DE207199C - - Google Patents

Info

Publication number
DE207199C
DE207199C DENDAT207199D DE207199DA DE207199C DE 207199 C DE207199 C DE 207199C DE NDAT207199 D DENDAT207199 D DE NDAT207199D DE 207199D A DE207199D A DE 207199DA DE 207199 C DE207199 C DE 207199C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coke
box
extinguishing
cake
ammonia
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT207199D
Other languages
English (en)
Publication of DE207199C publication Critical patent/DE207199C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/04Wet quenching

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

Stycntuwi,
\i 'w 'J I'll l'c
cw c?aIoιΙ'ηκlib.
bei cycuiim-tuiiq
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 207199-KLASSE 10«. GRUPPE
FRANZ JOSEF COLLIN in DORTMUND.
Die Tatsache, daß bei der Destillation und Verkokung von Kohlen im Koksofen oder in der Gasretorte nur ein Teil des in der Kohle enthaltenen Ammoniaks gewonnen' wird, wogegen der übrige Teil, sogar der größte Teil, im Koks zurückbleibt, hat schon verschiedene Verfahren hervorgerufen, welche die Austreibung des Ammoniaks aus dem Koks bezwecken sollen. Da nun dieser Vorgang nur bei heißem,
ίο glühendem Koks möglich ist, so hat man u. a. versucht, Wasserdampf durch den im Ofen befindlichen Kokskuchen zu drücken und den entstehenden, mit Ammoniak gesättigten Dampf mit dem Gas in die Vorlage zu leiten oder durch besondere mit dem Ofen in Verbindung stehende Vorrichtungen zwecks Verarbeitung in der Ammoniakfabrik weiterzuleiten.
Diese Vorschläge sind dadurch erfolglos geblieben, daß es fast unmöglich ist, den Dampf durch den ganzen Kokskuchen im Ofen zu treiben, hauptsächlich aber wegen der Unmöglichkeit, dauernd wirkende Einrichtungen im Ofen selbst mit besonderen Kanälchen im feuerfesten Mauerwerk herzustellen. Außerdem würde ein solches Verfahren eine sehr nachteilige Wirkung auf die Ofentemperatur und auf die Haltbarkeit des Ofenmauerwerks * ausüben.
Es ist aber auch vorgeschlagen worden, den Koks aus dem Ofen in einen eisernen Kasten zu führen und den Koksofen in diesem zu löschen. In der modernen Koksofentechnik sind jedoch solche Einrichtungen bisher nicht in Gebrauch gekommen, weil sie nicht den wirtschaftlichen Anforderungen entsprechen, die an so teuere Einrichtungen gestellt werden müssen. Auch ist bereits ein Löschkasten in Vorschlag gebracht worden, der durch eine Hebevorrichtung den Koksinhalt in einen bereitstehenden Eisenbahnwagen schütten sollte, indem · der Löschkasten in eine geneigte Läge gebracht wurde; auch diese Vorrichtung zog den Nachteil nach sich, daß eine Sortierung der Koksstücke ausgeschlossen war, was. aber unumgänglich ist, um den Koksabnehmer zu befriedigen. Im übrigen ist keine Einrichtung vorhanden, bei welcher eine Verwertung der durch das Ablöschen oder das Ersticken des Kokskuchens in einem solchen Kasten entsprechenden Dämpfe vorgesehen wurde. ,50
Die Erfindung bezweckt gleichzeitig eine! Weiterverwendung dieser Dämpfe sowie die Möglichkeit einer Sortierung des Kokses vor dessen Verladung.
Die Weiterverwendung des Dampfes aus dem im Löschkasten befindlichen glühenden Koks wird dadurch erreicht, daß eine besondere Leitung während des Löschens mit dem Löschkasten in Verbindung gebracht wird; diese Leitung bringt die Dämpfe entweder unmittelbar in die Ammoniakfabrik oder mittels besonderer Anschlußrähren in_dieJVorlage, so | daß sie mif~^Sisiu:s^agri"OlFn""elrTweichenden Gasen gemeinschaftlich zur Verflüssigungsanlage gelangen; es wird auf diese Weise nicht wie bisher nur Ammoniak aus den Gasen, sondern auch aus dem glühenden Koks gewonnen.
Um gleichzeitig dem anderen Zweck zu dienen, d. h. um den Koks nach Belieben - sortieren und verladen zu können, sind verschiedene Lösungen möglich: man kann den
Kokskuchen durch den Löschkasten drücken, sei es mit der entsprechend verlängerten Zahnstange der Ausdrückmaschine auf einen ebenfalls entsprechend vergrößerten Koksplatz, oder indem der Löschkasten mit einem beweglichen Boden versehen wird; alle diese Einrichtungen sind aber beim seitlichen Fortbewegen durch den wohl stets auf dem Koksplatz liegenden Koks behindert; deshalb ist es nötig, daß der
ίο Löschkasten unten offen ist und auf dem Koksplatz ruht und nach geschehener Löschung vom Kokskuchen maschinell abgehoben wird. Diese Einrichtung hat den Vorteil, daß der Kasten über dem auf dem Platz lagernden gelöschten Koks hinweggeführt und an bestimmter Stelle wieder auf den Löschplatz gesenkt werden kann. Das Aufliegen auf dem ebenen Löschplatz genügt, um die nötige Dichtung zu erzielen, da die entstehenden Dämpfe naturgemäß nach oben streben. Der Löschkasten braucht an der Endseite, durch welche der Kokskuchen hineingeht, nur während des Ausdrückens der Kammer offen zu bleiben, kann sonst aber wie am anderen Ende durch eine Platte oder Tür geschlossen werden.
Das Löschen des glühenden Kokses in dem Kasten geschieht entweder mittels Doppelwände, deren innere mit kleinen öffnungen ο versehene Wände" zum Durchlassen des Wassers oder Dampfstrahls_„.versehen sind, oder der Kasten ist von außen mit einem Rohrsystem versehen, von welchem eine Menge kleiner Röhrchen abgehen, die durch die einfache seitliche Kastenwand in das Innere des Kastens münden.
Um die Sache wirtschaftlich zu machen, ist es zweckmäßig, den Zulaß von Wasser oder Dämpf so einzurichten, daß er zunächst vom Eintrittsende des Kokskuchens aus beginnt und je nach Vordringen des letzteren weiter vor sich geht. Das Abziehen der mit Ammoniak gesättigten Dämpfe geschieht dagegen zweckmäßig von der Decke des Löschkastens aus; daher muß der Kasten etwas höher gemacht werden, als der Kokskuchen selbst ist.
Wünscht man jedoch das Ammoniak aus dem Koks nicht zu gewinnen, so bleibt entweder das Ablöschen des Kokses im fahrbaren Kasten bestehen oder man hebt ihn gleich vom glühenden Kokskuchen auf und löscht diesen in gewohnter Weise mittels Wasserspritze auf dem Koksplatz selbst. Ein solcher Fall kann bei Störungen an der Löschung im Kasten oder sonstwie leicht stattfinden, würde aber bei der neuen Einrichtung nicht gefährlich sein, weil eben der Löschkasten abhebbar ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Fahrbare, allseitig verschließbare Kokslöschvorrichtung für liegende Koksöfen, bei der Anschlußleitungen zur Gewinnung der beim Löschen des glühenden Kokskuchens sich entwickelnden, Ammoniak enthaltenden Dämpfe vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Löschkasten von dem aus der Kokskammer hineingedrückten Kokskuchen abgehoben und an anderer Stelle wieder auf den Koksplatz herabgelassen werden kann.
DENDAT207199D Active DE207199C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE207199C true DE207199C (de)

Family

ID=469317

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT207199D Active DE207199C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE207199C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2915330C2 (de) Verfahren und Anlage für die Naßlöschung von Koks
DE1771855A1 (de) Vorrichtung zum emissionslosen Koksausdruecken und Koksloeschen bei horizontalen Verkokungsofenbatterien
DE2038495A1 (de) Vor den Koksoefen verfahrbare Berieselungseinrichtung fuer den gedrueckten Koks
DE207199C (de)
DE2263482B1 (de) Rauchfanghaube fuer verkokungsoefen
DE2356588A1 (de) Fuellwagen fuer horizontalverkokungsoefen
DE3033610C2 (de) Koksaufnahme- und Löschbehälter an Verkokungsöfen
DE2141081A1 (de) Einrichtung zum aufnehmen des aus waagerechten verkokungsoefen ausgestossenen kokses
DE2919956A1 (de) Loeschwagen fuer verkokungsoefen
DE102009054430B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Entleeren eines gelöschten oder ungelöschten Kokses aus einem Kokslöschwagen in eine Aufnahmevorrichtung
DE3528512C2 (de) Koksofentür für Horizontalkammerverkokungsöfen
DE2116729C3 (de) Vorrichtung zum Vermeiden von Emissionen beim Betreiben von Horizontalkammerofen auf Kokereien
DE2710064A1 (de) Koksloeschwagen
DE909807C (de) Einrichtung zum Verhindern des Austrittes von Fuellgas waehrend des Beschickens von Retorten oder Kammern
DE7603726U1 (de) Staub- und gasdichte vorrichtung zum deckelabheben, fuellen und schliessen von fuelloechern von koksofenbatterien
DE533757C (de) Wagen zum Einfuellen von Kohle in Entgasungskammern
AT207983B (de) Kessel, insbesondere Gliederkessel für Zentralheizungsanlagen, mit einem aus der Stirnwand vorspringenden Türkasten
DE325781C (de) Verfahren und Einrichtung zum Transport gluehenden Kokses von der Anfallstelle zum Loeschturm
DE2452975A1 (de) Fuellwagen fuer verkokungsoefen
DE83153C (de)
DE3104813C2 (de) Schwelkoksförderer für Kokereien
DE1089981B (de) Anlage zur Aufsammlung und Reinigung von Gas in OEfen zur schmelzelektrolytischen Aluminiumerzeugung und Verfahren zum Betrieb einer solchen Anlage
DE1103887B (de) Auf der Koksseite entlang der Batterie verfahrbare Vorrichtung zum Ausziehen von Koks aus waagerechten Verkokungskammern
DE1671326C (de) Auf einem Füllwagen angeordnete Ein richtung zur Zündung der beim Füllen von Koksofen entstehenden Fullgase
DE1229038B (de) Vorrichtung zum Absaugen von Staub und Gas beim Druecken horizontaler Koksofenkammern