DE20487C - Umdruckverfahren für Buntdruck mittelst dünner Zinkplatten - Google Patents
Umdruckverfahren für Buntdruck mittelst dünner ZinkplattenInfo
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- DE20487C DE20487C DENDAT20487D DE20487DA DE20487C DE 20487 C DE20487 C DE 20487C DE NDAT20487 D DENDAT20487 D DE NDAT20487D DE 20487D A DE20487D A DE 20487DA DE 20487 C DE20487 C DE 20487C
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- B41M5/00—Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 33. April 188a ab.
Bei der Benutzung von Papierblättern zum Umdruck kann das Aufkleben der einzelnen,
je eine Farbe darstellenden kleinen Blätter, wofür die Fixpunkte auf diesen und dem Grundblatt
angegeben sind, nie mit gewünschter Genauigkeit erfolgen, weil das Papier des Grundblattes
je nach dem Feuchtigkeitsgrad und infolge des öfteren Durchziehens durch die Presse
unter hohem Druck seine Dimensionen ändert. Es leiden daher die nach bisherigem Verfahren
hergestellten Buntdrucke, weil die Papier-Umdruckblätter während der Druckperiode sich in
ihren Dimensionen ändern, vielfach an der Nichtcongruenz der Färben mit den Untergrundeontouren.
Um diesem Mangel abzuhelfen, verwendet Erfinder anstatt der Papierblätter, auf welche
die Contouren für die verschiedenen Farben aufgeklebt werden, Zinkplatten, die zuvor mit
einer eigenthümlichen Deckschicht versehen werden, welche die Druckfarbe mit gröfster Leichtigkeit
annimmt.
Die Zinkplatten werden etwa 0,25 mm stark, frei von Fliesen und ohne jegliche Wellen gewählt.
Nachdem die Platten sauber abgeschliffen sind, werden sie leicht und gleichmäfsig erwärmt,
mit einer Auflösung von Wachs und Paraffin zu gleichen Theilen in Schwefeläther oder Benzin mit einem leinenen Lappen gut
abgerieben und dann erkalten gelassen. «,
Hierauf werden die Platten mit einem feinen Ueberzuge versehen, der wie folgt hergestellt
wird:
ι kg Gelatine und
0,25 kg Weizenstärke werden in Wasser gelöst und dieser Lösung dann 1 kg Zinkweifs oder schwefelsaurer Baryt, sowie etwa 20 g Glycerin zugesetzt. Durch Zusatz einiger Tropfen Carbol- oder Salicylsäure oder eines anderen antiseptischen Mittels wird das Verderben dieses Präparates verhindert. Dasselbe wird mit so viel Wasser verdünnt, wie nöthig ist, um es in fein vertheiltem Zustande mittelst eines feinen, breiten Pinsels auf die Zinkplatte auftragen zu können, welche, wie oben beschrieben, vorher mit Wachs und Paraffin abgerieben worden. Nach langsamem Trocknen bildet dieser Auftrag eine äufserst feine Haut, welche sich wie Papier abziehen läfst, weil das Abreiben der Zinkplatte mit Wachs ein festes Anhaften verhindert.
0,25 kg Weizenstärke werden in Wasser gelöst und dieser Lösung dann 1 kg Zinkweifs oder schwefelsaurer Baryt, sowie etwa 20 g Glycerin zugesetzt. Durch Zusatz einiger Tropfen Carbol- oder Salicylsäure oder eines anderen antiseptischen Mittels wird das Verderben dieses Präparates verhindert. Dasselbe wird mit so viel Wasser verdünnt, wie nöthig ist, um es in fein vertheiltem Zustande mittelst eines feinen, breiten Pinsels auf die Zinkplatte auftragen zu können, welche, wie oben beschrieben, vorher mit Wachs und Paraffin abgerieben worden. Nach langsamem Trocknen bildet dieser Auftrag eine äufserst feine Haut, welche sich wie Papier abziehen läfst, weil das Abreiben der Zinkplatte mit Wachs ein festes Anhaften verhindert.
Auf eine derart präparirte Platte wird die Contour gedruckt, welche sich auf dem weifsen
Grunde vorzüglich abhebt, und man zieht dann so viel Platten von dem Steine ab, wie Farben
in dem zu erzeugenden Druckblatt vorhanden sind, um für jede. Farbe eine Platte zu gebrauchen,
die somit nur zweimal durch die Presse zu gehen braucht und daher sich in ihren Dimensionen während der Arbeit nicht
ändert.
Auf je eine dieser Platten werden die Blättchen geklebt, welche je einer Farbe entsprechen
und diese dann auf einen Stein durch Umdruck übertragen. Nach dem Passiren der Presse
springt die Platte mit Leichtigkeit von den aufgeklebten Stücken los.
Der Vortheil dieses Verfahrens liegt einestheils
in der Erzielung überaus exaeter Buntdrucke und anderentheils in der Vermeidung
des Gperirens mit einer grofsen Menge Steine, die schwer zu hantiren sind.
Zinkplatten sind zu vorliegendem Zwecke versuchsweise
schon benutzt, indefs solche mit einem weifsen Oelanstrich. Dies" hat den Nachtheil,
dafs die aufgeklebten Blättchen leicht abspringen, .wenn die Platte zum Umdruck auf
den Stein gelegt wird, und dafs wiederum, wenn die Platte nach dem Umdruck abgehoben
wird, -infolge des erhaltenen starken Druckes die Blättchen an den Klebestellen mit von dem
Steine abreifsen. Aus beiden Gründen entstehen dann vielfach Mangel in den Zeichnungen des
Steines, welche mit der Hand ausgebessert wer-/den müssen.
Bei den nach vorliegenden Verfahren vorbereiteten Platten springt die Zinkplatte nach
dem Durchzuge durch die Presse infolge der isolirenden Zwischenschicht von Wachs und
Paraffin von selbst vom Steine ab und läfst dabei die Gelatineschicht als feines Blättchen,
das sich leicht abziehen läfst, auf ihm zurück.
Claims (1)
- P ATENT-Anspruch:Die Neuerung an der Benutzung von dünnen Zinkplatten zum Umdruckverfahren für Buntdruck, welche darin besteht, dafs die Zinkplatten, nachdem sie mit Wachs und Paraffin abgerieben sind, mit einem wie beschrieben hergestellten Gelatine-Ueberzug versehen werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20487C true DE20487C (de) |
Family
ID=297237
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20487D Active DE20487C (de) | Umdruckverfahren für Buntdruck mittelst dünner Zinkplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20487C (de) |
-
0
- DE DENDAT20487D patent/DE20487C/de active Active
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