DE209965C - - Google Patents

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DE209965C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/36Induction meters, e.g. Ferraris meters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 209965 KLASSE 21 e. GRUPPE
Elektromagnet für Ferrariszähler. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Dezember 1907 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Magnetgestell für Wechselstrom- und Drehstromzähler, bei welchem um die Magnetschenkel Polschuhe oder magnetische Zwischenstücke aus lamelliertem oder massivem, rings geschlossenem Eisen angebracht sind, die den Nebenschlußluftraum ganz oder teilweise überbrücken und gleichzeitig als Bahn für die Nebenschlußkraftlinien und als Drosselspule
ίο wirken.
Es sind schon mehrfach Magnetgestelle bekannt geworden, welche zwischen die Pole gesetzte magnetische Zwischenstücke besitzen, doch dienen bei diesen Anordnungen die
Zwischenstücke lediglich als Überbrückung für den Schluß der Kraftlinien, während bei vorliegender Erfindung das Zwischenstück teils als Brücke für den Schluß der Kraftlinien, teils als magnetischer Nebenschluß, teils als Polschuh, teils als sekundäre Wicklung oder Wicklungen zur eigentlichen Wicklung des Magnetgestells dient, gleichzeitig also magnetische und elektrische Eigenschaften besitzt und sowohl magnetische als elektrische Effekte erzielt.
Fig. ι zeigt ein derartiges Magnetgestell im Schnitt, Fig. 2 in perspektivischer Ansicht. Bei beiden Figuren, welche die gleiche Ausführungsform darstellen, ist angenommen, daß der Polschuh 1 aus gleich großen Eisenlamellen gebildet ist, welche sich zwischen den inneren Magnetschenkel 2 und die beiden Außenjoche 3 und 4 derart hineinschieben, daß dieselben mit ihren Seiten 5 und 6 den Luftspalt überbrücken, während ihre Seiten 7 und 8 magnetische Nebenschlüsse zu dem Hauptmagnetsystem bilden.
Durch entsprechende Dimensionierung und sonstige Gestaltung des Polschuhes kann die Phasenverschiebung sowie die Einwirkung auf die Scheibe beliebig reguliert werden. So z. B. kann in bezug auf die Dimensionen durch Vergrößerung oder Verkleinerung des Polschuhschnitts die Phasenverschiebung beliebig reguliert werden. Die Vergrößerung oder Verkleinerung des Eisenquerschnitts kann entweder durch Vergrößerung oder Verkleinerung der Breite des Polschuhes bei gleicher Eisenblechlamellenzahl oder durch Vergrößerung oder Verkleinerung der Eisenlamellenzahl bei gleieher Breite des Polschuhes erzielt werden. In bezug auf die Gestaltung des Polschuhes können durch Einschnitte oder Aussparungen von entsprechender Form und an den entsprechenden Stellen des Polstückes Wider-Standsänderungen magnetischer und elektrischer Natur erzielt werden, ferner können die Streuverhältnisse beliebig variiert werden, und außerdem ist es möglich, durch geeignete Aussparungen an geeigneter Stelle die Induktiohswirkung auf eine öder mehrere bestimmte Stellen der Metallscheibe des Motorzählers zu lenken.
Durch Vermehrung oder Verminderung der Anzahl der Lamellen können ebenfalls Wider-Standsänderungen magnetischer Natur erzielt werden, gleichzeitig läßt sich dadurch auch die Induktionswirkung verändern, indem mehr oder weniger Pohlschuheisenlamellen induziert werden.
Reginald Belfield hat in seinem Patent 92860 eine Zusatzspule angegeben, welche entweder in sich geschlossen und von der Nebenschlußspule induziert oder als zweite Spannungsspule von der Hauptstromspule abgezweigt ist, welche Spule eventuell auch mit einem regulierbaren Widerstand versehen sein kann oder durch verschiedene Eintauchtiefe in der sie induzierenden Spule die Phasenverschiebung reguliert.
Es könnte nun bei oberflächlicher Betrachtung auf den ersten Blick den Anschein haben, als wenn konstruktiv die Belfieldsche Erfindung mit der vorliegenden Erfindung Ähnlichkeit aufweise.
Dies ist jedoch durchaus nicht der Fall, denn wie aus dem oben Gesagten hervorgeht, ist bei vorliegender Erfindung der wesentliche Bestandteil ein ferromagnetisches Zwischenstück, welches einen Teil des Magnetgestells und dadurch einen Teil der Kraftlinienbahn sowie auch gleichzeitig magnetische Nebenschlüsse bildet, und kann bei derselben durch Formveränderung dieses ferromagnetischen Zwischenstücks die Phasenverschiebung beliebig geändert werden. Das ferromagnetische Zwischenstück dient außerdem nicht nur als Kraftlinienerzeuger, sondern auch als Kraftlinienträger, d. h. als Kraftlinienbahn, und ist hiermit bewiesen, daß dasselbe etwas vollkommen anderes ist als die im Patent 92860 geschützte Zusatzspule.
In folgendem sollen nun die einzelnen weiteren Figuren erklärt werden:
Fig. 3 zeigt die vollständige. Überbrückung des Luftspaltes des Magnetgestells,
Fig. 4, 5, 6, 7 und 8 teilweise Überbrückung des Luftspaltes des Magnetgestells, wodurch die Phasenverschiebung und der Wattverbrauch sowie das Drehmoment geändert werden kann. Fig. 9 läßt zwischen dem mittleren Magnetschenkel und dem ferromagnetischen Zwischenstück, Fig. 10 zwischen den Jochen und dem ferromagnetischen Zwischenstück Luftspalte bestehen.
Die Fig. 11 bis 20 zeigen verschiedene Aussparungen des ferromagnetischen Zwischenstücks, welche teils die Erzielung eines bestimmten magnetischen Widerstandes, teils die Erzielung eines großen Drehmoments bei geringem Wattverbrauch, teils die Verlegung des .Streufeldes auf bestimmte Stellen der Scheibe bezwecken sollen. In Fig. 18 ist eine Form der Aussparung dargestellt, welche die Vorteile eines größeren Luftraumes mit den Vorteilen guten Eisenschlusses und dadurch erzielten geringen Wattverbrauchs in sich vereinigt.
Wie in den Fig. 19 und 20 dargestellt, kann durch Unsymmetrie in der Dimensionierung und durch Unsymmetrie des Luftweges verschiedene Wirkung auf die Scheibe erzielt werden.
Die Fig. 21 und 22 sowie die Fig. 23 und 24 zeigen an der Stelle, wo dieselben zwischen' das Magnetgestell geschoben sind, Schlitze, welche dazu dienen, den magnetischen Widerstand an der Zusammenstoßstelle des ferromagnetischen Zwischenstücks mit dem Magnetgestell zu verändern. Die Lamellen 21 und 22 sowie die Lamellen 23 und 24 werden übereinandergelappt zwischen die Joche und den inneren Magnetschenkel gesetzt.
Natürlich ist es für das Wesen der Erfindung gleichgültig, welche Gestalt den Aussparungen gegeben wird, wenn dieselben nur so geformt und angebracht sind, daß dieselben den ihnen vorgeschriebenen Zweck erfüllen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektromagnet für Ferrariszähler,- dadurch gekennzeichnet, daß um die Magnetschenkel Polschuhe oder magnetische Zwischenstücke aus lamelliertem oder massivem, rings geschlossenem Eisen mit oder ohne entsprechende Aussparungen angebracht sind, die den Nebenschlußluftraum ganz oder teilweise überbrücken und gleichzeitig als Bahn für die Nebenschlußkraftlinien und als Drosselspule wirken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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