DE2004682B - Gerbmittel und Verfahren zum Gerben tierischer Häute - Google Patents

Gerbmittel und Verfahren zum Gerben tierischer Häute

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DE2004682B
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tanning
chromium
salt
basicity
acid
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Pending
Application number
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English (en)
Inventor
Andre Marcq-en-Bareul Klein (Frankreich). DOIf 7-04
Original Assignee
Fa. Ugine Kuhlmann, Paris

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Description

3 4
dreiwertigen Chromsalze stamme aden Acidität mit nen, beim Doppelcarbonat des Aluminiums und Na-
Hilfe von Natriumcarbonat die folgenden Nachteile: triums dagegen die Alkalität dieses amorphen Fest-
„ _ ,T . , ..... , _,, , , stoffes. Aluminiumoxyd hat bekanntlich amphoteren
1. Das Natriumcarbonat fallt das Chromhydrat Charakter und neutrajisiert darum teilweise die starke aus, das nicht mehr in Losung gebracht werden 5 ^j^ ^ NatriumoxydS) und aus ^esem Grunde
o ~un~ . , . , .... erscheint das Doppelcarbonat als ein alkalisches Rea-
2. Die Gerbung ist ungleichmäßig. dessen w££ der gewünsohten Neutralisa.
3. Eine standee Überwachung wahrend der ge- «^ angepaßt ist. Die Verwendung des vor samten Dauer des Verfahrens ist unerläßlich. dem |msatz i^Sabautbä thermisch vorbehandelt«»
Von den Veröffentlichungen des Standes der Tech- io Doppelcarbonats hat darüber hinaus den weiteren nik sind insbesondere die deutschen Patentschriften Vorteil, daß es den größten Teil des Kohlendioxyds 229 030 und 339 4] 8 zu nennen, die den Zusatz von bereits verloren hat und somit eventuell störende Calciumcarbonat zum Chromsulfat bzw. den Zusatz Gasentwicklungen während des Gerbens sicher vervon wasserunlöslichen Magnesiumderivaten zur sau- mieden werden können. Diese Tatsache dürfte mit ren Gerbbrühe beschreiben. Gemäß der französischen 15 dazu beitragen, daß durch die erfindungsgemäße AnPatentschrift 1 379 548 wird Dolomit als säurebin- wendung des thermisch behandelten Doppelcarbodende Substanz beim Gerben mit dreiwertigen nats die Erzielung von hochwertigem Leder, deren Chromsalzen verwendet. Schließlich kann noch die Qualität besser als die nach bekannten Verfahren französische Patentschrift 1 446 426 genannt werden, erhaltenen ist, erreicht wird.
die ein Verfahren beschreibt, bei dem das Pickeln 20 Zweckmäßig verwendet man erfindungsgemäß ein
in Gegenwart eines synthetischen Gerbstoffs durch- Doppelcarbonat von Aluminium und Alkalimetall,
geführt wird. das im Bereich zwischen 250 und 300° C, insbeson-
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum dere während 2 bis 3 Stunden, thermisch behandelt
Chromgerben, das die Nachteile der bekannten Ver- worden ist.
fahren, die mit »Abstumpfen« durchgeführt werden, 25 In der Praxis beträgt der Anteil des thermisch beausschaltet. Dieses Verfahren zum Gerben tierischer handelten Doppelcarbonats des Aluminiums und des Häute mit einem Gemisch eines dreiwertigen Chrom- Alkalimetalls im Gerbmittel gemäß der Erfindung salzes und eines Doppelcarbonates als säurebinden- etwa 8 bis 12 Gewichtsprozent, bezogen auf das dreiden Stoff ist dadurch gekennzeichnet, daß man als wertige Chromsalz, insbesondere das Chromsulfat, säurebindenden Stoff thermisch behandeltes Doppel- 30 Vorzugsweise wird zur Herstellung des erfindungscarbonat von Aluminium und einem Alkalimetall gemäß verwendeten thermisch behandelten Doppelverwendet, das durch eine Wärmebehandlung bei carbonates ein Doppelcarbonat von Aluminium und erhöhten Temperaturen während einiger Stunden we- Natrium verwendet, das im Handel leicht erhältlich nigstens teilweise zu Alkali- und Aluminiumoxyden ist und vorteilhaft die folgende, in Oxyden gerechumgewandelt worden ist. 35 riete Grundzusammensetzung
Dieses Verfahren hat erhebliche Vorteile; denn
bei allen Verfahren, und zwar sowohl bei den be- Al2O3 30 bis 50 Gewichtsprozent
kannten als auch beim Verfahren gemäß der Erfin- CO2 10 bis 25 Gewichtsprozent
dung, ist als wichtigster Punkt die Geschwindigkeit Na2O 10 bis 20 Gewichtsprozent
der Säureneutralisation während des Gerbens anzu- 40
sehen. Hierbei war es zweifellos gemäß dem Stande hat. Das Gerbmittel kann außerdem noch andere der Technik schon überraschend, daß bei Verwen- säurebindende Substanzen enthalten,
dung von Dolomit bessere Ergebnisse erzielt werden .
können als bei Verwendung eines Gemisches aus Beispiel
Calcium- und Magnesiumcarbonat. Um so weniger 45 100 Gewichtsteile Chromsulfat von 60 Grad Schorkonnte vom Fachmann aber vorausgesehen werden, lemmer werden mit 10 Gewichtsteilen Doppelcarbodaß bei der erfindungsgemäßen Verwendung eines nat von Aluminium und Natrium gemischt, das vorthermisch behandelten Doppelcarbonats von Alumi- her 2 Stunden bei 280° C gehalten worden ist. Dieses nium und einem Alkalimetall, insbesondere Natrium, Doppelsalz enthält nach der Wärmebehandlung nur sogar noch bessere Ergebnisse erzielt werden kön- 50 noch 0,4 bis 2°/o CO2.
nen, als dies bei Verwendung von Dolomit der Fall 100 Teile Blöße, die bei pH 3,1 bis 3,3 in 30 bis ist. Es ist nicht bekannt, worauf diese bessere Wir- 70 Teilen eines sauren Bades gepickelt worden ist, kung beim Verfahren gemäß der Erfindung zurück- werden mit 10 bis 15 Teilen dieses Gemisches bezuführen ist, zumal es keine zuverlässigen Methoden handelt Hierbei wird eine sehr schnelle Durchträngibt, mit denen die Neutralisierungsgeschwindigkeit 55 kung und eine ausgezeichnete Aufnahme des Chromin der zu gerbenden Haut gemessen werden kann. salzes erzielt.
Im Falle des Dolomite dürfte wohl in erster Linie Das erhaltene Leder ist von ausgezeichneter Qua-
die kristalline Struktur dieses Feststoffes für die Neu- lität. Es hat eine sehr feine Narbenoberfläche, keine
tralisationsgeschwindigkeit der starken Basen, näm- Runzeln und Falten, keine Flächenschrumpfung und
lieh Kalk und Magnesiumoxyd, verantwortlich zeich- 60 keine »Vertiefungen«.

Claims (5)

1 2 jedes Ohromatom an eine OH-Gruppe gebunden ist, Patentansprüche: ist ein Salz mit einer Basizität von 33,3 Grad Schor lemmer. Sind zwei OH-Gruppen an jedes Chrom-
1. Verfahren zum Gerben tierischer Haute mit atom gebunden, hat das Salz eine Basizität von einem Gemisch eines dreiwertigen Chromsalzes 5 66,6 Grad Schorlemmer. Das Gerbvermögen eines und eines Doppelcarbonates als säurebindenden Chromsalzes ist um so größer, je höher die Basizität Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß ist. Andererseits ist seine Affinität zum Fell um so man als säurebindenden Stoff thermisch behan- höher, je alkalischer dieses reagiert.
deltes Doppelcarbonat von Aluminium und einem Nach einer allgemeinen Regel, die sich auf Erfah-
Alkalimetall verwendet, das durch eine Wärme- io rung gründet, muß das Gerben allmählich erfolgen, behandlung bei erhöhten Temperaturen während Wenn es zu plötzlich erfolgt, findet eine übermäßige einiger Stunden wenigstens teilweise zu Alkali- Anreicherung des Gerbstoffs auf den Oberflächen und Aluminiumoxyden umgewandelt worden ist. statt. Sein Eindringen in das Innere der Blöße wird
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- erschwert, und das auf diese Weise behandelte Leder kennzeichnet, daß man ein Doppelcarbonat von 15 weist große Mangel auf, wie Narbenübergerbung, Aluminium und Alkalimetall verwendet, das im Chromnester, schwierige gleichmäßige Färbung und Bereich zwischen 250 und 300° C, insbesondere schlechte Verteilung der Fettstoffe bei der Fettung, während 2 bis 3 Stunden, thermisch behandelt Das Pickeln wird vorgenommen, um diese Mangel worden ist. zu vermeiden. Es hat den Zweck, durch Säuern die
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch 20 Affinität der Blöße zum Chromsalz zu verringern, gekennzeichnet, daß man ein Doppelcarbonat Der pH-Wert der Blöße, der nach dem Entkalken verwendet, das durch thermische Behandlung etwa 8 beträgt, wird erniedrigt, um einen Wert, der eines Doppelcarbonates mit 30 bis 50 Gewichts- demjenigen der Chrombrühe näher liegt, nämlich prozent Al2O3, 10 bis 25 Gewichtsprozent CO2 einen pH-Wert zwischen 1,5 und 3,2 zu erreichen, und 10 bis 20 Gewichtsprozent Na2O erhalten 25 Das Säuern erfolgt im allgemeinen in Gegenwart von worden ist und nur noch 0,4 bis 2 0Zo CO2 ent- Kochsalz, um jedes Quellen, das für die Blöße nachhält, teilig ist, zu vermeiden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch Ebenso ist zur Erzielung einer allmählichen Gergekennzeichnet, daß man das thermisch behan- bung die Basizität der zum Gerben verwendeten delte Doppelcarbonat in Mengen von 8 bis 30 Chromsalze im allgemeinen nicht hoch. Bei dem am 12 Gewichtsprozent, bezogen auf das dreiwertige häufigsten angewendeten Verfahren verwendet man Chromsalz, verwendet. ein Chromsulfat, das eine Basizität zwischen 30 und
5. Gerbmittel für tierische Häute, enthaltend 45 Grad Schorlemmer hat. Die Reaktion einer stark neben wenigstens einem dreiwertigen Chromsalz, gesäuerten Blöße mit einem Chromsalz einer solchen vorzugsweise Chromsulfat, 8 bis 12 Gewichts- 35 Basizität stellt eine ungenügende Gerbung dar, die prozent, bezogen auf das Chromsalz, eines ther- vervollständigt werden muß. Um dies zu erreichen, misch behandelten Doppelcarbonats von Alumi- wird während des Gerbens ein sogenanntes »Abnium und einem Alkalimetall, insbesondere Na- stumpfen« vorgenommen: Wenn das Fell vomChromtrium, das durch die Wärmebehandlung wenig- salz vollständig durchdrungen ist, setzt man der stens teilweise zu Alkali- und Aluminiumoxyden 40 Gerbbriihe eine Alkaliverbindung, wie Natriumcarumgewandelt worden ist. bonat oder -bicarbonat bzw. Borax zu. Auf diese
Weise wird die Basizität des von der Blöße aufgenommenen oder noch im Bad vorhandenen Chrom-
salzes und damit sein Gerbvermögen erhöht.
45 Wird jedoch die Basizität erhöht, so wird auch die Menge an gebundendem Cr2O3 erhöht, aber die Lösung wird stärker adstringierend und verleiht dem
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gerben Leder eine »krause« Oberfläche, und die Durchgertierischer Häute bei der Herstellung von Leder durch bung ist schlechter.
Behandlung der Häute mit einem ein basisches 50 Es ist bekannt, daß durch Zusatz von neutralen Chromsalz enthaltenden Gemisch. Salzen, wie Natriumsulfat, Kochsalz oder Alkali-
Das bekannte Chromgerben nach dem Einbadver- salze von organischen Säuren, beispielsweise Ameifahren besteht darin, daß man die vorher enthaarten, sensäure, Phthalsäure und Oxalsäure, die Adstringens geäscherten, entkalkten und gegebenenfalls gebeizten des Gerbbades verringert und in gewissem Maße das Felle mit einem basischen Chromsalz behandelt. Die 55 Arbeiten mit einer wesentlich höheren Basizität mög-Behandlung umfaßt im allgemeinen zwei Stufen: das lieh wird.
Säuern der Blößen oder Pickeln und das eigentliche Ferner ist es in der Praxis je nach der Intensität
Gerben. Das Pickeln wird in den meisten Fällen mit des Säuerns (Pickeln), das dem Gerben vorausgeht, einer Pickelflotte durchgeführt, der eine gewisse häufig zweckmäßig, die Basizität zu erhöhen, um die Menge einer organischen oder anorganischen Säure, 60 Wirkung der von der Blöße zurückgehaltenen Säure wie Schwefelsäure oder Salzsäure, zugesetzt wird. aufzuheben. Wenn dieses Säuern in Gegenwart von
Für das eigentliche Gerben wird ein Chromsalz, geeigneten Maskierungsmitteln (Formiat, Phthalat, im allgemeinen ein Chromsulfat, das mehr oder we- Oxalat) durchgeführt wird, ist es bei Verwendung niger basisch gestellt ist, verwendet. Die Basizität eines sehr basischen Chromsulfats sogar möglich, das eines Chromsalzes entspricht dem Prozentsatz der 65 Pickeln und die anschließende Chromgerbung im Hauptvalenzen der Chromatome, die durch Hydro- gleichen Behälter durchzuführen,
xylgruppen abgesättigt sind. Sie wird im allgemeinen Zusammenfassend hat das bekannte Verfahren bein Grad Schorlemmer ausgedrückt. Ein Salz, in dem züglich der Fixierung der aus der Hydrolyse der

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