kette von Stichen zwischen den Stücken zu lose werden, wenn die ganze bei
jedem Stich ausgezogene Fadenlänge darin verarbeitet werden würde. Um dies zu verhindern,
ist noch der schwache Hülfsfadenspanner oder die Fadenhemmung ^ vorgesehen, welche zwischen
der Klemmvorrichtung Q und dem Fadenaufnehmer auf den Faden wirkt. Diese Hemmung
ist derart angespannt, dafs sie die Abgabe des ausgezogenen Fadens an den Stichmechanismus
nicht hindert, so lange die Nadel in dem Stoff arbeitet; dafs sie dagegen den Faden etwas zurückhält, während beim Uebergang
von einem Stück zum anderen einige Stiche zwischen den beiden entstehen, damit nicht mehr als die geeignete Fadenlänge in
diesen Stichen Aufnahme finde.
Die Federhemmung S könnte auch mit der intermittirenden Klemmvorrichtung Q combinirt
werden, wie dies Fig. 5 zeigt. Es ist hier zur Fadenhemmung eine ringförmige, von den Federn
S1 niedergedrückte Scheibe ί verwendet, welche die intermittirend wirkende Klemmscheibe
q umgiebt. Ferner läfst sich die Klemmvorrichtung Q mit dem zum Abziehen des Fadens
dienenden Arm P verbinden. Auch könnte der Faden zum Zweck des Abziehens durch
ein in den Nadelarm gebohrtes Loch geführt werden, oder es werden mehrere derartige
Löcher angebracht, um dadurch die Möglichkeit der Veränderung der abzuziehenden Fadenlänge
zu erzielen. Vortheilhaft ist es,, die verschiedenen Theile dieser Fadenabzugsvorrichtung
so zu einander einzustellen, dafs der Faden während des Aufganges der Nadel allmälig
abgegeben wird, da die Bildung der Kettennaht alsdann am besten vor sich geht.
Bei Maschinen, deren Nadel nicht durch einen Nadelarm bewegt wird, oder falls es aus irgend
einem Grunde nicht gewünscht wird, den Nadelarm zum Abziehen des Fadens zu benutzen,
läfst sich letzteres' auch von der Hauptwelle aus oder bei Schiffchenmaschinen mittelst des
Schiffchentreiberhebels oder durch andere bewegte Maschinentheile bewirken.
Mit der gezeichneten Maschine ist noch eine Einrichtung zur Darstellung gelangt, vermöge
welcher sich das Excenter oder überhaupt das zur Regulirung der Stichlänge dienende Organ
feststellen läfst, so dafs eine Veränderung seiner Stellung nur mittelst, eines besonderen
Schlüssels vorgenommen werden kann.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 und 3 ist T die zur Regulirung der Stichlänge dienende
Scheibe. Dieselbe dreht sich auf einem Stift X, welcher aufserhalb der Scheibe T eine zweite
Scheibe U trägt. In diese hinein reicht eine durch das Maschinengerüst und die Scheibe T
hindurchgesteckte Schraube V. Die Scheibe T ist für letztere mit einem kreisbogenförmigen Schlitz /
versehen, so dafs dieselbe um den erforderlichen Winkel gedreht werden kann, wenn die
Schraube V nicht angezogen ist. Wird dagegen diese Schraube angezogen, so klemmt sich T
zwischen dem Maschinengerüst und der Scheibe U fest, und es kann alsdann T nicht mehr gedreht
werden. Das Anziehen und Lösen der Schraube V geschieht mittelst eines Schlüssels Z,
Fig. 6, der auf den besonders geformten Kopf der Schraube V pafst. In der Zeichnung ist
angenommen, dafs dieser Kopf aus einem cylindrischen Theil ν und einem mit zwei Einschnitten
ν 2 versehenen Kragen υx bestehe,
während der Schlüssel dementsprechend gestaltet ist. Mittelst dieser Anordnung ist es
möglich, die Regulirung der Stichlänge ganz unter die Controle einer Aufsicht führenden
Person zu stellen, was bei fabrikmäfsiger Ausführung von Näharbeiten, wie das Nähen gewirkter
Stoffe, von Wichtigkeit sein kann.
Claims (2)
1. Die Neuerung an dem Fadenspannapparat, welche darin besteht, dafs zwischen einem
constanten Widerstand bietenden Fadenspanner und einer intermittirend wirkenden Fadenklemme auf den Faden eine Abzugsvorrichtung
wirkt, welche den Faden, während er von der Klemme festgehalten wird, um eine bestimmte Länge von der Rolle
abzieht und ihn dann bei gelöster Klemme wieder locker werden läfst, so dafs von
dem Stichbildungsmechanismus bei jedem Stich nur eine abgemessene Fadenlänge verbraucht werden kann.
2. Die Combination einer Fadenhemmung mit der unter 1. angegebenen Fadenabzugsvorrichtung,
zu dem Zweck, in dem Intervall zwischen dem Durchgang zweier Arbeitsstücke durch die Maschine den Faden etwas
zurückzuhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21186C true DE21186C (de) |
Family
ID=297887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21186D Active DE21186C (de) | Abzugsvorrichtung für den Oberfaden an Nähmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21186C (de) |
-
0
- DE DENDAT21186D patent/DE21186C/de active Active
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