DE208668C - - Google Patents

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DE208668C
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potatoes
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D17/00Digging machines with sieving and conveying mechanisms
    • A01D17/02Digging machines with sieving and conveying mechanisms with conveyors arranged above the sieving device

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Harvesting Machines For Root Crops (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 208668 -KLASSE 45 c. GRUPPE
Firma C.F.RICHTER in BRANDENBURG a. H.
Kartoffelerntemaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Dezember 1907 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, den Arbeitsgang der Kartoffelerntemaschinen zu erleichtern. Dies geschieht durch eine Vorrichtung, mit deren Hilfe die von dem Grabschar aufgenommene Erde aufgelockert wird, bevor sie auf den Elevator gelangt.
Wenn die ausgehobenen Erdmassen feucht
■ sind, backen sie infolge des Nachschubes durch die nachfolgende Erde derart zusammen, daß
ίο sie ihrer Fortbewegung bis zum Elevator einen sehr erheblichen Widerstand entgegensetzen. Dieser Widerstand ist es, welcher den Arbeitsgang der Maschine bedeutend erschwert. Nach vorliegender Erfindung soll die von dem Grabschar aufgenommene Erdmasse auf ihrem Wege nach dem Elevator von einem pflugscharartigen Körper aufgelockert werden.
Die Anordnung von durch eine Kurbelwelle bewegten und durch Lenker gesteuerten Zinken, welche in die von dem Grabschar aufgenommenen Erdmassen eingreifen, ist bekannt, doch bilden diese Vorrichtungen Fördervorrichtungen, um einerseits die in der Erdniasse enthaltenen Kartoffeln auf dem Roste freizulegen, andererseits das Absieben der Erde von den Kartoffeln während ihres Weges über den Rost möglichst vollkommen durchzuführen.
Eine Erleichterung des Arbeitsganges wird durch diese bekannten Einrichtungen weder bezweckt noch erreicht, denn erstens vermögen die in die Erdmassen eingreifenden Zinken keine so genügende Auflockerung der Erdmasse auf ihrem Wege bis zum Elevator zu erzielen, daß hierdurch eine nennenswerte Entlastung der Nachschubbewegung entsteht, und zweitens erfordert die Bewegung der Zinken, da sie die vor ihnen liegende festgebackte Erde vor sich herschieben, einen Kraftverbrauch, der die durch das Eingreifen der Zinken in die auf dem Grabschar befindlichen Erdmassen gewonnene Kraftersparnis aufhebt.
Anders verhält sich die Sache, wenn nach vorliegender Erfindung die Erdmassen auf ihrem Wege bis zum Elevator durch pflugscharartige Körper aufgepflügt werden. Die Erde wird hierbei nicht von den pflugscharartigen Körpern weitertransportiert, sondern es wird nur eine breite Furche durch die Erde gezogen und die hierbei aufgenommene Erde seitlich der Furche abgelegt, wie dies den Pflügen eigen ist. Die Folge hiervon ist, daß das Durchziehen der pflugscharartigen Körper durch die Erdmasse nur ganz geringe Kraft erfordert und die sich auf dem Grabschar befindende feuchte Erde derart aufgelockert wird, daß sie von der nachfolgenden Erde leicht auf den Elevator geschoben werden kann und hierbei eine erhebliche Kraftersparnis . erzielt wird. .
Auf der Zeichnung ist die zur Erleichterung des Arbeitsganges dienende Vorrichtung in einer Ausführungsform dargestellt, wobei nur der hier in Betracht kommende Teil der Kartoffelerntemaschine gezeichnet ist.
Fig. ι zeigt die Oberansicht und
Fig. 2 eine Seitenansicht des vorderen Teiles der. Maschine, während
Fig. 3 einen Konstruktionsteil darstellt, der jedoch nicht zur eigentlichen Erfindung gehört.
Nahe dem Grabschar α ist in den Seitenwänden der Kartoffelerntemaschine die in Armen b doppelt gekröpfte Welle c über dem Verbindungsbrett d gelagert, welches, zwischen Aushebeschar α und dem Roste r angeordnet, die Erde und Kartoffeln zu einer der üblichen Transportvorrichtungen überleitet. In den Kröpfungen c1, c2
artige Körper e1, e2
Die nach dem Grabschar α zurückgebogenen
c2 der Welle sind pflugschar e2 pendelnd aufgehängt.
Enden der Lagerarme b sind durch einen Steg b1 miteinander verbunden, und an dem Stege sind die Lenkerstangen f beweglich befestigt, deren andere Enden mit den oberen Enden der Scharstiele ebenfalls gelenkig/jedoch oberhalb des Drehpunktes dieser Stangen verbunden sind. Diese Lenkerstangen f, vondenen zu jedem Schar α eine gehört, sind in dem dargestellten Beispiele zweiteilig (Fig. 3) und werden durch die sie umgebende Schraubenfeder h zusammengehalten, so daß sich beide Lenkerstangenteile unter Anspannung der Feder gegeneinander verschieben können. Da der Antrieb der Kurbelwelle durch Kettenrad i erfolgt, dessen Drehung in bekannter Weise von den Laufrädern der Kartoffelerntemaschine hergeleitet wird, so dreht sich die gekröpfte Welle beim Arbeiten der Maschine, und infolgedessen ergibt sich folgender Arbeitsgang der Schare e1, e2, wobei die Bewegung der Schar e1 in erster Linie geschildert werden soll.
Bei der Lage der Kröpfungen der Welle a, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, nimmt das Schar e1 die in Fig. 2 ausgezogen dargestellte Lage ein. Die sie tragende Kröpfung c1 der Welle c ist wagerecht nach vorn gerichtet,. und die Lenkerstange f hat den oberen Arm der Scharbefestigungsstange g zurückgedrückt, so daß ihr. kleines Schar e1 schräg nach vorn gestreckt ist.
Bei dem Fortschreiten der Kartoffelerntemaschine dringt das Grabschar α in den Boden ein, hebt Erde und Kartoffeln aus, und die Welle c dreht sich im Sinne des bei Fig. 2 eingezeichneten Pfeiles. Die Folge hiervon ist, daß sich die Wellenkröpfung c1 mit dem Schar β1 aus der Lage I nach unten in die Lage II bewegt, sich hierbei unter Einwirkung der Lenkerstange f aufrichtet und in die von dem Grabschar α ausgehobene Erde eindringt und den vor ihr liegenden Teil der Erde vorschiebt.
Diese vorschiebende Bewegung ist eine wurfartig schaufelnde, denn da der obere Arm der Scharstange g bei der Abwärtsbewegung des Schars e1 von der Lenkerstange / bei dem Übergänge von Lage I nach III zurückgezogen wird, so richtet sich das Schar e1 . rasch auf
' und wird rasch zurückbewegt, sobald bei der fortschreitenden Bewegung der Welle c die Lenkerstange f den oberen Teil des Scharstiels nach vorn zieht. Die Erde und die Kartoffeln werden also von dem Verbindungsbrett d zwi schen Grabschar α und Rost r von dem kleinen Schar e1 rasch auf den Rost befördert.
In gleicher Weise, und zwar abwechselnd zu dem Schar e1, wirkt das zweite Schar e2 (Fig. 1), so daß die Bahn vor der durch die Grabschar ausgehobenen Erde beständig frei oder doch teilweise frei ist und die frisch ausgehobene Erde nicht die vorhergehend ausgehobene auf den Rost schieben muß. Hierdurch fällt, wie einleitend bemerkt, ein wesentliches Moment für die Erschwerung des Arbeitsganges fort. Außerdem wird ein Zusammenbacken und Ballen der Erde vermieden, das bei feuchter Erde sehr hinderlich für das Abscheiden der Erde von den Kartoffeln durch den Rost ist. Muß, wie bisher unvermeidlich, die auf dem Zwischenbrett d liegende Erde durch die neu ausgehobene zum Weitertransport auf den Rost geschoben werden, so setzt sie ihrer Fortbewegung naturgemäß den Widerstand entgegen, der sich aus ihrem Massengewicht und ihrer hohen Reibung auf dem Zwischenbrett ergibt, und dieser Widerstand wird erst dann. überwunden, wenn die Erde zusammengedrückt ist. Ist die Erde sehr trocken, so hat dies auf die spätere Trennung der Kartoffeln von der-Erde keinen nennenswerten Einfluß, der aber sehr nachteilig wird, sobald die Erde etwas feucht ist, und da dies zur Erntezeit der Kartoffeln in den Schichten, in denen die Kartoffeln liegen, fast immer der Fall ist, so bildet die geschilderte Vorrichtung zum raschen Freimachen der Bahn für die von der Schar ausgehobene Erde nicht nur eine wesentliche Erleichterung der Arbeit der Maschine, sondern sie sichert auch eine wesentlich bessere und wirksame Abscheidung der Kartoffeln von der Erde durch den Rost.
Hat Schar e1 seine Arbeit verrichtet, so wird es durch die sich drehende Welle c wieder hochgehoben, die Lenkerstange richtet es wieder auf (Lage III der Fig. 2) und das geschilderte Spiel beginnt von neuem. An Stelle der kleinen Schare e1, e2, der Räumerschare, können natürlich auch Streichbretter 0. dgl. gesetzt werden.
Der leichte und sichere Arbeitsgang der Kratzer wird durch die Verwendung der elastischen Lenkerstange f erheblich gefördert.

Claims (1)

  1. Patent-AnsPRUcη :
    Kartoffelerntemaschine, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Grabschar bzw. dem das Grabschar mit dem Roste verbindenden Übergangsbrett kreisende pflugscharartige Rührkörper (e1) derart angeordnet sind, daß sie beim Gange der Maschine die auf dem Grabschar und dem Ubergangsbrette befindliche Erde von vorn nach hinten durchpflügen und letztere hierdurch von dem klemmenden Seitendrucke befreien, der das Aufnehmen frischer Erde und damit den Arbeitsgang der Maschine erschwert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT208668D Active DE208668C (de)

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DE (1) DE208668C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2620616A (en) * 1948-07-23 1952-12-09 Daniel C Deal Peanut harvesting machine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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