DE20008C - Schachtfalle - Google Patents

Schachtfalle

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Publication number
DE20008C
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Authority
DE
Germany
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cylinder
trap
weight
framework
connection
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Active
Application number
DENDAT20008D
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English (en)
Original Assignee
H. OCHWADT in Grube von der Heydt bei Saarbrücken
Publication of DE20008C publication Critical patent/DE20008C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B17/00Hoistway equipment
    • B66B17/34Safe lift clips; Keps

Landscapes

  • Safety Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S: Bergbau.
Schachtfalle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2g. Januar 188a ab.
Die Falle besteht aus den Daumen DDD1D1, welche zu je zwei auf den Wellen W und W1 befestigt sind. Die Wellen sind mittelst Scheiben S und S und einer an ihnen im Scheitel befestigten Kette so mit einander verbunden, dafs jede gezwungen ist, die correspondirende Bewegung zur anderen zu machen. Die Anordnung der gebräuchlichen Hebel und Zugstangen ist deshalb nicht, ausgeschlossen.
Ferner befindet sich auf der Welle W noch eine zweite Scheibe S1, über welche sich eine ebenfalls im Scheitel befestigte Kette schlingt. Diese Kette endigt beiderseits in Bolzen b und blt von denen b durch das Gewicht G und die Traverse T, an welcher der Cylinder C hängt, b1 durch das Gewicht G1 hindurchgeht, ohne mit diesen fest verbunden zu sein.
Die Gewichte G und G1 stehen lose auf einer am Schachtholz befestigten Console, desgleichen der Cylinder C auf einer zweiten, an welcher auch der zum Cylinder gehörige Kolben mittelst Säulen und Traverse befestigt ist. Die Räume über und unter dem Kolben sind durch einen Kanal in der Cylinderwand mit einander verbunden, können jedoch durch zwei Hähne h und A1 von einander getrennt werden.
Der Cylinder ist bis einige Centimeter über der oberen Kanalmündung mit einer Flüssigkeit gefüllt, jedoch so, dafs darüber noch ein Luftraum verbleibt.
Im Zustande der Ruhe befinden sich sämmtliche Theile in der verzeichneten Stellung. Der Hahn h sei geschlossen.
Kommt das Gerippe von unten, so hebt es die Daumen D D D1 D1 und gleichzeitig das Gewicht G1, während der Bolzen b durch G und ■ T hindurchgleitet.
Sobald das Gerippe die Falle passirt hat, schliefst das Gewicht G1 dieselbe und das Gerippe kann sich aufsetzen.
Die Falle kann sich dabei nicht nach unten öffnen, da bei geschlossenem Hahn h der Cylinder C sich nicht heben kann.
Soll »Häng« gefahren werden, so braucht nur der Hahn h ein wenig geöffnet zu werden, die Flüssigkeit weicht nach dem Raum über den Kolben aus, der Cylinder hebt sich und die Falle öffnet sich. Hierbei wäre das Oeffnen so zu reguliren, dafs bei vorhandenem Hängseil kein Ruck im Seil entsteht. Hat das Gerippe die Falle passirt, so ist der Hahn ganz zu öffnen, das Gewicht G und die Schwere des Cylinders stellen dann die Falle zum nächsten Spiel ein, worauf der Hahn wieder geschlossen wird.
Um beim Hänggeben nicht vom Anschläger abhängig zu sein, kann der Hahn H1 ein für alle Mal so regulirt werden, dafs das Gerippe sich ohne Stofswirkung ins Seil hängt. Die Falle schliefst sich dann allerdings etwas langsamer, wozu ihr jedoch während des Treibens Zeit genug bleibt.
Um nun einerseits die Falle sofort wieder zu schliefsen, andererseits die Hähne, welche bei den örtlichen Verhältnissen leicht undicht werden, möglichst wenig gebrauchen zu müssen, und um schliefslicb dem Anschläger etwas in
die Hand zu geben, woran nichts zu verderben ist, ist noch ein Hülfshebelwerk H und H1 angebracht.
Es bleibt dabei der Hahn h geöffnet, während Zi1 wie oben regulirt ist. Der' Vorgang beim Aufgang des Gerippes bleibt derselbe.
Zum Niedergang ist nur der Hebel H1 gegen den Schacht zu drücken. Der Hebel H wird dann frei und das Gerippe kann niedergehen. Hat dasselbe die Fallen passirt, so schliefst das Gewicht G zunächst allein dieselben, wobei sich H wieder unter H1 stemmt, so dafs sofort noch einmal aufgesetzt werden kann. Eine Mitwirkung des Anschlägers ist hierzu nicht nöthig; denselben vertritt die auf den Hebel H1 drückende Feder. Während des Treibens geht dann der Cylinder C wieder in seine Anfangsstellung zurück.
Die Einrichtung des Kataraktes ist eine solche, dafs ein Verlust der vermittelnden Flüssigkeit ausgeschlossen ist. Der wirksame, also höchste Druck herrscht stets auf der unteren, absolut dichten Seite. Der obere Druck resultirt nur aus dem Cylindergewicht und mufs erst durch die etwa undichte Stopfbüchse sämmtliche Luft entweichen, ehe Flüssigkeit entweichen kann. Die entwichene Luft kann sich dann während der Ruhepausen event, durch ein Schnarchventil wieder ersetzen.
Die Anwendung zweier oder gar vier solcher Katarakte für ein Trumm ist natürlich nicht ausgeschlossen, wobei für den letzteren Fall die Scheibe S1 durch Segmente zu ersetzen oder eine Geradführung für die Cylinder anzuwenden wäre.
Um die gleitende Reibung des Gerippes an den Daumen zu umgehen, sind im Gerippeboden Rollen r angebracht.
Die Vortheile dieser Construction sollen sein:
1. Dampfersparnifs, indem das Gerippe, ohne von den Fallen gehoben zu werden, sofort abwärts, gehen kann;
2. damit verbundene Zeitersparnifs und Schonung der Seile und Maschinen;
3. grofse Einfachheit in der Handhabung;
4. Vermeidung aller Undichtigkeiten und somit Ersparnifs an Flüssigkeit;
5. die Reserve, welche in dem Hülfshebelwerk bei Unwirksamkeit de& Kataraktes und umgekehrt liegt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Verbindung der Drehcaps mit den Gewichten G G1 und dem mit Flüssigkeit gefüllten Cylinder C durch Ketten, so dafs sich beim Niedergehen des Korbes der Cylinder über den festen Kolben schiebt und nachher das Gewicht des Cylinders die Caps wieder in die horizontale Lage hebt.
2. In Verbindung mit dieser Vorrichtung die Hebel H und H1.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT20008D Schachtfalle Active DE20008C (de)

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