DE2011237B2 - Anordnung zum Spannen des Verschlusses und zum Auswerfen der Hülsen bei automatischen Feuerwaffen - Google Patents
Anordnung zum Spannen des Verschlusses und zum Auswerfen der Hülsen bei automatischen FeuerwaffenInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A7/00—Auxiliary mechanisms for bringing the breech-block or bolt or the barrel to the starting position before automatic firing; Drives for externally-powered guns; Remote-controlled gun chargers
- F41A7/02—Machine gun rechargers, e.g. manually operated
- F41A7/06—Machine gun rechargers, e.g. manually operated electrically operated
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Description
25
Bei automatischen Waffen muß vordem ersten Schuß der Verschluß zunächst gespannt werden, und es muß
ferner die Möglichkeit bestehen, bei Munitionsversagern oder bei Verklemmung der Hülsen diese durch
Zurückziehen c~s Verschlusses auszuziehen und auszuwerfen.
Bei Waffen größeren Kalibers ist das Spannen oder Zurückziehen des Verschlusses durch einen von
Hand betätigten Hebel wegen «t?r großen, dabei zu
überwindenden Kräfte nicht möglich. Es ist bekannt, in solchen Fällen den Verschluß mittels eines Elektromotors
zu spannen, der über eine geeignete mechanische Vorrichtung, z. B. eine umlaufende Kette, den Verschluß
bis in die Endstellung zurückzieht. Es ist auch bekannt, ίο
zwischen dem Antriebsmotor und dem Verschluß eine Kupplung vorzusehen, durch die die Verbindung
zwischen dem Motor und dem Verschluß getrennt wird, sobald der Verschluß die Endstellung erreicht hat
(US-PS 33 52 206). Diese bekannten Anordnungen « haben den Nachteil, daß die Geschwindigkeit mit der
der Verschluß seine Endstellung erreicht, wobei seine Bewegung durch die Anschläge plötzlich angehalten
wird, sehr unterschiedliche Größe haben kann. Diese unterschiedlichen Endgeschwindigkeiten sind auf fol- w
gende Parameter zurückzuführen:
1. Die Versorgungsspannung ist, da es sich in der Regel um auf Fahrzeugen angeordnete Waffen
handelt, nicht konstant. Bei Militärfahrzeugen ist eine Bordspannungstoleranz von 24 ± 6 V zuläs- ">">
sig. Da die Leistung proportional dem Quadrat der Spannung ist. kann aufgrund der zugelassenen
Spannungsschwankungen die Spannleistung sich im Verhältnis I : 3 ändern.
2. Die Reibungswiderstände in der Verschlußbahn «>
können sich durch Staub. Piilverschlcim oder dgl.
erheblich andern, so thill bei ','!eic.1!:■:■ Sp.'ii'ileistuih;
die Krulc'S'-'liwindivrkei1 '."'hebhchc [>i'"!ere·· 'cn
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| gewühriei' | ■ir | erhebt | ICI | κ1 Α | l· 1CIlIIU? | en | ,IiIFt | re- | ||
| /en b; Im | ■re n | |||||||||
tenden Reibung.
4. Die Gleiteigenschaften der Verschlußbahn ändern sich außerdem durch Witterungseinflüsse, z.B.
durch Feuchtigkeit und Vereisung.
5. Auch das Übertragungsmoment der Kupplung ist temperatur- und spannungsabhängig, so daß auch
die Kupplungsleistung erheblichen Schwankungen unterliegt.
6. Die Kraft, die erforderlich ist, um den Vei Schluß zu
beschleunigen, ist unterschiedlich groß, je nachdem ob der Verschluß allein oder der Verschluß
zusammen mit einer Hülse oder einer Patrone in Bewegung gesetzt werden muß, dazu kommen
noch die Kräfte, die z. B. bei verklemmten Hülsen zum Ausziehen der Hülse erforderlich sind.
Es muß bei Waffen, insbesondere bei automatischen Waffen sichergestellt sein, daß auch im ungünstigsten
Fall das Zurückziehen des Verschlusses mit Sicherheit bis in die Endstellung, in der er von der Fangvorrichtung
erfaßt werden kann, gewährleistet ist. Dies bedeutet aber, daß, wenn sämtliche Parameter positiv sind, der
Verschluß die Endstellung mit einer zu hohen Geschwindigkeit erreicht, so daß an den Anschlägen ein
starker Verschleiß und unter Umständen eine Zerstörung auftreten kann. Würde man aber die Leistung
soweit heruntersetzen, daß die Geschwindigkeit, mit der der Verschluß die Endstellung erreicht in zulässigen
Grenzen bleibt, so wäre bei stark negativen Parametern nicht mehr gewährleistet, daß der Verschluß überhaupt
bis in die Endstellung bewegt wird.
Durch die Erfindung soll sichergestellt werden, daß sowohl bei positiven als auch bei negativen Parametern
der Verschluß stets mit der gleichen vorbestimmten Geschwindigkeit in seine Endlage einläuft. Gemäß der
Erfindung wird dies durch die in Patentanspruch 1 angegebenen Kennzeichen erreicht. Die Messung der
Geschwindigkeit kann dabei zweckmäßig mittels eines Tachogenerators erfolgen. Das Ausschalten des Motors
erfolgt zweckmäßig ebenfalls durch den Regler, der gleichzeitig mit dem Löse»<
der Kupplung auch den Motor ausschaltet.
Dadurch, daß die Kupplung nicht bei Erreichen der Endlage, sondern abhängig von der jeweils erreichten
Geschwindigkeit schon vor Erreichen der Endlage des Verschlusses gelöst wird, erfolgt das Lösen der
Kupplung bei positiven Parametern schon soweit vor der Endstellung des Versch'usses, daß sich dessen
Geschwindigkeit auf einen zulässigen Wert, bei welchem keine Beschädigung zu befürchten ist.
vermindert. Andererseits erfolgt aber bei negativen Parametern das Lösen der Kupplung erst unmittelbar
ehe der Verschluß seine Endstellung erreicht hat, so daß äjch unter diesen ungünstigen Umständen sichergestellt
ist, daß der Verschluß sich bis in die Endstellung bewegt.
Ein Ausführungsbeispiel der neuen Anordnung ist in der Abbildung schematisch dargestellt.
Die Einschaltung der Anordnung erfolgt über einen Spannungsimpulsgeber 10. Durch das von dem Spannungsimpulsgeber
10 ausgehende Signal wird über einen Verstärker 8 der Antriebsmotor 5 ohne
Verzögerung eingeschaltet, Das Signal wird über ein /eitglied 4 und einen Verstarker 7 an die Kupplung 4
nut einer solchen V er/ögening u .''tei i'cgcbcn. :lal.i die
Kupplung 4 I)CIa1Is" wir.i. wenn de" Mf)If)T 5 seine
I lik hsidreh/.ali! ■:; reich' MaV ί'ι.: Verzögerung lieg!
clv.1.: bc ".i Sekunden. Nach ItcMligen der Kupplung 4
/icΊI der Molo·· den ersehiiiil 1 ans semer Anfangssl el luns:
:n die ■ 'idsteHtiP1 /im; ■ snhiM der VersrhliiU
eine bestimmte Stellung erreicht hat, wird der Endschalter 1 betätigt, der ein Signal an den Regler 6
gibt. Die Abtriebseite der Kupplung 4 ist mechanisch mit einem Tachogenerator 3 verbunden, der ständig die
Geschwindigkeit des Verschlusses 2 mißt und den ■>
gemessenen Wert ebenfalls an den Regler 6 gibt Aufgrund dieser beiden Signale bewirkt der Regler 6
über einen Verstärker 7 dar Lösen der Kupplung und gleichzeitig über den Verstärker 8 das Ausschalten des
Motors, der unabhängig von der Bewegung des Verschlusses nunmehr auslaufen kann. Nach dem Lösen
der Kupplung bewegt sich der Verschluß 2 aufgrund seiner Massenträgheit bis in die Endstellung. Auf diese
Weise wird erreicht, daß bei positiven Parametern, d. h. wenn der Verschluß rasch eine hohe Geschwindigkeit \ϊ
erreicht und nur geringe Reibungskräfte seiner Bewegung entgegenwirken, die Kupplung verhältnismäßig
frühzeitig gelöst wird, so daß die Geschwindigkeit des
Verschlusses durch die Wirkung der Spannfeder bis zum Erreichen der Endstellung soweit vermindert wird, daß
der Verschluß die für das Erreichen der Endlage vorbestimmte Geschwindigkeit nicht überschreitet
Wirken jedoch die Parameter stark negativ, so daß der Verschluß nur eine verhältnismäßig geringe Geschwindigkeit
erreicht, so erfolgt das Auslösen der Kupplung entsprechend später und die Bewegung des Verschlusses
wird auf dieser kürzeren Strecke durch die Wirkung der Spannfeder und die Reibungswiderstände nur
soweit vermindert, daß auch in diesem Fall der Verschluß mit Sicherheit und mit ausreichender
Geschwindigkeit in seine Endlage einläuft.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Anordnung zum Spannen des Verschlusses und zum Auswerfen der Hülsen bei automatischen
Feuerwaffen, deren Verschluß mit Hilfe eines ä Elektromotors in die Spannstellung bewegbar ist,
wobei zwischen Elektromotor und Verschluß eine elektrisch betätigte Kupplung eingeschaltet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Meßvorrichtung (3) die Geschwindigkeit, mit der
sich der Verschluß (2) zurückbewegt, gemessen, das Meßergebnis an einen Regler (6) übermittelt wird,
der aufgrund dieses Signals die Kupplung (4) in einem solchen Zeitpunkt löst, daß der Verschluß mit
einer vorbestimmten Geschwindigkeit in seine ij Endlage einläuft.
2. Anordnung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß die Messung der Geschwindigkeit mittels eines Tachogenerators (3) erfolgt.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Regler (6) gleichzeitig mit dem Lösen der Kupplung (4) den Motor (5)
ausschaltet.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19702011237 DE2011237C3 (de) | 1970-03-10 | 1970-03-10 | Anordnung zum Spannen des Verschlusses und zum Auserfen der Hülsen bei automatischen Feuerwaffen |
| CH346771A CH538663A (de) | 1970-03-10 | 1971-03-09 | Anordnung zum Spannen des Verschlusses und zum Auswerfen der Hülsen bei automatischen Feuerwaffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702011237 DE2011237C3 (de) | 1970-03-10 | 1970-03-10 | Anordnung zum Spannen des Verschlusses und zum Auserfen der Hülsen bei automatischen Feuerwaffen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2011237A1 DE2011237A1 (de) | 1971-09-30 |
| DE2011237B2 true DE2011237B2 (de) | 1981-01-08 |
| DE2011237C3 DE2011237C3 (de) | 1981-08-20 |
Family
ID=5764639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702011237 Expired DE2011237C3 (de) | 1970-03-10 | 1970-03-10 | Anordnung zum Spannen des Verschlusses und zum Auserfen der Hülsen bei automatischen Feuerwaffen |
Country Status (2)
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1971
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