DE522198C - Schaltungsanordnung fuer eisengekoppelte Induktionsoefen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer eisengekoppelte InduktionsoefenInfo
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- H05B6/02—Induction heating
- H05B6/06—Control, e.g. of temperature, of power
- H05B6/067—Control, e.g. of temperature, of power for melting furnaces
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
2. APRIL 1931
2. APRIL 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21h GRUPPE
Schaltungsanordnung für eisengekoppelte Induktionsöfen
Es ist bekannt, daß die elektrischen Induktionsöfen von normaler Periodenzahl, die
in der Metallurgie mehrfach verwendet werden, vorwiegend eine induktive Belastung darstellen.
Man hat zwar durch geeignete Konstruktionen bei derartigen Öfen in letzter Zeit viel höhere Werte des Leistungsfaktors erhalten
als früher. Eine völlige Beseitigung der Induktivität, die für die Ausnutzung der
ίο stromerzeugenden Maschinen und der Verteilungsleitungen
höchst wünschenswert erscheint, ist aber bisher nie erreicht worden. Man hat in den statischen Kondensatoren
Mittel, um in wirkungsvoller Weise den Leistungsfaktor zu verbessern. Zu diesem Zwecke
schaltet man einen derartigen statischen Kondensator von passender Kapazität parallel
zur Ofenwicklung. Hierbei ist aber zu beachten, daß die Kondensatoren nur für ganz
bestimmte Spannungen wirtschaftlich gebaut werden können, während die Öfen gerade
auf die im Aufstellungsort vorhandene Spannung angewiesen sind. Falls diese nicht mit
der wirtschaftlichsten Spannung des Kondensators übereinstimmt, hat man sich bisher
mehrfach damit geholfen, Transformatoren aufzustellen, um die für die Kondensatoren
passende Spannung zu erzeugen.
Wollte man diese Transformatoren vermeiden, so hatte man nur die Möglichkeit,
die Ofenspule von einem besonderen Stromerzeuger zu speisen, dessen Spannung während
der Warmhalteperiode zwecks Verbesserung des Leistungsfaktors der Kondensatoren herabgesetzt wurde.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, den Kondensatoren die jeweils günstigste
Spannung unter Vermeidung von Transformatoren und besonderer zur Speisung des Ofens dienender Stromerzeuger durch eine
entsprechende Schaltung zuzuführen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schaltungsanordnung für eisengekoppelte In-'duktionsöfen,
bei der die Ofenspule in an sich bekannter Weise mit verschiedenen Anzapfungen zum Umschalten von Betriebsspannungen
auf Warmhaltespannungen versehen ist, wobei ein zur Kompensierung des Blindstromes vorgesehener statischer Kondensator
während des Schmelzens an die an den Enden der Ofenspule zur Verfügung stehende
höhere Spannung und während der Warmhalteperiode an die geringere Netzspannung angeschlossen ist. Diese Anordnung
hat den Vorteil, daß die Ofenspule unmittelbar vom Netz gespeist wird, wobei der Leistungsfaktor in günstigster Weise
durch Kondensatoren verbessert wird, indem die Regelung der Ofenspannung durch Anzapfungen
der Primärspule erfolgt, während
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Manuel Tama in FinoiP, Mark.
die Kondensatoren ohne Änderung der zugefühxten Spannung lediglich durch zweckmäßige
Umschaltung immer die für sich günstigste Spannung erhalten, nämlich während
der Schmelzperiode die an den Enden der verlangten Ofenspule zur Verfügung stehende
höhere Spannung und während der Warmhaltungsperiode die geringere, volle Netzspannung.
ίο Zwecks Regelung der Leistung werden dabei
der Ofenspule zweckmäßig Drosselspulen vorgeschaltet, wobei die zugeschalteten Kondensatoren
dafür sorgen, daß der Blindstrom soweit als möglich beseitigt wird. In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Abb. ι zeigt einen Induktionsofen bekannter
Bauart mit offener ringförmiger Schmelzrinne im Querschnitt. Die Primärspule L
wird mit Wechselstrom vom Netz, aus gespeist. Dadurch entsteht im Eisenkörper H
ein Wechselfeld, das wiederum im Schmelzkanal/ den Sekundärstrom induziert, so daß
das Metall in diesem Schmelzkanal zum as Schmelzen gebracht wird. Die Primärspule
hat nun vier verschiedene Anschlüsse £*, E
und F, G. Die beiden ersten Anschlüsse D und E werden an das Netz angeschlossen,
während die übrigen R und G mit einer Kondensatorbatterie C verbunden werden.
Nennen wir nun die zwischen Z> und E bzw. zwischen F und G eingeschlossenen Windungen
B1 bzw. ti2 und bezeichnen wir ferner
die Spannung zwischen den beiden ersten Punkten (Netzspannung) mit eL und die
Spannung zwischen den letzten Punkten (Kondensatorspannung) mit e.2, so gilt die Beziehung:
ey.e.3 — B1:/^.
Man kann auf diese Weise für die Kondensatoren die wirtschaftlichste Spannung herstellen,
ohne einen besonderen Transformator zu gebrauchen.
Diese Anordnung laßt sich naturgemäß bei jeder Art von eisengekoppelten Induktionsöfen
verwenden, also auch bei solchen mit senkrechten oder waagerechten geschlossenen
Schmelzkanälen sowie bei Induktionsglühöfen jeder Bauart.
In Abb. 2 ist die Schaltung dargestellt, wie sie gemäß der Erfindung zum Zwecke des
Umschaltens von Betriebsleistung auf Warmhalteleistung angewendet werden kann. Hier
bezeichnen, genau wie in Abb. 1, Ä und B
die Netzleitungen, D und E die kurzen Anschlüsse, der Ofenspule., G und F die Anschlüsse
für die verlängerte Ofenspule und C die Kondensatorbatterie. Die Umschalter O
und P dienen dazu, von der Betriebsleistung auf die Warmhalteleistung überzugehen. In
der gezeichneten Lage stehen die Schalter auf Volleistung, während die gestrichelte Lage die
Stellung der Schalter bei Warmhalteleistung angibt.
Bei der Arbeitsschaltung steht der Schal-■ter.O.
nach links, die volle Betriebsspannung wird durch die Klemmen D und E dem Ofen
zugeführt, während die Kondensatorbatterie C an den Klemmen/7 und G angeschlossen
ist, und zwar ist die Spule, wie bereits erwähnt, so bemessen, daß den Kondensatoren
die für sie passende Spannung zugeführt wird. Die zusätzlichen Windungen
zwischen D und F sowie zwischen E und G
können im allgemeinen mit einem viel kleineren Querschnitt ausgeführt werden als die
normalen Ofenwindungen. Der Umschalter Z5
ist nach unten umgelegt, so daß die ganze Kondensatorleitung über den Leiter Q überbrückt
ist. Der Ofen arbeitet auf diese Weise voll belastet, während die Kondensatoren den
Blindstrom beseitigen.
Bei der Warmhalteschaltung ist der Umschalter O nach rechts und der Umschalter/3
nach unten umgelegt. Die Ofenspule erhält ihren Strom durch die Klemmen F und G; es
sind dadurch viel mehr Windungen angeschlossen als beim normalen Betrieb. Hierdurch wird das Übersetzungsverhältnis vergrößert und die aufgenommene Leistung ver-
mindert. Da auch die Blindleistung kleiner geworden ist, braucht man auch nicht die
volle kapazitive Blindleistung der Kondensatoren, sondern es ist sogar erwünscht, diese
zu verkleinern, weil sonst der Ofen während der Betriebspausen eine vorwiegend kapazitive
Last darstellen würde, was ebenso unerwünscht ist als eine induktive Last. Aus
diesem Grunde ist der Kondensator jetzt an eine kleinere Spannung, also direkt an die 10b
Netzspannung angeschlossen worden. Falls beim Anschluß der vollen Windungszahl von
F bis G noch eine zu große Leistung aufgenommen wird, kann man durch Umlegung
des Schalters P nach oben eine Drosselspule S in Serie zur Ofenspule einschalten. Diese
muß so bemessen sein, daß sie die Spannung so weit abdrosselt, daß die gewünschte Warmhalteleistung
erzielt wird. Es wird zweckmäßig sein, diese Drosselspule mit Anzapfungen
zu versehen, um die Leistung nach Wunsch regeln zu können.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für eisengekoppelte Induktionsöfen, bei denen die Ofenspule mit verschiedenen Anzapfungen zum Umschalten von Betriebsspannungen auf Warmhaltespannüng versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Kompensierung des Blindstromes vorgesehenerstatischer Kondensator während des Betriebes an die an den Enden der Ofenspule zur Verfügung stehende höhere Spannung und während der Warmhalteperiode an die geringere, volle Netzspannung angeschlossen ist.
- 2. Schaltungsanordnung für eisengekoppelte Induktionsöfen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß während der Warmhalteperiode in Serie zur Ofenspule eine Drosselspule vorgeschaltet ist.
- 3. Schaltungsanordnung für eisengekoppelte Induktionsöfen nach Anspruch 1 und 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselspule mit veränderbarer Selbstinduktion ausgeführt ist.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenÄKHUX. GRI)HlXKT IS' I)EK
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH113902D DE522198C (de) | 1927-11-15 | 1927-11-15 | Schaltungsanordnung fuer eisengekoppelte Induktionsoefen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH113902D DE522198C (de) | 1927-11-15 | 1927-11-15 | Schaltungsanordnung fuer eisengekoppelte Induktionsoefen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE522198C true DE522198C (de) | 1931-04-02 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH113902D Expired DE522198C (de) | 1927-11-15 | 1927-11-15 | Schaltungsanordnung fuer eisengekoppelte Induktionsoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE522198C (de) |
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1927
- 1927-11-15 DE DEH113902D patent/DE522198C/de not_active Expired
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