DE200738C - - Google Patents
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- DE200738C DE200738C DENDAT200738D DE200738DA DE200738C DE 200738 C DE200738 C DE 200738C DE NDAT200738 D DENDAT200738 D DE NDAT200738D DE 200738D A DE200738D A DE 200738DA DE 200738 C DE200738 C DE 200738C
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- 238000001514 detection method Methods 0.000 claims 1
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H29/00—Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles
- B65H29/02—Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles by mechanical grippers engaging the leading edge only of the articles
- B65H29/10—Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles by mechanical grippers engaging the leading edge only of the articles the grippers being reciprocated in rectilinear paths
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 200738 KLASSE 15 d. GRUPPE
J. G. SCHELTER & GIESECKE in LEIPZIG.
Bogenausleger für Zylinderschnellpressen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. September 1907 ab.
Bei Zylinderschnellpressen, besonders solchen mit dauernd umlaufendem Druckzylinder,
werden häufig Einrichtungen zum Überführen des frisch bedruckten Bogens vom Druckzylinder
auf den Auslegetisch angewendet, welche aus einem oberhalb des Auslegetisches
hin und her bewegten Wagen bestehen. Die Wirkungsweise dieser Einrichtungen ist meist
die folgende: Der Wagen wird mit einer
ίο zweckmäßig aus Stäben oder Bändern bestehenden
festen Unterlage für den auszuführenden Druckbogen versehen. Auf diese
Unterlage gelangt der Bogen vom Druckzylinder aus zunächst, wird hier auf geeignete
Weise, meist durch Klemmung, festgehalten, worauf der Wagen seine Vorwärtsbewegung
beginnt, bis der auf der mitvorgegangenen Unterlage ruhende Bogen sich ungefähr gerade
über dem eigentlichen Auslegetisch befindet. Hierauf wird die Klemmung für den
Bogen geöffnet, der Wagen kehrt wieder in seine Anfangsstellung in der Nähe des Zylinders
zurück und gleitet hierbei unter dem Bogen hinweg, so daß dieser, seiner Stütze beraubt, auf den Auslegetisch niederfällt.
Diese Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sowohl beim Überführen des Bogens auf
die mit dem Auslegewagen verbundenen festen Unterlagen als auch besonders beim Herabgleiten
des Bogens von diesen Unterlagen auf den Auslegetisch der Druckbogen gleitenden Reibungen ausgesetzt ist, welche besonders
bei Anwendung gestrichenen Papieres von hohem spezifischen Gewicht mit großen farbereichen
Bildern dem Aussehen des Druckes schädlich werden können. Bei leichtem, geringwertigem
Papier, welches außerdem noch oft wellig ist, besteht hingegen die Gefahr, 45
daß der Bogen beim Rückgang des Wagens in die Anfangsstellung nicht von seiner Unterlage
herabgleitet, sondern, besonders bei raschem Gang der Presse, von dieser wieder mit zurückgerissen wird.. Die vorliegende
Erfindung umfaßt eine Ausführvorrichtung, bei welcher die genannten auf der Reibung
zwischen dem Bogen und den Ausführmechanismen beruhenden Mängel vermieden sind, und zwar zunächst dadurch, daß der auszuführende
Bogen nicht auf seiner Unterlage festgeklemmt und mit dieser vortransportiert wird, sondern daß besondere Klemmvorrichtungen,
welche von der Unterlage des Bogens unabhängig sind, angewendet werden. Als Unterlage für den Bogen sind hierbei in bekannter
Weise Bänder angeordnet, welche an einem Ende in der Nähe des Druckzylinders und mit dem anderen auf Scheiben befestigt
sind, welche auf einer gemeinsamen, mit dem Wagen verbundenen Welle sitzen, derart, daß
sich die Bänder beim Vorwärtsgang des Wagens von den Scheiben ab- und beim Rückgang
wieder auf dieselben aufwickeln. Die den Bogen erfassenden Klemmvorrichtungen sind nun so angeordnet, daß dieselben bei der
vordersten Wagenstellung, bei welcher der Bogen auf den abgewickelten Bändern liegt,
geöffnet werden und hierbei vollkommen aus dem Bereich des Bogens verschwinden, zu dem
Zweck, während der Rückkehr des Wagens in die Anfangsstellung jede Berührung zwischen
den Klemmvorrichtungen und dem Druckbogen und somit jede Reibung zwischen diesen
und dem Bogen zu vermeiden.
Die eine Unterlage für den Bogen bildenden Bänder wickeln sich beim Rückgang des
Wagens wieder auf ihre Scheiben auf, wo-
75
durch der Bogen, ohne irgendeiner weiteren Festhaltung zu bedürfen, auf den Auslegetisch
niederfällt.
Die Bewegung des Ausführwagens muß, da sie eine hin und her gehende ist, notwendig
eine ungleichförmige sein, während, wenigstens bei Maschinen mit dauernd umlaufendem
Zylinder, der Druckbogen den Zylinder mit gleichförmiger Geschwindigkeit verläßt.
ίο Bei vorliegender Erfindung wird, um auch
beim Übergang des Bogens von denjenigen Elementen, welche ihn vom Zylinder weg dem
Ausführwagen zuführen, jede gleitende Reibung zu vermeiden oder doch auf ein mögliehst
geringes Maß zurückzuführen, die hin und her gehende Bewegung des Wagens durch ein mittels elliptischer Zahnräder angetriebenes
Kurbelradgetriebe bewirkt, so daß im Moment des Erfassens des Druckbogens durch die Klemmvorrichtungen die Geschwindigkeit
des vorwärts gehenden Wagens mit der Umfangsgeschwindigkeit des Zylinders übereinstimmt.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung in schematischer Weise
dargestellt, und zwar in Verbindung mit einer Schnellpresse von der Klasse der Zweitourenmaschinen.
Fig. ι stellt den vorderen Teil einer solchen Schnellpresse mit dem Antrieb
des Bogenausleger im Aufriß, Fig. 2 die linke Seitenwand der Maschine im Grundriß dar,
unter Weglassung aller nicht zum Verständnis der Erfindung gehörigen Teile. In den
Fig. 3 bis S ist der Hauptgegenstand der Erfindung, der Ausleg\vagen mit der Klemmvorrichtung,
in drei verschiedenen Stellungen schematisch gezeigt. Fig. 6 ist der zu diesen drei Ansichten gehörige Grundriß. Fig. 7
endlich zeigt die Betätigung der mit dem Wagen verbundenen Klemmvorrichtung in ihren Einzelheiten.
In den Gestellwänden 1 (Fig. 1) ist der
Druckzylinder 2 gelagert, von dem aus der Bogen zunächst in die Bänderleitung 3 und
von hier zum Stapeltisch für die bedruckten Bogen 4 gelangt. Von der gleichfalls in der
Gestellwand 1 gelagerten Antriebswelle 5 aus wird unter Vermittlung der Räder 6 die Eintourenwelle
7 angetrieben. Auf dieser sitzt das eine unrunde Rad 8, dessen Gegenrad sich auf einem fest in die Gestellwand gepreßten
Zapfen Ja lose dreht und mit einer Kurbel 9
verbunden ist. Von hier aus wird durch eine Schubstange 10 die durch die Geradführung 11
gehaltene Zahnstange 12 mit ungleichförmiger Geschwindigkeit hin und her bewegt. Diese
Bewegung wird durch das mit Zahnstange 12 im Eingriff stehende Getriebe 13 auf die
stehende Welle 14 übertragen, welche an ihrem oberen Ende ein konisches Rad 15 trägt. Das
Gegenrad hierzu ist in der Gestelhvand gelagert und mit dem Kettenrad 16 (Fig. 3
bis 5) verbunden. Über dieses Kettenrad sowie über das ebenfalls in der Gestellwand gelagerte
gleiche Rad 18 ist eine endlose Gelenkkette 17 gelegt, an welche bei 19 der
eigentliche Ausführwagen angeschlossen ist. Die Zähnezahlen des Getriebes 13, der Kegelräder
15 und des Kettenrades 16 sind so bemessen, daß bei der dem Kurbelhalbmesser 9
entsprechenden Größe der Hin- und Herbewegung der Zahnstange 12 der bei 19 angeschlossene
Wagen einen der Größe des äußersten Papierformates der Presse entsprechenden Weg über dem Stapeltisch 4 zurücklegt.
Die Bewegung der Zahnstange 12 ist nun entsprechend den jeweiligen Halbmesserverhältnissen
des elliptischen Räderpaares 8 so bemessen, daß die Geschwindigkeit des von
der Totpunktlage A nach. B (Fig. 1, 3, 4 und 5) gehenden Wagens sehr rasch nach der
Ruhelage eine Geschwindigkeit annimmt, welche der gleichförmigen Geschwindigkeit
der Bänderlcitung 3 bzw. des Druckzylinders 2 möglichst nahekommt, zu dem Zweck, jedes
Anstauchen des von der Bänderleitung 3 kömmenden Bogens an den Klemmvorrichtungen
des Wagens einerseits, sowie gleitende Reibungen zwischen dem Bogen und der Bänderleitung
3 andererseits nach Möglichkeit zu vermeiden.
Der in den Fig. 3 bis 6 dargestellte Auslegwagen besteht bei dieser Ausführungsform im
wesentlichen aus zwei Seitenteilen 20, 20, in welchen die Wellen 21,22 und 23 gelagert
sind. Jedes der Seitenteile 20, 20 ist mit zwei Rollen 24 und 25 versehen, welche auf Schienen
26 laufen, die seitlich an den Gestcllwänden parallel zum Auslegetisch 4 angeordnet
sind (Fig. 1).
Neben jeder der Rollen 24 sitzt fest auf der Welle 21 ein Zahnrad 27 (Fig. 6), welches in
eine über der Laufschiene 26, parallel zu dieser und mit den Zähnen ihr zugekehrt, angebrachte
Zahnstange 28 eingreift, so daß hierdurch während der geradlinigen Hin- und Herbewegung des Wagens Welle 21 zugleich
eine Drehung erhält, und zwar beim Vorwärtsgang des Wagens von A nach B im no
Sinne des Uhrzeigers, beim Rückwärtsgang umgekehrt. Der Zweck dieser Drehbewegung
ist der, daß sich eine Anzahl breiter Bänder 30, welche mit einem Ende an der Stange 31
befestigt sind, beim Gang des Wagens von A nach B von Scheiben 29 abwickeln, welche auf
Welle 21 befestigt sind und hierdurch eine Unterlage für den auszuführenden Bogen bilden,
wie in Fig. 6 sichtbar.
Die Bänder 30 gehen nun mitten zwischen den zwei in den Wänden 20,20 liegenden
Wellen 22, 23 hindurch, und diese dienen zur
Aufnahme der Klemmgreifer 32, 33, welche so angeordnet sind, daß die auf Welle 23
sitzenden unteren Greifer 33 zwischen je zwei der auf Welle 21 befindlichen Scheiben 29
sitzen. Die Klemmgreifer 32, 33, die Wellen 22,23 sowie der diese verbindende Hebelmechanismus
sind in Fig. 7 für sich und zur leichteren Verständlichkeit ohne den Zusammenhang
mit dem Ausführwagen in natürlicher Größe dargestellt. Es ist aus dieser
Figur ersichtlich, daß die oberen Klemmgreifer 32 vorn mit einem hakenartigen Anschlag
34 sowie mit einer dünnen federnden Zunge 35 versehen sind, welche in geschlossener
Stellung gegen den unteren glatten Klemmgreifer 33 drückt. Auf der oberen
Welle 22 ist eine Art Winkelhebel 36 befestigt, welcher mit einem auf der unteren
Welle 23 sitzenden einarmigen Hebel 37 durch ein Gelenkstück 38 derart zwangläufig verbunden
ist, daß die beiden Wellen 22, 23 stets einander entgegengesetzte Drehungen ausführen
müssen, deren Größe durch einen Anschlag 39 begrenzt wird. Durch diese Drehungen bekommen die Greifer 32,33 die
in der Figur in ausgezogenen und punktierten Linien sichtbare offene und geschlossene Stellung.
Hervorgerufen werden diese Drehungen
der Wellen 22 und 23 und somit die beiden Greiferstellungen dadurch, daß der Hebel 36
mit zwei Rollen 40 und 41 versehen ist, welche in der Nähe der Totpunktlagen A und B mit
Auflaufkeilen 42 und 43 zusammenarbeiten (Fig- ι bis 6), während die jeweils erzielte
Stellung durch einen nicht näher gezeichneten Sperrmechanismus festgehalten wird.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung in vorliegender Ausführungsform ist nun die
folgende: In der Totpunktlage A (Fig. 3) erhalten die Greifer 32, 33 durch Auflaufen
der Rolle 41 auf die Keilfläche 43 . ihre geschlossene Stellung. Die Vorwärtsbewegung
des Wagens gegen Totpunktlage B hin wird nun in ihrem Zusammenarbeiten mit den
übrigen Bewegungen der Druckpresse so eingestellt, daß der von der Bänderleitung 3
vortransportierte Bogen mit seiner Vorderkante den sich von A nach B bewegenden
Wagen kurz vor dem Moment erreicht, in welchem derselbe die gleiche Geschwindigkeit
wie die Bänderleitung selbst erhält, was in der vorhin beschriebenen Weise mit Hilfe der
elliptischen Räder geschieht.
Hierdurch tritt die Bogenvorderkante zwischen die Greifer 32, 33 ein, wird durch die
am oberen Greifer 32 sitzende Klemmfeder 35 festgehalten und in ihrer Vorwärtsbewegung
durch den Anschlag 34 begrenzt. Von jetzt ab wird der Bogen vom Ausführwagen tnitgenommen
und hierbei durch die sich beim Vorwärtsgang abrollenden Bänder 30 unterstützt. In der Nähe der vorderen Totpunktlage B
werden die Greifer 32, 33 durch Zusammenarbeiten der Rolle 40 mit Anschlag 42 geöffnet,
und hierdurch verschwinden die unteren Greifer 33 vollkommen aus der Ebene des Druckbogens, welcher auf den Bändern 30 aufruht
(Fig. 4).
Wenn jetzt der Wagen wieder seinen Rückwärtsgang gegen Totpunktlage A hin ausführt,
so wickeln sich die Bänder 30 auf die Scheiben 29 wieder auf, und hierdurch fällt
der Bogen, seiner Unterlage beraubt, auf den Stapeltisch 4 (Fig. 5), ohne daß seine untere
Fläche einer Berührung mit den Klemmgreifern und somit einer Reibung ausgesetzt ist.
Claims (3)
1. Bogenausleger für Zylinderschnellpressen mit einem oberhalb des Auslegetisches
hin und her gehenden Wagen,. gekennzeichnet durch Greifervorrichtungen (32>
33)> welche unabhängig von der Unterlage (30) für den auszuführenden
Bogen und so angeordnet sind, daß dieselben beim Loslassen des Bogens aus der Ebene seiner Auflagefläche verschwinden,
zu dem Zwecke, während der Rückkehr des Wagens in die Anfangsstellung jede Berührung·
zwischen den Greifervorrichtungen und dem Druckbogen zu vermeiden.
2. Bogenausleger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sich der vom Druckzylinder kommende Bogen mit seiner Vorderkante zwischen die federnd angeordneten
Greifer des Ausführwagens einklemmt.
3. Bogenausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der oberhalb
des Auslegetisches hin und her gehende Wagen diese Bewegung durch ein mittels elliptischer Räder angetriebenes Kurbelgetriebe
erhält, derart, daß seine Geschwindigkeit unmittelbar nach dem Erfassen des Bogens .durch die Klemmvorrichtungen
mit der Geschwindigkeit des Druckzylinderumfanges übereinstimmt, zu dem Zwecke, jedes Anstauchen des Bogens an
. den Klemmvorrichtungen einerseits, sowie no
gleitende Reibungen zwischen dem Bogen und denjenigen Vorrichtungen, welche den Bogen vom Druckzylinder weg dem Ausführwagen
zuführen, zu vermeiden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200738C true DE200738C (de) |
Family
ID=463348
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT200738D Active DE200738C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200738C (de) |
-
0
- DE DENDAT200738D patent/DE200738C/de active Active
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