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Schlachtmaschine für Fische.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schlachten von Fischen
unter Durchtrennen des Schlundes, Öffnen der Bauchhöhle, Herausreißen des Darmes
und Abtrennen des Kopfes im Rundschnitt.
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Bei derartigen Vurrichtungen kommt es darauf an, daß der Bauch aufgeschnitten,
die Eingeweide dntfernt und der Kopf sparsam abgeschnitten wird.
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Es ist eine Fischentweidemaschine für die Verarbeitung von Dorsch,
Schellfisch, Seelachs und Seebarsch vorgeschlagen worden, bei welcher ein Rotor
um eine horizontale Achse intermittierend umläuft und mittels sich öffnender Flügelklappen
die Fische so aufnimmt, daß ihre Rückenseiten außen liegen und ihre Flanken von
den Flügelklappen geklemmt werden. Während der Rotor jeweils um 45° weitergedreht
wird, wird die Kehle bis zum Schlund eingeschnitten, der Kopf durch einen Schnitt
wom Nacken abgetrennt, mit dem Kopf der daran hängende Darm mit dem Magen und einem
Teil der Eingeweide unter Durchschneiden der Scheidewand herausgezogen. Durch ,lacheinander
erfolgende Spülung mittels zweier Düsen erfolgt das Entfernen dar Eingeweidereste,
wobei beim Rücklauf der,zweiteF Düse der Nagen-Darmkanal durch a. unteren Teil der
Düse befestigte Zähne abgerissen wird. Nit der vierten Drehung des Rotors ist die
Bürstenanlage erreicht, nach der fünften Drehung die Vorrichtungtzu Aufschnoiden
der Bauchhöhle und Öffnen der Schwimiblase, während die bei der vorletzten Drehung
des Rotors auseinandergehenden Flügelklapen den Fisch über die Rinne neben die Maschine
werfen.
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Dieser Maschine haftet der Nachteil an, der die Zentrierung der Fische
durch die Flügelkiappen
sowohl hinsichtlich der &age ihrer Rückgrate
als auch hinsichtlich ihrer Symmetrieebenen uneinheitlich ist, die Bewegungen der
verschiedenen Werkzeuge infolge des intermittierenden Betriebes interrupt erfolgt
und dementsprechend sowohl die leistung der Maschine wie die Qualität des Entweidevorganges
unbefriedigend sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde Fische an Bord auf einfache
eise sicher zu schlachten.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Schlachtmaschine
für Fische mit einem drehbaren Klammerstern symmetrisch sich öffnender Rumpfklammern,
in die Rumpfklamnern einschwenkbarem Bauchöffner und Darmausreißer und einseitig
der Rumpfklammern angeordnetet SchiundschneidQr und flackenschneider, welche dadurch
gekennzeichnet ist, daß der Klammerstern kontinuierlich umlaufend um eine senkrechte
Achse angeordnet ist, jede Rumpfklammer mit zwei Flankengreifern und einer, mit
zunehmendem Zwischenraum zwischen den Flankengreifern zur Achse hin sich verschiebenden
Rückenstutze versehen ist, und der Bauchöffner und der Darmausreißer un uaagerechte,
auBerhalb der Bahn der Rumpfklaomern und tangential zu ihr liegende Achsen von unten
nach ohen schwenkbar sind.
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Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind eines oder
mehrere der Werkzeuge um die Achse des Klammersternes in Umlaufrichtung desselben
drehbar und durch Steuernittel so betätigt, daß sie während ihrcr Schwenkbewegungen
in Richtung auf die Achse und von ihr fort jeweils syn chron illit einer Rumpfklammer
mit- und nach Beendigung ihrerSehwenkbewegungen in ihre Ausgangslagen zurückgeführt
werden.
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Die sit der Erfindung erziolten Erfolge bestehen insbesonders darin,
daß alle Fische in den Rumpfklaanern in gleicher Lage der Unterkante ihres Rückgrates
ausserichtet liegen, mittels der von unten nach oben erfolqenden Schwenkbewegung
des Bauchöffners und Dariausreißers die Kragenknochen
infolge des
Verschiebens der Eingeweide gegen das Zwerchfell des Fisches gespannt werden und
damit das genaue Schlitzen des Bauches zwischen den Kragenknochen erreicht wird,
und durch das ritdrehen der Werk;euge rit den Rumpfklammern während des Scb.wenk-
und Arbeitsvorganges schonende Bearbeitung der Fische selbst bei hoher Leistung
gewährleistet ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht der
Schlachtmaschine wit abgenommener Verkleidung, Fig. 2 eine Seitenansicht mit abgenommener
Verkleidung, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Werkzeuge im Grundriß.
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Das Gestell 1 besteht aus vier Ecksäulen 20 mit der darauf befestigten
Trägerplatte 3, welche die in einem Lagerflansch 27 drehbar gelagerte Achse 2 trägt,
auf welcher unterhalb des Lagerflansches 27 der Klammerstern 4 angeordnet und auf
geeignete Weise kontinuierlich angetrieben ist. Oie Achse 2 ist zu cer Beschickseite
21 hin verschoben. Der Klammerstern trägt an seinem unteren Ende radial angeordnet
die Rumpfklammern 5, welche je aus zwei symmetrisch sich öffnenden Flankengreifern
6 und einer verschieblichen Rückenstütze 7 bestehen. Die Rückenstütze ist mit den
Flankengreifern so gekoppelt, daß bei VergröBerung des zwischen ihnen befindlichen
Zwischenraumes die Rückenstütze zu der Achse 2 hin verschoben wird. Das Cffnen und
Schließen der Rumpfklammern wird durch eine am unteren Ende des Lagerflansches 27
tefestigte Kurve 22 gesteuert und durch die Federn 23 bewirkt. Zur sicheren Halterung
des Fisches können die Innenseiten der Flankengreifer in der Wähe ihre AuBelkanten
mit Spitzen oder Zacken versehen sein. Für die einwandfreie Längszentrierung der
Fise können die Oberkanten der Flankengreifer zum Hintergreifen der Brustflossen
und der Clavicula nach innen abgebogen sein.
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Für die Bewegungen der Werkzeuge ist die Trägerplatte 3 mit Ausschnitten
versehen und oberhalb
derselben um die Achse 2 drehbar der Werkzeugträger
8 gelagert, Gleichfalls über der Trägerplatte sind Antriebs- und Steuermittel angeordnet
für die synchrone Nitdrehung des Werkzeuge trägers 8 mit dem Klammerstern. Unterhalb
der Trägerplatte 3 trägt der Werkzeugträger 8 an der Achse 15 den Schwenkarm 24
mit dem kombinierten Werkzeug Bauchöffner 11 " Darmausreißer 12.
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Oberhalb der Tragerplatte 3 sind an dem Werkzeugträger 8 mittels
der Achse 14 der Schlundschneider 10 und mittels der Achse 16 der Nackenschneider
13 schwenkbar gelagert, Zur Steuerung der Bewegungen von Bauchöffner, Schlundschneider
und Nackenschneider können in bekannter Weise nicht dargestellte, an der Trägerplatte
3 befestigte Kurven Verwendung finden. Zwischen den Werkzeugen können Führungen
angeordnet sein. Eine zum Öffnen der Kiemenhöhle geeignete Führung ist unter Position
25 dargestellt.
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Die Wirkungsweise der Schlachtmaschine ist folgende: In die an der
ßeschickstelle 21 entgegen dem Uhrzeigersinn vorbeilaufende, entriegelte Rumpf klammer
wird der Fisch 26 von Hand so eingeschoben, daß sein Kopf nach oben, sein Bauch
nach außen zeigt und die Ansatzpunkte seiner Brustflossen auf den Oberkanten der
Flankengreifer 6 aufliegen. Nachdem die Rumpfklammer geschlossen ist, liegt der
Fisch fixiert und so ausgerichtet in derselben, daß unabhängig von seiner Größe
seine Rückgratunterkante auf einem bestimmten Radius liegt. Wie üblich sind die
zu schlachtenden Fische vorher gekehlt, so daß beim Umlauf der Rumpfklammer die
Kehl führung 25 in die geöffnete Klemenhöhle des Fisches eindringen kann und den
Fisch dem Schlundschreider 10 zuführen kann. Wenn die Rumpfulammer mit dem Fisch
den Schlundschneider erreicht hat, beginnt dieser entgegen dem Uhrzeigersinn mit
der Rumpfklammer mitzu laufen unter gleichzeitigem Einschwenken seines umlaufenden
bchlundmessers in den Fisch. Infolge der eindeutigen Lage des Fisches in der Rumpfklammer
erfolgt hierbei ein Durchschneiden des Schlundes ohna daß das Schlundmesser in die
Wirbel des Rückgrats einschneidet. »ach Durchschneiden des Schlundes ist der Schlundschneider
aus der Kehle des Fisches ausgetaucht und mit dem Uhrzeigersinn umlaufend in seine
Ausgangslage zurckgakehrt und mit ihn auch die anderen
Werkzeuge,
so daß die Rumpfklammer den Bauchöffner 11 in seiner Ausgangslage antrifft. Dieser
läuft jetzt mit del Rumpfklammer mit und schwenkt dabei von unten kommend in den
Fisch ein, ihn vom Bauchhöhlenende her aufschneidend. Während des Durchschwenkens
durch die Bauchhöhle des Fisches erzeugen die Schlagwesser 18 des mit dem Bauchöffner
11 kombinierten Darmausreißer 17 infolge ihres Umlaufs in Schwenkrichtung einen
quasi hydraulischen Druck in der Bauchhöhle des Fisches, durch welchen diese gespannt
gehalten wird und den Kreismessern 17 ein zentrales Schlitzen der Bauchhöhle bis
zwischen die Kragenknochen ermöglicht. t,it eeendigung des Schlitzvorganges erfolgt
das Auswerten der Eingeweide mit Schlund, gen, Därmen, Leber und Ovarien, welche
vorher von dan Schlagnsssern losgerissen worden sind. Durch die anschließende Wasserstrahlspülung
wird die Bauchhöhle von Eingeweideresten befreit. Mit dem gleichfalls mit der Fumpfklammer
mitwandernden Wäckenschneider 13 kann der Kopf des Fisches so abgetrennt werden,
daß der Fisch für die Bearbeitung zu Klippfisch geeignet ist.
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Benutzte Literaturstelle: Michailow, Maschinen etc. der Fischverarbeitenden
Industrie S. 151 ff, Fachbuchverlag Leipzig 1955