DE2023979B2 - Verfahren und Einrichtungen zum Auswechseln bzw. Erneuern der Schwellen und gegebenenfalls der Schienen eines Gleises - Google Patents

Verfahren und Einrichtungen zum Auswechseln bzw. Erneuern der Schwellen und gegebenenfalls der Schienen eines Gleises

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DE2023979B2
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Description

Die Erfindung betrifft vornehmlich ein Verfahren zum Auswechseln bzw. Erneuern der Schwellen und gegebenenfalls der Schienen eines Gleises, wie es im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben ist.
Bei einem bekannten Verfahren zum kontinuierlichen Auswechseln von Schwellen und Schienen (CH-PS 25 857) bewegen sich in der Umbaulücke die Vorrichtungen zur Bearbeitung der Bettung und bzw. oder des Unterbaues weitgehend selbstständig und unabhängig von den Gleisfahrzeugen, welche die Führungen zum Aufnehmen der Altschienen bzw. zum
Verlegen der Neuschienen tragen. Die Bearbeitung der Bettung und bzw. oder des Unterbaues beschränkt sich dabei auf das Planieren und Verdichten der Bettung. Die unabhängige Verfahrbarkeit der entsprechenden Einrichtungen in der Umbaulücke hat zwar den Vorteil, daß gewissermaßen eine elastische Anpassung an den Umfang der jeweils örtlich anfallenden Bettungsarbeiten möglich ist, die unabhängig von der Vorwärtsbewegung der die Schienen- und Schwellenverlegung durchführenden Gleisfahrzeuge ist Andererseits bleibt aber dadurch auch der Abstand zwischen der Verlegestelle und der Aufnahmestelle nicht konstant. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Biegebeanspruchungen der im Bereich der Umbaulücke gehobenen Schienen in dem Sinne, daß die Beanspruchungen bei kürzer werdendem Abstand erheblich steigen. Da der im Wege der Planierung der Schotterbettung abgefräste Schotter zur BettungsP.anke verbracht wird, kann Jie exakte Gleislage (Höhen- und Seitenrichtung) erst anschließend an die Durcharbeitung des Umbauzuges hergestellt werden.
Die Anordnung von Schotteraufnahme- und bzw. oder Schotterreinigungsvorrichtungen innerhalb des gleislosen Bettungslängsabschnittes zwischen den Gleisfahrzeug-Zügen wäre deshalb problematisch gewesen, da solche Reinigungsvorrichtungen od. dgl. nicht imstande gewesen wären, den gereinigten Schotter dorthin abzulegen, wo er zum Auffüllen der neuen Bettung vordringlich benötigt wird, nämlich in den Bereich der Neuschienen-Verlege- bzw. Befestigungsstelle, deren Abstand von den Bettungsbehandlungs-Vorrichtungen bei den vorbekannten Einrichtungen der eingangs bezeichneten Gattung variabel war.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, daß nach der Durcharbeitung ein bereits exakt liegendes und unter Umständen auch schon von Zügen befahrbares Gleis erhalten wird, ohne daß ein weiterer Arbeitsgang erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmalen gelöst.
An sich ist das Konstanthalten des Längsabstandes zwischen Aufnahme- und Verlegestelle bereits bekannt (DE-AS 10 88 079). In Kombination mit dem weiteren, die Aufnahme und Reinigung sowie erneute Zuführung des Schotters betreffenden Merkmal hat dieses an sich bekannte Merkmal jedoch besondere Bedeutung. Einerseits gewährleistet die Konstanthaltung des Längsabstandes, daß während des gesamten Verfahrensablaufes in den aufgenommenen bzw. neu verlegten Schienen keine übermäßigen Biegespannungen auftreten können. Der Verlege- und Aufnahmevorgang verläuft somit bezüglich der Schienen und Schwellen schonend. Andererseits ist aber die Konstanthaltung des Längsabstandes gerade im Zusammenhang mit der Durchführung der genannten Schotterreinigungsschritte von besonderer Bedeutung, weil bekanntlich der Reinigungsvorgang und die erneute Einbringung des Schotters sehr platzaufwendig sind, insbesondere wenn berücksichtigt wird, daß zusätzlich auch eine Planierung und Verdichtung des Schotters vorgenommen werden soll. Durch Abstandsschwankungen, insbesondere Verkürzungen, könnten somit die für die Aufbereitung der Schotterbettung notwendigen Verfahrensschritte erheblich beeinträchtigt werden. Dies ist deshalb beson- 6"> ders nachteilig, weil entsprechende Mängel kaum reparierbar sind, nachdem einmal der Schotter durch die Räumkette aus der Bettung entnommen ist. Für das erneute Zuführen muß daher unbedingt der notwendige Platz zur Verfügung gestellt werden. Vor allem wird durch die Schotterreinigung — die zwar einen größeren Raumbedarf bedingt — Schotter sowohl zur Rückführung in den Bereich der Entnahmestelle als auch zum Verfüllen der Schwellenfächer gewonnen, da durch die Reinigung des Schotters dieser bekanntlich an Volumen zunimmt, so daß zusätzlicher Schotter zum Verfüllen nicht oder nur in geringem Maße mitgeführt werden muß. Im Bereich der Entnahmestelle kann somit zumindest angenähert das ursprüngliche Niveau der Schotterbettung beibehalten werden und das Verfüllen der Schwellenfächer im Bereich der Verlegestelle begünstigt die Fixierung und die Herstellung der Höhen- und Seitenlage des Gleises und eine gegebenenfalls später durchzuführende Stopfung.
Die Erfindung umfaßt des weiteren eine zur Durchführung der obengenannten Verfahren geeignete Einrichtung, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 3 beschrieben ist. Diese Einrichtung ist erfindungsgemäß entsprechend den im Kennzeichenteil des Anspruchs 3 enthaltenen Merkmalen ausgebildet
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand weiterer Patentansprüche. Im folgenden werden anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Einrichtung erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 die Seitenansicht einer solchen erfindungsgemäßen Einrichtung, und zwar des die Verlegevorrichtungen und eine Bettungsreinigungsvorrichtung enthaltenden Mittelteiles,
F i g. 1 a und 1 b, als seitliche Fortsetzungen der F i g. 1, die beiden einander zugewendeten Enden der Gleisfahrzeugzüge,
F i g. 2 eine Draufsicht nach II der Fig. 1,
Fig.2a die Anordnung und Handhabung des Bezugssystems,
F i g. 2b einen Grundriß der F i g. 1 b und
Fig.3 eine Gesamt-Seitenansicht eines Fahrzeug-Verbandes im Sinne der Erfindung, mit einer für diesen Verband gemeinsamen Zugmaschine.
In den Fig. 1, la und Ib sind die an den einander zugewendeten Enden der Gleisfahrzeugzüge befindlichen Gleisfahrzeuge, z. B. Transportwagen ersichtlich, und zwar im linken Teil der Fig. 1 und in der Fig. la das letzte Gleisfahrzeug jenes in der mit Pfeil angedeuteten Arbeitsrichtung vorderen Zuges, welcher die zum Transport der Altschwellen und Neuschienen dienenden Gleisfahrzeuge 1 umfaßt (Fig. la) und im rechten Teil der Fig. 1 und in Fig. Ib das erste Gleisfahrzeug jenes in Arbeitsrichtung hinteren Zuges, welcher die zum Transport der Neuschwellen und Altschienen dienenden Gleisfahrzeuge 2 umfaßt.
Das hintere Ende des vorderen Zuges bildet ein Schlußwagen 3, auf dem — schematisch angedeutet — eine Vorrichtung 4 zum Transport und zur Ablage der alten Schwellen 5 auf den Ladeflächen der Gleisfahrzeuge 1 längs dieser Ladeflächen vertahrbar und nach Art einer Laufkatze ausgebildet ist. Der Schlußwagen 3 trägt außerdem eine gleichfalls nur schematisch mit einem aufwärtsgerichteten Pfeil bezeichnete Vorrichtung b zum Lösen der Schienenbefestigungen der alten Schienen 7, die mit vollen Linien dargestellt sind; im Bereich, in dem die Lösung der Befestigung erfolgt, sind beispielsweise einige der Schienenbefestigungen mit Pfeilpaaren markiert. Die Gleisfahrzeuge 1 des vorderen Gleisfahrzeugzuges und der Schlußwagen 3 sind durchwegs schienengebunden mittels Fahrwerken 8 auf
den alten Schienen 7 des zu erneuernden Gleises verfahrbar. An der hinteren Stirnseite des Schlußwagens 3 befindet sich eine Führungsvorrichtung 9 für die von den alten Schwellen 5 abzuhebenden alten Schienen 7, die in vollen Linien dargestellt sind. Diese gleichfalls nur schematisch angedeutete Vorrichtung 9 kann grundsätzlich beliebig ausgebildet sein und ist deshalb in ihren Einzelheiten nicht dargestellt worden.
Oberhalb des hinteren Fahrwerkes 8 des Schlußwagens 3 ist ein Tragarm 11 in einem Gelenk 11' allseits, also in vertikaler und horizontaler Ebene, gelenkig gelagert, an welchem die — grundsätzlich beliebig gestaltbare und deshalb gleichfalls nur schematisch angedeutete — Altschwellen-Aufnahmevorrichtung 12 angeordnet ist. Dieser Tragarm 11 ist mit einer Anzahl an Lenkern od. dgl. angeordneter Führungstollen, -walzen. Kugeln oder Gleitführungen und dg!. 13 versehen, mittels derer die alten bzw. neuen Schienen 7 bzw. 10 reibungsarm geführt und dabei — wie die F i g. 2 zeigt — auf eine Weite gespreizt werden, die der nachgeordneten Bettungsreinigungsmaschine, der Altschwellenaufnahme- und der Neuschwellen-Verlegevorrichtung eine einwandfreie Arbeit ermöglicht. Die neuen Schienen 10 sind der besseren Unterscheidbarkeit wegen in strichpunktierten Linien dargestellt.
Mit dem Tragarm 11, der die Altschwellen-Aufnahmevorrichtung 12 lagert, ist ein Schienenfahrwerks-Träger 14 gelenkig verbunden, der ein längs einer Führung 14' bedarfsweise absenkbares Schienenfahrwerk 15 lagert. Mit einer nach der Schotterreinigungsmaschine hin ausragenden Konsole stützt sich dieser Schienenfahrwerks-Träger 14 auf dem den gelenkigen Verbindungsteil bildenden Fahrgestellrahmen 16 einer auf den Raupenfahrwerken 17 fahrbaren Bettungsreinigungsmaschine ab, die gemeinsam mit den Schienenfahrwerks-Trägern 14 den Mittelteil des gesamten Fahrzeugverbandes bildet, indem sie zwischen den einander zugewendeten Stirnseiten der beiden Gleisfahrzeuge-Züge angeordnet mit beiden Zügen gelenkig verbunden ist.
Die Abstützung des Schienenfahrwerks-Trägers 14 auf dem Fahrgestellrahmen 16 der Bettungsreinigungsmaschine ist mittels eines hydraulischen Antriebes 18 höhenverstellbar, um die relative Höhenlage der genannten Teile in bezug zueinander beliebig regeln zu können und dadurch entweder das Schienenfahrwerk oder das gleislose Fahrwerk zum Einsatz zu bringen.
Die Bettungsreinigungsmaschine kann beliebiger, an sich bekannter Bauart sein; beim dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt die Maschine eine höhenverstellbar mittels eines Antriebes 19" verschwenkbare, im Grundriß dreieckförmige endlose, von einem Antrieb 19' in Umlauf versetzbare Räumkette 19, die den mit einem quer zur Gleisachse verlaufenden waagrechten Trum aufgenommenen Schotter dem unterhalb der oberen Spitze der Räumkette 19 befindlichen Reinigungssieb 21 zuführt. Die Aufnahme der Bettung 20 erfolgt durch Verstellung des unteren waagerechten Trums der Räumkette 19 in einem beliebig wählbaren Niveau, d. h. in beliebig wählbarer Tiefe. Der ausgesiebte Abraum kann über einen verschwenkbar gelagerten Abraumförderer 22 auf eine der beiden Bettungs-Flan-Iken oder auf einem Gleisfahrzeug abgelegt werden. Der gereinigte Schotter gelangt hingegen über Schurren 23 od. dgl. Leitvorrichtungen auf ein Schotterförderband M, das ihn zu einem Scnütt-Trichter 25 bringt. Dieser allenfalls auch als Schottervorratsbehälter ausgestaltbare — Schutt-Trichter 25 befindet sich auf dem ersten Wagen 26 des hinteren, dem Transport der alter Schienen 7 und der neuen Schwellen 27 dienender Gleisfahrzeugzuges, der aus den Gleisfahrzeugen ί besteht. Auch die Gleisfahrzeuge 2 und deren erstei Wagen 26 sind schienengebunden auf Fahrwerken t verfahrbar und auch hier ist eine nach Art einei Laufkatze verfahrbare Vorrichtung 4' zum Transport der neuen Schwellen 27 vorgesehen.
Vorerst jedoch noch zur Bettungsreinigungsmaschi ne:
Diese Maschine trägt im Bereich des Führerstande! 28 an ihrer Unterseite einen höhenverstellbarer Bettungsplanierer 29 zum Einebnen des wiedereinge· brachten Bettungschotters und ist mit einem ir
is Arbeitsrichtung, also nach vorne fördernden, seitwärt! verschwenkbaren Förderbandpaar 30 ausgestattet, mi dem gereinigter Bettungsschotter von der verstellbaren dem Reinigungssieb 21 nachgeordneten Schurre 21 übernommen und vor dem Bettungsplanierer dei Bettung zugebracht werden kann.
Im Bedarfsfall kann diese Maschine noch mit einen Schottervorratsbehälter zur dosierten Abgabe vor Schotter an die Bettung, entsprechend dem jeweiliger örtlichen Bedarf, ausgestattet werden.
Da bekanntlich der Bettungsschotter bei seinei Reinigung an Volumen zunimmt, wird nicht der gesamt) gereinigte Schotter benötigt, um das gewünscht! Planum der Bettung für die Auflagerung der Neuschwel len 27 zu erreichen; der vorerst überschüssige Schottel wird über das bereits erwähnte Schotterförderband 2' zum Auffüllen der Schwellenfächer in Gleislängsrich tung rückwärts gefördert.
Schließlich ist die Bettungsreinigungsmaschine at ihrer Unterseite im hinteren Teil des Fahrgestellrah
35' mens noch mit Oberflächenverdichtern 31 ausgestattet die z. B. aus vibrierenden Walzen, Rollen od. dgl gebildet werden.
Die gelenkige Verbindung der Bettungsreinigungs maschine mit dem hinteren Gleisfahrzeugzug ist so wi<
■to die Verbindung mit dem vorderen Zug gestaltet un( umfaßt demnach auch wieder — mit den gleichei Bezugszahlen erläutert — einen Schienenfahrwerks Träger 14 mit einem absenkbar gelagerten Schienen fahrwerk 15 und einen Tragarm 11, der sowohl mit den
■»5 ersten Wagen 26 des Zuges als auch mit de Bettungsreinigungsmaschine bzw. derem Fahrgestell rahmen 16 gelenkig verbunden ist. Dieser Tragarm 1: ist jedoch — in Zuordnung zu dem hinteren, die neuei Schwellen 27 transportierenden Gleisfahrzeugzug mit einer grundsätzlich beliebig gestaltbaren Vorrich tung 32 zum Verlegen der neuen Schwellen X ausgestattet. Führungen 13 dienen zur Führung de aufzunehmenden alten Schienen 7 und der neuzuverle genden Schienen 10.
Der erste Wagen 26 des aus den Gleisfahrzeugen : gebildeten hinteren Zuges trägt eine Vorrichtung 33 zu Befestigung der neuen Schienen 10 auf den Schwelle! 27; wieder sind die Schienenbefestigungen im Bereicl der Befestigungsstelle beispielsweise mittels Pfeil-Paa
ί» ren dargestellt.
Die erfindungsgemäße Einrichtung kann mittels eine einzigen Fahrantriebes, z. B. mittels einer am vorderei oder hinteren Ende angeordneten Zugmaschine, ii Arbeitsrichtung vorwärtsbewegt werden. Es könnei aber auch, z. B. für den vorderen und hinterei Transportwagenzug gesonderte Antriebe vorgesehei werden. Solche sind in den F i g. la und Ib fakultativ mi 34 angedeutet und bezeichnet.
Die Herstellung des neuen Schotterbettes, d. h. die Einhaltung der richtigen Höhenlage und Seitenrichtung dieses Schotterbettes, wird zweckmäßig an Hand eines Bezugssystems überwacht, das von Bezugsgeraden 36 gebildet ist, die z. B. als imaginäre Strahlenbündel oder Strahlen, z. B. Infrarot-Strahlenbündel oder Laser-Strahlen, von einem im noch nicht erneuerten Gleisbereich befindlichen Sender 37 (Fig. 2a) ausgehend in eine bestimmte Soll-Richtung in den Bereich der Gleiserneuerung weisend gerichtet sind. Für die im Bereich der Schotterreinigungsmaschine angeordneten Werkzeuge, insbesondere also die Räumkette 19, deren Höhenlage im unteren Trum die Räumtiefe bestimmt, und dem Planierer 20, dessen Höhensteüung die Höhe der Schwellenauflager festlegt, dient das Bezugssystem zur richtigen Einstellung sowohl der Höhe als auch der Seite nach. Hierfür können an der Bettungsreinigungsmaschine Abnahmeorgane, z. B. Blenden 36' und 36" vorgesehen sein, die mit den Bezugsgeraden 36 zusammenarbeiten und an Hand derer die Verstellung des Planierers 29 und der Räumkette 19 erfolgt. Eine Blende 37' dient zur richtigen Einstellung der Bezugsgeraden 36 mittels des Senders 37.
Der Abstand zwischen dem Schlußwagen 3 des vorderen Gleisfahrzeugzuges und dem ersten Wagen 26 des hinteren Zuges kann im Rahmen der Erfindung einstellbar sein und ist unter Berücksichtigung der Beschaffenheit des zu bearbeitenden bzw. zu verarbeitenden Materials zu wählen, insbesondere unter Beachtung der Biegebeanspruchung, die die zu verlegenden bzw. die aufzunehmenden Schienen 10 bzw. 7 erfahren, wenn sie beim Verlegen das Niveau wechseln und im Bereich der Schotterreinigung angehoben oder vom Niveau der Transportwagen für die neuen Schienen heruntergeführt werden.
Diese Biegebeanspruchung darf begreiflicherweise nicht zu groß werden, um dem Auftreten innerer Spannungen und bleibender Verformungen vorzubeugen. Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang auch auf eine möglichst reibungsarme Führung der aufzunehmenden, zu spreizenden und abzulegenden Schienen zu achten.
Am Fahrzeug-Verband-Mittelteil sind selbstverständlich noch weitere bzw. auch andere, gleislos verfahrbare Vorrichtungen zur Bearbeitung der Bettung und/oder des Unterbaues vorgesehen, bzw. diesem Mittelteil zugeordnet, /.. B. Unterbau-Verdichter. Wesentlich ist jedoch, daß der Zusammenhalt des Verbandes und die Zusammenarbeit der ihm angehörenden fahrbaren Vorrichtungen bei der Einfügung solcher zusätzlicher oder andersartiger Bettungsbearbeitungsvorrichtungen stets gewahrt bleibt, d. h. daß dieser Verband als solcher durch eine Kette von Fahrzeugen, gewissermaßen durch ein Gliederband, verkörpert bleibt, mit der der gleislose Bettungslängsabschnitt überbrückt wird.
Die in der Fig.3 veranschaulichte Gesamteinrichtung läßt anschaulich erkennen, daß ein solcher einheitlicher Fahrzeug-Verband nur eines einzigen Fahrantriebes bedarf, beispielsweise einer am vorderen Ende anzufordernden Zugmaschine 38, die diesen Verband sowohl im Arbeits-Bereich als auch zwischen den einzelnen Arbeitseinsätzen, also von einem Einsatzort zum anderen oder in eine Ruhestellung, verfahren kann.
In der F i g. 3 ist der Fahrzeug-Verband zur Gänze auf den Fahrwerken 8 bzw. 15 auf dem Gleis 39 verfahrbar dargestellt; die gleislosen Fahrwerke 17 sind dabei mittels der absenkbaren Fahrwerke 15 in eine unwirksame Höhenlage angehoben. Die Schotterreinigungsmaschine kann demnach so ausgebildet werden, daß sie im Bedarfsfall auch bei einer gleisgebundenen Schienenfahrt eingesetzt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Auswechseln bzw. Erneuern der Schwellen und gegebenenfalls der Schienen eines Gleises während einer kontinuierlichen Vorwärtsbewegung der die Alt- bzw. Neuschwellen und gegebenenfalls -schienen des Gleises aufnehmenden Gleisfahrzeuge, bei welchem in kontinuierlicher Folge nach dem Lösen der Schienen von den Altschwellen die Schienen zwangsweise mittels Führungen angehoben, insbesondere gespreizt und dabei reibungsarm geführt, und die Altschwellen zur Bildung eines gleislosen Bettungslängsabschnittes (Umbaulücke) aufgenommen werden, wobei gleichzeitig die Neuschwellen am Ende der mitwandernden Umbaulücke abgelegt und die die Umbaulücke überbrückenden und reibungsarm geführten Altbzw. Neuschienen auf die bereits verlegten Neuschwellen zwangsweise mittels Führungen abgesenkt, dabei insbesondere auf die gewünschte Spurweite gebracht, sowie danach wieder befestigt werden, wobei in der Umbaulücke der Schotter planiert und verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen bzw. Vorrichtungen zum Aufnehmen der Altschienen bzw. -schwellen und die Führungen bzw. Vorrichtungen zum Verlegen der Neuschienen bzw. -schwellen durch Anordnung dieser Führungen bzw. Vorrichtungen auf einem gemeinsam verfahrbaren Fahrzeugverband, in einem konstanten gegenseitigen Abstand vorwärtsbewegt werden, so daß der Längsabstand zwischen der mitwandernden Aufnahmestelle und der Verlegestelle der Schienen und bzw. oder Schwellen während der kontinuierlichen Vorwärtsbewegung konstant gehalten wird, und daß aus der Umbaulücke der Schotter aufgenommen, gereinigt und der Bettung zumindest teilweise wieder zugeführt und im Bereich der Verlegestelle verteilt wird, wobei die Soll-Lage der Schotterbettung unter Verwendung eines Bezugs- und Abnahmesystems hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des gereinigten Schotters in die durch die bereits verlegten und vorzugsweise bereits mit den Schienen verbundenen Schwellen gebildeten Schwellenfächer verfüllt, insbesondere gleichmäßig verteilt wird.
3. Fahrbare Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, zum Auswechseln bzw. Erneuern der Schwellen und gegebenenfalls der Schienen eines Gleises während der kontinuierlichen Vorwärtsbewegung mit die Alt- bzw. Neuschwellen und gegebenenfalls -schienen des Gleises aufnehmenden Gleisfahrzeugen und mit Vorrichtungen mit der Höhe und/oder Seite nach bewegbaren Werkzeugen bzw. Führungen zum Aufnehmen und Verlegen der Schienen bzw. Schwellen und zur reibungsarmen Führung der den durch Abhebung der Schienen und/oder Schwellen gleislos verbleibenden Bettungslängsabschnitt (Umbaulücke) überbrückenden Schienen und mit Vorrichtungen zum Verteilen bzw. Planieren des Bettungsbereiches zwischen Aufnahme- und Verlegestelle sowie Antriebs- und Steuervorrichtungen zur Durchführung des während dieser kontinuierlichen Vorwärts- ^ bewegung erfolgenden Verlege- bzw. Umbauvorganges, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleisfahrzeuge (1, 2, 3) mit den Vorrichtungen bzw. Führungen (4,6,9,13,33) zum Aufnehmen, Verlegen usw. der Schienen (7,10) und/oder der Schwellen (5, 27) zu einem gemeinsam verfahrbaren Fahrzeugverband zusammengefaßt sind und der die mitwandernde Umbaulücke überbrückende Fahrzeugverband-Mittelteil innerhalb dieses Verbandes gelenkig angeordnet ist, und daß Mittel zur Aufrechterhaltung eines im wesentlichen konstanten, gegebenenfalls wahlweise vorbestimmbaren Abstandes zwischen den Anlenkstellen des Fahrzeugverband-Mittelteiles vorgesehen sowie Vorrichtungen (21, 25) zum Reinigen und Verteilen des Bettungsschotters während der kontinuierlichen Vorwärtsbewegung und ein mindestens eine Bezugsgerade (36) aufweisendes Bezugs- und Abnahmesystem, das diese Vorrichtungen (21, 25) mittels Abnahmeorganen (36', 36") zur Erzielung der Soll-Lage der Schotterbettung steuert, dem Fahrzeugverband-Mittelteil zugeordnet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 3 zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsam verfahrbare Fahrzeugverband Fördermittel (24), z. B. Förderbänder od. dgl., zur Weiterleitung des gereinigten Schotters von der Vorrichtung (21) zum Reinigen bis in den Bereich der bereits verlegten und vorzugsweise bereits mit den Schienen (10) verbundenen Schwellen (27) aufweist und daß die Vorrichtungen (25) zum Verteilen des gereinigten Schotters in den Schwellenfächern an diesem Fahrzeugverband-Mittelteil angeordnet sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Bezugsgerade (36) aus dem noch nicht bearbeiteten Gleisbereich in den Bereich der am Fahrzeugverband-Mittelteil angeordneten Vorrichtungen zur Bearbeitung des Bettungsschotters erstreckt.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Bezugsgeraden (36), z. B. einem Laserstrahl, einem Strahlenbzw. Wellenbündel od. dgl. zusammenwirkenden Abnahmeorgane (36', 36"), z. B. Blenden, Empfänger od. dgl., zur Überwachung sowohl der Soll-Lage der neuen Bettung nach der Höhe als auch nach der Seite ausgebildet sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die sich bis in den Bereich der bereits verlegten und vorzugsweise bereits mit den Schienen (10) verbundenen Schwellen (27) erstreckenden Fördermittel (24) mit einer Abwurfeinrichtung für den gereinigten Schotter ausgestattet sind, die ein der Schienenbefestigungsvorrichtung in Arbeitsrichtung nachgeordnetes Abwurf-Ende aufweist.
DE2023979A 1969-10-07 1970-05-15 Verfahren und Einrichtungen zum Auswechseln bzw. Erneuern der Schwellen und gegebenenfalls der Schienen eines Gleises Expired DE2023979C3 (de)

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