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Die Erfindung betrifft Kraftstoffe, welche ein Additiv enthalten, das durch
- a) eine Reaktion zwischen äquimolaren Mengen eines Maleinsäureanhydrid(abkömmling)s der Formel &udf53;np110&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz10&udf54; &udf53;vu10&udf54;mit einem linearen Polyamin der Formel &udf53;np20&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz1&udf54; &udf53;vu10&udf54;erhalten wird, wobei R&sub1; und R&sub2; Wasserstoffatome oder einwertige Kohlenwasserstoffreste darstellen und die Gesamtzahl an Kohlenstoffatomen von R&sub1; und R&sub2; zwischen 0 und 30 variiert, R&min; einen einwertigen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, n eine ganze Zahl von 3 bis 10 und m eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet, oder
- b) eine Reaktion von Maleinsäureanhydrid, Dimethyl-, Diäthyl- oder Di-n-butylmaleinsäureanhydrid mit einem Gemisch aus N-Oleylpropandiamin und N-Stearylpropandiamin erhalten wird.
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Es ist bekannt, daß die Verwendung von Kraftstoff auf der Basis mineralischer Benzine insbesondere in den Motoren von Kraftfahrzeugen bezüglich des Vergasers mehrere Probleme mit sich bringt. Es ist ferner bekannt, daß sich auf verschiedenen Elementen des Vergasers in beträchtlichem Umfang Ablagerungen bilden, die für Aussetzerscheinungen und ein Festfressen des Motors verantwortlich zu machen sind, was insbesondere im städtischen Verkehr und/oder bei hoher Außentemperatur der Fall ist. Diese Bildung von Ablagerungen wird noch durch die Verwendung von an sich bekannten Absaugvorrichtungen, die beispielsweise unter der Fachbezeichnung "Positive Crankcase Ventilation" (PCV) bekannt sind und die eine Reduzierung der Luftverschmutzung zum Ziel haben, verstärkt.
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Es ist ferner bekannt, daß sich auf den metallischen Wänden des Vergasers bei bestimmten Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen der Außenluft Eiskristalle bilden und dort auch haften bleiben. Sie können sich dort in einer solchen Menge anhäufen, daß eine Verstopfung der Zufuhrmündung auf dem Niveau der Drosselklappe des Vergasers stattfindet. Schließlich ist auch bekannt, daß sich das Wasser im Benzin auflöst und Korrosionserscheinungen an den Metallteilen des Motors hervorruft.
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Man hat bereits versucht, diese Nachteile dadurch zu reduzieren, daß man den Benzinen im allgemeinen in sehr geringen Konzentrationen, d. h. in der Größenordnung von 50 Gew.-Teilen pro 1 Million Gew.-Teile Benzin, verschiedene Zusatzstoffe hinzugegeben hat, deren Aufgabe es sein soll, die Bildung von Ablagerungen im Vergaser (Detergenswirkung) zu vermeiden, das Anhaften von Eiskristallen an den metallischen Wänden zu verhindern (Antivereisungswirkung) und einen Schutzfilm auf den verschiedenen Metallteilen des Motors zu entwickeln bzw. zu bilden (Antikorrosionswirkung).
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Um diese verschiedenen Wirkungen bzw. Effekte in einem einzigen Molekül zu kombinieren, hat man ferner bereits vorgeschlagen, als Additive verschiedene organische Verbindungen zu verwenden, die generell sowohl einen oder mehrere lineare Anteile, die in den Benzinen löslich sind, als auch einen oder mehrere polare Anteile beinhalten.
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Die US-PS 30 56 832 betrifft Produkte, partielle Amide, die als Korrosionsinhibitoren bei Ölausrüstungen (Ölquellen, Pipelines, Raffinerien, Lagertanks etc.) verwendbar sind.
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Die Produkte gemäß US-PS 30 56 832 werden erhalten durch Reaktion in einem inerten Lösungsmittel von äquimolekularen Mengen von z. B. Maleinsäureanhydrid mit einem linearen Polyamin, das z. B. sein kann vom Typ
R-NH-(CH&sub2;-)&sub3;NH&sub2;
mit R>8 Kohlenstoffatomen.
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Dabei sollen Imide vermieden werden. Bei bestimmten Verfahrensbedingungen könnten Imide entstehen, was jedoch sorgfältig vermieden werden soll. Die Reaktionsbedingungen sind dergestalt, daß, ausgehend von den Anhydriden, man durch Wahl relativ niedriger Temperaturen den Abgang von Wasser und jegliche Bildung zyklischer Imide zu vermeiden sucht.
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Die bisher verwendeten Additive können eine Verschmutzung des Vergasers nicht verhindern.
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Demgegenüber liegt vorliegender Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein neues, besser wirksames Additiv für Kraftstoffe zu liefern.
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Diese Aufgabe wird bei Kraftstoffen der eingangs genannten Gattung, welche Additive enthalten, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Additiv in Mengen von 10 bis 250 Gewichts-ppm im Kraftstoff enthalten ist und die Reaktion des Maleinsäureanhydrid(abkömmling)s und des Polyamins bzw. des Diamingemisches in Benzol, Toluol, Xylole oder deren Gemischen durchgeführt und das bei der Reaktion entstehende Wasser durch azeotrope Verdampfung eliminiert wird.
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Die so erhaltenen Kraftstoffe weisen außer den hervorragenden Detergenseigenschaften auch Anti-Vereisungseigenschaften und Anti- Korrosionseigenschaften, die weiter oben bereits genannt wurden, sowie außerdem sehr gute Reinigungseigenschaften auf.
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Wenn R&sub1; und R&sub2; Kohlenwasserstoffreste darstellen, bedeuten sie vorzugsweise Alkylreste, wie beispielsweise den Methyl-, Äthyl-, Propyl-, n-Butyl-, iso-Butyl-, Hexyl- oder den Dodecyl-Rest. Man verwendet meistens Maleinsäureanhydrid selbst.
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Als spezifische Beispiele der linearen Polyamine seien die folgenden genannt:
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N-Oleylpropandiamin, N-Stearylpropandiamin und ihre Gemische.
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Man kann beispielsweise Maleinsäureanhydrid mit N-Oleylpropandiamin oder mit N-Stearylpropandiamin reagieren lassen.
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Außerdem kann man diese Diamine mit Substitutionsderivaten des Maleinsäureanhydrids, beispielsweise mit Dimethyl-, Diäthyl- oder Di-n-butylmaleinsäureanhydrid, umsetzen.
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Diese Reaktionen werden in Benzol, Toluol, Xylole oder deren Gemischen durchgeführt.
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Das bei der Reaktion entstehende und freiwerdende Wasser wird durch azeotropische Verdampfung eliminiert.
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Erfindungsgemäß werden die entstehenden Maleinsäureimid-Amine als solche den Brennstoffkompositionen (Kraftstoffen) in einer Konzentration von 10 bis 250, vorzugsweise 10 bis 100 Gew.-Teilen pro 1 Million Gew.-Teile Brennstoffkomposition zugeführt, wobei eine Trübung des Kraftstoffes auch dann nicht auftritt, wenn man diese Zugabe bei niederen Temperaturen durchführt. Diese Verbindungen können auch ohne Nachteile mit üblichen Additiven vergesellschaftet werden.
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Die entstehenden Maleinsäureimid-Amine, die in Kraftstoffen in Vergesellschaftung mit einer kleinen Menge zumindest eines Mineralöls verwendet werden, stellen darüber hinaus Additive mit Reinigungswirkung dar. Man verwendet beispielsweise 50 bis 2000 Teile Mineralöl, wie beispielsweise Naphthenöl, und 10 bis 250 Gew.-Teile Maleinsäureimid-Amin pro 1 Million Gew.-Teile Kraftstoff.
Beispiele
Beispiel 1
A) Herstellung von Zusatzstoff
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32,4 g N-Oleylpropandiamin (0,1 Mol) und 9,8 g Maleinsäureanhydrid (0,1 Mol) werden in 100 cm³ eines Gemisches Toluol- Xylol des Volumverhältnisses 50 : 50 aufgelöst. Man erhitzt diese Reaktionslösung so lange unter Siedebedingungen am Rückfluß, bis das gesamte Reaktionswasser durch azeotropische Verdampfung beseitigt war. Es werden auf diese Weise 1,8 g Wasser abgeführt und in Lösung ein Produkt mit Imidfunktionen erhalten. Man stellt die Lösung mittels eines Gemisches der vorgenannten Lösungsmittel auf ein solches bekanntes Volumen ein, bis sie zur Titration bereitsteht. Man eliminiert das Wasser durch azeotrope Destillation durch Erhitzen eines 50 : 50-Volumen- Gemisches von Toluol/Xylol unter Rückfluß.
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Eine Probe dieser Lösung wird zur Trockne verdampft und das Infrarot-Spektrum des erhaltenen viskosen Rückstandes ermittelt. Dieses Spektrum zeigt charakteristische Imid- Funktionsbanden bei etwa 1700 cm-1 und 1775 cm-1 und eine breite charakteristische Amin-Funktionsbande gegen 3300 cm-1.
B) Herstellung von Zusatzstoff
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In einen Glasreaktor eines Fassungsvermögens von 200 Liter gibt man 84,6 kg Xylol, 0,100 kg Hydrochinon, 83,2 kg eines äquimolekularen Gemisches aus N-Oleylpropandiamin und N- Stearylpropandiamin (Handelsmarke DINO RAM-S) sowie 21,5 kg Maleinsäureanhydrid. Die Dauer dieser Zugabe beträgt 8 Stunden und die mittlere Temperatur 45 bis 50°C. Anschließend erhitzt man das Reaktionsgemisch, das zunächst eine rosa Farbe aufweist, wobei man bei Erreichung einer Temperatur von 75 bis 80°C feststellt, daß sich die Färbung in rot-violett umwandelt. Die Erhitzung wird sodann bis auf die Rückflußtemperatur des Xylols gesteigert. Nach 5stündiger azeotroper Destillation erhält man 5,200 kg Wasser, das mit dem Xylol azeotrop fortgeführt worden war. Anschließend kühlt man das Gemisch ab.
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Man erhält in Lösung ein Produkt mit Imidfunktionen.
C) Bestimmung der Gütezahl des Vergasers
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Man verwendet einen Motor Renault R 16, Type 69 701, der mit einem Vergaser Solex, Type 35 D.I.T.A. 2., ausgestattet ist. Dieser Motor, der mit einem handelsüblichen Öl Multigrad 20 W 40 geschmiert wird, wird mit einem Superkraftstoff folgender Zusammensetzung versorgt:
- Aromatische Kohlenwasserstoffe 38%
Olefine 1%
Gesättigte Kohlenwasserstoffe 61%
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Dieser Kraftstoff enthält ferner 0,48 g Blei pro Liter.
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Man läßt diesen Motor 48 Stunden laufen, wobei 10 bis 12% des Abgases recyclisiert werden. Jeder dieser Versuche verbraucht etwa 200 Liter Superkraftstoff.
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Für jeden Versuch verwendet man einen neuen Vergaser, wobei man von einer Gütezahl 10 ausgeht. Am Ende eines jeden Versuches wird der Vergaser demontiert und seine Gütezahl bestimmt.
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In der folgenden Tabelle I sind die Resultate zusammengefaßt, die man bei den durchgeführten Versuchen erhalten hat, wobei die folgenden Superkraftstoffe getestet wurden:
- 1) Ohne Detergens-Zusatzstoff;
2) mit 45 Gewichtsteilen an Produkt gemäß Beispiel 1B (=45 ppm);
3) mit 150 ppm an Produkt gemäß Beispiel 1B;
4) mit 150 ppm an Produkt gemäß Beispiel 1B und 600 ppm eines Naphthenöls der Viskosität 293,5 cSt bei 37,5°C und einer Viskosität von 16,25 cSt bei 98,89°C.
Tabelle I &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz10&udf54;
Beispiel 2
(Reinigungstest am Vergaser)
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Man verwendet einen Motor und einen Vergasertyp der im vorangegangenen Beispiel beschriebenen Art, wobei man von einer Vergaserverschmutzung ausgeht, die bei einem 48stündigen Betrieb des Motors mit Superkraftstoff ohne Additiv bei gleichzeitiger Recyclisierung von 15 bis 17% des entweichenden Gases (Auspuffgas) entsteht.
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Nach diesem Verschmutzungszyklus besitzt der ursprünglich neue Vergaser, der am Anfang eine Gütezahl 10 aufwies, nunmehr nur noch eine Gütezahl 2.
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Sodann läßt man den Motor 23 Stunden lang im Normallauf in Betrieb, wobei man einen Superkraftstoff zuführt, der einen Gehalt von 250 ppm des Produktes des Beispiels 1B sowie einen Gehalt von 600 ppm des im vorangegangenen Beispiel beschriebenen Naphthenöls aufweist.
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Nach diesem Zyklus besaß der Vergaser eine Gütezahl von 6,4, was eine Zunahme der Gütezahl um 4,4 im Vergleich zur Gütezahl 2 des oben beschriebenen Versuches bedeutet.
Beispiel 3
(Kohlendioxyd im Abgas)
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Dieser Test bezieht sich nicht mehr auf die Prüfung der Sauberkeit des Vergasers, sondern auf den Prozentgehalt an Kohlendioxyd, das im Auspuffgas enthalten ist.
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Man bewirkt eine Verschmutzung des Vergasers durch eine Operation, die derjenigen analog ist, die im vorangegangenen Beispiel beschrieben wurde; die folgende Tabelle II zeigt den Prozentgehalt an Kohlendioxyd, der am Anfang des Versuches und nach 30stündiger Verschmutzungsdauer gemessen wurde. Tabelle II &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz9&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Man betreibt den Motor bei normalen Bedingungen mit einem Superkraftstoff, dem man 250 ppm des Produktes des Beispiels 1B und 650 ppm des in Beispiel 1C beschriebenen Naphthenöls zugesetzt hat. Der Prozentgehalt an Kohlenoxyd ist in der folgenden Tabelle III angegeben: Tabelle III &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz6&udf54;
Beispiel 4
(Bestimmung der Antivereisungs-Qualitäten)
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Man benutzt eine Meßmethode des Institut Francais du Petrole (I.F.P.), die in der Literaturstelle "Carburants et Combustibles pour moteur à combustion interne", J. Weissmann, Ed. Technip (1970), beschrieben ist, und verwendet den in Beispiel 1C beschriebenen Superkraftstoff mit einem Additiv, das aus dem Produkt des Beispiels 1B besteht, wobei verschiedene Additivkonzentrationen eingehalten werden.
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Die gewonnenen Resultate sind in der folgenden Tabelle IV zusammengefaßt: Tabelle IV &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz24&udf54;
Beispiel 5
(Antikorrosions-Test)
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Dieser Test wird nach der Norm ASTM-D-665-60 durchgeführt.
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Zu 300 cm³ Kraftstoff (Benzin), der 45 ppm des Produktes des Beispiels 1B enthält, gibt man 30 cm³ synthetisches Meerwasser. Diese Mischung wird in Anwesenheit eines blanken Stahlstabes 24 Stunden auf 38°C erhitzt.
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Nach diesem Versuch bleibt der Stahlstab blank bzw. glänzend. In gleicher Weise behält ein Vergaserstück seinen Glanz.
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Wenn man unter den gleichen Bedingungen dagegen ein Benzin ohne Additiv verwendet, so überzieht sich sowohl der Stahlstab als auch das Metallstück des Vergasers mit einer Oxydschicht.
Beispiele 6 bis 16
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In diesen Beispielen werden Produkte mit Imidfunktionen hergestellt und diese Produkte sodann Kraftstoffen (Treibstoffen) nach den in den Beispielen 1C bis 5 beschriebenen Methoden zugegeben, wobei erfindungsgemäße Kraftstoffe erhalten werden.
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Die verwendeten Produkte werden hergestellt durch Reaktion eines Maleinsäureanhydrids, das der obengenannten allgemeinen Formel entspricht, mit einem linearen Polyamin, das der obengenannten allgemeinen Formel entspricht, wobei die jeweilige Bedeutung der Symbole R&sub1;, R&sub2;, n, m und R&min; in der folgenden Zusammenstellung aufgeführt ist: &udf53;np180&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz17&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Die bei den hier durchgeführten Tests erhaltenen Resultate sind gleich denjenigen, die man bei den Beispielen 1B bis 5 festgestellt hat.
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Zur Erläuterung sei noch folgendes angeführt:
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"Stearyl" bedeutet den Rest C&sub1;&sub8;H&sub3;&sub7; (Octadecyl-1),
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"Oleyl" bedeutet den Rest C&sub1;&sub8;H&sub3;&sub5; (9 Octadecenyl-1),
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Infrarot-Spektren der erhaltenen Produkte zeigen charakteristische Imid-Funktionsbanden bei 1700 und 1775 cm-1 und ein breites charakteristisches Amin-Funktionsband gegen 3300 cm-1.
Beispiel 17
und Vergleichsversuche
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Der Vergleich der detergierenden Eigenschaften der erfindungsgemäßen Kraftstoffe mit denen im Handel erhältlichen Produkte wird in einem Reinigungsversuch des Vergasers ausgeführt, der - wie unten beschrieben ist - betrieben wird.
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Man verwendet einen Motor Renault R 16 vom Typ 69 701, der mit einem Vergaser Solex 35 DITA 2 ausgestattet ist und mit einem bekannten Superkraftstoff versorgt wird.
- a) Indem man für jeden Versuch einen neuen Vergaser verwendet (Gütezahl =10), bestimmt man am Anfang die Menge Kohlenmonoxid in dem Abgas (Volumen-%);
b) sodann nimmt man die Verschmutzung des Vergasers vor, indem man den Motor 16 Stunden lang mit 1300 Umdrehungen/min zur Hälfte seiner Belastung unter Recyclierung von ungefähr 15% des Abgases arbeiten läßt.
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Am Ende dieser Zeitspanne bestimmt man aufs neue die Menge Kohlenmonoxid in den Abgasen.
- c) Nachdem die Recyclierung der Abgase weggefallen ist, unterwirft man den Motor, indem man einen Kraftstoff mit Ester verwendet, 4mal hintereinander nach dem folgenden Betriebszyklus:
- 95 Minuten mit 3000 Umdrehungen/min mit einem Drittel seiner Belastung,
15 Minuten mit 650 Umdrehungen/min (verzögert) und
10 Minuten im Stehen.
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Sodann läßt man ununterbrochen den Motor mit 3000 Umdrehungen/min 16 Stunden lang arbeiten.
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Man mißt aufs neue die Menge Kohlenmonoxid in den Abgasen.
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Bei den obengenannten Abschnitten (a) und (b) verwendet man für jeden Versuch denselben Superkraftstoff ohne detergierenden Zusatzstoff.
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Die in dem Abschnitt (c) getesteten Kraftstoffe bestehen aus
- demselben Superkraftstoff ohne detergierenden Zusatzstoff (Vergleichsmittel),
demselben Superkraftstoff, der erfindungsgemäß verschiedene Zusatzstoffe enthält (Versuche 1 bis 13) und
demselben Superkraftstoff, der gewisse detergierende, im Handel erhältliche Zusatzstoffe enthält (Vergleichsversuche 12 bis 14).
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Die Art der getesteten Zusatzstoffe und die Menge, die in dem Kraftstoff verwendet wurden, sind in der folgenden Tabelle V dargestellt: Tabelle V &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz28&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Die Bestimmung der Menge an CO in den Abgasen für den unbenutzten Vergaser (a) und für den Vergaser nach der Reinigung (c) ergibt die in der folgenden Tabelle VI angegebenen Resultate (für den Vergaser nach der Verschmutzung ist diese Menge für jeden Versuch etwa 9 bis 11%).
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Außerdem wird bei gewissen Versuchen der Vergaser nach dem Reinigungsabschnitt (c) ausgebaut und seine Gütezahl bestimmt (Wert/10). Tabelle VI &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz27&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Diese Ergebnisse zeigen eine verbesserte detergierende Wirkung der erfindungsgemäßen Zusatzstoffe (Versuche 1 bis 13) im Verhältnis zu den im Handel erhältlichen Zusatzstoffen. Die in den Versuchen Nr. 6, Nr. 7 und Nr. 10 erhaltenen Werte sind etwas besser als die, welche bei dem Versuch Nr. 15 erhalten werden, aber der im Handel erhältliche Zusatzstoff ist bei dem Versuch Nr. 15 in einer Konzentration von 400 ppm in dem Superkraftstoff verwendet worden.
Beispiel 18
und Vergleichsversuche
Vergleichsversuch 18/1
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Man wiederholt die Herstellung gemäß dem Beispiel 1A der vorliegenden Anmeldung, abgesehen davon, daß man die Temperatur des Mediums unter 50°C hält, wie folgt:
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Man fügt langsam 4,9 g (0,05 Mol) von Maleinsäureanhydrid zu 16,2 g (0,05 Mol) von N-Oleyldiamino-1,3-propan in Lösung in 50 ml eines Gemisches, bestehend aus 25 ml Toluol und 25 ml Xylol, hinzu. Im Verlauf des Zufügens hält man die Temperatur des Mediums bei unter 50°C, wobei man die Lösung heftig rührt. Nach dem Ende der Zugabe setzt man das Rühren bei Umgebungstemperatur noch 30 Minuten fort.
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Die erhaltene Lösung besteht aus 21,1 g von Reaktionsprodukt in 50 ml Lösungsmittel.
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Das Infrarot-Spektrum des Produktes, durchgeführt mit einem Teil der erhaltenen Lösung, offenbart die Abwesenheit von zyklischen Imid-Gruppen (keine Absorptionsbanden bei 1700 und 1775 cm-1).
Versuche 18/2 A
(Vergleichsversuch)
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Man wiederholt das Beispiel 5 der US-PS 30 56 832: Man fügt portionsweise unter Rühren und Einhalten der Temperatur unter 50°C 9,8 g (0,1 Mol)Maleinsäureanhydrid zu einer Lösung von 24,2 g (0,1 Mol) von N-Dodecyldiamino-1,3- propan in 100 g wasserfreiem Toluol zu. Die Zugabe dauert 30 Minuten, und man setzt das Rühren fort bei Umgebungstemperatur für weitere 30 Minuten.
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Man erhält auf diese Weise eine Lösung, die man in zwei gleiche Portionen A und B aufteilt.
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Die Portion A wird so wie sie ist belassen. Sie umfaßt ungefähr 17 g (0,05 Mol) von Säureamid gemäß der Formel &udf53;np20&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz1&udf54; &udf53;vu10&udf54;in Lösung in 50 g Xylol.
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Das Infrarot-Spektrum des Produktes, durchgeführt mit einem Teil der Portion A, zeigt die Abwesenheit von zyklischen Imid- Gruppen (keine Absorptionsbanden bei 1700 und 1775 cm-1).
Versuch 18/2 B
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Die Portion B wird wie folgt behandelt: Man bringt sie zum Kochen des Toluols für 2 Stunden unter Verwendung eines azeotropischen Schleppapparates. Im Laufe des Erhitzens sammelt man 0,9 g Wasser, das aus dem Reaktionsmedium abgezogen wird. Der verbleibenden Lösung wird Toluol zugefügt bis zu einem Gesamtgewicht der Lösung von 65 g. Eine Bestimmung des Trockengehaltes an Substanz dieser Lösung führt zu einem Wert von 23,2 Gew.-%.
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Das Infrarot-Spektrum des Produktes, durchgeführt mit einem Teil der Lösung B, zeigt die Anwesenheit von zyklischen Imid- Gruppen (Banden bei 1700 und 1775 cm-1).
Test
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Die wie in den vorstehenden Beispielen beschrieben hergestellten Produkte wurden getestet als Detergens-Additive für Treibstoffe gemäß dem Verfahren des Beispiels 17.
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Die erhaltenen Resultate sind gegeben in der folgenden Tabelle unter dem Gesichtspunkt von % CO im Auspuffgas und Wert des Vergasers (verglichen mit 10). Es werden die % CO-Werte mit Additiv des Beispiels 1A wiederholt und der Wert des entsprechenden Vergasers gezeigt. Tabelle VII &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz10&udf54; &udf53;vu10&udf54;
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Diese Ergebnisse zeigen, daß die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Kraftstoffe (Versuche 1A und 18/2B) verbesserte Detergens- Eigenschaften haben, verglichen mit den gemäß der vorbeschriebenen US-PS 30 56 832 hergestellten Kraftstoffe.
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Es ist festzustellen, daß dies auch für die in den Beispielen 1B und 6 bis 16 hergestellten Kraftstoffe der Fall ist.