DE20101468U1 - Abschalelement für Fugen zwischen zwei im Gießverfahren herzustellende Betonkörper - Google Patents

Abschalelement für Fugen zwischen zwei im Gießverfahren herzustellende Betonkörper

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Description

Abschalelement für Fugen zwischen zwei im Gießverfahren herzustellende Betonkörper
Die Erfindung betrifft ein Abschalelement für Fugen zwischen zwei im Gießverfahren herzustellende Betonkörper, wobei das Abschalelement aus einem flächigen Schalelement und mehreren im Abstand zueinander stehenden Versteifungsprofilen gebildet ist.
Das in Frage kommende Abschalelement ist in verschiedenen Ausführungen bekannt. Sofern es erforderlich ist, können,mehrere Abschalelemente fluchtend zueinander in eine Schalung eingesetzt werden. Vorzugsweise werden sie zwischen zwei Bewehrungslagen von zu gießenden Sohlplatten oder von zu gießenden Wänden eingesetzt. Die Gestaltung der flächigen Abschalelemente richtet sich bei Sohlplatten nach der benötigten Höhe der Abschalelemente und bei Wänden nach der benötigten Breite. Grundsätzlich sind die Abschalelemente jedoch so ausgelegt, dass sie ohne Änderung für beide Arten verwendet werden können. Das Abschalelement wird aus einem plattenförmigen Material gefertigt, welches mit Öffnungen versehen ist. Bevorzugt werden jedoch sogenannte Streckmetallplatten oder Lochplatten verwendet, die aus Metall gefertigt sind. Bei relativ geringen Höhen bzw. Breiten der Abschalelemente sind die Ränder der Schalelemente abgewinkelt. In der Mitte kann dann noch zur Stabilisierung eine Rinne eingeformt werden, die zur gleichen Seite gerichtet ist. In diese Rinne kann beispielsweise
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Anmeldetext vom 25.01.2001
auch ein Fugendichtband eingelegt werden. Bei größeren Höhen bzw. Breiten der Abschalelemente sind die flächigen Schalelemente nach Art eines Trapezbleches geformt. Die Versteifungselemente sind winkelförmig gestaltet, so dass ein Schenkel an der unteren Bewehrungslage bei Sohlplatten und bei Wänden an einer aufrechten Bewehrungslage anliegt, während an dem anderen Schenkel das flächige Schalelement festgelegt ist. Dies kann beispielsweise durch Verschweißung oder auch durch Verrödeln eines Drahtabschnittes erfolgen. Der an der Bewehrungslage anliegende Schenkel jedes Versteifungselementes zeigt in Richtung der Betonierrichtung, d.h. er liegt nach dem Gießen in dem Frischbetonkörper.
Die in Rede stehenden Abschalelemente haben sich im Bauwesen bestens bewährt. Insbesondere bei der Verwendung für Sohlplatten wird es jedoch als nachteilig empfunden, dass die aus dem Frischbetondruck resultierenden auf die obere Bewehrungslage wirkenden Kräfte ausschließlich von dieser aufgenommen werden. Die Eigensteifigkeit der in Frage kommenden Abschalelemente reicht dazu in bestimmten Fällen nicht aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Abschalelement der eingangs näher beschriebenen Art in konstruktiv einfacher Weise so zu gestalten, dass die beim Gießen der Betonkonstruktion auftretenden Kräfte auf mehr als eine Bewehrungslage verteilt werden können.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem die Versteifungsprofile ein vorzugsweise selbsttragendes Traggerüst bilden, welches zumindest schräg zum flächigen Schalelement stehende Kraftübertragungsschenkel aufweist.
Bei der Verwendung für eine Sohlplatte werden nunmehr die auf die Schalungsfläche des flächigen Schalelementes wirkenden Frischbetonkräfte auch in die untere Bewehrungslage eingeleitet. Dies erfolgt zumindest teilweise durch die unteren freien Endbereiche der schräg zum Schalelement stehenden Kraftübertragungsschenkel, wobei die freien Enden auch als Fußpunkte bezeichnet werden könnten. Bei dem erfindungsgemäßen Abschalelement entfallt normalerweise der mit der unteren Bewehrungslage verbundene horizontale Schenkel des Versteifungsprofiles. Es sei noch erwähnt, dass die schräg stehenden Kraftübertragungsschenkel der Traggerüste in der Betonierrichtung oder entgegen der Betonierrichtung liegen können, so daß sie beim Gießen auf Zug oder Druck beansprucht werden.
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Anmeldetext vom 25.01.2001 Seite 3
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zumindest die freien Endbereiche der schräg zur Schaltfläche stehenden Kraftübertragungsschenkel mittels einer durchgehenden Profilstange miteinander verbunden sind. Bei der Verwendung für eine Sohlplatte stützt sich das Traggerüst dann an der unteren Bewehrungslage ab.
Durch die Profilstange werden die auf die untere Bewehrungslage einwirkenden Kräfte in günstiger Weise verteilt. Die Verteilung dieser Kräfte wird noch begünstigt, wenn auch die freien Enden der das Schalelement tragenden Schenkel durch eine durchgehende Profilstange miteinander verbunden sind. Das selbsttragende Traggerüst wird bei der zuvor beschriebenen Ausführung durch mehrere im Abstand zueinander stehende Versteifungsprofile mit den schräg stehenden Kraftübertragungsschenkeln und wenigstens einer der Profilstangen gebildet. Das Schalelement kann, bei Verwendung für eine Sohlplatte mit den aufrecht stehenden Schenkeln durch Schweißung verbunden sein. Es sind jedoch auch andere Verbindungsmöglichkeiten anwendbar, beispielsweise durch verrödeln von Drahtabschnitten. Eine optimale Übertragung der Kräfte von den Kraftübertragungsschenkeln auf beispielsweise die untere Bewehrungslage ist gegeben, wenn der zwischen den beiden Schenkeln eingeschlossene Winkel im Bereich von 30° bis 60° liegt. Der Übergangsbereich zwischen den Schenkeln der Versteifungsprofile kann in einem Bogen verlaufen, wobei jedoch bevorzugt eine zweimalige Abwinkelung erfolgt. Diese Abwinkelungen sollten so vorgenommen werden, dass der Übergangsbereich geradlinig ist, da dann ein guter Kontakt zur zugeordneten Bewehrungslage gegeben ist.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein zwischen zwei in einer Sohlplatte anzuordnenden Bewehrungslagen
einbaubares Abschalelement in perspektivischer Darstellung und
30
Figur 2 eine der Figur 1 entsprechende Stirnansicht.
Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Abschalelement 10 besteht aus einem noch näher erläuterten Traggerüst 11, welches mehrere im Abstand zueinander angeordnete Versteifungsbügel 12 aufweist. Die Versteifungsbügel 12 bestehen aus Aufhahmeschenkeln 12a zur Halterung eines Schalelementes 13 und einem dazu
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Anmeldetext vom 25.01.2001 Seite 4
schräg stehenden Kraftübertragungsschenkel 12b. Die freien Enden der aufrechten Schenkel 12a und der Kraftübertragungsschenkel 12b sind durch Profilstangen 14,
15 miteinander verbunden. Dadurch wird ein äußerst stabiles selbsttragendes Traggerüst 11 gebildet. Gemäß den Darstellungen nach den Figuren 1 und 2 ist das Abschalelement 10 zum Einbau zwischen die zwei horizontalen Bewehrungslagen 16, 17 einer noch zu gießenden Sohlplatte ausgelegt. In einer um 90° gedrehten Lage könnte es im Bedarfsfalle auch zwischen zwei aufrechte Bewehrungslagen einer zu gießenden Wand eingebracht werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Schalelement 13 nach Art eines Trapezbleches geformt und an den aufrechten Schenkeln 12a beispielsweise durch Schweißung festgelegt. Das Schalelement 13 wird bevorzugt aus Streckmetall gefertigt, welches ebenfalls profiliert sein könnte. Im dargestellten Ausführungsbeispiel stehen die Kraftübertragungsschenkel 12b unter einem Winkel von ca. 45° zu den aufrechten Schenkeln. Der Winkel kann jedoch auch zwischen 30° und 60° liegen. Der Übergangsbereich ist zweimal abgewinkelt, so dass ein ebenes Auflager für die obere Bewehrungslage
16 gebildet wird. In diesem Übergangsbereich ist noch eine weitere Profilstange 18 angeordnet, die der weiteren Verstärkung des Traggerüstes 11 dient. Die Versteifungsbügel 12 und die Profilstangen 14, 15, 18 sind vorzugsweise aus Rundstahl gefertigt. Die Bewehrungslagen 16, 17 bestehen in der üblichen Weise aus Baustahlmatten mit sich kreuzenden Stäben.
Die Kraftübertragungsschenkel 12b liegen in der Betonierrichtung. Es ergibt sich insbesondere aus der Figur 2, dass beim Gießen des Betonkörpers die auf den oberen Bereich des Abschalelementes 10 einwirkenden Kräfte auf die untere Bewährungslage 17 zumindest teilweise übertragen werden, bedingt durch die schrägstehenden Kraftübertragungsschenkel 12b und durch die Profilierung des Schalelementes 13. Die Verteilung der Kräfte auf die untere Bewehrungslage 17 wird durch die Profilstangen 14, 15 begünstigt. Außerdem wird das Traggerüst in sich stabilisiert. Es sei noch erwähnt, dass auch mehrere der dargestellten Abschalelemente 10 in Reihe hintereinander in die Schalung eingebaut werden können.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Wesentlich sind die Kraftübertragungsschenkel 12b des Traggerüstes, welches vorzugsweise selbsttragend ist. Die Krafrübertragungsschenkel 12b können in oder entgegen der Betonierrichtung liegen.

Claims (7)

1. Abschalelement für Fugen zwischen zwei im Gießverfahren herzustellende Betonkörper, wobei das Abschalelement aus einem flächigen Schalelement und mehreren im Abstand zueinander stehenden Versteifungsprofilen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsprofile (12) ein vorzugsweise selbsttragendes Traggerüst (11) bilden, welches zumindest schräg zum flächigen Schalelement (13) stehende Kraftübertragungsschenkel (12b) aufweist.
2. Abschalelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die freien Endbereiche der Kraftübertragungsschenkel (12b) mittels einer durchgehenden Profilstange (15) miteinander verbunden sind.
3. Abschalelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Endbereiche der das flächige Schalelement (13) aufnehmenden Schenkel (12a) der Versteifungsprofile (12) durch eine durchgehende Profilstange (14) miteinander verbunden sind.
4. Abschalelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich der beiden Schenkel (12a, 12b) der Versteifungsprofile (12) eine durchgehende Profilstange (18) angeordnet ist.
5. Abschalelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungsschenkel (12b) der Versteifungsprofile (12) unter einem Winkel zwischen 30° und 60° zu den das Schalelement (13) tragenden Schenkeln (12a) stehen.
6. Abschalelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalelement (13) aus einem Streckmetall gefertigt und vorzugsweise profiliert ist.
7. Abschalelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in den freien Endbereichen der Schenkel (12a und 12b) festgelegten Profilstangen (14, 15) an den einander zugewandten Seiten der freien Enden der Versteifungsprofile festgelegt sind.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE20200410U1 (de) 2002-01-11 2002-04-04 MSL Mathieu Schalungssysteme und Lufttechnische Komponenten GmbH, 66625 Nohfelden Abschalteil
DE20304109U1 (de) 2003-03-14 2003-06-12 MSL Mathieu Schalungssysteme und Lufttechnische Komponenten GmbH, 66625 Nohfelden Fugenbandabschalanordnung
CN100381669C (zh) * 2004-09-02 2008-04-16 邱则有 一种现浇砼填充用空心胎体
DE202009015679U1 (de) * 2009-12-01 2011-04-14 Peca - Verbundtechnik Gmbh Abschalelement für Betonplatten

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