DE201730C - - Google Patents
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- DE201730C DE201730C DENDAT201730D DE201730DA DE201730C DE 201730 C DE201730 C DE 201730C DE NDAT201730 D DENDAT201730 D DE NDAT201730D DE 201730D A DE201730D A DE 201730DA DE 201730 C DE201730 C DE 201730C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22D—PREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
- F22D7/00—Auxiliary devices for promoting water circulation
- F22D7/02—Saddles or like directing plates fitted to furnace tubes
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- Thermal Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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- Jet Pumps And Other Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 201730 KLASSE 13 b. GRUPPE
JOSEF BRUNDRIT in LIVERPOOL.
in Dampfkesseln.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung
zum Heben von Flüssigkeiten, die sich insbesondere dazu eignet, einen kräftigen Wasserumlauf in Dampfkesseln herbeizuführen.
Gegenüber den bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art besteht das Neue darin, daß durch
die Ausdehnung von Luft oder Dampf in einer geschlossenen, mit Wasserein- und -auslaß versehenen
Kammer das Wasser aus dieser Kammer ausgestoßen wird, wobei durch die lebendige Kraft des ausfließenden Wasserstromes
der Druck innerhalb der Kammer so weit verringert wird, daß durch das Einlaßrohr frisches
Wasser nachströmt. Die Druckverringerung in der Kammer wird noch insbesondere dadurch
befördert, daß die durch das Einlaßrohr in die Kammer strömende verhältnismäßig
kalte Wassermenge durch die düsenartige Ausbildung des Einlaßrohrendes fein . zerteilt in
die Kammer eingespritzt wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt im Querschnitt und Fig. 2 im Längsschnitt einen Schiffskessel, der mit der
neuen Vorrichtung ausgerüstet ist.
Fig. 3 stellt diese Vorrichtung in größerem Maßstabe dar.
Fig. 4 ist eine Oberansicht der Mündung des Wassereinlaßrohres.
In dem dargestellten, zur Erzeugung eines kräftigen Wasserumlaufes im Dampfkessel dienenden
Ausführungsbeispiel, welches eine Ansammlung von stillstehendem Wasser am Boden des Kessels verhindert, ist die Vorrichtung
vollständig in den Kessel eingebaut und daher unabhängig von irgendeiner außerhalb liegenden
Einrichtung. Sie besteht aus einer zylindrischen Kammer a, in die das Wasser stoßweise
eingesaugt wird. Die Kammer wird von den Stehbolzen c mittels der Gehänge b getragen
und steht durch ein Saugrohr d mit dem unteren, kälteren Teil des Kesselwasserraumes
in Verbindung. An die Kammer a ist noch das Auspuffrohr e angeschlossen, welches
im Dampfraum endigt. Das obere Ende des Saugrohres d ragt ein Stück in die Kammer
α hinein und endigt unterhalb des normalen Kesselwasserstandes. Das untere Ende
des Auspuffrohres e mündet ein wenig über dem Boden der Kammer a. Die beiden Rohre
brauchen jedoch nicht in die Kammer einzutreten.
Das obere Ende des Saugrohres ist zweckmäßig kegelförmig gestaltet, so daß das durch
das Rohr eingesaugte Wasser gegen die Kuppel der Kammer α gespritzt und der in der Kammer
enthaltene Dampf schnell gekühlt wird. Um das kegelförmige Ende des Saugrohres d
ist ein unten und oben offenes Gehäuse/ angeordnet, an welches, sich das untere Ende
des Auspuffrohres e anschließt, so daß etwa in diesem Rohr während des Arbeitens der
Vorrichtung verbliebener Dampf durch die Berührung mit dem verhältnismäßig kalten
Rohr d abgekühlt wird. Die erwähnten Gehänge b sind an der Kammer α mittels Flanschen
g und h befestigt, von denen die unteren Flanschen h zweckmäßig mit dem Boden-
stück i der Kammer aus einem Stück gegossen sind.
Die Kammer α kann mit einem Abblasehahn versehen sein, der es ermöglicht, die sich
in der Kammer etwa ansammelnden Rückstände zu entfernen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Wird der Kessel gefüllt, so steigt das
Wasser in dem Saugrohr d zugleich mit dem
to Wasser im Kessel, bis es über die Spitze des Saugrohres in die Kammer α überfließt. Da
das Auspuffrohr e ein wenig über dem Boden der Kammer α mündet, so kann die Luft aus
der Kammer so lange entweichen, bis die Mündung des Auspuffrohres abgeschlossen ist,
worauf das noch in die Kammer eintretende Wasser die darin eingeschlossene Luft zusammendrückt.
Wird die Kammer α nun erhitzt, so dehnt sich die Luft aus .und treibt das
Wasser durch das Auspuffrohr e aus der Kammer. Das Wasser wird hierbei, sobald der
Wasserstand in der Kammer α entsprechend gesunken ist, mit so großer lebendiger Kraft
durch das Rohr e ausgestoßen, daß der Druck innerhalb der Kammer α durch die lebendige
Kraft des ausströmenden Wassers so weit verringert wird, daß durch das Saugrohr d vom
Boden des Kessels Wässer in die Kammer nachgesaugt wird. Das Einsaugen des Wassers
durch das Rohr d wird insbesondere dadurch wesentlich gefördert, daß das verhältnismäßig
kältere Wasser durch die düsenartige Ausbildung des Eintrittsrohres in der Kammer fein
zerteilt wird, wodurch eine weitere Druckverminderung in der Kammer entsteht.
Der beschriebene Vorgang wiederholt sich dann von neuem, bis die Luft nach einigen
Vorgängen die Kammer verlassen hat, worauf die Vorrichtung in derselben Weise mit dem
gebildeten Dampf weiter arbeitet. Es wird also selbsttätig ein abwechselndes Füllen und
Entleeren der Kammer erreicht, so daß durch die aufeinanderfolgend durch das Rohr β ausgestoßenen
Wassersäulen ein vollständiger Wasserumlauf im Dampfkessel erreicht wird.
Die Vorrichtung kann auch außerhalb des Kessels angebracht werden, nur muß die Kammer
α stets genügend erhitzt werden, um die beschriebene Wirkung hervorzubringen. Die
Kammer kann in anderer Weise, wie dargestellt, gestaltet sein, so z. B. aus einer Anzahl
Röhren bestehen oder mit Querröhren versehen sein.
Anstatt als Umlaufsvorrichtung in Dampfkesseln kann der Erfindungsgegenstand auch
als Pumpe benutzt werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Heben von Flüssigkeiten, insbesondere zur Erzeugung eines
Umlaufs in Dampfkesseln, gekennzeichnet durch eine Kammer, die derart mit einem Ein- und Auslaß versehen ist, daß durch
die Ausdehnung von Luft oder Dampf in dieser Kammer die zu befördernde Flüssigkeit
ausgestoßen und durch die lebendige Kraft der austretenden Flüssigkeit der Druck innerhalb der Kammer so weit verringert
wird, daß frische Flüssigkeit in die Kammer eingesaugt wird.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Erzeugung eines Wasserumlaufs
in Dampfkesseln, dadurch gekennzeichnet, daß das Saugrohr (d) in dem unteren
Teil des Kesselwasserraumes und das Auspuffrohr (e) im Dampfraum mündet.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das obere Ende des Saugrohres (d) kegelförmig gestaltet und von einem unten
und oben offenen Gehäuse (f) umgeben ist, in welches das Auspuffrohr (e) mündet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201730C true DE201730C (de) |
Family
ID=464264
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201730D Active DE201730C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201730C (de) |
-
0
- DE DENDAT201730D patent/DE201730C/de active Active
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