DE202740C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23L—FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
- A23L13/00—Meat products; Meat meal; Preparation or treatment thereof
- A23L13/40—Meat products; Meat meal; Preparation or treatment thereof containing additives
- A23L13/42—Additives other than enzymes or microorganisms in meat products or meat meals
- A23L13/426—Addition of proteins, carbohydrates or fibrous material from vegetable origin other than sugars or sugar alcohols
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 c. GRUPPE %/&Z
DAVID DIEGEL in CASSEL. Verfahren zur Herstellung einer Konservenwurst
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Oktober 1906 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung
bildet ein Verfahren zur Herstellung einer Wurst, die gegenüber den Fleischwürsten einen
höheren Nährwert besitzt, dabei aber billiger ist als diese.
Dies wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß infolge Hinzumischung rohen Fleisches zu
mit Bouillon versetzten und stark gekochten Bohnen eine besonders gute Bindung hervorgerufen
wird.
Nun sind zwar schon ähnliche Würste in den Handel gebracht worden, wie z. B. die
Erbswurst; diese hat aber den Nachteil, daß sie nur in gekochtem Zustande als Suppe gegessen
werden kann. Auch soll diese Wurst wegen ihres hohen Fettgehaltes leicht ranzig
werden und dann Widerwillen erregen.
Von dieser Wurst unterscheidet sich das Produkt des vorliegenden Verfahrens dadurch,
daß es kalt und warm genossen werden kann. Diese Wirkung ist eine Folge der erwähnten
guten Bindung der bezeichneten Bestandteile. Unter diesen ist die Bouillon oder die Fleischbrühe
zwar auch schon verwendet worden, wie z. B. bei der Fleischkonserve Wiener ■
Würstchen in Bouillon, doch hat sie da einen anderen Zweck als bei dem vorliegenden Verfahren.
Obschon die durch Auskochen von Knochen erhaltene Gelatine nicht ganz ohne Nährwert ist, so hat man die Gelatine in
Verbindung mit Fleisch bisher doch nur dazu benutzt, um das Fleisch der Wurst zu konservieren,
d. h. die die Fleischmasse einhüllende Gelatine schloß von dem Fleische
die Luft ab und verhütete dadurch das Verderben des Fleisches. Obschon auch im vorliegenden
Falle die Wirkung des Konservierens durch Beifügung von Bouillon nicht ausgeschlossen ist, so hat letztere doch mehr den
Zweck, die Wurst mit dem Bohnenzusatz auch im kalten Zustande schmackhafter zu
machen.
Auch bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Fischwurstkonserven wird das
zerkleinerte Fischfleisch mit Bouillon zu dem Zweck übergössen, durch die erstarrende
Bouillon ähnlich wie bei Sülzkoteletten u. dgl. die Luft vom Fleisch abzuhalten und dieses
dadurch vor dem Verderben zu schützen.
Es sind auch bereits Speisebiskuits zur Bereitung einer Bouillon bekannt, aber auch bei
deren Herstellung werden lediglich die verschiedenen Stoffe zusammengetan und in
Wasser gekocht, worauf das Gemenge verrieben, zerkleinert und durcheinandergerührt
wird, um schließlich mit Mehl und Hefe zu. einem Backwerk verarbeitet zu werden.
Von diesem Verfahren unterscheidet sich das neue dadurch, daß eine Gallerte aus
Bouillon und stark gekochten Bohnen und rohes Fleisch getrennt voneinander zerkleinert
und kalt miteinander vermengt werden. Dieses Gemenge bildet das sogenannte Wurstbrät..
Das vorliegende Verfahren wird folgendermaßen ausgeführt: .
Zunächst werden die Bohnen bis zu ihrem vollkommenen Aufschluß gekocht. Getrennt
hiervon wird eine Bouillon aus Knochen und Fleisch zubereitet, die erhaltene Brühe den
genannten Hülsenfrüchten zugefügt, mit diesen vermengt und so lange verrührt, bis die
Bouillon zu einem Brei erstarrt ist. Dieser
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Brei wird so steif, daß er nachträglich einer Zerkleinerung unterworfen werden kann. Während
dieses Arbeitsvorganges findet natürlich eine innige Vermengung der aufgeschlossenen
Bohnen mit der Bouillon statt, wodurch ein guter Geschmack der Bohnen erzielt wird.
Nach erfolgter Zerkleinerung der Gallerte wird das rohe Fleisch in ebenfalls zerkleinertem-Zustande
dem ersten Gemenge beigefügt und
ίο geht mit diesem eine so gute Bindung ein,
daß es mit ihm zu einer Wurstmasse verarbeitet werden kann. Hierbei wird natürlich
auch zur Erhöhung des Geschmackes in bekannter Weise das nötige Gewürz zugefügt.
Sobald die Masse fertiggestellt ist, wird sie in bekannter Weise in Därme gestopft und
die Wurst nun wie üblich gekocht und geräuchert. Am kühlen Orte aufbewahrt, besitzt
eine solche Wurst dieselbe Dauerhaftigkeit wie die bekannten Fleischwürste und die
Erbswurst. .
Das vorliegende Verfahren ist nicht mit den gewöhnlichen Wurstherstellungsverfahren,
z. B. von Grütz- oder Reiswurst zu verwechseln, bei welchen die Grütze oder der Reis in
mehlförmigem Zustande mit dem zerhackten Fleisch von Anfang an vermengt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:: Verfahren zur Herstellung einer Konservenwurst, dadurch gekennzeichnet, daß Bohnen in, stark gekochtem Zustand mit einer Nährbouillon vermischt und bis zu einem steifen Brei verrührt werden, worauf dieser, zu einer feinen Masse zerkleinert, mit ebenfalls zerkleinertem rohen Fleisch zu einer bindenden Wurstmasse verarbeitet wird, die in bekannter Weise gestopft, gekocht und gegebenenfalls auch geräuchert wird, zum Zweck der Herstellung einer kalt und warm zu genießenden Wurst.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202740C true DE202740C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=465212
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT202740D Expired DE202740C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202740C (de) |
-
0
- DE DENDAT202740D patent/DE202740C/de not_active Expired
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