DE21151C - Nähmaschine zur Herstellung einer aus kurzen Oberstichen und langen Unterstichen gebildeten Naht - Google Patents
Nähmaschine zur Herstellung einer aus kurzen Oberstichen und langen Unterstichen gebildeten NahtInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B81/00—Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE S2: Nähmaschinen.
gebildeten Naht.
Auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht :
Fig. ι die Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht
und Fig. 3 einen Theil des Grundrisses.
. Fig. 3 a zeigt die den Schleifenbilder in Bewegung setzende Daumenscheibe.
Fig. 4 ist die Vorderansicht, Fig. 5 eine Seitenansicht und Fig. 6 der Grundrifs der
Nadelstange nebst zugehörigem Bewegungsmechanismus.
Die Fig. 7, 8 und 9 sind Ansichten der Stoffrückervorrichtung. '
Fig. 9 a zeigt eine Abänderung der Stoffrückervorrichtung.
Fig. 10 ist eine Seitenansicht, Fig. 11 die
Vorderansicht und Fig. 12 der Grundrifs eines mit der Nadel zusammen arbeitenden Hakens
und der dazu gehörigen Theile.
Fig. 13 und 14 geben in schematischer Ausführung
zweierlei Positionen des Hakens mit Bezug auf die Nadel.
Fig. 15 und 16 stellen bezw. eine Seitenansicht
und den Grundrifs eines doppelten Stoffrückers dar und Fig. 17 und 18 bezw. eine
Seitenansicht und den Grundrifs eines entsprechenden doppelten Stoffdrückers.
Fig. 19 zeigt einen der Stoffdrücker und die Fig. 20, 21, 22, 23 und 24 veranschaulichen
im Detail einen Schleifenbilder.
In den Fig. 1, 2 und 3 bezeichnet A den Kopf der Maschine, dessen unterer Fortsatz B
die Arbeitsplatte Q trägt., D I)1 ..sind yerstell-
bare Führungen, welche in Löchern des Kopfes A durch Druckschrauben EE1 gehalten
werden, und dazu dienen, den Abstand der Naht von den Rändern der beiden zusammenzunähenden
Theile zu reguliren. Letztere (in Fig. ι mittelst punktirter Linien angedeutet)
werden einer unter und der andere über, der an D befindlichen horizontalen Trennungsplatte
α der Nadel zugeführt und gelangen dann unter den Drückerfufs F, welcher, wie
gewöhnlich, mit einer Feder b und einem zu seinem Hochheben dienenden excentrischen
Hebel c versehen ist.
Die Nadelstange G, Fig. 4, 5 und 6, hat an ihrem unteren Ende unterhalb der Arbeitsplatte C einen Arm d, welcher durch den
Schlitz B1 von B herausragt und durch eine
an seinem äufseren Ende befindliche Klemmvorrichtung e die mit der Spitze nach oben gerichtete
Nadel f festhält. Bei g greift eine Stange / an die Nadelstange an, welche an
der auf der Welle H sitzenden Kurbelscheibe K befestigt ist. Infolge dessen ist die Nothwendigkeit,
in dem Fortsatz B Platz zum Antrieb der Nadel zu schaffen, umgangen, so dafs besagter
Fortsatz die praktisch zulässig geringsten Abmessungen erhalten kann.
In nächster Nähe der Nadel f und mit ihr einen Winkel bildend, befindet sich der ebenfalls
in der Richtung nach oben arbeitende Haken L, Fig. i, 2, 10, 11 und 12, welcher die
Functionen einer zweiten Nadel hat und mit seinem unteren Ende durch Klemmvorrich-
■24
tung h an einem Schlitten i, der sich in einem bei k drehbar mit B verbundenen Stück M
führt, befestigt ist. Die schräge Stellung des Hakens L läfst sich nach Mafsgabe der auf
der Oberfläche des Nähobjectes verlangten Stichlänge verändern, und zwar mit Hülfe einer
Stellschraube1 N, welche eine Drehung des
Stückes M auf K und somit die genaue Einstellung von L zu f ermöglicht. In der Zeichnung,
Fig. 13, steht der Haken parallel mit der Nadel, so dafs es unmöglich ist, einen
Stich zu erzeugen; in Fig. 14 dagegen ist er für gewöhnliche Arbeit umgestellt. Das obere
Ende, von L kann durch eine Führung / hindurchgehen, welche gleichzeitig als Schleifenöffner
dient und einer hinter dem Schlitten i in einer Nuth des Stückes M gleitenden Platte m
angehört.
Die erforderlichen Auf- und Abwärtsbewegungen werden dem Haken L durch den
Arm d der Nadelstange übermittelt, welcher bei seinem Spiel einmal an den Stift 0 und
das andere Mal an die Klemmvorrichtung h des Schlittens i stöfst. h und i ihrerseits sind so
weit von einander entfernt, dafs der Haken L gleich nach dem Durchstich der Nadel sich
seinerseits durch den Stoff hindurch über die Arbeitsplatte hebt und nun die zur Entgegennahme
der Fadenschleife von der Nadel erforderliche Zeit stehen bleibt, jedoch nach dem
theilweisen Niedergang besagter Nadel ebenfalls niedergeht, um den Oberstich zu vollenden.
Der Schleifenbilder O in Fig. 1, 2 und 3
sitzt fest auf dem einen Ende einer horizontalen, sich hin- und herdrehenden Welle P,
welche einen Winkel von etwa 300 mit der Antriebswelle H bildet, und tritt in seiner Vorwärtsbewegung
mit seiner Spitze q (die eine abwärts gerichtete Lippe besitzt, um zwischen
/ und L zu passiren) zwischen die in gehobener Position befindliche Nadel und den Faden,
so dafs er, wenn die Nadel niederzugehen anfängt, eine Fadenschleife zurückhält und dieselbe
in den Bereich des Hakens L bringt, auf welchen sie beim weiteren Niedergang der
Nadel hingezogen wird. Hierauf geht auch der Haken nieder und nimmt die Fadenschleife
mit sich, bis unter das Nähobject, wo sie für den nächsten Stich in Bereitschaft bleibt. Diese
Anordnung des Schleifenbilders gestattet, die Thätigkeit von L in die Nähe der Nadel zu
verlegen und dadurch kürzere Stiche zu erzielen. Das Hin- und Herdrehen der Welle P
des Schleifenbilders bewirkt eine Daumenscheibe Q, Fig. 2, 3 und 3a, welche auf den
von der Feder S angedrückten Arm R genannter Welle wirkt.
Das Material wird durch den aus Fig. 1, 2, 7, 8 und 9 ersichtlichen Stoffrückermechanismus
vorwärts bewegt. An der schwingenden Stange T befindet sich am unteren Ende eine Bohrung r
zur Aufnahme eines Stiftes rx, welcher von der
unteren Seite des Armes s ausgeht. An dem dem Stift r1 entgegengesetzten Ende besitzt
der Arm s eine Bohrung für den Stift s1 des
Stückes U, dessen Oberfläche gerauht und einem gewöhnlichen Stoffrücker entspricht. Infolge
dieser Aufhängung kann das Stück U jeder Krümmung oder Form des Nähobjectes
Folge geben. Hierbei werden die Bewegungen nur durch die Ränder der in der Arbeitsplatte
befindlichen Oeffnung controlirt, welche letztere in ihrem hinteren Theile sich in einer den Bedürfnissen
der Praxis angepafsten Weise erweitert, jedoch nach dem Vorderende zu sich verengt,
um den Stoffrücker bei seiner Rückkehr zu veranlassen, seine normale, gerade Position
einzunehmen. Die Stange T ist mit ihrem oberen Ende zwischen zwei Platten V, welche
im oberen Theile des Maschinenkopfes A vertical verschoben werden können, drehbar aufgehängt.
Sie besitzt hier einen kurzen, abwärts gerichteten Arm W mit einer verstellbaren Gabel
X, die ein auf der Welle H sitzendes Excenter t umfafst, so dafs die Stange T sich
sowohl auf- und niederbewegt, als auch um den Bolzen u oscillirt. Das Excenter kann das
Minimum des Auf- und Niedergehens des Stoffrückers U hervorbringen, während das Maximum
an Stichlänge durch geeignete Einstellung des Bolzens u mit Bezug auf dieses Excenter erzielt
wird. In dem durch die .Figuren veranschaulichten Beispiel sind die einzelnen Theile
so angeordnet, dafs der Stoffrücker veranlafst wird, zu der erforderlichen Zeit auf- und niederzugehen,
um den Stoff für die Bildung eines auf der Unterseite liegenden langen Stiches von
etwa 16 mm fortzurücken. Indessen sind die Stichlängen einer Verkürzung fähig, und zwar
durch Begrenzung der Schwingungen der Stange T mit Hülfe einer Stellschraube v, Fig. 1.
Sollen längere Stiche gemacht werden, so mufs der Bolzen u dem Excenter näher gerückt
werden.
Anstatt übrigens die Stellschraube ν zu benutzen, kann man den Bolzen u auch in der
durch Fig. 9 a veranschaulichten Weise mit dem oberen Ende der Stange T verbinden. Es
kann für längere Stiche dem Excenter näher gebracht und für kürzere weiter davon entfernt
werden.
Der Hub des Stoffrückers über die Arbeitsplatte läfst sich nach Bedarf der Stärke und
Beschaffenheit des zu nähenden Materials anpassen, und zwar mit Hülfe einer Schraube w,
deren Muttergewinde sich in dem Lappen χ der Stange / befindet und deren unteres Ende
den Hub der Gabel X und somit auch des Stoffrückers U controlirt.
Der Nähfaden wird von einer Spule über eine Spannvorrichtung durch die Führung 1,
Fig. 4, der Klemmvorrichtung e und weiter durch
das Auge der Nadel / geführt, welche letztere dann zugleich mit dem Haken L in Position
unterhalb der Arbeitsplatte gebracht' werden sollte. Hierauf werden die beiden zusammenzunähenden
Stücke auf der Arbeitsplatte, unter dem Drückerfufs, das eine über, das andere dagegen unter der Trennungsplatte α placirt,
so dafs sie mit ihren Kanten gegen die Führungen D und D1 stofsen. Nachdem alsdann
der Stoffdrücker niedergelassen, wird die Welle H in Rotation versetzt, und nun beginnt die Nadel
/ in die Höhe zu gehen. Hat dieselbe aber etwa die Hälfte ihres Weges nach oben zurückgelegt, so stöfst der Arm d gegen den
Stift ο des Schlittens i und veranlafst dadurch den Haken Z, gleichzeitig mit der Nadel aufwärts
zu gehen. Letztere jedoch durchsticht das Material zuerst und führt den Faden über
die obere Fläche desselben hinauf. Gleich nachher durchdringt auch der Haken in einiger
Entfernung von dem Nadelstich das Material, und jetzt beginnt die Nadel wieder niederzugehen.
Hierdurch wird der Faden etwas schlaff, er bildet eine kleine Biegung und sogleich
kommt unter der Wirkung der Daumenscheibe Q der Schleifenbilder O an und tritt
mit seiner Spitze q zwischen die Nadel und den Faden, so dafs er letzteren erfafst. Der
Schleifenbilder fährt aber in seiner Bewegung fort, bis seine Spitze sich direct über dem Haken
L befindet, und nun wird ihm die mitgeführte Schleife durch den immer weiteren
Niedergang der Nadel entzogen, so dafs sie in den Bereich des Hakens L gelangt, welcher
seinerseits in seiner höchsten Stellung verharrt, bis die Nadel etwa ein Drittel ihres Niederganges
vollendet hat. In diesem Augenblick aber stöfst der Nadelarm d gegen die Klemmvorrichtung
h und verursacht durch Mitnehmen des Schlittens i das Niedergehen des Hakens L,
welcher den Faden mit sich durch das Material und über den Schleifenöffner führt, der, wenn
er überhaupt benutzt wird, durch die aus Fig. io, 11 und 12 ersichtliche Führung / gebildet werden
kann. Der Schleifenöffher / wird in seiner normalen Position durch eine Feder 2 mit der
Arbeitsplatte in Berührung gehalten und empfängt die durchgezogene Fadenschleife eben,
bevor der Haken in seine tiefste Stellung gelangt; gleichzeitig stöfst die Klemmvorrichtung h
gegen den Stift mx der Platte m und nimmt
so den Schleifenöffner noch die kurze, nach unten zurückzulegende Strecke mit, wodurch
eine ausreichende Fadenlänge für den nächsten Stich in Bereitschaft gebracht wird. Auf solche
Weise ist auf der oberen Fläche des Materials ein kurzer Stich entstanden, und nun tritt der
Stoffrücker in Thätigkeit und rückt das Nähobject um einen Betrag von etwa 16 mm
weiter. Wenn dann die Nadel und später der Haken wieder in die Höhe gehen, so passiren
sie durch die auf der unteren Seite des Materials befindliche Schleife hindurch und durchdringen
von neuem die zusammenzunähenden Stücke, wodurch auch der Stich auf der Unterseite
vollendet wird. Dieses Spiel wiederholt sich immer wieder und ergiebt eine Naht,
welche sich durch kurze Stiche auf der Ober- und lange Stiche auf der Unterseite charakterisirt.
Anstatt der in Fig. 7, 8 und 9 veranschaulichten Stoffrückervorrichtung kann man auch
die in Fig. 15 und 16 dargestellte benutzen.
Hier bezeichnet T einen Theil der Stoffrückefstange,
an deren äufserem Ende eine dünne Stahlplatte s mit dem Stoffrücker U befestigt
ist. Aufser dem Stoffrücker U aber trägt die Platte s noch einen bei a1 drehbaren Hebel s1,
welcher mit einer zweiten Stoffrückerfläche a",
sowie mit einem seitwärts ausgebogenen Arm b1, der nach dem hinteren Ende von T zeigt, versehen
ist. Auf den Arm b1 wirkt die Feder b" Und ist bestrebt, die Fläche a" immer in derselben
relativen Position zu der Fläche U zu erhalten. Damit jedoch U gröfsere Bewegungen
macht, ist an der Maschine ein verstellbarer Anschlag cl angebracht, welcher sich in den
Bereich des Endes c" von bx bringen läfst und
die Bewegungen von a" controlirt. Das Ende c" ist mit Leder oder anderem geeigneten Material
bekleidet, welches Abnutzung und Geräusch durch das häufige Anschlagen an i1 verhütet.
In Combination mit dem doppelten Stoffrücker ist jede beliebige Art von Drückerfufs
zu verwenden. Insbesondere aber empfiehlt sich der doppelte Stoffdrücker, Fig. 17, 18
und 19. An demselben sind FF1 zwei
Drückerfüfse, welche entweder an ihren Stangen 3 befestigt oder mit ihnen aus einem Stück
gefertigt sind. Die Stangen 3 bestehen aus dünnem Stahl und sind je mit einem langen
Loch 4 versehen für die Aufnahme der Spiralfedern s und der dieselben begrenzenden Widerlagstücke
6 und 7. Mit diesen Federn und Widerlagstücken sind die Stangen in die Oeffnung 8 eines Trägers Y, der an die Bettplatte
der Maschine geschraubt ist, eingesetzt.
Die Löcher 8 erstrecken sich von der Spitze bis zum Boden des Ständers Y und entsprechen
in ihrer Form dem horizontalen Querschnitt der combinirten Stangen 3 und Stücke 7,
welche letztere darin frei gleiten. Die Stücke 6 ihrerseits sind im oberen Theil des Trägers Y
durch Stifte 9 fixirt, jedoch so, dafs sich die Stoffdrücker, wenn sie auf das Material drücken,
unabhängig von einander bewegen und unter der Einwirkung ihrer Federn je für sich den
Unregelmäfsigkeiten des Nähobjectes anpassen. Durch das Hochheben des einen der Drückerfüfse,
z. B. des mit F1 bezeichneten (welcher zu dem Ende mit einem gewöhnlichen Hebel c
versehen ist), wird indessen auch der andere
hochgehoben, da dann der Absatz io des einen
gegen den Absatz 11 des anderen stöfst, wie aus Fig. 17 zu erkennen. Die beiden Widerlagstücke
7 aber werden beim Heben der Stoffdrücker veranlafst, sich in den Löchern 8 zu verschieben und die Federn 5 gegen die Widerlager
6 zusammenzupressen, während die Stangen 3 völlig stetig erhalten werden, da sie genügende
Führung in den engeren Theilen von 8 finden.
Der in Fig. 21 bis 24 dargestellte Schleifenbilder
besteht aus einer cylindrischen Stange o, die auf ihrem einen Ende mit einer Nase q und
auf dem anderen mit einem Hals oder einer ringförmigen Curvennuth o1 für die Aufnahme
des gabelförmigen Endes des Armes Z versehen ist. Letzterer ertheilt der Nase eine Bewegung
in longitudinaler Richtung, während ein Arm y sie in oscillirende Bewegung versetzt.
Der Arm y wird mit der Stoffrückerstange verbunden, um an deren hin- und hergehenden
Bewegungen theilzunehmen, und ist mit einer Hülse z, die einen excentrisch auf
dem Ende von 0 angebrachten Zapfen y1 umfafst,
versehen. Zur Führung der Welle 0 dient die sie umgebende Röhre 21, welche bei x1
eine Oeffnung besitzt, um die Erweiterung der Schleife zu gestatten.
Wenn nun die Nadel in ihrem Aufwärtsgang den Faden mit sich durch das Material geführt
hat, so tritt sie in einen engen Schlitz w1 der
Röhre y1 ein und beginnt dann zurückzugehen, so dafs der Faden schlaff wird. Hierauf bewegt
sich die Welle ο unter der Wirkung einer auf der Hauptwelle der Maschine angebrachten
Curvenscheibe in ihrer Röhre vorwärts und führt ihre Nase q zwischen die Nadel und den
Faden ein, so dafs beim weiteren Niedergang der Nadel eine Fadenschleife zurückgehalten
wird. Hat hierauf die Nadel das Nähobject wieder verlassen, so tritt der Stoffrücker in
Thätigkeit und rückt das Material für den nächsten Stich vorwärts. Da aber der Arm y
an der Stoffrückerstange befestigt ist, so veranlafst derselbe gleichzeitig mit der Stoffverrückung
eine Drehung der Welle o, wodurch die von q gehaltene Schleife geöffnet und in eine Stellung
gebracht wird für den Eintritt der Nadel, wenn diese ihre nächste Vorwärtsbewegung macht.
Die Nadel geht dann wieder in die Höhe und gleichzeitig wird die Nase q aus der Schleife
gezogen, indem sie unter Einwirkung des Armes Z auf die Welle ο zurückgezogen wird
und nun für das Erfassen einer neuen Schleife bereit bleibt. Dieses Spiel wiederholt sich,
stets von neuem und erzeugt die gewünschte. Naht.
Claims (2)
1. Zur Herstellung einer durch kurze Stiche auf der Ober- und lange Stiche auf der
Unterseite charakterisirten Naht das Zusammenspiel einer mit Oehr versehenen, in
der Richtung von unten nach oben arbeitenden Nadel mit einem ebenfalls nach oben gerichteten, neben ihr befindlichen,
aber schräg zu ihr gestellten Haken, sowie mit einem oberhalb der Arbeitsplatte angeordneten
Schleifenbilder, mit Stoffrücker, Stoff lage und dem von einer passend an
der Maschine oder deren Arbeitsplatte placirten Spule entnommenen Nähfaden, und ■
zwar in der Weise, dafs die Nadel zuerst von unten her den Stoff durchsticht und
den Faden über die obere Fläche desselben hinaufführt, worauf sodann auch der Haken
durch den Stoff dringt und, während die Nadel wieder niederzugehen beginnt, in Ruhe verharrt, bis er von dem unterdessen
thätigen Schleifenbilder die der Nadel abgenommene Fadenschleife erhalten hat, sodann
aber niedergeht und mit oder ohne Beihülfe eines besonderen r Schleifenöffners
die durchgezogene Schleife öffnet, welche, da nun der obere kurze Stich vollendet ist
und der Stoffrücker den Stoff weiter rückt, unterhalb der Stofflage in Bereitschaft bleibt
und der neuerdings aufwärtsgehenden Nadel sowie dem später folgenden Haken den Durchtritt gestattet, so dafs auch der lange
Stich auf der Unterseite gebildet wird.
2. Zur Ausführung des unter 1. bezeichneten Arbeitsprocesses die Herbeiführung einer
intermittirenden und nacheilenden Bewegung des zur Nadel schräg gestellten Hakens
durch den Nadelhalter und Bewegung dieses letzteren durch einen im Maschinenkopf
über der Arbeitsplatte untergebrachten Mechanismus, um die Abmessungen des unteren
Fortsatzes des Maschinenkopfes für unbeschränkte Bewegung des Nähobjectes auf ein Minimum zu reduciren.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21151C true DE21151C (de) |
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Country Status (1)
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