DE207422C - - Google Patents

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DE207422C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B7/00Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
    • B41B7/02Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices
    • B41B7/04Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices for casting individual characters or spaces, e.g. type casting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Letterngieß- und Setzmaschine, bei der durch Anschlag einer Taste ein Matrizenstab über eine Form eingestellt wird, worauf der Guß der Letter erfolgt, die dann nach dem Setzschiff geführt wird. Durch die Maschine soll gegenüber den bekannten Maschinen eine Beschleunigung der Herstellung des Satzes erreicht werden. ■
ίο Zu diesem Zwecke sind in der Maschine eine Mehrzahl einander gleicher .Einzelgießvorrichtungen mit einem Tastenbrett so verbunden, daß beim Anschlagen irgendeiner Taste eine der Gießvorrichtungen in Tätigkeit tritt, um die der Taste entsprechende Letter zu gießen. Es sind zwar Letterngieß- und Setzmaschinen bekannt, bei welchen mehrere Einzelgießvorrichtungen Verwendung finden. Bei ihnen sind jedoch die Matrizen einer Schriftart ihrer Weite nach auf einzelnen Matrizenstäben untergebracht, ■ so daß die Einzelgießvorrichtung nur die Lettern gleicher Weite herzustellen vermag. Bei dem Gegenstande der Erfindung dagegen sind sämtliche Matrizen einer Schriftart auf dem Matrizenstab der,. Einzelgieß vorrichtung angeordnet. Solche Matrizenstäbe haben bereits bei Schreibmaschinen sowie, bei einer besonderen Art von Setzmaschinen Verwendung gefunden. Die Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit wird dadurch erzielt, daß beim Anschlagen einer Taste ein Matrizenstab über seine Gießform eingestellt wird, worauf der Guß einer Letter erfolgt und gleichzeitig die die nächste Gießvorrichtung steuernden Einrichtungen· so umgestellt werden, daß beim Anschlagen einer andern, oder derselben Taste die nächste Gießvorrichtung in Tätigkeit tritt usf.; es. werden also die verschiedenen Einzel gießvorrichtungen durch den Anschlag ■ der Tasten nacheinander in Tätigkeit versetzt, so daß, während eine Letter im Entstehen begriffen ist, eine zweite Gießvorrichtung schon zum Gießen einer andern Letter in Tätigkeit tritt. Es können also eine Mehrzahl von Lettern gleichzeitig in der Entstehung begriffen sein und nacheinander einer Letternsetzvorriehtung zugeführt werden, die sie zu Zeilen zusammenstellt.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen veranschaulicht, und zwar zeigt: -
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine, ein Teil des Gestells ist dabei abgebrochen,
Fig. 2 eine Draufsicht der Maschine mit nach der Linie 2-2 in Fig. 1 abgenommener Oberplatte, " ·
Fig. 3 eine Ansicht der Rückseite der Maschine,
Fig. 4 die Vorrichtungen zum Führen und Festhalten der Matrizenstäbe,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Matrizenstabes und der zugehörigen Gießform, zum Teil im Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 6,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 in
Fig. 5,- - -
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 der
Fig. 5, :.■·■·.■■·
Fig. 8 die geöffnete Gießform,
■ Fig. 9 eine Antriebsscheibe mit · der zugehörigen elektrisch gesteuerten Kupplung,
Fig. 10 einen Grundriß der Fig. 9, '-. ■ Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 10, .
Fig. 12 einige der Tastenhebel, die elektrischen Kuppelvorrichtungen und ein Schaltungsschema für letztere,
Fig. 13 eine Seitenansicht der Fig. 12,
Fig. 14 einen Tastenhebel und das zugehörige Gestänge für die erste Gießvorrichtung, .
Fig. 15 eine Draufsicht der Fig. 14, teilweise im Schnitt nach der Linie 15-15,
Fig. 16 eine Ansicht der steuernden Teile für ίο die zweite Gießvorrichtung, teilweise im Schnitt nach der Linie 16-16 der Fig. 17,
Fig. 17 eine Draufsicht der Fig. 16, teilweise im Schnitt nach der Linie 17-17,
Fig. 18 eine Ansicht der steuernden Teile für die dritte Gießvorrichtung, teilweise im Schnitt nach der Linie 18-18 der Fig. 19,
Fig. 19 eine Draufsicht der Fig. 18, teilweise im Schnitt nach der Linie 19-19,
Fig. 20 ein Stück der gemeinschaftlichen Triebwelle für die drei Vorrichtungen in der Maschine, die nacheinander bei der Herstellung einer Letter in Wirkung treten, mit einem Arm zum periodischen Feststellen der Welle,
Fig. 21 die Sperr- und Antriebsvorrichtung eines Matrizenstabes,
Fig. 22 eine Draufsicht der Fig. 21 und die Einrichtung zum Kuppeln der Antriebsvorrichtung, . · " ·■
Fig. 23 eine Vorrichtung zur Herstellung zusammendrückbarer Spatien,
Fig. 24 eine Draufsicht der Fig. 23,
Fig. 25 eine schaubildliche Darstellung der Vorrichtung zum Festhalten eines der Matrizenstäbe, '
Fig. 26 in schaubildlicher Darstellung eine der Gießformen und
Fig. 27 und 28 in Draufsicht und Ansicht eine
abgeänderte Ausführungsform' der Vorrichtung zum öffnen und Schließen der Gießform.
In der durch die Zeichnungen dargestellten Maschine sind drei im wesentlichen gleiche Einzelvorrichtungen zur Herstellung von Lettern dargestellt; dieselben stehen mit einer einzigen Tastatur α in Verbindung, durch deren Handhabung die genannten Einzelvorrichtungen der Reihe nach in Betrieb gesetzt werden können.
Die Mittel zum Antrieb der einzelnen Vorrichtungen der Maschine sind in der Zeichnung nicht dargestellt; es wird als verständlich angenommen, daß von einem Antriebe aus ein regelrechtes Zusammenspiel der verschiedenen Vorrichtungen und Teile herbeigeführt wird. Jede Einzelvorrichtung zur Herstellung einer. Letter wird von einer besonderen Rie'menscheibe in Tätigkeit gesetzt. Die drei Riemenscheiben b, c und d (Fig. 2) der drei Einzelvorrichtungen laufen lose mit gleicher Geschwindigkeit auf ihren kurzen Wellen e, f und g/ die in einer Linie in geeigneten Lagern angeordnet sind.
Eine weitere Riemenscheibe h (Fig. rund 3) setzt die Vorrichtung zur Herstellung der Spatien in Tätigkeit, und eine Riemenscheibe i (Fig. 2), die auf einer kurzen Welle /sitzt, dient zur Wiedereinstellung der Matrizenstäbe aller Einzelvorrichtungen, nachdem alle Vorgänge, die zur Herstellung einer Letter erforderlich sind, stattgefunden haben.
Diese beiden Riemenscheiben h und i werden gleichfalls andauernd angetrieben.
Das Rad k (Fig. 3) setzt eine Vorrichtung in Bewegung, durch die eine in Fig. 1 mit I, m, η bezeichnete Einrichtung bewegt wird, mit der die hergestellte Letter 0 in Zeilen und diese in das Setzschiff fi (Fig. 2) eingefügt werden. Da jedoch diese Setzvorrichtung von. bekannter Bauart sein kann, so ist sie nicht vollständig zur Darstellung gebracht, und es wird im nach- · folgenden nur gelegentlich darauf Bezug genommen werden. .
Sobald die eine oder andere der vorerwähnten Einzelvorrichtungen zum Gießen der Lettern in Tätigkeit treten soll, wird die betreffende Riemenscheibe b, c oder d mit ihrer Welle e,f oder g gekuppelt. Um dies in rascher Weise vollziehen und die Handhabung der Tasten erleichtern zu' können, sind elektrische Vorrichtungen zur Anwendung gebracht, welche die Kupplung der Riemenscheibe b, c und d mit ihrer Welle bewirken. Das Schaltungsschema ist in Fig. 12 dargestellt; dabei ist q die Elektrizitätsquelle, z. B. eine Batterie, von deren einem Pol eine Leitung mit allen Tastenhebeln verbunden ist, während vom andern Pol eine Leitung zu den Elektromagneten r, s und t führt, die sich in der Nähe der Riemenscheiben b, c und d befinden. Die Rückleitungsdrähte dieser Magnete enden in den isolierten Klemmen' u, ν und w (Fig. 1 und 13), die sich an einer Gleitschiene 2 befinden, welche ihre Bewegungen durch die Kurvenscheiben x, y und ζ (Fig. 2 und 3) auf den Wellen e, f und g in der später zu beschreibenden Weise erhält. Der elektrische Stromkreis wird einerseits durch eine Stromschlußfeder 1 geschlossen, die von den Metallteilen der Maschine isoliert ist und je nach der Stellung der Gleitschiene 2 gegen eine der Klemmen u, ν oder w anliegt, anderseits durch eine federnde Platte 4, die einer der Tastenhebel 3 beim Niederdrücken der Taste mit seinem inneren. Ende berührt. Diese Platte 4 erstreckt sich durch die ganze Maschine hindurch und liegt in der Bewegüngsbahn der Enden sämtlicher Hebel 3 der Tasten a.
Die drei Scheiben b\ c und d sind mit gleichartigen Kupplungen .versehen. Die Kupplung für das Rad 5 ist in den Fig. 9, 10 und 11 dargestellt. Nahe der Scheibe b sitzt fest auf der Welle e die Nockenscheibe 5 und zwischen dieser und der Scheibe b befindet sich eine durch einen Hebel in Wirkung zu setzende' Reibungskupplung 6 gewöhnlicher Art. Der wagerecht an-
geordnete Hebel 7 dieser Kupplung ist mit seinem einen Ende auf der Tragsäule 8 drehbar, an seinem andern Ende trägt er einen um einen. Zapfen schwingenden Riegel 9, an dem sich ein rechtwinklig abgebogener Vorsprung 10 befindet, der, den Rand der Scheibe 5 umgreifend, sich gegen die flache Seite der Scheibe anlegt und durch eine Feder 11 angedrückt wird. Eine am Ende des Hebels 7 angebrachte Feder 12 zieht letzteren gegen die Kupplung 6 hin und bringt diese in Eingriff mit dem Rade b, sobald der Riegel 9 es gestattet. Der Magnet r zieht, sobald er erregt wird, den Anker 13 (Fig. 11) an, der um einen Zapfen auf der Maschinengrundplatte schwingt und seitlich einen Arm 14 trägt, der mit einem Zapfen oder Vorsprung am oberen Ende in eine Nut 15 in der Unterseite des Riegels 9 eingreift. Der Arm 14 hat ferner einen Vorsprung 16 (Fig. 11), dessen Ende sich in der Bahn einer Leiste 17 an der Innenseite der Nockenscheibe 5 befindet. Die Scheibe 5 ist in Fig. 11 abgebrochen dargestellt und zeigt nur ihre Arbeitsseite; in den Fig. 9, 10 und 11 liegt die Leiste 17 der Scheibe auf der Ausladung .16 auf und hält dadurch die Welle e in 1 ihrer gewöhnlichen oder Ruhestellung fest. Bei Erregung des Magneten r schwingt der Arm 14 nach außen, '■ der Vorsprung 16 wird von der Leiste 17 zurückgezogen, und der Ansatz 10 des Riegels 9 wird über den Umfang der ■ Scheibe 5 hinausgeführt, so daß die Feder 12 die Kupplung 6 einrücken kann. Eine Umdrehung der Welle vollendet alle Verrichtungen, die durch die Einzelvorrichtungen zum Letterngießen zu leisten sind. Der Magnet wird beim Loslassen der Taste · stromlos. Der Riegel 9 wird durch den vorspringenden Teil der Scheibe 5 wieder nach außen bewegt, die Kupplung , dadurch ausgerückt, und die Scheibe 5 durch den Anschlag 16 in ihrer Ruhestellung festgehalten.
Für die drei Gießvorrichtungen ist ein Behälter 18 (Fig. 2 und 3) vorgesehen, der das geschmolzene Metall enthält; dieses wird aus den Mundstücken 19 (Fig. 5 und 6) in die Letterngießformen gepreßt. Der Behälter ist mit einer Heizvorrichtung sowie mit Vorrichtungen zum Einspritzen des Metalls in die Gießformen ausgerüstet; diese Vorrichtungen sind nicht dargestellt und können bekannter Art sein. Jede der Gießvorrichtungen ist mit der gleichen Einrichtung versehen, um zur rechten Zeit die. Metallabgabe für· den- Guß stattfinden zu lassen. Dies geschieht durch die Nockenscheiben 20,. 21,22 (Fig. 2 und 3) auf den Wellen e,fund g und .die Hebel 23, 24 und 25 (Fig. i, 2 und 3), die unter den Nockenscheiben mit dem einen Ende um Zapfen an der Ma- schinengrundplatte drehbar gelagert sind; in ihrer Mitte eine Rolle tragen. und am andern Ende durch Stangen ,26, .27 und 28. (Fig. 1, 3 und 4) mit je einem doppelarmigen Hebel 29, 30 und 31 verbunden sind. Jeder dieser Hebel sitzt auf einer Wselle (Fig. 2), deren Lager in der oberen Platte der Maschine angeordnet sind. Die inneren Hebelenden sind mit den Stangen 32> 33. 34 (Fig. 2 und 4) verbunden. Diese Stangen treten in den Gießtopf 18 ein und bewirken das Austreiben des Metalls in die jeweilig in Tätigkeit tretende Gießvorrichtung durch Vermittlung der Federn 35, 36 und 37, welche, wie aus Fig. 4 ersichtlich,. in der Weise angeordnet sind, daß sie auf die Bunde der Stangen 38; 39 und 40 wirken, die oben auf den inneren Enden der Hebel 29, 30 und 31 aufliegen, und in einem Gestellteil der Maschine geführt werden. Die Nockenscheiben 20, 21 und 22 wirken in der Weise; daß die Federn 35, 36 und 37, gesteuert durch Vertiefungen am Umfange der Nockenscheiben, so schnell in Tätigkeit treten können als nötig ist, um das geschmolzene Metall im gegebenen Zeitpunkte in die Form einzupressen. ■ ■ ■ .
Die Gleitschiene 2 (Fig. 1 und 13 bis 19), welche, wie oben erwähnt, die Klemmen u, v, w trägt, ist durch eine Stange -za mit einer ähnlichen Schiene 21 verbunden. Die Schienen 2 und 21 werden an ihren vorderen Enden von einer Stange 41 unterstützt und an den hinteren Enden von zwei Armen 42 und 43 getragen, die auf einer an der Grundplatte gelagerten Welle 44 befestigt sind. Auf dieser Welle sind ferner drei Arme 45,46 und 47·'befestigt, die zu den Kurvenscheiben x, y und z. gehören. Die Schienen 2 und 21 werden für gewöhnlich durch eine oder mehrere Federn 48 in ihrer vorgeschobenen Stellung ' gehalten; ihre schrittweise Verschiebung geschieht in folgender Weise: Bei Stillstand der Maschine nehmen sie die in Fig. 14 und 15 und in den Hauptfiguren der Zeichnung gezeigte Stellung ein, wobei die Stromschlußklemme ν, mit der Feder 1 in Berührung ist; die andern Stellungen sind in· Fig. 13' durch punktierte Linien angegeben. Sobald Stromschluß durch Andrücken eines der Tastenhebel 3 an die Platte 4 erfolgt, geht Strom durch den Elektromagneten r der ersten Gießvorrichtung, wodurch deren Welle e in Bewegung kommt, wie mit Bezug auf die Fig. 9, 10 und 11 bereits beschrieben wurde. Die Kurvenscheibe ,χ, die dabei auf. die Rolle des Armes 45 wirkt (Fig. 14 und 15), schiebt die Schiene 2 in die durch die Fig. 16 und 17 gezeigte Stellung, wobei die Klemme ν mit der Stromschlußfeder 1 in Berührung tritt. Nachdem die Welle e eine volle Umdrehung gemacht hat, während der die Nockenscheiben alle Verrichtungen für das Gießen einer Letter in der ersten Einzelgießvorrichtung gesteuert haben, kommt die Welle, wie bereits beschrieben,. wieder zum Stillstande. Der Arm 46 der Kurvenscheibe y der zweiten Einzelgießvor-
richtung ist mit der Welle 44 mittelbar derart verbunden, daß, während er die Bewegungen der Welle 44 mitmacht, er doch freies Spiel zur Bewegung gegen die Kurvenscheibe hin und von dieser ab besitzt, wobei er durch die Feder 49 (Fig. 20) angedrückt wird. Dieselbe Einrichtung ist auch für den Arm 47 der Kurvenscheibe ζ vorhanden, der zur dritten Einzelgießvorrichtung gehört. Die in Fig. 20 gezeichnete Stellung des einen Armes läßt erkennen, wie die Rollen der beiden Arme gegen die Stirnseiten der Kurvenscheiben während der gewöhnlichen Stellung der Vorrichtungen anliegen. Wird bei der in Fig. 16 und 17 dargestellten Stellung der Schiene 2 die Rolle 46 in die Aushöhlung der Fläche der Kurvenscheibe y hineingedrückt, so wird die Schiene 2 in' dieser Stellung festgehalten. Beim Anschlagen einer weiteren Letterntaste wird der Stromkreis in der vorher schon beschriebenen Weise nunmehr durch die Klemme υ geschlossen! Der Strom geht deshalb durch den Elektromagneten s der zweiten Gießvorrichtung, und deren Welle f wird veranlaßt, eine volle Umdrehung zu machen, wodurch eine Letter durch die zugehörigen Vorrichtungen gegossen wird. Die Nocken der Kurvenscheibe y schieben die Schiene 2 in die dritte Stellung, ■ wobei die Stromschlußfeder 1 mit der Klemme w in Berührung tritt. Sobald die Rolle des Armes 47 in die Vertiefung der Scheibe ζ hineingedrückt worden ist (Fig. 18 und 19), wirkt sie als Sperrung, um die Schiene 2 in der gegebenen Stellung festzuhalten. ■ Während der Drehung der Kurvenscheibe y der zweiten Gießvorrichtung und nach der hierbei vollzogenen Verschiebung der Schiene 2 in die dritte Stellung wird die Rolle des Armes 46 durch die schräge Fläche 50 über die Stirnseite der Scheibe hinausgeschoben.
Um sie in dieser Stellung festzuhalten, während die dritte Gießvorrichtung in Tätigkeit ist, ist ein am Ständer 52 drehbarer Riegel 51 vorgesehen, der durch eine Feder 53 gegen den Kopf des Hebelarmes 46 angedrückt wird.
Dieser Riegel (Fig. 17) ist an einem Ende verbreitert und von dem verbreiterten Teil nach dem schmaleren Teil hin abgeschrägt, so daß ein aus dem. Ende des Armes 46 vorstehender Stift 54 über die Kante des schmaleren Riegelteiles hinausgleitet, sobald der Arm 46 durch die schräge Fläche 50 von der Fläche der Kurvenscheibe zurückgedrängt wird, worauf dann der Riegel hinter den Zapfen 54 einfällt. Letzterer gleitet auf den verbreiterten Teil des Riegels hinauf und verhindert dadurch, daß die Rolle des Armes 46 in die Vertiefung der Kurvenscheibe einfällt, wenn die Schiene 2 von der Feder 48 zurückbewegt wird, nachdem diese Schiene von der dritten Scheibe ζ freigegeben worden ist. Bei der in Fig. 18 und 19 gezeigten Stellung der Teile wird der Stromkreis ebenfalls durch Herabdrücken eines Tastenhebels 3 auf die^Platte 4 geschlossen, es fließt jedoch der . Strom durch die Klemme w zum Elektromagneten, wodurch die dritte Letterngießvorrichtung in Tätigkeit tritt. Während der Drehung der Welle g dieser dritten Gießvorrichtung wird die Abschrägung 55 der Kurvenscheibe ζ die Rolle des Armes 47 nach außen drücken, wodurch die Feder 48 die Schiene wieder in. ihre ursprüngliche Stellung zurückführen und die Stromschlußfeder 1 wieder auf die Klemme u einstellen kann. Beim Anschlagen einer weiteren Taste erfolgt dann der Guß einer Letter auf der ersten Gießvorrichtung.
Vermöge dieser Einrichtung der Einzelgießvorrichtungen können sie durch Anschlagen der Tasten der Reihenfolge nach in Wirkung gesetzt werden, und alle diese Einzelvorrichtungen können zu gleicher Zeit in Gang sein, um in gehöriger Aufeinanderfolge je eine Letter her-' vorzubringen. Die Tätigkeit der Einzelgießvorrichtungen vollzieht sich in regelrechter Reihenfolge, gleichviel, ob die gleiche Lettertaste wiederholt oder ob verschiedene Tasten nacheinander angeschlagen werden, um die Gießvorrichtungen in Gang zu bringen.
Die Matrizenstäbe aller Gießvorrichtungen sind in bekannter · Weise so eingerichtet, daß jeder sämtliche Matrizen der gleichen Schriftart enthält. Die Matrizen sind an der Unterseite der Matrizenstäbe 56, 57 und 58 (Fig. 2 ■ bis 5) angebracht, welche in ihrer Längsrichtung auf den Führungsstangen 59, 60 und 61 (Fig. 2 und 4) gleiten. Diese Führungsstangen sind an ihrem einen Ende drehbar an einer Stange 62 befestigt, die fest gelagert ist. An ihrem andern Ende sind die Führungsstäbe durch Federn 63, 64, 65 unterstützt (Fig. 1), die auf einer Tragplatte der Maschine ruhen. Diese An- loo Ordnung gestattet, die Matrizenstäbe fest gegen die Gießformflächen der Gießvorrichtung- anzudrücken und sie wieder abzuheben.
Die. Matrizenstäbe, deren zugehörige Teile und die Vorrichtungen zum Vorschieben und Einspannen sind untereinander in allem wesentlichen gleich. Die vorhandenen konstruktiven Unterschiede betreffen nur Lagenänderungen, um den Anforderungen der zweckmäßigsten Bau- und Betriebsweise zu genügen; so ist z. B. no in der dargestellten Ausführung einer der Matrizenstäbe für rechtsseitigen, die beiden andern Stäbe für linksseitigen Antrieb eingerichtet. Es wird daher genügen, nur' eine der Einrich-. tungen näher zu beschreiben.
In den Fig. 21 und 22 sind die Antriebsmittel dargestellt, durch welche die Matrizenstäbe 56,57 und 58 auf ihren Führungsstäben verschoben werden. Diese Antriebsmittel bestehen aus unter Federantrieb stehenden Trommeln oder Scheiben 66 und Schnüren oder Ketten 67, welche diese Scheiben mit dem einen Ende der.
Matrizenstäbe verbinden. Von dem andern Ende dieser Stäbe führen Schnüre oder Ketten 68 über Führungsrollen 69, 70. Etwas oberhalb
■ der Gleitschiene 2 sitzen Scheiben oder Trommein 71 lose auf einer kurzen Welle j, die durch das Rad i beständig in Umdrehung versetzt wird. Die Matrizenstäbe werden für gewöhnlich in der durch die Hauptfiguren der Zeichnung dargestellten Stellung durch die drehbaren Riegel 72 gehalten, die in Einschnitte' an den Enden der Stäbe in deren Unterseite eingreifen, wobei die Federn der Trommeln 66 / sich in Spannung befinden. Die Riegel 72 werden durch die mit ihnen verbundenen, senkrechten Stangen 73, 74 und 75 (Fig. 3, 12, 13, 16 und 18) ausgelöst, die zu den betreffenden Einzelgießvorrichtungen gehören und in nachbeschriebener Weise verschoben werden, so daß die Federn der Trommeln 66 die Matrizenstäbe verschieben können, wobei gleichzeitig die auf den Schnüren oder Ketten 69 befestigten Hemmstücke 76, yy und 78, die in Führungsschlitzen der Platte 79 gleiten, mitgenommen werden. Die Platte 79 befindet sich oberhalb der hinteren Enden der Tastenhebel 3. An diesen sind Finger 80 angelenkt (Fig. 1, 13, 14, 16 und 18), die in
. die Bahn der Hemmstücke 76, yy, 78 (Fig. 21) gebracht werden, um die Vorwärtsbewegung des ' Matrizenstabes anzuhalten, und diejenige der auf ihm befindlichen Matrizen in die Arbeitsstellung gegenüber der Gießform zu bringen, die der angeschlagenen Taste entspricht. Um die Matrizenstäbe in ihre ursprünglichen Stellungen zurückzuführen, nachdem die Letter gebildet worden ist, werden die Trommeln 71 gegen Reibscheiben 81 auf der Welle j (Fig. 22) angedrückt. Dies geschieht durch die Nocken 82, 83 und 84 (Fig. 2, 21 und 22) und durch Hebel 85, deren eines Ende an geeigneter Stelle am Maschinengestell drehbar gelagert ist, während eine Rolle an ihrem andern Ende durch die Federn 86 gegen die Nocken gedrückt wird. An die Hebel 85 sind Stangen 87 angelenkt, die an Winkelhebeln 88 angreifen. Die längeren Arme der Winkelhebel sind gegabelt und greifen in Ringnuten der Naben der Trommeln 71. Zur bestimmten Zeit bringen die Nocken 82,83 und 84 die Trommeln 71 in Berührung mit den Reibscheiben 81, welche vermöge des Antriebes durch das Rad i die Matrizenstäbe in ihre ursprüngliche Stellung zurückziehen, in der sie durch die Riegel 72 festgehalten werden.
Zwischen der Platte 79, in welcher die Hemm-
. stücke 76, 77 und 78 geführt werden, und der Gleitschiene 2 befindet sich eine bogenförmige Platte oder Brücke 89 (Fig. 12 und 13), die mit einer Anzahl von Schlitzen versehen ist, durch die die oberen Teile der Finger 80 der Tastenhebel 3 hindurchragen. Hinter die Finger greift
eine an den Schienen 2 und 21 (Fig. 12, bis 19) befestigte Stange, so daß sie gezwungen ist, bei den Verschiebungen der Schiene 2, die durch die Kurvenscheiben x, y und ζ der Eirizelgießvorrichtungen hervorgerufen werden, zu folgen, wodurch die oberen Enden der Finger 80 in die Bahn der Hemmstücke 76, 77 und 78 eingestellt werden. Um den entsprechenden Matrizenstab auszulösen, ist unter den Stangen y^, 74 und 75 eine Hubplatte 90 angeordnet, die am Ende einer Stange 91 befestigt ist. Letztere ist durch die Arme 91^ an die Schienen 2 und 21 angelenkt. Unterhalb der Stange 91 stehen an Tastenhebelfingern 80 Vorsprünge 92 vor. Wird ein Tastenhebel 3 auf die Platte 4 niedergedrückt, so entsteht Stromschluß wie schon beschrieben, das Ende des Hebels 80 liegt in der Bahn eines der Hemmstücke 76, yy und 78, und der Riegel 72 des Matrizenstabes der durch den Stromschluß in Tätigkeit gesetzten Gießvorrichtung wird von dem Stabe durch die Hubbewegung der Platte 90 gegen die entsprechende Stange 73, 74 und 75 ausgelöst. Dies geschieht durch den Vorsprung 92 am Hebelfinger 80, indem er die Stange 91 hebt. Die Matrizenstäbe werden in der Stellung für den Guß durch die Hemmstücke 76, 77 oder 78 festgehalten, die an den Tastenhebelfingern 80 (Fig. 21) anschlagen, worauf der Matrizenstab auf die Gießform gedruckt wird und der Guß in der nachbeschriebenen Weise vor sich geht.
Die Matrizenstäbe 56,57 und 58 sind auf ihrer Oberseite mit einer Verzahnung versehen, die sich über die ganze Länge der Stäbe erstreckt. In diese Verzahnung. greifen die entsprechend geformten Zähne (Fig. 4 und 5, 21 und 25) am unteren Ende der senkrechten Stäbe 93,94 und 95, die in einer am oberen Teile des Maschinengestells befestigten oder angegossenen Führung 96 gleiten. Diese Sperrstangen werden durch Federn 97 herabgedrückt, wodurch die Matrizen fest gegen den Oberteil der Gießform gepreßt werden. Die Federn 97 sind kräftig genug, um zwischen den Matrizenstäben und den Gießformanschlußflächen eine gute Abdichtung herbeizuführen und die entgegen-'105 wirkende Kraft der Federn 63, 64 und 65 zu überwinden, die nach der Herstellung der Lettern die Matrizenstäbe wieder von der Gießform abheben. Zwei von den Sperrstäben 93 und 95 gleiten in Nuten auf der einen Seite der Platte 96 (Fig. 4), die dritte Sperrstange 94 bewegt sich in einer Nut auf der linken Seite der Platte 96. Eine Gießvorrichtung, deren Sperrstab auf der rechten Seite der Platte 96 angeordnet ist, ist aus Fig. 5 bis 8 ersichtlich. Sie wird von einem iff geeigneten Führungen des Maschinengestells beweglichen Schlitten 98 getragen und setzt sich aus zwei Hauptteilen zusammen, die gegeneinander verschiebbar sind, .um die Größe der Gießform verändern und Lettern von verschiedener Breite gießen sowie die Form zum Auswerfen der gegossenen Letter
öffnen zu können. Die Gießform 99 wird zwischen den abgesetzten Gleitflächen der beiden Formhälften gebildet, wie in den Draufsichten (Fig. 7 und 8) gezeigt ist. In Fig. 7 ist die Letter W in der Gießform zu sehen. Der eine Teil· 100 der Gießform ist fest mit dem Schlitten 98 verbunden, der andere Teil 101 ist mittels Schwalbenschwanznut, in die der Vorsprung 170 des Teiles 100 eingreift, geführt und wird durch die Federn 102, die in Bohrungen des Teiles 100 liegen, gegen diesen gezogen. An einem Ende des Teiles ioo befindet sich ein rechteckiger Ausschnitt 171, dessen aneinanderstoßende Seiten zwei Seiten der Gießform 99 bilden. Die beiden Gegenseiten werden von einem gleichgeformten Ausschnitt 172 in der Seitenwand des Teiles 101 gebildet. In der gewöhnlichen Stellung befindet sich diese Gießform 99 über einem Kanal 103,104 und 105 (Fig. 1 und 5), von welchen je einer für jede Gießvorrichtung vorhanden ist. Diese drei Kanäle laufen in einen gemeinsamen Kanal 106 zusammen, der in die schon erwähnte Letternsammelvorrichtung I, m ausmündet. Die durch die Fig. 5 bis 8 gezeigten Stellungen zeigen die Teile in der Arbeits- oder Gießstellung.. Der Matrizenstab 58 mit der abzugießenden Letternmatrize ist über die Einspritzdüse 19 eingestellt; zwischen beiden . befindet sich die Gießform 99. Diese trägt am Arm 108 einen kurzen Hebel 107 (Fig. 26). Dem Ende dieses Hebels gegenüber befindet sich ein Vorsprung 109 des Gießformteils 101 mit einer Öffnung (Fig. 5 und 7), in welche der Hebel 107 in der einen Stellung eingreifen kann, während er bei der andern Stellung gegen die Fläche des Vorsprungs 109 anstößt und die Gießform offen hält, wenn die Form sich in der gewöhnlichen Ruhestellung befindet. Mit dem Hebel 107 ist eine Stange 110 verbunden, die in einer Bohrung des Blocks in am Maschinengestell verschiebbar ist. An dieser Stange sind zwei Anschlagringe 112 und 113 angeordnet. Wird die Gußform in die Arbeitsstellung geschoben, dann schlägt der Ring 112 gegen den Lagerblock in und stößt den Hebel 107 über das Loch in dem Ansatz 109, so daß die Federn 102 den Formteil 101 bewegen können. Diese Bewegung wird durch eine Nase 114 am Formteil ιοί und durch kurze Stifte 115 an der Seite des Matrizenstabes 58 begrenzt; die Länge der Stifte 115 entspricht der Breite der zu gießenden Letter. Eine zweite Nase 116 am Formteil 100 hinter der Führungsstange 61 bewirkt, daß der
''■■'■■''■ Matrizenstab fest und genau über der Gießform eingestellt wird. Sobald die Teile die in Fig. 5 .
und 6 angegebene Stellung eingenommen haben, wird geschmolzenes Metall durch die Düse, 19 in die Gießform 99 eingespritzt; der Sperr-
' i; stab 95 wird dann gehoben, so daß der Matrizenstab durch die Feder 65 von der gegossenen Letter abgehoben werden kann. Hierauf wird die Gießform 99 in nachbeschriebener Weise zurückbewegt, um sie über den Kanal 105 zu bringen, wobei die Stange 110 durch den Ring 113 festgehalten wird, so daß der Hebel 107 auf der schrägen Fläche der Öffnung im Ansatz 109 hinaufgleiten kann; hierdurch wird die Gießform geöffnet, und die gegossene Letter fällt in den Kanal 105. Während der Bewegung der Gießform in diese Stellung geht sie über ein Messer 117 hinweg, das den Fuß der Letter beschneidet und dadurch alle Lettern auf gleiche Länge bringt.
Die Verschiebung der Gießformen erfolgt durch die Nocken 118,119 und 120 der Kurvenscheiben χ, y und ζ (Fig. 1, 2 und 3). Die Nocken wirken auf Rollen der Arme 124, die auf den.senkrechten Wellen 121,122 und 123 sitzen. An diesen Wellen sind die den Gießformschlitten angreifenden Arme 125,126 und 127 befestigt. Der Arm 125 der zuerst in Tätigkeit gesetzten Gießvorrichtung reicht bis zur Vorderseite der Maschine und ist durch die Stange 128 (Fig. 2) mit dem Schlitten 98 der Gießform des Matrizenstabes 56 verbunden; der Arm 126 der zweiten Gießvorrichtung ist durch eine Stange mit dem Schlitten 98 des Stabes 57, und der Arm 127 der dritten Gießvorrichtung ist durch eine Stange. 129 mit dem Schlitten 98 des Stabes 58 verbunden. Die Stangen der Arme 125, 126 und 127 setzen auch die Sperrstangen 93, 94 und 95 der Matrizenstäbe in Tätigkeit. Die Gelenkstange 129 (Fig. 25) ist so geformt, daß sie über die Oberfläche des Schlittens 98- greift. Dieser trägt einen Zapfen 130, der in einem Schlitz der Stange 129 bewegt werden kann. Auf dem am Ende der Stange angeordneten Vorsprung 131 mit abgeschrägtem Ende ruht eine Stange 132, die in einem Gestellarm geführt ist, und an deren oberem Ende ein auf einer in geeigneten Lagern ruhenden Welle 134 befestigter Arm 133 angelenkt ist. Auf der Welle 134 sitzt ein zweiter Arm 135, der an dem Stift 136 der Sperrstange 95 angreift. Die Fig. 25 zeigt die Teile im Ruhezustande, wobei der Zapfen 130 sich am Ende der ihn umgreifenden öse der Stange 129 befindet. Wenn der Hebel 129 in Bewegung gesetzt wird, so wird zunächst keine Bewegung des Schlittens 98 eintreten. Diese beginnt erst, wenn der Zapfen 130 an die andere Seite des Schlitzes anschlägt; dann wird die Gießform unter die Matrize und über die Einspritzdüse geschoben. Im gleichen Zeitpunkte, in dem sie in diese Stellung gelangt, gleitet das Ende der Stange 132 von dem Ansatz 131 ab, so daß die Sperrstange 95 unter dem Druck ihrer Feder in den Matrizenstab 58 eingreifen und ihn verriegeln kann. Nach dem Guß einer Letter bewirkt die Rückzugsbewegung der Stange 129 zunächst das Anheben der Stange 132, wodurch die Sperrstange 95 zurückgezogen und der Matrizensf ab 58
durch die Feder 65 von der Gießform abgehoben wird. Nun erst wird die Form infolge des Leerganges zwischen der Stange 129 und dem Zapfen 130 zurückgezogen.
Die Vorrichtung zur Herstellung der Spatien ist in den Fig. 23 und 24 und im Zusammenhang mit den übrigen Vorrichtungen der Maschine in Fig. ι dargestellt. Mit dieser Vorrichtung werden Spatien der bekannten zusammenrückbaren Art hergestellt. Die Vorrichtung besteht aus einem Paare 'Riffelwalzen 137,138. Die Walze 137 ist mit Schneidvorrichtungen 139 versehen, die von einem Streifen 140 die verlangten Längen abschneiden. Die Riffelwalzen werden durch ein Zahnräderpaar 141 in Drehung versetzt, von denen das eine Rad mittels einer Klinke 142, die in ein Sperrad 143 eingreift, fortgeschaltet wird. Die Klinke wird von einem Arm 144 getragen, an den ein. Hebel 145 angreift, dessen anderes Ende am Maschinengestell drehbar gelagert ist, und der eine Rolle 146 trägt, auf die ein Nocken 147 einwirkt. Letzterer sitzt auf einer kürzen Welle, auf der sich das Antriebsrad h befindet. Auf dieser Welle sitzt ferner eine Nockenscheibe 148, die einen an der Stange 150 angreifenden Hebel 149 bewegt. Die Stange 150 verschiebt den Spatienträger 151 auf der Fläche 152. Die Spatien werden zur entsprechenden Zeit durch' den Spatienträger über den Kanal 153 gebracht, der sie nach der Setzstelle führt. Die Riemenscheibe h wird, sobald eine Spatie geformt werden soll, durch eine Kupplung 154 mit der Welle verbunden. Der Kupplungshebel 155 ruht im Ruhezustande auf dem Hebel 156, der durch eine Feder 157 gegen die Welle gezogen wird. In gleicher Weise dient eine andere Feder dazu, die Rolle des Hebels 149 gegen die Nockenscheibe 148 zu drücken. Der Hebel 156 ist durch einen Drahtzug 158 (Fig. i). mit dem auf· der Welle der Spatientaste 160 sitzenden Arm 159 verbunden. Wird die Spatientaste 160 niedergedrückt, dann wird der Hebel 156 vom Kupplungshebel 155 wegbewegt und gestattet der Kupplung, unter Wirkung ihrer Feder die Riemenscheibe mit der Welle zu kuppeln. Die Welle bewirkt während einer Umdrehung die Tätigkeit der beschriebenen Einrichtungen zum Formen und Abliefern einer Spatie. Vor der Vollendung einer Umdrehung wird jedoch der Hebel 156 durch die Feder 157 vorwärts bewegt, da die Spatientaste 160 inzwischen freigegeben worden ist. Der Hebel 155 löst, da er bei seiner Bewegung auf die Schrägfläche des Hebels 156 trifft, die Kupplung 154 aus und wird durch die Leiste des Hebels 156 angehalten, so daß die Welle und ihre Nockenscheiben stillgesetzt werden.
An den Seiten der Riffelwalzen 137 und 138
sind Messer angeordnet, um die Kanten der Spatienstäbe nach ihrer Herstellung zu beschneiden. Die Schneidflächen der Messer befinden sich ungefähr in der Mitte der Walzen. Das eine Messer 161 ist an einem Träger des Maschinengestells befestigt, der auch die Lager für die Walzen aufnimmt; das andere Messer 162 sitzt an dem Bügel 163, der von den Wellen der Walzen 137 und 138 getragen wird.
Die zweite Ausführungsform der Gießform ist in der Fig. 26 dargestellt. Sie findet bei der auf der linken Seite der Maschine angeordneten Gießvorrichtung Anwendung.
Die Änderungen bestehen darin, daß der Fortsatz 109 an seinem Ende abgerundet ist, anstatt daß er mit einer Öffnung für den Eintritt des Hebels 107 versehen ist. Der Hebel 107 wirkt hier beim Öffnen der Form gegen das abgerundete Ende des Fortsatzes 109, wenn der innere Ring'der Stange 110 gegen den Stock in trifft. Wird die Form in der entgegengesetzten Richtung bewegt, dann stößt der Ring 113 gegen den Block 111, der Hebel 107 wird umgelegt und die Nase 115 der Form durch die Federn 102 gegen den Vorsprung 115 des Matrizenstabes gepreßt, dessen Matrize sich über der Form befindet. .
Die Arbeitsweise dieser Teile ist eine Umkehrung der früher beschriebenen, alle Gießformen sind jedoch gleichartig gebaut und werden in gleicher Art in Wirkung gesetzt.
Die in Fig. 27 und 28 dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung zum öffnen des Teiles 101 der Gießform und zum Schließen derselben im richtigen Augenblick ist in mancher Beziehung der in den anderen Figuren dargestellten Ausführungsform vorzuziehen. Die Änderung besteht darin, daß ein Hebel, der in dem Teil 100 der Gießform gelagert ist, mit einem Arm 164, der mit dem Teil 101 verbunden ist, zwischen den Federn 102 angelenkt ist, so daß die. Kraft zum Bewegen des Teiles 101 zentral angreift. Der andere Arm 165 gleitet mit seinem abgeschrägten Ende über den festen Zapfen oder die fest gelagerte Welle 166, sobald die Gießform in ihre rückwärtige Stellung gelangt, um die Letter über den Kanal 105 zu bringen, und öffnet hierbei die ,Form so weit, daß die Letter herausgleiten kann (Fig. 27). Da es erwünscht ist, die Form so lange in offener Stellung zu halten, bis sie wieder in die Gießstellung gebracht ist, so wird an dem Arm 165 eine Schiene no 167 in der Weise angebracht, daß seine Vorderkante gegen den federnden Riegel 168 anliegt und an ihm sich verschieben kann, während die Gießform sich in die Gießstellung vorwärts bewegt; erst wenn sie in dieser Stellung angelangt ist, gleitet der Arm 167 vom Riegel ab, und nunmehr können die Federn 102 die Formteile zusammenziehen. Bei der Rückwärtsbewegung der Gießform stößt der Arm 167 den Riegel 168 zurück, d. h. aus seiner Bahn, und der Riegel 168 springt erst dann vor der Kante des Stabes 167 hoch, wenn die Form durch die
Wirkung des Armes 165 auf die Rolle 166 völlig geöffnet ist.
Eine weitere Änderung der Ausführungsform bezieht sich auf die Form; sie besteht darin, daß ein Ausschnitt 169 in der Seitenwandung des die Form 99 bildenden Formteils 101 vorgesehen ist, um die Breite der Zelle zu vergrößern, wenn die Form geöffnet wird, so daß . die gegossene Letter auf allen Seiten freigegeben wird.
Es sei noch bemerkt, daß eine beliebige Anzahl von Einzelgießvorrichtungen in der beschriebenen Weise zusammengestellt und mit einem einzigen Tastenbrett verbunden sein kann, und daß die Zahl der so verbundenen Gießvorrichtungen nicht auf drei beschränkt sein soll; diese Zahl empfiehlt sich jedoch, weil sie reichliche Zeit gewährt, um die Lettern zu gießen und sie nach dem Gusse so schnell als sie gesetzt werden können, zu liefern.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Letterngieß- und -Setzmaschine, bei welcher mehrere Letterngießvorrichtungen von einem Tastenbrett aus gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anschlagen einer Taste eine der Letterngießvorrichtungen in Tätigkeit tritt, und jedesmal gleichzeitig das Steuerungsgestänge so umgestellt wird, daß beim folgenden Anschlag einer Taste eine andere Letterngießvorrichtung zur Wirkung gelangt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .daß beim Anschlagen einer Taste ein Magnet (r, s, t) die Kupplung einer ständig umlaufenden Antriebsscheibe (b, c, d) mit einer Nockenscheibe (5, 5, 5) veranlaßt, die eine mit Kontaktstücken (u,v,w) besetzte Schiene (2). so verstellt, daß das im Stromkreis des Magneten liegende Kontaktstück von dem stromzuleitenden Mittel (Feder 1) entfernt und das Kontakt-
• stück eines gleichartigen Stromkreises an seine Stelle gebracht wird.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Matrizenstab (56, 57, 58) einer jeden Gießvorrichtung, auf dem in bekannter Weise sämtliche Schriftzeichen einer Schriftart angeordnet sind, bejjn Tastenanschlag freigegeben und durch eine Feder über der Gießform (99) verschoben wird, bis ein Anschlag (78) eines am Matrizenstab angreifenden Zugorganes (68) gegen einen gleichzeitig in die Bahn des An-Schlags gehobenen Finger (80) trifft und das der Taste entsprechende Schriftzeichen vor der Gießform festlegt.
4. Maschine nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Matrizenstab (56, 57, 58) über jedem Schriftzeichen einen der Letternweite entsprechend langen Stift (115) trägt, gegen den sich nach dem Einstellen des Matrizenstabes über der Gießform (99) die Nase (114) eines durch Federn (102) bewegten Formteiles (101) legt, der an einem in der Matrizenstabrichtung verstellbaren Formteil geführt ist.
5. Maschine nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in der Matrizenstabrichtung verschiebbaren Formteil (100) ein Hebel (107) angeordnet ist, der vor dem Feststellen des Matrizenstabes (56, 57, 58) über der Gießform (99) einen Vorsprung (109) des andern Formteils (toi) freigibt und nach dem Fertigmachen einer Letter gegen den Vorsprung trifft und die Formteile auseinanderdrückt.
6. Maschine nach Anspruch 1, 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem in der Matrizenstabrichtung verschiebbaren Formteil (100) geführte Formteil (101) von einem zweiarmigen Hebel (164,165) verstellt wird, der nach dem Fertigmachen einer Letter gegen eine feste Rolle (166) trifft, die Form öffnet und durch eine an ihm befestigte Schiene (167) in dieser Stellung festgehalten wird, bis der Matrizenstab (56, 57, 58) zum Guß einer neuen Letter über der Gießform (99) eingestellt wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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