DE215517C - - Google Patents

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DE215517C
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horsehair
gripper
shooter
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hair
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D41/00Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms
    • D03D41/001Hair-cloth looms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 215517 '-KLASSE 86 c. GRUPPE
Roßhaarwebstuhl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Oktober 1908 ab.
Roßhaarwebstühle, bei welchen die einzutragenden Roßhaare nicht, unmittelbar von dem Eintragsschützen aus den Bündeln herausgenommen werden, sondern bei welchen zunächst das Roßhaar durch eine Greifervorrichtung quer über die Schützenbahn gelegt ■ und dann durch den Schützen eingezogen oder -geschoben wird, sind bekannt. Bei den bekannten RoJihaarwebstühlen dieser Art besitzt der Schützen
to jedoch einen außen liegenden Mitnehmer, der einerseits der Beschädigung ausgesetzt ist und von dem außerdem das erfaßte Roßhaar leicht abspringen kann, so daß Schußfehler beim Weben entstehen. . .
■ 15 Dieser Übelstand wird gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, . daß der Mitnehmer am Schützen nach innen verlegt wird, zu welchem Zwecke der Schützen eine Durchbrechung erhält, durch welche die das Roßhaar quer über die Schützenbahn legende Greifervorrichtung hindurchtritt, um das Haar aus dem hinter der Schützenbahn angeordneten Bündel zu entnehmen und quer über die Schützenbahn herauszuziehen.
Da hierbei aber die Greifervorrichtung durch die Durchbrechung des Schützens nur hindurchtreten kann, wenn der Schützen sich im Schützenkasten befindet, so wird es, um vollständiges Einweben des Haares auf die ganze. Länge zu erzielen, erforderlich, den betreffenden Greifer nach dem Erfassen, Herausziehen und Durchziehen des Roßhaares durch den Schützen von der Greifstelle nach der anliegenden Gewebeleiste zu verschieben. Dies geschieht zweckmäßig im ersten Teil des Schützenschlages, ß"5 um Spannungsänderungen im Haare während des Schützenschlages zu vermeiden.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des neuen Roßhaarwebstuhles schematisch dargestellt, wobei die die Roßhaarbündel aufnehmenden Behälter senkrecht angeordnet sind, und zwar zeigen Fig. 1 und 3 senkrechte Querschnitte und Fig. 2 und 4 Grundrisse des neuen Stuhles, wobei die Fig. 1 und 2 die Lade in der Vorder-Stellung und die Fig. 3 und 4 sie in der Hinterstellung zeigen. Ferner ist in Fig-. 5 der durchbrochene Schützen in der Ansicht und in Fig. 6 der Greifer im Längsschnitt dargestellt.
Die Roßhaare 2 sind in Büchsen 3, 4, die mittels Schellen 5 an der Rückseite des Ladenklotzes 6 befestigt sind, untergebracht. Die Büchsen 3 und 4 sind unten geschlossen und oben offen, so daß die Roßhaarbündel von oben her frei eingesetzt werden können.
Der Büchsenboden kann in der Höhe einstellbar sein, um die Büchsenlänge der Roßhaarlänge anpassen zu können.
Nahe dem oberen Ende der Büchse befindet sich nach vorn gerichtet eine Öffnung 7, durch welche der Greifer 8 zum Erfassen der Roßhaare eintritt. ' .
Um stets ein sicheres Erfassen der Roßhaare durch den Greifer zu ermöglichen und außerdem das Roßhaarbündel nachgiebig zu lagern, ist eine Bündelpresse vorgesehen, deren Preß-
kopf 9 in der Öffnung 7 auf das Bündel wirkt und an einem Hebel io befestigt ist, dessen fester Drehpunkt 11 an den Büchsen 3 und 4 angeordnet ist, und dessen freies Ende unter der Einwirkung einer andererseits am Ladendeckel 12 befestigten Zugfeder 13 steht.
Die Büchsen 3 und 4 zur Aufnahme' der Roßhaarbündel 2 sind hinter den Schützenkasten, und zwar an dem 'inneren Ende derselben angeordnet. Die Schützenkasten können für den Durchtritt der Greifer 8 durchbrochen oder, wie in der Zeichnung (s. insbesondere Fig. 2), kürzer gehalten sein als. der Schützen selbst, so daß der durchbrochene Schützen, wenn er sich im Schützenkasten befindet, mit dem inneren Ende vorsteht und.der Büchse 3 oder 4 gegenübersteht.
Der Greifer 8 besitzt in bekannter Weise eine Hakennadel 14 und einen federnden Kopf 15, der beim Eintritt der Nadel in das Roßhaar-. bündel etwas zurückweicht und beim Austreten das Roßhaar in den Haken der Nadel 14 einklemmt, so daß das Roßhaar festgehalten wird (s.. Fig. 6). .
Die Greifer sind im Sinne der Ladenbewegung unbeweglich im Stuhle angeordnet, und das Öffnen der Greifvorrichtung zwecks . Loslassens des eingetragenen Roßhaares erfolgt durch den dem Schusse folgenden Ladenschlag, indem ein am Ladendeckel begrenzt gelenkig angeordneter Anschlag 16 gegen einen Daumen-' hebel 17 des Greifers 8 wirkt, der dadurch eine Drehung im Sinne des Pfeiles (Fig. 6) erhält und mit seinem unteren Arme daumenartig auf die Greifernadel wirkt, so daß diese ent-'. gegen der zwischen ihr und. dem Greiferkopf 15 angeordneten Feder 18 eine geringe Längsverschiebung erfährt, wodurch der Haken der Nadel vom Kopfe 15 freigegeben und damit die Klemmung des Haares aufgehoben wird. Bei der Rückbewegung der Lade kann der Anschlag 16 dem Hebel 17 ausweichen.
Soll der Greifer 8 ein Roßhaar erfassen, so. muß er der ihm zugehörigen Büchse 3 oder 4 gegenübergestellt werden, während er nachher bef dem Eintragen des Roßhaares an die anliegende Leiste der Ware herangebracht werden muß.
Dementsprechend muß jeder Greifer 8 eine Bewegung quer zur Ware, also in der Schußrichtung, ausführen. Da nun stets der eine Greifer der zugehörigen Büchse, mit dem Roßhaarbündel gegenüberstehen muß, während der andere an die Leiste der Ware auf der entgegengesetzten Seite herangeführt ist, so können beide Greifer ihre Bewegung gleichzeitig ausführen, und sie sind zu dem Zwecke beispiels^ weise auf einem quer im Stuhle beweglichen Schlitten angeordnet, der z. B. aus zwei par-
,60 allelen Stangen 19, 20 besteht, die durch die .Greiferträger 21 und ein mittleres Verbindungsstück 22 fest miteinander verbunden und in feststehenden Führungen 23, 24 am Webstuhl geführt sind. .
Die Greiferträger. 21 sind, um ihre Stellung der Warenbreite anpassen zu können, auf den Stangen ig, 20 gegeneinander verstellbar.
Die Bewegung des Greiferschlittens 19,20 erfolgt von der Schlagwelle 25 des Stuhles aus mittels Exzenter 26 und Tritthebeln 27, die an dem einen Ende von Ketten 28 angreifen, deren andere Enden über feste Rollen 29 geleitet und an dem mittleren Verbindungsstück 22 der Schlittenstangen 19, 20 befestigt sind. • Der Schützen 30 (Fig. 5) besitzt statt eines Mitnehmers eine Längsdurchbrechung 31, durch welche die Greifer 8 bei im Schützenkasten befindlichem Schützen hindurchtreten können, um in die Öffnung 7 in der Büchse 3 oder 4 einzutreten. ' .
An den Enden dieser Durchbrechungen sind Bremsvorrichtungen für die Haare vorgesehen. Diese Bremsvorrichtungen bestehen beispielsweise aus bürstenartigen Belegen 32 der inneren Wandungen des Schützens.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung gestaltet sich wie folgt: .
Der Schützen 30 befindet sich beispielsweise im linken Schützenkasten (Fig. 1 und 2). Dann steht der linke Greifer 8 der Büchse 3 gegenüber.
Bei der Vorwärtsbewegung der Lade tritt\ jetzt der Greifer 8 du'.xh die Durchbrechung 31 des Schützens 30 hindurch in das in der Büchse 3 befindliche Roßhaarbündel 2, erfaßt ein Roßhaar am oberen Ende und hält dieses während des Ladenrückganges fest, wodurch das Haar ein Stück aus dem Bündel herausgezogen wird. Jetzt erhält der Greiferschlitten 19, 20 eine Bewegung nach rechts, so daß der linke Greifer 8 an die linke Warenleiste herangeführt wird (Fig. 3 und 4), während der rechte Greifer vor die ,ihm zugehörige Büchse 4 gelangt.
Inzwischen erfolgt der Schützenschlag, und der Schützen 30 schleppt den Faden (Fig. 4) schleifenartig durch das Fach, wobei das Roßhaar am Ende vom Schützen abgleitet.
Geht jetzt die Lade wieder vor, so tritt der rechte Greifer 8 durch den Schützen hindurch in das Roßhaarbündel 2 in der Büchse 4, entnimmt hier ein Roßhaar und hält es fest, um es auszuziehen und nach dem Rückgange der Lade an die rechte Warenleiste herangebracht zu werden, während der linke Greifer wieder vor seine Büchse 3 gelangt. Gleichzeitig erfolgt der Schützenschlag nach, links, wobei das eben erfaßte Haar eingeschossen wird. Derselbe. Vorgang wiederholt sich rechts und links.
Um die Reibung und die Beschädigung des Roßhaares an den schar en Blattkanten zu vermeiden, sind zweckmäßig zu beiden Seiten des Blattes feststehende Leitflächen 33 für das Roßhaar vorgesehen, die die Berührung
des Roßhaares mit den scharfen Kanten der Blattseiten verhindern. .

Claims (4)

Patent-An Sprüche: 5
1. Roßhaarwebstuhl, bei welchem das einzutragende Roßhaar dem Bündel durch eine Greifervorrichtung entnommen wird, die es quer über die Schützenbahn legt,
ίο damit es vom Schützen ergriffen und eingetragen werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß .der Schützen durchbrochen ist, damit der das Roßhaar erfassende und quer über die Schützenbahn legende Greifer (8) hindurchtreten und das erfaßte Roßhaar hindurchziehen kann, wenn der Schützen sich im Schützenkasten befindet.
2. Roßhaarwebstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Greifer (8) nach dem Erfassen eines Haares von der Greifstelle an die anliegende Warenleiste herangeführt wird, um vollständiges Einweben der ganzen Haarlänge zu erzielen.
3. Roßhaarwebstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Greifer (8) auf einem Schlitten vereinigt sind, der quer zur Ware abwechselnd, nach links und rechts verschoben wird, um die Greifer abwechselnd gegenüber dem Roßhaarbündel (2) einzustellen und an die betreffende Warenleiste heranzubringen.
4. Roßhaarwebstuhl nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Greiferschlittens (19, 20) durch ein Paar Exzenter (26) und Tritthebel (27) von der Schlagwelle (25) des Stuhles aus erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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