DE207685C - - Google Patents

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DE207685C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • F41A25/02Fluid-operated systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
- M 207685 KLASSE 72 c. GRUPPE
HANS ZINCK in MÜHLBERG i.Th.
Flüssigkeitsbremse für Rohrrücklaufgeschütze.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1907 ab.
Die Erfindung betrifft ein Rohrrücklaufge-, schütz, bei dem beim Geben der Erhöhung gleichzeitig und der Erhöhung entsprechend die Rück- und Vorlaufbremse eingestellt wird. Die Einstellung der Bremsen durch Drehen des Bremszylinders wie auch des Kolbens im Bremszylinder zwecks Änderung der Rücklauflänge ist bekannt.' Bei den bisher bekannten gezogenen Flüssigkeitsbremsen wurde
ίο aber unter Anwendung einer starren Kolbenstange ausschließlich entweder nur die Rücklauflänge, bei anderen aber nur die Federvorspannung der jeweiligen Erhöhung entsprechend geändert.
Namentlich bei Steilfeuergeschützen dürfte sich aber erst eine Ausführung zweckentsprechend erweisen, die mit der Erhöhung des Rohres' nicht nur die Rücklauflänge, sondern gleichzeitig auch die Federvorspannung und die Vorlauf bremse so regelt, daß der .größten Erhöhung der kleinste Rücklauf, die stärkste Federvorspannung und zugleich die schwächste , Vorlaufbremswirkung entspricht und umgekehrt. ■ '
Dieser Zweck soll durch die Erfindung erreicht werden, und zwar dient zum Ändern der Rück- und Vorlaufbremse eine zweiteilige Kolbenstange, deren Kolben beim Geben der
. Erhöhung durch den sich dabei drehenden Bremszylinder entsprechend verschoben wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung durch
zwei Äusführungsformen veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 bis 6 das eine und Fig. 7 bis 12 das andere Ausführungsbeispiel.
Fig. ι und 2 veranschaulichen das Geschütz bei größtem Rücklauf und wagerechter Lage des Rohres und bei kleinstem Rücklauf und größter Erhöhung des Rohres.
Fig. 3 und 4 sind Querschnitte nach C-D und A -B der Fig. 5, während diese und Fig. 6 Längsschnitte durch Mitte Wiege in Feuerstellung und größter Senkung des Rohres sowie nach der Linie I-K-L der Fig. 4 in Feuerstellung und größter Erhöhung des Rohres zeigen. Fig. 7 und 8 zeigen gleiche Ansichten von Fig. ι und 2 aber von dem zweiten Ausführungsbeispiel. Fig. 9 und 10 sind Querschnitte nach E-F und G-H der Fig. 11, die einen gleichen Längsschnitt von Fig. 5 zeigt. Fig. 12 ist ein Längsschnitt nach der Linie M-N-O der Fig. 10, das Rohr in gleicher Stellung wie nach Fig. 6. Fig. 13 und 14 zeigen einen Längs- und Querschnitt durch den Bremszylinder.
Beiden Ausführungen gemeinsam ist die Art der' Änderung der Rück- und Vorlaufbremse. -
Die Bewegungsübertragung von der' schwingenden Wiege auf den zurücklaufenden Bremszylinder h, U1 (Fig. 3, 4, .6, 10 und 12) geschieht auf folgende Weise: Das Schraubenrad a, alt das in den mit der — an der Erhöhung nicht teilnehmenden — Unterlafette verschraubten Schraubenradsektor b, bx (Fig. 3 und 10) eingreift, setzt die schwingende Bewegung der Wiege durch die Stirnräder c und d (C1, U1) und e, f (elt J1) in eine Drehbewegung des Bremszylinders um. Die Achsen der Räder a, c, d (av C1, A1) sind fest an oder in der Wiege gelagert. Die Stirnräder e, f (elt fx) — letzteres festgekeilt oder aus einem Stück mit dem Bremszylinderbund — sind im Horn des Rohres drehbar, aber — diesem gegenüber —
achsial fest gelagert und nehmen am Rücklauf des Rohres teil.
Hierbei verschiebt sich die zu einer sechskantigen Welle g (gx) (Fig. 6 und 12) verlängerte Achse des Stirnrades e (ej in dem hohlen, unverschiebbar gelagerten Stirnrad (c, C1).
Die Änderung des Rücklaufes von dem bei schwingender Wiege sich drehenden Bremszylinder A (U1) aus wird dadurch bewirkt, daß der Kolben i-(ix) samt seiner Stange k (It1) durch die konischen, den Bremswiderstand regelnden Längsleisten m (Fig. 13 und 14) mitgenommen wird und an der Drehung des Bremszylinders teilnimmt. Diese Leisten müssen eine solche Höhe haben, daß sie auch in der Anfangsstellung eine sichere Führung bewirken. Die Kolbenstange k (kx) ist auf eine der Kolbenverschiebung entsprechende Länge ausgebohrt und mit Muttergewinde versehen, in welches eine durch Gelenkkopf ν (rx) gegen Drehung und Verschiebung gesicherte Verlängerungsstange I (I1) eingeschraubt ist. Bei einer Drehung des Zylinders h (H1) wird sich die hohle Kolbenstange k (kj mit dem Kolben in dem Zylinder achsial verschieben, daher der Rücklauf größer oder kleiner werden.
Auch die Regelung der Vorlaufbremse ist eine Folge der Verschiebung des Kolbens c ^c1J gegenüber dem Zylinder A (hj. Die Vorlaufbremse (Fig. 1, 2, 4 und 5) mit über dem Kolben i verlängerter, zu einem konischen Dorn t ausgebildeter Kolbenstange und entsprechendem Hohlkonus s in der Abschlußmutter des Zylinders A ist bekannt, ebenso
.35 die Umkehrung (Fig. 7, 8, 11 und 12). Neu ist dagegen die gegenseitige Verschiebung zwischen Dorn t (I1) und Hohlkonus s (S1). Diese Verschiebung führt bei größter Erhöhung zweckmäßig dazu, daß zwischen Dorn und Hohlkonus auch in Feuerstellung ein Abstand bleibt, wodurch jede Bremswirkung beim Vorlauf aufhört. Die entgegengesetzte Wirkung tritt in Inklinationsstellung des Rohres (Fig. 5 und 11) ein. Hierbei schiebt sich der Dorn t (I1) seiner ganzen Länge nach in den Hohlkonus s (S1) hinein und bewirkt bei zweckentsprechender Formgebung des Vorlaufdornes auch bei größter Senkung des Rohres einen ruhigen Vorlauf.
Auch die Änderung der Federvorspannung wird von der Drehbewegung des Bremszylinders A aus eingeleitet. Bei der ersten Ausführungsform wird zunächst eine Rohrmutter η auf dem vorderen Teil des Zylindermantels A mittels Gewinde verschoben. Am vorderen Teil dieser Rohrmutter η ist ein scheibenförmiger Deckel 0 lösbar, aber nicht drehbar befestigt, der als vorderes Widerlager für die Vorholfedern dient, während das hintere Widerlager von einer in die Wiege .eingenieteten. Querwand p (Fig. 5 und 6) gebildet wird.
Die Scheibe 0 ist in der Wiege geradegeführt, um ein Drehen der Rohrmutter zu verhindern. Bei einer Erhöhung der Wiege wird durch den sich gleichzeitig drehenden Zylinder h die Rohrmutter η mit Scheibe 0 auf dem Zylindermantel nach hinten verschoben, die Länge der Federsäule dadurch vermindert und somit ihre Spannung erhöht. Die entgegengesetzten Verhältnisse treten bei Senkung des Rohres ein. Der Federdruck wird hierbei einmal durch das bewegliche Widerlager 0 unmittelbar auf dem achsial festliegenden Zylinder A und sodann von der Querwand -p auf die schwingende Wiege übertragen. Beide Widerlager sind somit unabhängig von der feststehenden Unterlafette; der Wiege könnte daher gemeinschaftlich mit der nur horizontal drehbaren Oberlafette ohne weiteres die etwa erforderliche Seitenrichtung gegeben werden.
Der bei Erhöhung durch Spannen der Federsäule vermehrte Kraftaufwand am Handrad der Höhenrichtmaschine dürfte durch geeignete Lage des Schwerpunktes der schwingenden Teile gegenüber ihrem Drehpunkt (Schildzapfen) teilweise ausgeglichen werden.
Bei dieser Ausführungsform wird die Federsäule infolge der mittelbar gegen Drehung gesicherten Rohrmutter η gegenüber dem sich drehenden Bremszylinder A nicht mit an dieser go Drehung teilnehmen, im Gegensatz zu der anderen Ausführungsform (Fig. 7 bis 12). Bei . dieser wird die Änderung der Feder vorspannung ebenfalls durch 'die Drehbewegung des Bremszylinders A1 veranlaßt. Hierbei wird das vordere Widerlager von einer an der rohrförmigen Verlängerung W1 des Zylinders A1 leicht lösbar befestigten Scheibe O1 gebildet, die gegenüber dem Bremszylinder A1 un verschiebbar mit diesem am Rücklauf teilnimmt (Fig. 11 und 12). Das Spannen der Federsäule bei beginnender Drehung des Zylinders A1 geschieht hier durch achsiale Verschiebung des hinteren Widerlagers qv Dieses besteht aus einer am Umfang mit Gewinde versehenen Scheibe q, die in das im hinteren Teile der Wiege eingeschnittene Muttergewinde eingeschraubt ist., Der Mantel des Zylinders A1 ist hierbei prismatisch, in Fig. 9, 10 und 14 mit Sechskantquerschnitt gestaltet, welchem Querschnitt die Bohrung der ■■ Widerlagscheibe ^1 entspricht. Die Folge hiervon ist, daß die Drehbewegung des Zylinders A1 sich auf die Scheibe qx überträgt und hierdurch ein Verschieben in der Wiege bewirkt wird. Wie bei der ersten Ausführungsform wird auch hier bei Erhöhung der Wiege der Rücklauf kleiner, die Bremswirkung beim Vorlauf schwächer, gleichzeitig aber, durch Verschieben des hinteren Widerlagers qx nach vorn, die Federvorspannung vergrößert. Die Federsäule nimmt hierbei an der Drehung des Bremszylinders teil.
Eine dritte Ausführung zur Änderung der Federvorspannung kann durch Umkehrung aus der zweiten Ausführung unschwer abgeleitet werden, indem sich die vordere, am Umfang mit Gewinde versehene Widerlagscheibe durch Drehung in einem im vorderen Wiegenteil einzuschneidenden Muttergewinde verschiebt. Die Übertragung der Drehbewegung hat dann von dem nach vorn (Fig. ii und 12) verlängerten, prismatisch gestalteten Zylindermantel zu erfolgen, durch dessen Drehung die vordere Widerlagscheibe achsial verschoben und somit die Federsäulenlänge verändert wird. Als hinteres Widerlager würde wieder eine in der Wiege eingenietete Querwand dienen.
Das Einsetzen und Entfernen der Vorholfedern aus der Wiege ist bei Senkung des Rohres vorzunehmen, da in dieser Lage die Federn nur geringe Vorspannung besitzen.
Bei den drei Ausführungen gelangt man nach öffnen des Deckels an der Stirnseite ' der Wiege und nach Entfernen der Widerlagscheibe 0 (O1) von der Rohrmutter η oder der Zylinderverlängerung % ohne weiteres zu den Federn. Diese liegen fast ungespannt auf der Rohrmutter η oder der Zylinderverlängerung H1 "und können ohne weiteres in die Wiege eingeschoben oder herausgezogen werden, wobei Rohrmutter wie Bremszylinderverlängerung ihre Lage unverändert beibehalten.
Außer oben genannten Vorteilen wird die Erfindung auch die Anwendung leichterer Vorholfedern und somit einen kleineren Querschnitt und eine kürzere Länge der Wiege gestatten. Eine gedrängtere Bauart der Lafette wird hiervon die Folge sein.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Flüssigkeitsbremse für Rohrrücklaufgeschütze, die selbsttätig mit der Änderung der Erhöhung eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Vorlaufdorn (t) und Hohlkonus (s) versehene und mit dem einen Ende (k) einer zweiteiligen Kolbenstange (I, k) verbundene Bremskolben (i) infolge seines Eingriffs mit. den Längsleisten (m) des Bremszylinders durch das in bekannter Weise beim Geben der Erhöhung erfolgende Drehen des Bremszylinders mitgenommen und gegenüber den den Bremswiderstand regelnden Leisten (m) und Hohlkonus (s) oder Dorn (t) verschoben wird, so daß gleichzeitig und der Erhöhung entsprechend die Rück- und Vorlaufbremse eingestellt wird.
  2. 2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Einstellung der Rück- und Vorlaufbremse der Erhöhung entsprechend die Vorspannung der Vorholfedern durch achsiale Verschiebung einer Rohrmutter (n) mit der an ihrem vorderen Teile lösbar befestigten, gegen Drehung innerhalb der Wiege gesicherten Widerlagscheibe (0) gegenüber dem festen hinteren Widerlager geändert wird.
  3. 3. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Einstellung der Rück- und Vorlaufbremse der Erhöhung entsprechend die Vorspannung der Vorholfedern durch achsiale Verschiebung des hinteren, zum Bremszylinder konzentrischen Widerlagers (qx)- in dem Muttergewinde der Wiege gegenüber der an der vorderen Bremszylinderverlängerung lösbar befestigten Widerlagscheibe (O1) geändert wird,· wobei das bewegliche Wider-, lager. (qx) seine drehende Bewegung von dem prismatisch gestalteten Bremszylindermantel erhält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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