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Taschenwaage Die Erfindung betrifft eine Taschenwaage mit einem flachen
Gehäuse, an dem oben ein Handgriff vorgesehen ist -und aus welchem unten ein Lasthaken
heraustritt, der über ein Wiegesystem mit wenigstens einer Tragfeder mit einerAnzeigevorrichtung
in Verbindung steht, Derartige Taschenwaagen sind dazu bestimmt, daß sie in einer
Tasche mitgeführt und nach Belieben und Notwendigkeit eingesetzt werden0 Ein Anwendungsgebiet
besteht beispielsweise im Wiegen von Koffern, was bei der Eoffergewichtsbeschränkung
für Fluggepäck von besonderer Bedeutung ist0 Weii tere Anwendungsgebiete liegen
beispielsweise im Wiegen von Paketen oder Wildbret und dergleichen0 Diese und weitere
Anwendungen erfordern eine Waage, die möglichst als geschlossenes Gehäuse in einer
Tasche mitgefahrt werden kann, wobei weder zuviel Platz beansprucht wird noch Teile
vorhanden sind, die in sperriger.ueise abstehen oder in der Tasche mitverpackte
Gegenstände beschädigen können, Bekannte Taschenwaagen haben den Nachteil, daß die
Handhabung schon deshalb problematisch ist, weil die Anzeigevorrichtung
nur
von vorn ablesbar ist0 Das bedeutet, daß die Waage mit dem daran hängenden Gewicht
praktisch vor der wiegenden Person möglichst bis in Augenhöhe hochgehoben werden
muß.
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Das ist vielfach nicht oder nur unter großen Anstrengungen möglich0
Im allgemeinen wird dabei auch nur die Waage mit dem zu wiegenden Gegenstand kurzzeitig
hochgerissen, wodurch kein genaues Gewicht festgestellt wird.
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Eine bekannte Taschenfederwaage (GM 1o856.?44) läßt nun zwar die Möglichkeit
zu, daß ein Handgriff und ein lasthaken so um das Gehäuse geklappt werden können,
daß eine kompakte Zusammenfügung entsteht. Diese Waage hat aber den oben beschriebenen
Nachteil der Ableseskala an der Vorderseite0 Gleiches gilt für eine bekannte Taschenwaage
(GM 1.701,883), bei welcher zwar der Handgriff als Bügel mit seinen Schenkeln in
den oberen Schmalrand des Gehäuses einschiebbar ist, bei der aber der lasthaken
am unteren Schmalrand in der Nähe einer Seite austritt. Dadurch verkantet die Waage,
so daß ein genaues Ergebnis nicht erreicht wird0 Der Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, eine Taschenwaage zu schaffen, die kleinstmögliche Abmessungen hat und
in der Anwendung bei verminderter Beanspruchung der die Waage benutzenden Person
ein weitaus genaueres Ergebnis erzielt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Anzeigevorrichtung
am oberen Schmalrand des Gehäuses vorgesehen und von oben ablesbar ist0 Hierdurch
ist es möglich, die Waage mit dem angehängten Gegenstand nur etwas anzuheben, wobei
der die Waage tragende Arm gar nicht oder nur wenig angewinkelt werden muß. In dieser
Haltung lassen sich auch von körperlich schwachen Personen lasten heben, wobei dann
eine Ablesung nach Stillstand des Wiegesystems einfach möglich ist, indem von oben
auf die Waage gesehen wird.
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Gemäß einem besonders vorteilhaften Merkmal tritt dabei die Aufhängung
des lasthakens etwa im mittleren Bereich aus dem unteren Schmalrand des Gehäuses
heraus. Hierdurch werden Verkantungen schon vermieden, abgesehen davon, daß sich
auch das Anheben einer last dadurch vereinfacht, daß sie etwa mittig zum Handgriff
angreift.
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Ein bevorzugtes Merkmal liegt weiterhin darin, daß der Handgriff im
Gehäuse durch eine das Gehäuse durchsetzende oeffnung parallel zum oberen Schmairand
gebildet ist0 Hierdurch werden jegliche Elapp- oder Umschlaghandgriffe vermieden,
wodurch die kompakte Baugruppe verbessert wird0 Außerdem wird ein Handgriff geschaffen,
der leicht zu erfassen und gut zu halten ist, weil er fest zum Waagengehäuse angeordnet
ist0 Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Anzeigevorrichtung an einem Ende
des oberen Schmalrandes und wenigstens.teilweise in einem Bereich neben dem Abschnitt
angeordnet, unter dem sich die Grifföffnung befindet. Dadurch liegt die Anzeigevorrichtung
automatisch neben der die Waage am Handgriff haltenden Hand, und zwar für eine besonders
günstige Ablesemöglichkeit vor dem Handabschnitt, der vom Daumen und Zeigefinger
gebildet wird.
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Zweckmäßig ist dabei die Grifföffnung von dem Ende des Gehäuses, an
dem die Anzeigevorrichtung vorgesehen ist, zum anderen Ende hin versetzt, und der
Lasthaken ist im mittleren Bereich zu dem Gehäuserand hin, an dem oben die Anzeigevorrichtung
angeordnet ist, versetzt. Hierdurch ergeben sich besonders günstige Bedingungen
bei einer kompakten Ausfuhrung mit einem nach außen glatten und geschlossenen Gehäuse,
wobei eine solche Ausführung der normalen Hebewirkung der Hand entspricht, bei welcher
das größere lastaufnahmevermögen im Bereich der Partie zwischen Daumen und Zeigefinger
und Mittelfinger liegt.
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Gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform weist die Anzeigevorrichtung
ein Skalenband auf, das an einem Wiegehebel befestigt und an seinen Rändern in Gehäuse-Nuten
gefuhrt ist, die unterhalb eines hnzeigefensters im oberen Schmalrand vorbeigehenO
Durch diese lösung für die Anzeigevorrichtung wird nicht nur eine raumsparende Anordnung
ermöglicht, sondern auch Gewicht eingespart0 Das Skalenband ist zweckmäßig als Kunststoffband
ausgefahrt, das zwar biegsam, aber in seiner Längsrichtung steif ist0 Das ist die
bevorzugte husfahrungsform. Es wird einbezogen, daß das Skalenband auch aus anderen
Materialien, beispielsweise als Stahlband, ausgeführt sein kann.
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Die Anzeigevorrichtung weist am oberen Schmalrand weiterhin ein Anzeigefenster
auf, das entweder von einer Zeigermarkierung durchsetzt ist oder nben welchem eine
solche Zeigermarkierung angeordnet ist. Vorzugsweise ist die Zeigermarkierung als
Strich auf der Fensterunterseite unmittelbar über dem Skalenband angeordnet0 Obwohl
die Erfindung durch die ausbildung des Handgriffs und die Anordnung für die Aufhängung
des Lasthakens bereits die Voraussetzung für eine symmetrisch zum Handgriff angreifende
und gut zu handhabende Last schafft, besitzt die Erfindung vorteilhaft eine Führung
eines Umlenkbandes für den Lasthaken an einem mit dem Wiegehebel verbundenen Bogen
zur Gewährleistung eines gleichbleibenden lastarmes am Wiegehebel unabhängig von
seiner Auslenkung oder der Ausrichtung des Gehäuses.
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Dadurch bleiben Verkantungen ohne Einfluß. Vor allem ist aber gewährleistet,
daß die last immer mit gleichbleibendem Last arm über die gesamte Skala zulässiger
lasten einwirkt. Besonders wesentlich ist das, wenn gegenüber bekannten Ausfährungen
im Sinne einer gedrängten Ausbildung keine in Lastrichtung angeordneten Schraubenfedern
als Tragfedern vorgesehen sind.
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Bei bekannten Ausführungen beispielsweise mit Blattfedern, an denen
die Iast lotrecht angreift, ergeben sich erhebliche Probleme
hinsichtlich
der gleichbleibend genauen Anzeige bei verschiedenen-Gewichtsgrößen sowie hinsichtlich
der Teilung einer Skala Zweckmäßig ist das Umlenkband für den lasthaken über eine
konzentrisch zur Drehachse des Wiegehebels angeordnete und mit diesem verbundene
Kreisbogen-Segmentführung geführt0 Bei einer Ausführung, in welcher der Wiegehebel
als Winkelhebel- ausgeführt ist, der am Ende eines Schenkels drehbar gelagert ist
und an welchem die Tragfeder angreift, sieht eine zweckmäßige Ausführungsform vor,
daß die Tragfeder wischen dem Scheitelpunkt des Wiegehebels und dem gelagerten Ende
des Schenkels angreift und das Umlenkband im Bereich des Scheitelpunktes festgelegt
ist0 Auch hierdurch wird eine raumsparende Anordnung geschaffen, wobei-der andere
Schenkel des Winkelhebels für einen erheblichen Ausschlag für die Betätigung der
Anzeigevorrichtung sorgt0 Zweckmäßig hat der Wiegehebel an seinem Scheitel einen
etwa in Richtung der Winkelhalbierenden zwischen den Schenkeln verlaufenden Einschnitt,
dessen Verlängerung tangential den Bogen der Segmentführung berührt, wobei das Umlenkband
mit einer schlitzförmigen Öffnung über den Wiegehebel streifbar und in den Schlitz
einhängbar ist0 Diese Lösung sorgt für einen einfachen Aufbau mit sehr wenig-Teilen,
die leicht zu montieren sind0 Dadurch kann eine ökonomische Herstellung erzielt
werden0 Das Umlenkband ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform als Gall'sche
Kette ausgebildet, obgleich auch andere'Bandausführungen, beispielsweise aus Kunststoff,
einbezogen werden.
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Unter Verwendung einer bekannten Aufhängung-- der Tragfeder mittels
einer Justiermutter an einem Tarierstift sieht unter obi-, . . gem Gesichtspunkt
eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung vor, daß der Tarierstift einen zur Beder
hin kugelkalottenförmigen
Kopf aufweist.
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Gemäß einer Ausbildung der Erfindung ist dabei an dem kugelkalottenförmigen
Kopf ein profilierter, insbesondere gerändelter Kranz vorgesehen und im Gehäuse
eine entsprechende Ausnehmung, jedoch mit Untermaß, angeordnet. Das Untermaß legt
den Ko beim Zusammensetzen des Gehäuses automatisch in Drehrichtung unveränderbar
fest, ohne daß dazu besondere Mittel angeordnet werden müssen.
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Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
jedoch eine Ausnehmung mit Spiel für den kugelkalottenförmigen Kot nach aussen,
insbesondere zu einem Schmalrand des Gehäuses, durch eine Öffnung zugänglich und
in dem Kopf eine Stellprofilierung, insbesondere ein Diagonalschlitz, angeordnet.
Dadurch läßt sich eine Justierung des frei verdrehbaren Kopfes auch bei geschlossenem
Gehäuse herstellen. Die kugelkalottenförmige Ausbildung sorgt in jedem Falle für
eine sich anpassende Lagerung der Tragfeder.
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Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist
das Gehäuse im unteren Teil der Seite, an welcher die Anzeigevorrichtung vorgesehen
ist, an dem seitlichen und unteren Schmalrand offen, und die Nuten für das Skalenband
sind zum Drehpunkt des Wiegehebels konzentrisch gekrümmt zum unteren Schmalrand
hin geführt. Hierdurch ergibt sich eine proportionale Übertragung des Gewichts an
der Anzeigevorrichtung. Dadurch wird auch eine kleine Gehäuseabmessung ermöglicht,
weil der Wiegehebel bei größeren Gewichten aus dem Gehäuse heraustreten kann.
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Obgleich es bei bekannten Taschenwaagen bekannt ist, den Lasthaken
durch Umklappen an einen unteren Gehäuserand anzulegen oder praktisch über das Gehäuse
zu schlagen, weist die Erfindung
eine weitere Verbesserung dahingehend
auf, daß der lasthaken innerhalb des Gehäuses untergebracht werden kann. Zu diesem
Zweck ist im Bereich des offenen seitlichen Schmalrandabschnittes eine an einer
Seite des Gehäuses vorgesehene und sich neben der Skalenbandnute nach innen erstreckende,
zum offenen Schmalrand offene Ausnehmung angeordnet, in die das vordere Ende des
in den seitlich und unten offenen Gehäuseteil eingelegten Lasthakens einfahrbHar
ist0 Das Gehäuse ist im Sinne einer wirtschaftlichen Ausführung aus zwei Schalen
gebildet, die durch nur zwei Verbindungsmittel wie Nieten oder Schrauben zusammengehalten
sind und sich gegenüberliegende lageröffnungen aufweisen, wobei im Sinne einer gedrängten
Ausgestaltung die Tragfeder im wesentlichen parallel zur Grifföffnung angeordnet
ist. Das ist ein wesentliches Merkmal besonderer gegenüber bekannten Waagen mit
Schraubenfedern, die in Lastrichtung vorgesehen sind0 Die erfindungsgemäße Schraubenfeder
in ihrer Anordnung im wesentlichen senkrecht zur lastrichtung ermöglicht bei einem
einfachen Wiegesystem mit großem Ausschlag des Wiege hebels eine gut ablesbare Anzeigeskala
unter Verwendung nur weniger Teile, die auf kleinstem Raum untergebracht werden
können Die Erfindung wird im folgenden anhand eines- Ausführungsbeispiels erläutert,
das in der Zeichnung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 : eine schematische
Vorderansicht der erfindungsgemäßen Waage, wobei innere Teile im Gehäuse gezeigt
sind; Fig. 2 : eine Draufsicht auf das Gehäuse nach Fig. 1;
Fig.
3 : eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, in welcher sich die Teile des Wiege systems
in einer der größtmöglichen Belastungen entsprechenden lage befinden; Fig. 4 : eine
Seitenansicht des Gehäuses mit eingesetzten Haken in Ruhestellung; Fig. 5 : eine
Innenansicht einer Gehäuseschale, und zwar bezüglich Fig. 1 der hinteren Gehäuseschale
in der Darstellung der Fig. 1; Fig0 6 : einen Schnitt längs der Linie VI - VI durch
Fig. 5, wobei beide Gehäuse schalen geschnitten dargestellt sind; Fig0 7 : einen
Schnitt längs der Linie VII - VII durch Fig. 5; Fig. 8 : eine Seitenteilansicht
aus Fig. 3 zur Erläuterung einer anderen Ausführungsform0 Die Taschenwaage ist in
der Ruhestellung in ihren äußeren Abmessungen in Seitenansicht in Fig. 4 gezeigt.
Die vordere Gehäuseschale 1 ist erkennbar. Zu ihr gehört eine hintere Gehäuseschale
2 (Fig. 5 bis ?). Es ist erkennbar, daß beide Gehäuseschalen lediglich durch zwei
Verbindungsmittel, die als dchrauben 3, 4 dargestellt sind, zusammengehalten werden.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind beispielsweise um die Öffnungen 52, 53 der
Gehäuseschale 2 für die Schrauben 3, 4 Sechakantmuttern eingespritzt, in die die
Schrauben eingeschraubt werden. Das Gehäuse hat in der Nähe seines oberen Schmalrandes
5 eine parallel zu diesem verlaufende, das Gehäuse durchsetzende Öffnung 6, so daß
der die obere Begrenzung 7 der Öffnung 6 bildende
Randsteg einen
Handgriff für die Taschenwaage schafft.
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Die öffnung 6 ist, so lang, daß eine Hand bequem durch die Offnung
durchgreifen kann. Fig. 7 läßt erkennen, daß der Randsteg 7 zur Öffnung hin einen
praktisch halbkreisförmigen Querschnitt 8 hat, durch welchen eine Last bequem aufgenommen
und ergriffen werden kann.
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In Fig. 1 ist das Wiegesystem in der Ruhestellung gezeichnet, wobei
es schematisch innerhalb der Umrißlinien dargestellt ist.
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Die hintere Gehäuseschale 2 bezüglich Fig. 1,ist in Fig. 5 ohne die
Elemente des Wiegesystems gezeigt.
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Die Gehäuseschalen 1, 2 bilden über der Öffnung 6 im Randsteg 7 eine
Ausnehmung 9, die sich unter dem oberen Schmalrand 5 des Gehäuses erstreckt und
an deren Oberseite jeweils seitliche Nuten 11, 12 für ein Skalenband angeordnet
sind. Diese Nuten verlauf-en am Ende des Randsteges 7 bogenförmig entsprechend dem
Abschnitt 13 in einem zum-Inneren des Gehäuses gekrümmten Abschnitt 14, der konzentrisch
zu einer Drehachse 15 eines Wiegehebels 16 angeordnet ist. Diese-Drehachse ist in
Sackbohrungen 17, 18 eingesetzt. Der Wiegehebel 16 ist als Winkelhebel ausgebildet,
der einen auf der Drehachse 15 gelagerten Schenkel 1-9 und einen dazu rechtwinklig
angeordneten Schenkel 20 hat.
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-Letzterer endet in einem Schuh21, der konzentrisch zur Drehachse
15 gekrUmmt ist und an welchem, wie insbesondere in Fig.
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3 dargestellt ist, beispielsweise mittels eines Zapfens 22 das Skalenband
23 befestigt ist. Das Skalenband 23 ist z.B. ein flexibles Kunststoffband, dessen
Ränder in den Nutenabschnitten 13> 14, 11, 12 geführt- sind, wobei das von dem
Schuh 21 abgekehrte Ende frei ist. Auf dem Skalenband 23 sind, wie anhand der Fig.
? erläutert wird, Gewichtsmarkierungen vorgesehen.
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Im Scheitel des Wiegehebels 16 ist von außen ein Einschnitt 24 vorgeshen,-
der sich in Richtung innerhalb des Winkels zwischen
den Schenkeln
19, 20 erstreckt, aber nicht durchgeht. Die Richtung ist so gewählt, daß ihre Verlängerung
tangential an einem Bogen 25 einer Knisbogen-Segmentführung 26 anliegt, die drehfest
mit einem Wiegehebel 16 um die Achse 15 verschwenkbar ist.
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Zwischen dem Einschnitt 24 und der Schwenkachse 15 greift an den Schenkel
19 eine Tragfeder 27 an, für welche die Gehäuseschalen eine Aussparung 28, 29 besitzen.
Es ist erkennbar, daß sich die Tragfeder 27 im wesentlichen parallel zur Grifföffnung
6 erstreckt. Ihr Verankerungspunkt am Schenkel 19 ist mit 30 bezeichnet.
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Ein in den Einschnitt 24 eingehängtes Umlenkband 31 legt sich an den
Bogen 25 an und sorgt somit immer für einen-gleichen Lastarm am Wiegehebel 16 (vergleiche
Fig. 1 und 3). Das Umlenkband 31 hat beispielsweise eine schlitzförmige Öffnung
in dem auf den Wiegehebel 16 gehängten Abschnitt. Diese schlitzförmige Öffnung kann
über den Schuh 21 und den Schenkel 20 gestülpt werden, wenn sie in den Einschnitt
24 eingehängt wird.
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An dem Umlenkband 31 ist der Lasthaken 32 angeordnet. Das Umlenkband
31 tritt etwa im mittleren Bereich aus dem Gehäuse 1, 2 nach unten heraus. Eine
gewisse Versetzung bezüglich der Figuren nach links hat den Vorteil, daß die Last
in einem Bereich wirkt, an welchem die Waage vom Daumen, Zeige- und Mittelfinger
ergriffen wird.
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Vor diesem Bereich ist im oberen Schmalrand ein Fenster 33 angeordnet,
unter welchem die Nuten 11, 12 geradlinig verlaufen.
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Das Fenster befindet sich unmittelbar vor dem gekrümmten Abschnitt
13 der Nuten. In dem Fenster ist beispielsweise durch ätzung oder dergleichen eine
querverlaufende Zeigermarkierung 34 angeordnet, die die genaue Ablesung einer bestimmten
Stelle des Skaenbandes ermöglicht. Die Genauigkeit der Ablesung wird dadurch verbessert,
daß sich gemäß zeichnerischer Darstellung in Fig. 1 die Zeigermarkierung 34 als
eingeäzter
Strich an der Unterseite des Fensters befindet und
somit unmittelbar über dem Skalenband liegt0 Fig. 2 läßt weiterhin erkennen, daß
auf dem Skalenband Skalenstriche als Gewichtseinteilung angeordnet sind, welche
parallel zur Zeigermarkierung verlaufen und sich bei Belastung des lasthakens 32
entsprechend unter der Zeigermarkierung 34 einstellen, Da eine Ablesung nur vor
einer die Waage haltenden Hand möglich ist, ergibt sich ohne weiteres, daß eine
die Waage haltende Hand mit Daumen und Zeigefinger unmittelbar neben dem Fenster
33 angeordnet ist0 Die Aussparung 28, 29 wird durch zwei Aussparungen 35, 36 fortgesetzt,
die in einer Erweiterung 37 endet. Diese Erweiterung hat einen kugelkalottenförmigen
Abschnitt 38 und einen sich daran anschließenden zylindrischen Abschnitt 390 Die
Tragfeder 27 ist mittels einer Justiermutter 40 an einem Tarierstift 41 gehalten,
an dessen Ende ein verbreiterter Kopf angeordnet ist, der e Den einen kugelkalottenförmigen
Abschnitt 42 hat0 Letzterer ist der Tragfeder 27 zugekehrt, An den Abschnitt 42
kann sich ein zylindrischer Abschnitt 43 anschließen.
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Die Kontur der Teile 42, 43 entspricht im wesentlichen der Kontur
der Teile 38, 39, jedoch mit dem Unterschied, daß die Ausnehmungen ein gewisses
Ubermaß aufweisen, so daß sich der verbreiterte Kopf des Tarierstiftes 41 anpassend
an die Richtung der Tragfeder 27 einstellen kann, Die Gehäuse schalen haben zur
Erweiterung 37 hin eine vom Schmalrand 54 des Gehäuses 1 ausgehende Öffnung 55,
durch welche der Eopf 42, 43 zugänglich ist.
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Der Kopf hat an seinem freien Ende einen diagonalen Einschnitt 56,
der durch die Öffnung 55 zugänglich ist, so daß er mittels eines Werkzeuges wie
eines Schraubenziehers erreichbar ist,.
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Dadurch kann die Waage jederzeit tariert werden.
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Gemäß Fig. 8 hat ein dem zylindrischen Abschnitt 43 des Kopfes des
Tarierstiftes 21 entsprechender Abschnitt 57 einen außen gerändelten Rand, Die diesem
zugeordnete Ausnehmung, welche dem Abschnitt 39 der Erweiterung 37 in Fig. 5 entspricht,
hat gegenüber dem Abschnitt 57 Untermaß, so daß der Tarierstift 41 undrehbar gehalten
ist, nachdem die Gehäuseschalen 1, 2 um ihn geschlossen sind0 In diesem Fall entfällt
die Öffnung 55 der Fig. 1, 3 und 5.
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Vor dem Schließen des Gehäuses ist eine Einstellung dadurch möglich,
daß die Justiermutter 40 auf dem Außengewinde 44 des Tarierstiftes 41 verstellbar
ist0 Dadurch ist mit einfachen Mitteln eine unveränderliche Justage und Tarierung
des Wiegesystems möglich, das im übrigen praktisch nur aus dem Wiegehebel 16, dem
Segment 26 und dem Anzeigeband 23 besteht.
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Gemäß der anderen Ausführungsform kann die Tarierung jederzeit nachgestellt
werden.
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Fig. 1 zeigt das Wiegesystem in der Ausgangsstellung. Der Schenkel
20 befindet sich in seiner oberen Lage. Das Skalenband 23 ist in den führenden Nuten
soweit zurückgeschoben, daß seine Nullmarkierung unter der Zeigermarkierung 34 liegt.
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Wird der Lasthaken 32 mit Vollast belastet, verschwenkt er den Wiegehebel
in die in Fig. 3 gezeigte Stellung, wobei das freie Ende des Schenkels 16 aufgrund
einer noch zu beschreibenden Gehäuseausbildung aus dem Gehäuse heraustreten kann.
Es ist erkennbar, daß dabei das Umlenkband 31 immer noch am Bogen 25 geführt ist.
Das Skalenband 23 ist dabei praktisch in seine äußerste Stellung gezogen, wobei
sein Ende 44 gerade vor dem Anzeigefenster 34 liegt. Das entspricht der Höchstlast.
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Gemäß Fig. 5 weisen die Gehäuse schalen innen eine Anschlagprofilierung
58 für die Kreisbogen-Segmentführung 26 auf, wodurch
der Höchstausschlag
der Anzeigevorrichtung beschränkt wird0 Weiterhin wird bemerkt, daß in den Sackbohrungen
17, 18 zweckmäßig Tagermittel für die Drehachse 15 angeordnet sind, um eine reibungsarme
Verstellung im Sinne erhöhter Genauigkeit zu ermöglichen.
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Nach Entlastung zieht die Tragfeder 27 den Wiegehebel 16 in die Stellung
gemäß Fig, 1 zurück, wobei das Skalenband 23 ebenfalls in die in Fig. 1 gezeigte
Stellung zurückgeschòben wird.
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Das Gehäuse ist teilweise am unteren Schmalrand 45 und am den seitlichen
Schmalrand 46 neben dem Fenster 33 offen0 Am Seitenschmalrand 46 ist der geöffnete
Abschnitt mit 47, am unteren Schmalrand mit 48 bezeichnet. Diese Öffnung hat nicht
nur den Zweck, bei der Höchstbelastung den Schuh 21 nach unten aus dem Gehäuse heraustreten
zu lassen - was im Sinne einer möglichst kleinen Ausführung' des Gehäuses bei einem
verhäitn;ismäßig großen Gewichtsaufnahmevermögen zweckmäßig ist -, sondern auch
die Aufgabe, den Lasthaken 32 bei Nichtbenutzung innerhalb des Gehäuses unterzubringen.
Wie in Fig, 1 gestrichelt gezeigt ist, kann der lasthaken in der Stellung 49 in
das Gehäuse eingeführt werden, wobei sein freier Schenkel 50 in eine Ausnehmung
51 eingeschoben werden kann, welche sich neben dem Skalenband 23 nach innen erstreckt
und zum Schmalrand 46, insbesondere dem offenen Abschnitt 47, offen ist0