DE211694C - - Google Patents

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DE211694C
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shunt coil
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    • H—ELECTRICITY
    • H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00—Electric arc lamps
    • H05B31/0057—Accessories for arc lamps
    • H05B31/006—Electromagnets or armatures; Arc blowing electromagnets

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- Ju 211694-KLASSE 21/. GRUPPE
EHRICH & GRAETZ in BERLIN.
Bogenlampe für Gleich- und Wechselstrom.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. März 1907 ab.
■ Um Bogenlampen sowohl für Gleich- als für Wechselstrom benutzen zu können und bei Verwendung von Wechselstrom auch in Reihe schalten zu können, ist es. notwendig, dafür zu sorgen, daß während des Brennens die Induktionswirkung von Spulen, sei es in der Lampe, sei es einer Lampe auf die andere, möglichst vermindert werde.
Will man Bogenlampen obiger Art als Kleindauerbrandlampen ausbilden, so ist man auf Spulenregelung unter Vermeidung mechanischer Regelungsmittel, wie Laufwerke u. dgl., angewiesen. Während man also einerseits Spulenregelung benutzen muß, liegt andererseits die Notwendigkeit vor, die damit entstehenden Nachteile möglichst zu beseitigen; außerdem tritt noch die Forderung auf, ins-. besondere wenn es sich um kleine Dauerbrandlampen handelt, die bauliche Anordnung so gedrängt wie möglich zu halten und somit auch die Spulen wirkung auf den Eisenkern möglichst auszunutzen.
Während die Hauptstromlampen für Wechselstrom bei Serienschaltung überhaupt nicht zu verwenden sind, haben die sogenannten Differentialbogenlampen eine gewisse Bedeutung erlangt. Bei diesen Lampen sind zwei verschiedene Spulen angewendet, deren jede eine verhältnismäßig hohe Windungszahl aufweist. Die Lampen bieten aber für Wechselstrom insofern Übelstände dar, als bei ihnen die gegenseitige Induktion der Haupt- und Nebenschlußspule aufeinander nicht fortzu-. bringen ist. Am besten würde sich in dieser Hinsicht eine reine Nebenschlußlampe mit nur einer einzigen im Nebenschluß liegenden Spule eignen, aber hierbei müssen verhältnismäßig kräftige Federn zum Auseinanderziehen der Kohlen verwendet werden, deren Elastizität mit der Zeit leidet. Um einen geringen magnetischen Widerstand herbeizuführen, ist es bei Differentiallampen bekannt, über die beiden Spulen, d. h. über die Haupt- und über die Nebenschlußspule, einen Eisenaußenzylinder zu stülpen. Man braucht also bei der Lampe ein weiteres Element äußer den beiden Spulen, deren jede eine verhältnismäßig hohe Windungszahl aufweist.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine für Gleich- und Wechselstrom be- 50' stimmte Bogenlampe, bei der eine vielwickelige Nebenschlußspule das Senken der zum Anheben der Kohle dienenden Federn in üblicher Weise bewirkt, während eine um die Nebenschlußspule gelegte, im Hauptstrom befindliche Wickelungslage aus Eisendraht durch Verringerung des magnetischen Widerstandes die Wirkung der Nebenschlußspule erhöht und bei eintretender Erschlaffung der Hubfedern als Ausgleich und zur Unterstützung der Wirkung der Hubfedern dient. Diese Eisenspule übt eine das Brennen der Lampe beeinflussende schädliche Induktionswirkung bei Wechselstrom nicht aus. Sie bringt die magnetischen Kraftlinien der Nebenschlußspule durch Verringerung des magnetischen Widerstandes voll zur Wirkung, ohne wie geschlossene Eisenmäntel bei Wechselstrom-Wirbelströme und damit zusammenhängende Erwärmung zu zeigen. Ihre wesentliche Bedeutung neben diesen Wirkungen liegt darin, daß sie ein Ausgleichmittel gegenüber der
nicht zu vermeidenden Erschlaffung der Federn z. B. durch Hitzeeinwirkung bildet; sind die Federn nämlich schlaff und ist ihre Anhubwirkung dadurch vermindert, so hat die Eisenspule stärkeren Stromdurchgang und wirkt auf Anhub, also als Unterstützung der Federn.
Auf der Zeichnung ist schematisch eine für Gleich- und Wechselstrom sowohl in Einzelals auch in Serienschaltung benutzbare Lampe dargestellt.
α ist das Gestellrohr, innerhalb dessen sich das Regelungsrohr b befindet. Dieses trägt oben einen Bremspumpenkolben c und steht mittels eines gespannten Drahtes d in Ver-. bindung mit dem Eisenkern e. Das Regelungsrohr b wird von den Federn/ getragen, die am Gestellrohr befestigt sind, g ist die vielwickelige Nebenschlußspule aus feinem Drahte mit hohem Ohmschen und Selbstinduktionswiderstande, und h ist die geringwickelige Hauptstromspule aus Eisendraht. i ist die obere, k die untere Kohle, / die in bekannter Weise vom Regelungsrohre b bediente Klemme für die obere Kohle i.
Die Stromführung ist folgende:
Von der Plusklemme geht die auf der Zeichnung punktiert dargestellte Nebenschlußleitung η zur Nebenschlußspule g und sodann 2urück zur Minusklemme. Der Hauptstrom geht durch die ausgezogen dargestellte Leitung 0 zur Hauptstromspule h, die in entgegengesetztem Wickelungssinne zur Nebenschlußspule g gewickelt ist. Von der Hauptstromspule h geht der Strom zur oberen Kohle i,' durch den Lichtbogen zur unteren Kohle k und durch die Leitung -p zurück zur Minusklemme.
Wird der Strom eingeschaltet, so wirkt die Nebenschlußspule g auf den Kern e ein, dieser wird in die Spule hineingezogen, und unter Vermittlung des Regelungsrohres b kann die obere Kohle i bis zur Berührung mit k nach unten gleiten. In diesem Augenblick - geht der Hauptstrom durch die Spule h, und durch deren Einwirkung in Verbindung mit Wirkung der Federn / wird die obere Kohle von der unteren abgezogen, wobei ein langer Lichtbogen gebildet werden kann. Dadurch, daß die Hauptstromspule h aus Eisen ist, werden die sich sonst im weiten Bogen außen schließenden magnetischen Kraftlinien konzentriert und der magnetische Widerstand verringert; andererseits ist der Anhub nicht nur von der Spannung der Federn f abhängig. ,
Bei der beschriebenen und schematisch dargestellten Bogenlampe wird die Regelung während des Brennens von der an Wickelungszahl bei weitem überwiegenden Nebenschluß- spule hauptsächlich besorgt, eine schädlich wirkende Beeinflussung der beiden Spulen durch Induktionswirkung ist bei Versuchen nicht beobachtet worden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:- .
    Bogenlampe für Gleich- und Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, daß eine vielwickelige Nebenschlußspule das Senken der durch Federn angehobenen Kohle in üblicher Weise bewirkt, während eine um die Nebenschlußspule gelegte und im Hauptstrom befindliche Wickelungslage aus Eisendraht durch Verringerung des magnetischen Widerstandes die Wirkung der Nebenschlußspule erhöht und bei eintretender Erschlaffung der Hubfedern als Ausgleich dient.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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