DE2016146C3 - Reißverschluß mit gewirkten Tragbändem - Google Patents
Reißverschluß mit gewirkten TragbändemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Reißverschluß mit gewirkten Tragbändern und darauf aufliegenden, mittels
Nähnähten befestigten Verschlußgliederreihen, wobei die Tragbänder längs der einander zugewandten Bandkanten
verstärkt sind und auf einer Seite eine Längsprofilierung aurweisen.
Bei einem bekannten Reißverschluß der genannten Gattung (vgl. DE-GM 17 57 IH), bei dem die Tragbänder
alternativ auch gewebt sein können, sind die Bandkanten der Tragbänder minds zusätzlicher Wulste
und/oder Schutz- oder Stützrippen verstärkt, um die insbesondere aus einzelnen Verschlußgliedern bestehenden
Verschlußgliederreihen sicherer an den Tragbändern zu halten und zu schützen. Die Längsprofilierung
der Tragbänder, die sich auf der Sichtseite des Reißverschlusses befindet und beispielsweise durch Arbeiten
in Rips gebildet ist, dient der ästhetischen Verschönerung
des Reißverschlusses und zugleich der Versteifung der neben den Verschlußgliederreihen liegenden
sichtbaren Tragbandteile. In der Ausführungsform mit gewirkten Tragbändern und fortlaufenden Verschlußgliederreihen
genügt dieser bekannte Reißverschluß den erwünschten Anforderungen hinsichtlich Aufbruchsicherheit bei Querzugbeanspruchung nicht,
da das Teilungsmaß der VerschluBgliederreihen infolge der Elastizität der gewirkten Tragbänder und der
Nachgiebigkeit der Nähnähte nicht ausreichend stabilisiert ist. Darüber hinaus sind auch die im Zuge der Herstellung
des Reißverschlusses zur Verstärkung der Bandkanten der Tragbänder erforderlichen zusätzlichen
Maßnahmen recht aufwendig und machen den durch Verwendung gewirkter Tragbänder bedingten
Vorteil niedrigerer Gestehungskosten wieder zunichte.
Der Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem ReiBverschluB der eingangs genannten Gattung
in herstellungstechnisch einfacher Weise eine ausreichende Stabilität des Teilungsmaßes sicherzustellen.
Die Erfindung besteht darin, daß ein oder mehrere, dem einen Tragbandrand benachbarte Maschenstäbchen
aus verstärkten Fäden gebildet sind, daß die Verschlußgliederreihe auf der den Stäbchenrillen gegenüberliegenden
Tragbandseite angeordnet ist und daß die das Tragband durchdringenden Nahtschleifen in
einer Stäbchenrille liegen.
Die einzelnen Merkmale dieses Schutzbegehrens sind in der Wirkerei und Nähtechnik an sich bekannt
Das Schutzbegehren erstreckt sich nur auf die Gesamtheit aller im Hauptanspruch enthaltenen Merkmale
und nicht auf Einzelelemente,
Die Erfindung nutzt hierbei zunächst die Erkenntnis, daß die für die Stabilisierung des Teilungsmaßes erforderliche
Verminderung der hohen Elastizität von gewirkten Tragbändern in Richtung der Reißverschlußlängsachse
herstellungstechnisch am einfachsten zu verwirklichen ist, wenn die die Stäbchen im Bereich der
Bandkanten bildenden Randfäden im Vergleich zu den übrigen Fäden der Tragbänder verstärkt sind Die
Randfäden bilden dann infolge ihrer Verstärkung ein wesentlich festeres und weniger elastisches Gewirke
als die übrigen Fäden, ohne daß es beispielsweise zusätzlicher Stehfäden bedarf, die die Herstellung der
Tragbänder aufwendiger werden lassen. In Kombination zu dieser Verstärkung der Bandkanten sind die
Verschlußgliederreihen auf der glatten Seite der Tragbänder und die Schleifen der Nähnähte auf der anderen,
die Stäbchenrillen aufweisenden Seite der Tragbänder in den den verstärkten Bandkanten unmittelbar
benachbarten Stäbchenrillen angeordnet, weil sich bei dieser Anordnung die Nähnähte an einer Stelle befinden,
an der die Tragbänder senkrecht zur Reißverschlußebene am wenigsten kompressibel und die Nähnähte
bei Querzugbeanspruchung am wenigsten nachgiebig sind. Die beschriebenen Maßnahmen stellen die
optimale Lösung für den Verbund zwischen fortlaufenden Verschlußgliederreihen und gewirkten Tragbändern
dar, weil die Nähnähte sowohl in Richtung der Reißverschlußlängsachse als auch senkrecht zur Reißverschlußebene
bestmöglich fixiert sind und das Teilungsmaß der Verschlußgliederreihen hinreichend stabilisieren,
so daß auch bei größeren Querzugbeanspruchungen Aufbruchsicherheit gewährleistet ist.
Die Zahl der die Bandkanten der Tragbänder bildenden
Maschenstäbchen richtet sich im wesentlichen nach Breite und Abstand der Maschensiäbchen im Vergleich
zur Breite der Verschlußgliederreihen. Bei sehr feingewirkten Tragbändern sind die Bandkanten zweckmä-Bigerweise
von mehreren Maschenstäbchen gebildet. Da in diesen Fällen die Breite der Stäbchenrillen häufig
kleiner als die Dicke der verwendeten Nähnadeln ist, sind nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung
die die Schleifen der Nähnähte aufnehmenden Stäbchenrillen zu den Bandkanten hin verbreitert. Diese
Verbreiterung der Stäbchenrillen kann dadurch verwirklicht werden, daß im Zuge der gleichzeitigen Herstellung
von zwei oder mehreren gewirkten Tragbändern in einer einzigen breiten Textilbahn die Maschenstäbchen
benachbarter Bandkanten durch stark gespannte Verbindungsfäden zusammengepreßt werden,
so daß eine hinreichende Eingriffsbreite für in die fraglichen Stäbchenrillen eingreifende Nähnadeln gegeben
ist, und die Tragbänder nach Annähen der Verschlußgliederreihen durch Auftrennen der Verbindungsfäden
voneinander getrennt werden, wobei sich die Bandkanten etwas ausdehnen und die die Schleifen der Nähnähte
aufnehmenden Stäbchenrillen durch die benachbarten Maschenstäbchen zumindest teilweise verdeckt
werden.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß ein Reißverschluß mit gewirkten Tragbändern
und daran mittels Nähnähten befestigten Verschlußgliederreihen geschaffen ist, bei welchem trotz
einfachster Herstellbarkeit der Tragbänder eine her-
vorragende Stabilisierung des Teilungsmaßes gewährleistet ist. Die Anordnung der Nähfadenschleifen in den
Stäbchenrillen bewirkt neben den bereits beschriebenen Verbesserungen hinsichtlich der Stabilisierung des
Teilungsmaßes zugleich auch einen vollständigen Schutz der Nähnähte an der Rückseite der Tragbänder
gegen mechanische Beanspruchung durch den Reißverschlußschieber.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich
Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert; es zeigt
F i g. 2 eine andere Ausführungsform des Gegenstandes nach Fig. 1-
Die in den Figuren dargestellten Reißverschlüsse be- (5
stehen in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus gewirkten Tragbändern 1 und daran mittels Nähnähten 2 befestigten
Verschlußgliederreihen 3. Dabei weisen die Verschlußgliederreihen 3 einen eingelegten Tragstrang 4
auf. Aus den Figuren ist die profilartige Struktur der gewirkten Tragbänder i erkennbar, wobei die einzelnen
Maschenstäbchen 5 durch Stäbchenrilltü 6 voneinander getrennt sind. Die Verschlußgliederreiben 3 liegen
auf den glatten Seiten der Tragbänder 1 auf, und die Nähnähte 2 sind durch die an die Bandkante 7 grenzenden
Stäbchenrillen 6 geführt Dabei entspricht die Breite des Stichabstandes A (vgl. F i g. 2) dem Abstand
der Stäbchenrillen 6, die an die gegeneinander stoßenden Bandkanten 7 angrenzen. Mit anderen Worten besteht
die Hälfte des Stichabstandes aus der Breite der
Bandkante 7 bzw. des Maschenstäbchens 5 und aer Hälfte der Breite einer Stäbchenrille 6. In der F i g. 1 ist
die Breite des Maschenstäbchens 5 an der Bandkante 7 gegenüber den übrigen Maschenstäbchen 5 verbreitert,
weil die Tragbänder 1 verstärkte Randfäden aufweisen. Im übrigen zeigt die F i g. 1, daß die Stäbchenrillen 6, in
denen die Schleifen der Nähnähte 2 angeordnet sind, breiter sind als die übrigen Stäbchenrillen 6 der Tragbänder
1. Diese ersteren Stäbchenrillen 6 sind bereits bei Erzeugung des Tragbandes 1 durch stark gespannte
Verbindungsfäden in Richtung auf den Rand der Tragbänder 1 verschoben worden und geben dadurch eine
hinreichende Eingriffsbreite für die in die Stäbchenrillen 6 eingreifenden Nähnadeln. Dadurch wird auch
sichergestellt, daß die Maschen der an die betreffenden
Stäbchenrillen 6 angrenzenden Maschenstäbchen 5 beim Nähvorgang nicht von den Nähnadeln erfaßt werden.
Bei der Ausführungsform nach ^ i g. 2 ist die Bandkanie
7 durch zwei Maschenstäbchen 5 gebildet. Diese
Ausführung ist vorteilhaft, wenn sehr fein gewirkte Tragbänder 1 mit im Verhältnis dazu sehr breiten Verschlußgliederreihen
3 vernäht werden, weil durch Einbeziehung mehrerer Maschenstäbchen 5 in die Bandkante
7 unter derartigen Bedingungen Funktionssicherheit und Betriebssicherheit des Reißverschlusses günstig
beeinflußt werden.
Claims (2)
- Patentansprüche;1, ReiBverschluB mit gewirkten Tragbändern und darauf aufliegenden, mittels Nähnähten befestigten s Verschlußgliederreihen, wobei die Tragbänder längs der einander zugewandten Bandkanten verstärkt sind und auf einer Seite eine Längsprofilierung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere, dem einen Tragbandrand (7) benachbarte Maschenstäbchen (5) aus verstärkten Fäden gebildet sind, daß die Verschlußgliederreihe (3) auf der den Stäbchenrillen (6) gegenüberliegenden Tragbandseite angeordnet ist und daß die das Tragband (1) durchdringenden Nahtschleifen (2) in einer Stäbchenrille (6) liegen.
- 2. Reißverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Nahtschleifen (2) aufnehmende Stäbchenrille (6) zur Bandkante (7) hin verbreitert ist
Priority Applications (8)
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