DE2033472B2 - Klinkenschaltwerk - Google Patents
KlinkenschaltwerkInfo
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Description
35
Die Frfindung betrifft ein Klinkenschaltwerk zur
wahlweisen Freigabe einer oder beider Drehrichtungen einer das Schaltrad tragenden Welle, wobei
eine unter Federdruck sowohl im als auch außer Eingriff mit der Zahnung des Schallrades gehaltene
Klinke mittels eines verdrehbaren, konzentrisch mit der Klinkenschwenkachse gelagerten Nockens mit
einem wenigstens der Zahnhöhe der Schaltradzahnung entsprechenden Winkelspiel von der Schaltradzahnung
abhebbar ist.
Eine solche Vorrichtung ist insbesondere verwendbar für Angelrollen, wobei der Angler je nach den
jeweiligen Gegebenheiten mit der Handkurbel ein Aul- und Abspulen der Angelschnur oder auch nur
deren Aufspulen bewirken will. Dabei sind Einrichtungen für deren Betätigung vorgesehen, beispielsweise eine Verlängerung der Klinke, welche aus
dem Gehäuse ragt und von außen betätigt werden kann, wobei diese Klinke dann aus den Zähnen des
Sperrades abgehoben wird. Derartige Ausführungen haben jedoch den Nachteil, daß der nach außen
ragende Ansatz der Klinke in ausgeklinktem Zu stand vibriert, was sich in mancher Weise unangenehm
bemerkbar macht. Auch erfordert diese Ausbildung, wobei sich das eigentliche Klinkenwerk
im Inneren eines Gehäuses befindet, einen langgestreckten Durchbruch in der Gehäusewand, wodurch
keine ausreichende Abdichtung und kein Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern in
das Gehäuse gewährleistet ist.
Eine andere bekannte Ausführung vermeidet diese Nachteile, indem die Klinke und ihre Betätigung
getrennt ausgebildet sind. Eine äußere Betätigungseinrichtung in Form eines Druckknopies oder Hebels
geht hierbei durch die Gehäusewand und trägt im Gehäuseinnern einen Nocken, welcher je nach der
Stellung der Betätigung die Klinke anhebt oder nicht. Sowohl die Klinke als auch deren Betätigungsorgan
müssen hierbei jeweils mit einer Rückholfeder versehen sein, was zwar für ihre Funktionsweise günstig, in konstruktiver und montagemäßiger Hinsicht
jedoch ziemlich aufwendig ist.
Gleiches gilt auch für ein auf einem anderen technischen Gebiet bekanntes Schaltradgetriebe mit
elektromagnetischer Auslösung, wobei ein federbeaufschlagter, durch einen Relaisanker gegen Drehung blockierter Nocken eine Klinke teilweise umschließt, welche ihrerseits durch eine weitere Feder
im Eingriff mit dem Schaltrad gehalten wird. Bei Slromschluß und Freigabe des Nockens erfoigt
dessen Schwenkung unter gleichzeitiger Anhebung der Klinke aus der Schaltradzahnung. Auch bei
dieser Ausbildung ist für den auf getrennt
Schwenkachsen gelagerten Nocken und die Klinke je ein Federelement erforderlich sowie außerdem je
eine besondere Einrichtung zum Ein- und zum Ausklinken.
Zweck der Erfindung ist eine konstruktive Vereinfachung von Klinkenschaltwerken der vorstellend
erwähnten Ait, wobei nicht nur eine Verminderung der Bauteile, sondern auch eine Erweiterung der
technischen Wirkungsweise ermöglicht werden soll.
Hierzu ist ein Klinkenschaltwerk der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß eine unter der Wirkung einer bistabilen Federlamelle stehende Klinke mit ihrem
Lagerteil den zylindrischen Abschnitt eines Drehknopfes teilweise umfaßt und innerhalb des sektorföimigen
Ausschnittes des Klinkenlagerteiles ein Nocken fest am Außenumfang des zylindrischen
Drehknopfabschnittes angeordnet ist.
Es ist ferner zweckmäßig, am Außenumfang des Klinkenlagerteiles gegenüber dem Klinkenfinger
einen gehäusefesten, teilkreisförmigen Anschlag vorzusehen, wobei das radiale Spiel /wischen dem
Außenumfang des Klinkenlagerleiles und diesem Gehäuseanschlag geringer ist als das radiale Spiel
zwischen Hern Fnnenumfang des Klinkenlagerteiles und dem Außenumfang des zylindrischen Drehknopfabschnittes.
Durch die gleichachsige, konzentrische Anordnung
von Nocken und Klinke sowie durch die Verwendung nur eines einzigen Federelementes in Form
einer bistabilen Federlamelle, welche die Klinke in beiden Stellungen hält und außerdem für eine entgegengesetzte
Wirkungsrichtung zusammen mit der Klinke leicht umsetzbar ist. wird nicht nur die Anzahl
der Konstruktionsteile herabgesetzt und dadurch die Fertigung vereinfacht und verbilligt, sondern
gleichzeitig auch der Platzbedarf bzw. die räumliche Ausdehnung der Vorrichtung, welche mit dem
erfindungsgemäßen Klinkenschaltwerk ausgestattet ist. erheblich vermindert, was für ein Handgerät,
wofür diese Klinkcnschallwerke vorzugsweise vorgesehen sind, besonders vorteilhaft ist. Das erfindungsgemäß
ausgebildete Klinkenschaltwerk besteht nämlich somit nur aus vier Bestandteilen, und zwar
dem Schaltrad, der Klinke, dem Betätigungsknopf und der Klinkenfeder, wobei der Betätigungsknopf
in ausgeklinktem Zustand vollkommen unbeweglich bleibt.
Die Betätigung der Vorrichtung durch einen einligen Drehknopf ist ferner von Vorteil bei ihrer
Verwendung in Angelrollen, wobei man nun durch einen flüchtigen Blick feststellen kann, ob sich die
Klinke im Eingriff mit dem Schaltrad befindet oder aber hiervon abgehoben ist.
Durch die zweckmäßige Anordnung des leilkreisförmigen Gehäuseanschlages nach einer bevorzugten
Ausführufigsform des erfindungsgemäßen Klinkenjchaltwerkes kann daher der zylindrische Abschnitt
des Drehknopfes verhältnismäßig dünn gehalten werden, ohne befürchten zu müssen, durch eine
starke Gegenkraft abgeschert zu werden, insbesondere bei der Verwendung eines Kunststoffes als Fertigungsmaterial für den Drehknopf. Auch diese
Möglichkeit trägt in vorteilhafter Weise zu einem merklichen Platz- und Gewichtserspaiais bei. Hinzu
lommt außerdem, daß durch diesen Anschlag die Maßtoleranzen zwischen dem Außenumfang des
lylindrischen Drehknopfabschnittes und dem Innen-Hinfang
des Klinkenlagerleiles verhältnismäßig groß fein können, was naturgemäß die Fertigung und
Montage der Vorrichtung sehr vereinfacht.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Austührungsform
des erfindungsgemäß ausgebildeten Klinkenschaltwerkes sowie deren Wirkungsweise dargestellt, wobei zeigt
F i g. I eine Seitenansicht in Axialrichtung.
Fig. 2 eine Schnittdarstellung in Richtung A-A nach Fig. I,
F i g. 3 und 4 die Seitenansicht und einen Schnitt C-C eines Betätigungsknopfes,
F i g. 5 und 6 die Draufsicht und Seitenansicht fines Schnittes B-B des den Betätigungsknopf tragenden
Gehäuseteiles und
F i g. 7 bis I 2 die Vorrichtung in den verschiedenen
Phasen ihrer Arbeitsweise.
Der Betätigungsknopf 2 (Fig. 3 und 4) wird in wirtschaftlicher Weise in einem einzigen Stück hergestellt.
Er kann aus Metall oder einem Kunststoff gefertigt sein. Er besteht aus zwei Vorsprüngen 2 b
und Ic, welche sektorfönnig ausgebildet sind und
verschiedene Höhen aufweisen. Dieser Knopf ist «insetzbar in die Gehäusewand 5, wobei diese zwei
Öffnungen 5 a aufweist, welche in gleicher Weise ■sektorförmig ausgebildet sind (Fig. 5 und 6) und
durch welche die beiden Sektoren 2b und Ic des
Knopfes hindurchgehen. Sobald der Betätigungsknopf 2 in die Gehäusewand 5 eingesetzt ist. ragt
er zum Teil am Außenumfang des Gehäuses heraus, um betätigt werden zu können. Im Innern des Gehäuses
befinden sich der zylindrische Abschnitt la und die beiden erwähnten Sektoren 2 b und 2 c.
Über diesem zylindrischen Abschnitt la und dessen sektorförmigem Nocken 2 c ist konzentrisch die
eigentliche Klinke 1 angeordnet (Fig. I). Die Form
dieser beiden Teile gestattet der Klinke 1 ein radiales Spiel durch die Differenz ihrer Durchmesser sowie
ein Spiel im Kreisbogen, dessen Zweck noch beschrieben wird.
Der Belätigungsknopf 2 wird durch die scktorförmigen
Abschnitte 2b und Ic am Austritt aus dem
Gehäuse 5 gehindert, und zwar durch eine Verdrehung der Sektoren Ib und Ic des Knopfes gegenüber
den Gehäuseöffnungen 5 a. Ein Ausgleich von Herstellungstoleranzen und die Abdichtung zwischen
dem Knopf und dem Gehäuse werden erzielt mittels eines weichen Dichtungsringes 4 aus einem geeigneten Kunststoff. Die Klinke selbst wird in axialer
Richtung gehalten mittels einer Scheibe 6, die drehfest an dem Schaltrad 6 a angeordnet ist.
Die Klinke 1 wird in ihrer Schwenkbewegung außerhalb des Schaltrades 6 a begrenzt durch einen
Anschlag 7, welcher fest an der Gehäusewand 5 angeordnet ist.
In der Ausgangsstellung nach Fig. 7 wird die Klinke 1 mittels einer Feder 3 gegen diesen An schlag 7 gedrückt, wobei diese Blatt- oder Draht
feder gebogen ausgebildet ist und einerseits in einer Kerbe 1 α der Klinke 1 und andererseits in einer
Kerbe 9 a eines anderen, festen Anschlages 9 gehalten wird, welcher ebenfalls an der Gehäusewand sitzt. Die Wirkungsweise eines derart ausgebildeten Klinkenschaltwerkes ist folgende:
In der Ausgangsstellung nach F i g. 7 mit angehobener
Klinke 1 kann das Schaltrad 6a und damit die dieses Schaltrad tragende Welle 6 b nach beiden
Richtungen drehen. Wenn nun der Betätigungsknopf 2 in Richtung des Pfeiles F gedieht wird, trifft
die Außenfläche 2/ des sektorförmigen Nockens 2 c des Knopfes gegen die Fläche 1 b der Klinke 1 unter
gleichzeitiger Spannung der Feder 3. Wenn die Klinl.enachse und die Auflagepunkte la und 9a der
Fedei in einer geraden Linie liegen, ist die Feder 3 am meisten gespannt und entspannt sich bei Weiterdrehung
des Knopfes wieder, bis die Klinke 1 zwischen die Zähne des Schaltrades 6a greift (Fig. 8).
Die Vorrichtung befindet sich in dieser Stellung in einer Lage, in welcher eine Verdrehung des Schaltrades
6« nur in einer Drehrichtung möglich ist. und zwar in Richtung des Pfeiles Fl.
Wenn in dieser Klinkenstellung die Welle 6 b (Fig. 2) mit dem Schaltrad 6a nun in Richtung des
Pfeiles/-"! angetrieben wird, drücken die Zähne des Schaltradcs 6 a die Klinke beim Durchgang nach
oben in eine Stellung, wie sie in F i g. ^ dargestellt
ist. Wählend dieser Verschwenkung um den Winkel λΙ hat die Fläche Ib der Klinke 1 gegen die
Fläche 2/ des Nockens 2c des Betäligungsknopfcs 2 gedrückt und diesen um einen geringen Betrag um
seine Drehachse verschwenkt. Wenn dann anschließend die Klinke 1 durch die Feder 3 wieder auf das
Schaltrad 6« /wischen zwei Zähne gedrückt wird (Fig. 10), hat sie keine direkte Verbindung mehr
mit dem Drehknopf 2 und dessen Nocken Ic. Durch diese einfache konstruktive Ausbildung wird erreicht,
daß sich der Nocken des Betätigungsknopfes frei zwischen den beiden Anschlägen der Klinke befindet
und deren Verschwenkung beim Durchgang jedes Zahnes des Schaltrades 6 a sich nicht auf den
Belätigungsknopf 2 überträgt.
Bei einer entgegengesetzten Drehung des Schalt-
radcs 6a in Richtung des PfeilesF2 (Fig. H)) erfolgt
naturgemäß ein Druck auf die Klinke in Richtung des Pfeiles T. und zwar auf Grund eines vorgesehenen
radialen Spieles 11 zwischen der Klinke und dem Betätigungsknopf. Dieser Druck bewirkt
eine Verschiebung der Klinke um dieses radiale Spiel 11, bis die Klinke mit ihrem Außenumfang an
die Innenfläche 8a eines teilkreisförmigen Anschlages 8 anschlägt, welcher beiderseits der Wellenmittelebene
fest an dem Gehäuse angeordnet ist.
Auf diese Weise wird mit Sicherheit ein Bruch oder eine Abnutzung des Drehknopfes verhindert, und
zwar ohne Rücksicht auf die Gegenkraft, welche über das Schaltrad 6 α auf die Klinke 1 einwirkt.
Das Abheben der Klinke 1 von dem Schaltrad 6 a wird erzielt durch eine Drehung des Drehknopfes
2 in Richtung des Pfeiles F3 (Fig. 11).
Hierbei trifft die Seitenfläche Ig des Drehknopfnockens 2 c, welche vorher einen Winkelabstand α 2
von der Klinke hatte, auf deren Seitenfläche Ic unter Verschwenkung der Klinke. Sobald die Mittellage
der höchsten Federspannung überschritten ist, befindet sich die Vorrichtung wieder in ihrer Ausgangsstellung
gemäß Fig. 7.
In der Fig. 12 ist eine spiegelbildliche Anordnung der Vorrichtung dargestellt, welche ohne
Schwierigkeit und ohne Verwendung irgendeines Spezialwerkzeuges ausgeführt werden kann. Es genügt
hierfür lediglich die spiegelbildliche Anordnung eines weiteren Klinkenanschlages la und eines
Federanschlages 10. Die Zähne des Schaltrades 6 a sind symmetrisch ausgebildet, so daß ein einfaches
Umdrehen der Klinke 1 und Versetzen der Feder 3 eine wahlweise Drehung der das Schaltrad tragenden
Welle in einer entgegengesetzten oder beiden Richtungen ermöglicht wird.
ίο Eine solche Veränderung in der Wirkungsweise
des Klinkenschaltwerkes ist einfach auszuführen ohne daß hierfür besondere Werkzeuge oder Maß·
nahmen erforderlich sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnuneen
Claims (2)
1. Klinkenschaltwerk zur wahlweisen Freigabe einer oder beider Drehrichtungen einer das
Schaltrad tragenden Welle, wobei eine unter Federdruck sowohl im als auch außer Eingriff
mit der Zahnung des Schallrades gehaltene Klinke mittels eines verdrehbaren, konzentrisch
mit der Klinkenschwenkachse gelagerten Nockens mit einem wenigstens der Zahnhöhe der Schaltradzahnung entsprechenden Winkelspiel von der
Schaltradzahnung abhebbar in, gekennzeichnet durch eine mit ihrem Lagerteil
den zylindrischen Abschnitt (2 a) eines Drehknopfes (2) nur teilweise umfassende, unter der
Wirkung einer bistabilen Federlamelle (3) stehende Klinke und einen innerhalb des sektorförmigen
Ausschnittes des Klinkenlagerteiles fest am
Außenumfang des zylindrischen Drehknopfabschnittes angeordneten Nocken (2 c).
2. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen teilkreisförmigen, am
Außenumfang des Klinkenlagerteiles gegenüber dem Klinkenfinger fest angeordneten Gehäuseanschlag
(8), wobei das radiale Spiel zwischen dem Außenumfang des Klinkenlagerteiles und
diesem Gehäuseanschlag geringer isi als das radiale Spiel (II) zwischen dem Innenumfang
des Klinkenlagerteiles und dem Außenumfang des zylindrischen Drehknopfabschnittes (la).
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |