DE209540C - - Google Patents

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DE209540C
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furnace
chamber
cooling
glass rods
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B29/00Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins
    • C03B29/02Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins in a discontinuous way

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Z2a. GRUPPE
ADOLF MÜLLER in NEUGERSDORF i. S.
Die Arbeit des »Glasdrückens« erfolgt bekanntlich in der Weise, daß ein Glasstab in einem, geeigneten Ofen oder einer Flamme an seinem Ende bis zur Strengflüssigkeit erhitzt und dessen erweichtes Ende durch eine Formzange abgeschnitten wird; die der Zange entnommenen geformten Gegenstände werden in einen gelindem Feuer ausgesetzten Behälter eingeführt, um das Abkühlen in einer die
ίο Haltbarkeit begünstigenden Weise vollziehen zu lassen. Die Kühlbehälter stehen über der zum Erhitzen der Glasstäbe dienenden Kammer, welche ihrerseits wieder unmittelbar über dem Feuerraum liegt. Die Öffnung zum Einführen der Glasstangen und die zur Beschickung der· Feuerung liegen auf verschiedenen Seiten des Ofens. Insbesondere sind es Glaspfropfen und ähnliche massive Gegenstände geringer Abmessungen,: welche auf diese Weise erzeugt werden.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ofen, welcher zum Erhitzen der Glasstäbe und dem nachträglichen Abkühlen der gepreßten Gegenstände dient und durch seine eigenartige Bauart gekennzeichnet ist, welche eine bequeme Arbeitsweise und gleichzeitiges Arbeiten zweier Formen an demselben Ofen ermöglicht.
In der Zeichnung ist ein im Sinne der Neuerung hergestellter Ofen dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ι und 2. zwei aufeinander senkrecht stehende senkrechte Schnitte des Ofens,
Fig. 3 und 4 wagerechte Schnitte nach I-I und II-II der Fig. 1, während in
Fig. 5 ein senkrechter Schnitt nach III-III der Fig. 3 dargestellt ist.
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Wie aus diesen Darstellungen ersichtlich, wird der Ofen von einem gußeisernen Mantel umschlossen und enthält einen Feuerraum a, der an zwei an entgegengesetzten Seiten des Ofens liegenden Öffnungen b, b beschickt werden kann; der Feuerraum ist mit zwei in ihrer Längsmitte zusammenstoßenden, geeigneten Rosten c, c versehen, die mit beweglicher Mittelbarre ausgestattet sind, und unter welchen der Aschenfall d angeordnet ist.
Zwischen jeder der weit ausladenden Beschickungsöffnungen b nach dem zugehörigen Rostteile ist eine Kammer f angeordnet, in welcher die Vorerhitzung bzw. Entgasung des Brennstoffes stattfindet, und von welcher je zwei schief nach aufwärts reichende Rauchzüge g (s. Fig. 5) in den oberen Teil des Ofens führen. Der mittlere, oberhalb der Roste c liegende Teil des Feuerraumes α mündet in eine Kammer m, welche durch zwei an gegenüberliegenden Seiten des Ofens liegende, durch Klappen verschließbare Öffnungen η zugänglich ist. Bei Drucköfen mit Gasgebläseheizung ist die Anordnung von zwei einander gegenüberliegenden Öffnungen zum Einführen der Glasstangen bekannt.
Diese Kammer m ist nach oben hin durch einen Schamotterost h abgeschlossen und wird durch zwei vertikale, die ganze Breite des Ofens einnehmende Schamottewände k überbrückt, die ungefähr bis zur halben Höhe des oberen Qfenraumes reichen und daselbst durch eine flache Schamotteplatte i teilweise überdeckt sind.
In diese durch die beiden Wände k, k und die Decke i gebildete Querkammer w sind zwei von den gegenüberliegenden Ofenwänden nach
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innen ragende und gegen das Ofeninnere abgeschlossene Kammern p, p eingebaut, deren einander zugewendete abgerundete Wände 80 bis 200 mm voneinander abstehen.
Jede der beiden als Abkühlkammern dienenden Kammern p, p ist nach außen hin durch eine Tür 0 verschlossen, in deren oberstem Teile eine mit Gleitfläche s versehene Öffnung angeordnet ist, die in ein in der Kammer p angeordnetes Gefäß t führt.
Beim Beginne der Arbeit wird der Brennstoff in den beiden Vorkammern f entzündet, wobei die Rauchgase durch die seitlichen Züge g in die zu beiden Seiten der senkrechten Wände k liegenden Rauchzüge j und von dort oberhalb der Decke i in die Esse q gelangen, ohne in die Kammer m und den von beiden Wänden k, k abgeschlossenen Raum w treten zu können; sobald der Brennstoff in Weißglut ist, wird er auf die schiefen Roste c gestoßen und verbrennt daselbst mit blauer rauchloser Flamme, wobei die Feüergase durch die Kammer m und den zwischen den Abkühlräumen p, p. liegenden Zug, zu beiden Seiten der Deckfläche i, welche zur Ablenkung der Gase und Zurückhaltung der Hitze dient, in die Esse q entweichen.
Die zur Herstellung der Preßlinge dienenden Glasstäbe werden von den vor den öffnungen η sitzenden Arbeitern in die Kammer m gehalten, zeitweise' aus dem Ofen gezogen, vermittels der Formzange abgeschnitten und unmittelbar darauf wieder in den Ofen eingeführt; der der Formzange entnommene Gegenstand wird auf die rechts vom Arbeiter liegende Gleitfläche s geworfen und fällt in das im zugehörigen Abkühlraum vorgesehene Gefäß i.
Wie aus dieser Erläuterung hervorgeht, können demgemäß an einem Ofen zwei Arbeiter vollkommen unabhängig voneinander arbeiten, da jedem derselben eine Öffnung für das Ein- und Ausführen der Glasstäbe und eine rechts von ihm liegende Öffnung zum Abwerfen der zu kühlenden Gegenstände vorbehalten ist.
Dadurch, daß die zur Zuführung des Brennstoffes dienenden Beschickungsöffnungen b und Einwurfsöffnungen s seitlich von den Sitzen der Arbeiter und den Öffnungen η angeordnet sind, durch welche die Glasstäbe in den Ofen eingeführt werden, wird eine sehr bequeme Arbeitsweise ermöglicht und durch die Trennung der Vorräume f und der zugehörigen Rauchabzüge g von dem eigentlichen Verbrennungsraum α eine sehr heiße und rauchlose Flamme erzielt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Ofen zum Erweichen von Glasstäben und Abkühlen der daraus gedrückten Gegenstände mit einer unmittelbar über dem Feuerraum liegenden, von der Seite zugänglichen Kammer zum Erhitzen der Glasstäbe, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des mittleren Teiles (a) des Feuerraumes Vorräume (J) mit Beschickungsöffnungen (b) und mit gesonderten Rauchabzügen (g) angeordnet sind, welche die Rauchgase mit Umgehung der zum Erhitzen der Glasstäbe dienenden Kammer (m) um über der Erhitzungskammer liegende, gegen die Rauchgase abgeschlossene Kühlräume (ρ) herum und in die Esse (q) führen.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungsöffnungen (b, 0) der Feuerung und der Kühlräume an denselben gegenüberliegenden Ofenseiten liegen, während die Öffnungen (n) der zum Erhitzen der Glasstäbe dienenden Kammer (m) an den beiden anderen gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind.
3. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu den Kühlräumen führenden Abschlußtüren (0) mit kleinen, mit Gleitflächen (s) versehenen Einwurfsöffnungen versehen sind, durch welche die abzukühlenden Gegenstände bei geschlossenen Türen in die im Abkühlraume angeordneten Gefäße (t) geführt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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