AT146723B - Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten aus langfaserigem, organischem Material und Zement. - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten aus langfaserigem, organischem Material und Zement.

Info

Publication number
AT146723B
AT146723B AT146723DA AT146723B AT 146723 B AT146723 B AT 146723B AT 146723D A AT146723D A AT 146723DA AT 146723 B AT146723 B AT 146723B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cement
forks
fiber
long
organic material
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Portland Zementwerk Kirchdorf
A Van Gries G M B H Dr Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Portland Zementwerk Kirchdorf, A Van Gries G M B H Dr Ing filed Critical Portland Zementwerk Kirchdorf
Application granted granted Critical
Publication of AT146723B publication Critical patent/AT146723B/de

Links

Landscapes

  • Preparation Of Clay, And Manufacture Of Mixtures Containing Clay Or Cement (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten aus langfaserigem, organischem
Material und Zement. 



   Die Erfindung betrifft die Herstellung von Leichtbauplatten aus langfaserigem, organischem Material und Zement, bei welcher das Fasermaterial in   angefeuchtetem   Zustande mit Zement bestäubt und hierauf verformt und abbinden gelassen wird. Es hat sich gezeigt, dass man mit der Plattenstärke um so weiter heruntergehen kann, je gleichmässiger und vollkommener die einzelnen Fasern des organischen Materials mit Zement umhüllt werden. Bisher suchte man eine innige Mischung von Fasermaterial und Zement dadurch zu bewirken, dass man das Fasermaterial während des Bestäubens über waagrechte Rechen führte, die untereinander angeordnet sind und durch Lenker gegenseitig ruckweise parallel zu sich um feste Drehpunkte bewegt werden.

   Erfindungsgemäss wird die Mischung mit dem Zement dadurch erzielt, dass die Wurfgabeln im Mischraum eine Schwingbewegung um einen wandernden Drehpunkt ausführen. Hiebei führen die Wurfgabeln nicht Parallelbewegungen aus, sondern Winkelschwingungen, wodurch ein kräftiges Hochschleudern einzelner Teile der Fasermasse bewirkt wird. 



   Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Senkrechtschnitt und Fig. 2 eine Draufsicht. 



   Die Vorrichtung weist ein als Mischraum dienendes Gehäuse 1 auf, dessen unterer Teil seitliche Erweiterungen 2 besitzt und dessen Boden 3 in der Mitte eingezogen ist, so dass es den bogenförmigen Bewegungsbahnen der Mischgabeln angepasst ist und demnach keine toten Räume besitzt. Längs der beiden Seitenwände des Gehäuses sind horizontale, mehrfach gekröpfte Wellen 4 angeordnet, an deren Kröpfungen Gabeln 5 drehbar gelagert sind. Die Enden der Gabeln sind mit Lenkern 6 verbunden, die um fest gelagerte Wellen 7 schwingbar sind. Die Gabeln reichen durch Schlitze 8 der Wände des Gehäuses in dessen Innenraum. 



   Die Zuführung des Zementes erfolgt durch Einblasen durch Öffnungen des Bodens 3. Der Zement wird in eine Gosse 9 geleert, von welcher Rohre 10 zu den Öffnungen des Behälterbodens führen. In diese reichen Düsen 11, welchen durch eine Leitung 12 Druckluft zugeführt wird, so dass sie durch Injektorwirkung das Zementpulver in den Mischraum einblasen. Zweckmässig wird der Zement in der Gosse 9 durch eine Schlagwalze 13 aufgewirbelt. Das Einblasen des Zementes kann auch in einer beliebigen andern Richtung, beispielsweise durch Öffnungen der Seitenwände 1 erfolgen. 



   Statt durch Einblasen kann die Zuführung des Zementes auch durch Streuen, zweckmässig mittels eines Rüttelsiebes erfolgen. 



   Die Steuerung der Gabeln ist derart ausgeführt, dass sie aus einer ungefähr senkrechten Anfangsstellung 5 a in eine ungefähr waagrechte Stellung   5 b   gelangen, worauf sie oberhalb ihrer Arbeitsbahn in die Anfangsstellung zurückkehren. Je zwei einander gegenüber befindliche Gabeln arbeiten in versetzten Arbeitsphasen. 



   Die Bewegungsgeschwindigkeit der Gabeln wechselt während jedes Arbeitsspieles derart, dass in der obersten Stellung   5 b   die grösste Beschleunigung auftritt. Die Gabeln werfen den im Mischraum befindlichen grösseren Faserstoffballen hoch und erhalten ihn schwebend. da sie in rascher Aufeinanderfolge auf das Material einwirken, wobei sie dieses auflockern und durchwirbeln. 



     Zweckmässig   erhalten die beiden Wellen 4 verschiedene Geschwindigkeiten, wobei der Unterschied aber nicht gross zu sein braucht. Hiedurch wird Unregelmässigkeit der Mischbewegung erzielt, was die 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Gründlichkeit des Mischens fördert. Statt zweier Wellen4 kann auch nur eine vorgesehen sein, wobei die gegenüberliegende Ausbuchtung 2 entfällt, oder es können auch mehr als zwei Wellen zum Antrieb von Wurfgabeln angewendet werden. 



   Die Kröpfungen jeder Welle 4 sind fortlaufend gegeneinander versetzt, so dass die in einzelnen parallelen Ebenen arbeitenden Gabelpaare einander um Bruchteile einer Arbeitsphase voreilen. Hiedurch wird erzielt, dass das Material selbsttätig von einem Ende des Mischraumes (der Entrittsstelle) zum andern Ende (dem Auslass) wandert. Zur Abfuhr des Gemisches dient ein Förderband   14.   



   Zur Herstellung der   Leichtbauplatten eignet sich insbesondere starke   Holzwolle   (zirka 500 mmlange,   zirka 3 mm breite und mindestens   04 mm starke   Fäden), damit deren Oberfläche im Verhältnis zum Querschnitt klein ist und demnach an Bindemittel gespart wird. Das Fasermaterial wird mit einer Chlorkalziumlösung von etwa   1'4  Be angefeuchtet. Chlorkalziumlösung   ist hiezu besonders geeignet, weil es dem Zement nicht schadet. Da es hygroskopisch ist, hält es immer eine wenn auch kleine Feuchtigkeitmenge in den Holzwollfasern fest, die das Abbinden des Zementes unterstützt und dabei aufgezehrt wird. 



  Es wurde gefunden, dass die Konzentration von   1'40   Be bei normalen Betriebsverhältnissen die günstigste ist, weil bei geringerer Konzentration das "Arbeiten" der Faserstoffe in der fertigen Platte nicht mit Sicherheit verhindert und das Haftendes Zementes auf   der Holzfaser nicht genügend fest   wäre, bei stärkerer Konzentration aber die Platte wegen der Hygroskopizität des Chlorkalziums nass werden würde. Der Konzentrationsgrad ist aber je nach Qualität des Zementes, Aussentemperatur und der beabsichtigten Herstellungsgeschwindigkeit zu verstärken. 



   Das   mit Zementpulver gründlich durchgemischteFasermaterial   wird in Formen gebracht, in welchen es während des Abbindens unter Druck gehalten wird. Es ist bekannt, das Abbinden von   Formstücken   durch Anwendung von Druck und Hitze zu beeinflussen.   Erfindungsgemäss   wird jedoch ein sehr erheblicher   Pressdruck,   u. zw. zirka 300 atm, benutzt, der insbesondere bei gleichzeitiger Einwirkung der von aussen zugeführten und der von Chlorkalzium abgegebenen Wärme und einer bis zur Beendigung des Abbindens reichenden Dauer in überraschender Weise eine Beschleunigung des Abbindens und Erhöhung der Festigkeit der Platten erzielen lässt.

   Letztere erklärt sich teils aus der Verdichtung des Materials, teils daraus, dass bei so hohen Drücken aus der Holzwolle   Harzteilehen   austreten und an der Verkittung mitwirken. 



  Das Abbinden kann auch in bekannter Weise in einem die   Härtung fördernden   Medium, z. B. Kohlensäure, vorgenommen werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Leichtbauplatten aus   langfaserigem, organischem   Material und Zement, bei welcher das Fasermaterial in angefeuchtetem Zustand während des Bestäubens mit Zement so aufgelockert und aufgewirbelt wird, dass die Bildung eines zusammenhängenden Stranges verhindert wird, und hierauf verformt und abbinden gelassen wird und im Mischraum Wurfgabeln angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Wurfgabeln im Mischraum eine Schwingbewegung um einen wandernden Drehpunkt ausführen.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gabelpaare, nebeneinander in parallelen Senkrechtebenen arbeitend, angeordnet sind und einander um Bruchteile eines Arbeitsganges voreilen, so dass das Arbeitsgut selbsttätig quer zu den Arbeitsebenen durch den Mischraum zu einer Austrittsstelle gefördert wird.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabeln durch zwei oder mehr Wellen, die verschiedene Tourenzahlen haben, angetrieben werden.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil des Mischraumes seitlich erweitert (2) und sein Boden (3) in der Mitte eingezogen ist, so dass er der Bewegungsbahn der Gabeln angepasst ist.
    5. Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten mit der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei langfaseriges organisches Material in angefeuchtetem Zustande während des Bestäubens mit Zement aufgelockert, aufgewirbelt und hierauf verformt und abbinden gelassen wird, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anfeuchten des Fasermaterials eine Chlorkalziumlösung von etwa 1'40 B, verwendet wird.
    6. Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten mit der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei langfaseriges organisches Material in angefeuchtetem Zustande während des Bestäubens mit Zement aufgelockert, aufgewirbelt und hierauf verformt und abbinden gelassen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Abbinden unter Einwirkung eines Pressdruckes von zirka 300 alum, gegebenenfalls bei gleichzeitiger an sich bekannter Wärmezufuhr, erfolgt.
AT146723D 1932-03-15 1932-03-15 Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten aus langfaserigem, organischem Material und Zement. AT146723B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT146723T 1932-03-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT146723B true AT146723B (de) 1936-08-10

Family

ID=3644238

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT146723D AT146723B (de) 1932-03-15 1932-03-15 Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten aus langfaserigem, organischem Material und Zement.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT146723B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739478C (de) * 1939-09-07 1943-09-27 Fritz Knueppel Vorrichtung zum Mischen von Faserstoffen mit Zement, Gips o. dgl.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739478C (de) * 1939-09-07 1943-09-27 Fritz Knueppel Vorrichtung zum Mischen von Faserstoffen mit Zement, Gips o. dgl.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3439493A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von formkoerpern, insbesondere von platten, aus einer mischung von gips- und faserstoff sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2459093A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur umhuellung von pellets aus aufgeschaeumtem polystyrol fuer die herstellung von leichtbeton-formkoerpern
DE2845775A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer aufschlaemmung
EP0153588B2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Formkörpern, insbesondere von Platten, aus einer Mischung von Gips- und Faserstoff sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE1471928B2 (de) Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen waschung eines sich bewegenden gelochten foerderbandes bei der her stellung von mineralfasermatten sowie zur rueckgewinnung von waschwasser und von ausgeschwemmten bindemittelan teilen
DE1571466A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Platten und Formkoerpern aus Gips
DE584037C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen eines isolierenden, aus faserigen Bestandteilen und einem Bindemittel bestehenden UEberzuges
AT146723B (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten aus langfaserigem, organischem Material und Zement.
DE3110356A1 (de) Verfahren zur herstellung asbestfreier glasfaserverstaerkter zementverbundkoerper und hierdurch erzeugter verbundkoerper
DE3216886A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von formkoerpern, vorzugsweise von platten, aus gips und faserstoff sowie vorrichtung zur durchfuehrung eines solchen verfahrens
CH627399A5 (de) Verfahren zur herstellung von armierten oder armierungsfreien gehaerteten kunststofferzeugnissen.
DE2443117A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen herstellen von faserverstaerkten schichtgebilden
DE4329568C2 (de) Vorrichtung zur Förderung eines trockenen, streufähigen Baustoffes und Verfahren zur Anwendung dieser Vorrichtung im Lehmbau
CH427223A (de) Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von rohfaserverstärkten Rohren aus härtbarem Kunststoff
DE2032261A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Fasern enthaltenden Gipserzeugnissen
DE2158653C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bauplatten aus zementgebundenen Holzfasern o.dgl., z.B. Holzspänen oder Holzwolle
AT106473B (de) Verfahren zum Überziehen von zylindrischen oder kegelförmigen Gegenständen aus Beton oder Zement.
DE2344231C2 (de) Mischwerkzeuge bei Vorrichtungen zum Beleimen von Fasern und Verfahren hierzu
DE746297C (de) Vorrichtung zum Mischen von langfaserigen Stoffen mit staubfoermigen Bindemitteln
DE391596C (de) Verfahren und Vorrichtung zur UEberfuehrung von Zellulose und zellulosehaltigen Stoffen in Dextrin und Glukose
DE665354C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Mischen von Holzwolle mit mineralischen Bindemitteln
DE504232C (de) Drehtrommel zur Herstellung von Kruemeln aus Rohmehl fuer die Beschickung von Brennoefen
DE228603C (de)
AT127388B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zement in Drehofen.
DE621389C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Formkoerpern, insbesondere von Rohren, aus einer Mischung von Faserstoff und Zement