DE205253C - - Google Patents

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DE205253C
DE205253C DE1907205253D DE205253DA DE205253C DE 205253 C DE205253 C DE 205253C DE 1907205253 D DE1907205253 D DE 1907205253D DE 205253D A DE205253D A DE 205253DA DE 205253 C DE205253 C DE 205253C
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DE
Germany
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leaching
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liquid
extraction material
screw segments
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Expired - Lifetime
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DE1907205253D
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Publication of DE205253C publication Critical patent/DE205253C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids
    • B01D11/0215Solid material in other stationary receptacles
    • B01D11/0223Moving bed of solid material
    • B01D11/0226Moving bed of solid material with the general transport direction of the solids parallel to the rotation axis of the conveyor, e.g. worm

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 205253 KLASSE 28«. GRUPPE
MAX GOLLMERT in SCHÖNEBERG b. BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1907 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auslaugen von Gerbmaterialien, Farbhölzern, Zuckerrüben u. dgl. nach dem Gegenstromprinzip unter Verwendung eines wagerecht angeordneten langen Behälters sowie eine zur Ausführung des Verfahrens besonders geeignete Vorrichtung. Das Wesen der Erfindung besteht ' darin, eine Vermischung der frisch in den Behälter eintretenden Auslaugeflüssigkeit
ίο mit den angereicherten Brühen und der Brühen verschiedener Stärke untereinander zu verhindern, ohne zu diesem Zweck in bekannter Weise Kammern o. dgl. in den Behälter einzubauen. Um dies zu erreichen, wird bei dem Verfahren nach vorliegender Erfindung nur so viel Auslaugeflüssigkeit angewandt, daß auch beim Umrühren des Extraktionsgutes die Flüssigkeit niemals und an keiner Stelle in größeren Pfützen höher steht als das Gut, so daß die Bildung einer einen Konzentrationsausgleich ermöglichenden Flüssigkeitsschicht über dem Extraktionsgut vermieden wird und dieses gleichsam wie die Scheidewände der bekannten Kammern die Vermischung der verschieden starken Flüssigkeiten verhindert. Um auch ein Vermischen der letzteren am Boden des Auslaugebehälters zu vermeiden, wird zweckmäßigerweise bei Ausübung des Verfahrens eine besondere Rühr- und Fördervorrichtung benutzt, welche durch abwechselnde Anordnung von Rührarmen und Schneckensegmenten auf der wagerechten Achse des Auslaugebehälters gekennzeichnet ist. Durch die Wirkung dieser Rühr- und Fördervorrichtung wird die Bildung von Pfützen sowohl im unteren wie im oberen Teil des Behälters vermieden.
Gegenüber den bekannten nach dem Gegenstromprinzip arbeitenden wagerechten Auslaugebehältern, bei welchen besondere Kammern vorgesehen sind, um ein Vermischen der verschieden starken Brühen zu verhindern, besitzt die vorliegende Erfindung in erster Linie den großen Vorteil,. daß eine wesentlich einfachere und darum billigere Vorrichtung verwendet werden kann, und daß insbesondere auch die ganze Vorrichtung im wesentlichen aus Holz hergestellt werden kann, was wegen der Angreifbarkeit von Eisen u. dgl. durch Gerbbrühen von Wichtigkeit ist. Bei Ver-Wendung der bekannten senkrecht oder schräg angeordneten Auslaugebehälter würde die An^ Wendung des Verfahrens deswegen nicht in technisch brauchbarer Weise möglich sein, weil dann, um ein Vermischen der verschieden starken Brühen zu verhindern, der Behälter in seinem ganzen Durchmesser mit Extraktionsgut vollgefüllt werden müßte, was aber ein Durcheinanderarbeiten des Gutes mit der Flüssigkeit und ein Weiterfördern des ersteren in senkrechter oder schräg nach aufwärts gehender Richtung außerordentlich erschweren würde. Auch müßte dann ein allseitig vollkommen flüssigkeitsdicht schließendes Rohr-
Verwendet werden, und es würde hierdurch wiederum die Verwendung hölzerner Behälter unmöglich werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine Ausführungsform der zur Ausführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung in teilweisem Schnitt dargestellt.
Das auszulaugende Material wird durch die schräge Einwurf rinne 2 in den trogförmigen,
ίο allseitig geschlossenen Behälter ι eingeschüttet. In diesem wagerecht angeordneten Behälter sind an der durch ein Getriebe drehbaren Welle 4 Schneckensegmente 3 und in den Zwischenräumen zwischen diesen senkrechte Rührarme 13 angeordnet. Die kontinuierliche Zuführung der Auslaugeflüssigkeit erfolgt durch die Leitung 5, während durch die Leitungen 6 und J, falls gewünscht, Dampf in den Behälter eingeblasen werden kann. Die eben-
ao. falls kontinuierliche Ableitung der angereicherten Flüssigkeit erfolgt durch das Rohr 8, welches in bestimmter Höhe in den Behälter 1 nahe der Einschüttrinne 2 mündet. Zur Entfernung des ausgelaugten Gutes ist am entgegengesetzten Ende des Behälters 1 eine Auswurfvorrichtung angebracht, welche im vorliegenden Falle aus mit Stacheln oder Nägeln versehenen Walzen 9 und 10 besteht.
Handelt es sich beispielsweise um die Auslaugung von Gerbmaterialien, für welche die Vorrichtung in erster Linie bestimmt ist, so verfährt man in ungefähr folgender. Weise: Das frische Gut wird durch die Rinne 2. eingeschüttet, während durch das Rohr 5 Wasser und durch die Rohre 6 und 7 Dampf in den Behälter eingelassen und die Förderschnecke 3, 4 in Umdrehung versetzt wird. Durch diese wird das ' Gerbmaterial ganz allmählich dem. Auswurfende des Behälters 1 entgegengeführt und dabei · unter der Wirkung der Rührarme 13 und der Schneckensegmente 3 mit der Auslaugeflüssigkeit gut durchgearbeitet. Der Zu- und Abfluß der Auslaugeflüssigkeit wird dabei stets so geregelt, daß auch beim Umrühren das Extraktionsgut im Behälter höher steht als die Auslaugeflüssigkeit. Diese kann infolgedessen nur ganz allmählich vom Einflußende durch das Extraktionsgut hindurch nach dem Abflußrohr 8 hin vorrücken, indem sie von Stufe zu Stufe das ihr vorgelagerte und entgegengeschobene Material durchdringt. Auf solche. Weise gelingt es, wie Versuche ergeben haben, ohne Anwendung kostspieliger Vorrichtungen Brühen von hoher Konzentration in kontinuierlichem Betriebe zu erzielen.
Das infolge der wagerechten Anordnung des Behälters ohne großen Kraftaufwand durch die Schneckensegmente langsam nach dem Auswurfende hin bewegte und in entsprechendem Grade ausgelaugte Material häuft sich hier am Auswurfende an, bildet dann mit Hilfe der vor der Walze 10 angeordneten Scheidewand einen dampfdichten Abschluß für den Behälter und wird, nachdem es sich genügend hoch angehäuft hat, mit Hilfe der Walzen 9 und 10 durch die Öffnung 11 hindurch ausgeworfen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Auslaugen von Gerbmaterialien, Farbhölzern, Zuckerrüben u. dgl. nach dem Gegenstromprinzip in einem wagerechten langen Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß zum Auslaugen nur so viel Wasser benutzt wird, daß auch beim Umrühren des Extraktionsgutes ein Teil des letzteren stets höher steht als die Auslaugeflüssigkeit, zum Zweck, ein unmittelbares Vermischen der einzelnen verschieden hoch konzentrierten Flüssigkeitsschichten miteinander zu verhindern.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der wagerechten Achse des Auslaugebehälters Schneckensegmente und Rührarme abwechselnd angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907205253D 1907-02-23 1907-02-23 Expired - Lifetime DE205253C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT38836D AT38836B (de) 1907-02-23 1907-11-29 Verfahren und Vorrichtung zum Auslaugen von Gerbmaterialien, Farbhölzern, Zuckerrüben u. dgl.

Publications (1)

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DE205253C true DE205253C (de)

Family

ID=467511

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1907205253D Expired - Lifetime DE205253C (de) 1907-02-23 1907-02-23

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