DE209490C - - Google Patents

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DE209490C
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pliers
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J5/00Shuttles
    • D03J5/06Dummy shuttles; Gripper shuttles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 209490 KLASSE 86g. GRUPPE
Firma KARL R.PAUL in FRANKENBERG ι. Sa.
an einem oder beiden Enden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1907 ab.
Die Erfindung betrifft einen Greiferwebschützen zum Eintragen von Roßhaarschuß. Die Anbringung von Greifervorrichtungen an den Spitzen des Webschützens ist bekannt. Die Neuerung besteht insbesondere darin, daß zwischen den Backen der Greifer- oder Eintragzange eine Federzange liegt, die zum Erfassen eines Roßhaares zwischen den Backen der Eintragzange hindurch in das Haarbündel greift und das erfaßte Haar zum Eintragen in das Webfach an die Eintragza.nge abgibt.
Das Öffnen der federnden Klemmbacken der Eintragzange geschieht zweckmäßig beim. Verschieben derselben durch ein zwischen ihnen liegendes Spreizstück. Dieses Spreizstück kann an der Federzange sitzen, die zwi- * sehen den federnden Backen angeordnet wird und bei geöffneten Backen zwischen den Backen hindurch in das Haarbündel greift und ein Haar erfaßt.
Bei der dargestellten Ausführung ist die Einrichtung so getroffen, daß an den beiden Enden des Schützens eine federnd gelagerte Hülse als Träger für die federnden Klemmbacken angeordnet ist; durch den Boden der Hülse geht eine mit einem Spreizstück versehene Federzange hindurch, so daß durch Verschieben jener Hülse die Klemmbacken geöffnet und geschlossen werden können.
Auf der Zeichnung ist der neue Schützen mit einem Greiferkopf an jedem Ende in zwei Längsschnitten dargestellt.
Der Schützen 1 kann mit einer Spule 6 ausgerüstet sein, damit mit dem Roßhaar noch ein Textilfaden verwebt werden kann. An jedem Ende des Schützens 1 sitzt ein Greiferkopf 7, in'welchem eine Federzange 2 (in den Fig. 3 bis 3 b in größerem Maßstabe dargestellt) liegt. Die Federzange 2 ist in der Nähe ihres vorderen Endes mit einem durch Verdickung bzw. Ausbiegung gebildeten Spreizstück 5 versehen und mittels einer Schraube 9 in dem Bolzen 10 befestigt, der auf einem durch den Schützen hindurchgehenden Querstück 11 sitzt. Über die Federzange 2 ist eine Hülse 4 geschoben, in deren Hohlraum eine Druckfeder 12 liegt, die sich einerseits gegen den Boden der Hülse 4, andererseits gegen die Stirnfläche des Bolzens 10 stützt.
An der Hülse 4 sitzen außerdem aus federndem Material hergestellte Klemmbacken 3 der Eintragzange, die das Bestreben haben, sich stets zu schließen. Der Kopf der Schraube 9, welche zum Befestigen der Federzange 2 in dem Bolzen 10 dient, liegt in einem Schlitz 13 der Hülse 4 und dient als Anschlag" zur Begrenzung" der Verschiebung der Hülse 4, die während ihrer Verschiebung an dem Bolzen 10 geführt ist. Außerdem ist die Hülse 4 mit" zwei seitlichen Schlitzen 14 versehen, durch die die Welle 15 hindurchgeht, auf der die Laufrollen 16 des Schützens gelagert sind. Für den Angriff derjenigen Teile des Webstuhles, welche das Verschieben der Hülse 4 bewirken, ist ein Nocken oder Anschlag 8 o. dgl. angebracht. Die an dem Schützen angebrachte Rippe 17 dient als Anschlag für den Schläger des Webstuhles.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Schützens ist derart, daß dem Erfassen eines Roßhaares durch den einen Greiferkopf die Freigabe des eingeschossenen Roßhaares durch den anderen Greiferkopf vorangeht. Die hierzu verwendete Einrichtung des Webstuhles kann naturgemäß beliebig sein.
Wenn der Schützen an dem einen Ende seiner Bahn angelangt ist, dann wird die Hülse 4 mit den Klemmbacken 3, beispielsweise durch Zusammenwirken einer Klinke 30, mit dem
. Anschlag8 zurückgezogen und die Feder 12 gespannt. Bei dieser Verschiebung der Hülse 4 werden die Klemmbacken 3, da sie an der A^erdickung 5 der Federzange 2 geführt sind, geöffnet, und die Zange 2 wird freigelegt. Die Federzange tritt in das Haarbündel ein und erfaßt ein Haar. Durch eine geeignete Vorrichtung des Webstuhles wird
;2o hierauf der Schützen aus dem Haarbündel zurückgezogen, wodurch die Hülse 4 durch die Druckfeder 12 wieder nach vorn gedrückt und das vorher von der Federzange 2 gehaltene Haar den Klemmbacken 3 übergeben wird.
Durch einen Schläger kann dann der Schützen zum Eintragen des Roßhaares in das Webfach durch das Fach hindurchgeführt werden. Es ist wichtig, daß die. Federzange 2 das Haar seitlich erfaßt und aus einer lotrechten Haarbüchse entnehmen kann. Trotz der Verwendung einer lotrechten Haarbüchse wird aber das Haar von den Klemmbacken 3 derart in das Webfach eingelegt, als wenn es von vornherein, also ohne Vermittlung der Schlitznadel, von den Klemmbacken erfaßt worden wäre. Gerade dadurch ist die Möglichkeit gegeben, das denkbar kürzeste Haar zu verwenden.
Wie ersichtlich, ist es bei dem beschriebenen Schützen auf einfache Weise durch Herausziehen der Welle 15 möglich, die Hülse 4 mit ' den Klemmbacken 3 und der ganzen Einrichtung zum Erfassen des Roßhaares von dem Schützen abzunehmen und auszuwechseln.
Die Erfindung ist naturg'emäß sowohl bei Wurfschützen als auch bei Steckschützen verwendbar. Gleichgültig ist es auch, ob der Webstuhl, bei welchem der neue Schützen zur Verwendung kommen soll, von Hand betrieben wird oder ob er bei einem mechanischen Webstuhl zur Anwendung gelangt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Greiferwebschützen zum Eintragen von Roßhaarschuß mit zangenartigem Greifer an einem oder beiden Enden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
. Klemmbacken der Eintragzange (3) eine Federzang'e (2) liegt, die zum Erfassen eines Roßhaares zwischen den Backen der Eintragzange hindurch in das Haarbündel' greift und das erfaßte Haar zum Eintragen in das Webfach an die Eintragzange (3) abgibt.
2. Greiferwebschützen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Federzange (2) ein Spreizstück (5) angeordnet ist, durch welches beim Vorschieben der Eintragzange nach dem Schützeninnern zu die Eintragzange geöffnet wird.
3. Greiferwebschützen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Spreizstück (5) versehene Federzange (2) durch den Boden einer federnd gelagerten, als Träger für die federnden Klemmbacken (3) dienenden Hülse (4) hindurchgeht, so daß durch Verschieben jener Hülse (4) die Klemmbacken geöffnet und geschlossen werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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