DE1996C - Einsätze in Dampfabgangsrohre, gefüllt mit vollen oder durchlochten Kugeln (Perlen) aus Glas, Stein etc., um das Geräusch des abgehenden Dampfes zu verhindern - Google Patents

Einsätze in Dampfabgangsrohre, gefüllt mit vollen oder durchlochten Kugeln (Perlen) aus Glas, Stein etc., um das Geräusch des abgehenden Dampfes zu verhindern

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DE1996C
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DE
Germany
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steam
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DENDAT1996D
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English (en)
Original Assignee
PH. S. JUSTICE in London
Publication of DE1996C publication Critical patent/DE1996C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B31/00Component parts, details or accessories not provided for in, or of interest apart from, other groups
    • F01B31/16Silencers specially adapted for steam engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1878.
Klasse 14.
PHILIP SYNG JUSTICE in LONDON.
Einsätze in Dampfabgangsrohre, gefüllt mit vollen oder durchlochten Kugeln (Perlen) aus Glas, Stein etc., um das Geräusch des abgehenden Dampfes zu verhindern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1878 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum geräuschlosen Ablassen des Dampfes und besteht aus einer aus Metall oder anderem passenden Material hergestellten Kammer von cylindrischer Form. Diese Kammer wird mit kleinen Glasstücken, Steinen, Metallstücken oder anderen passenden Substanzen von runder Gestalt, welche durchlocht (z. B. Glasperlen) oder massiv sind, gefüllt. Die Gröfse der zur Füllung des Cylinders angewendeten Perlen etc. wird durch das die Kammer zu durchströmende Dampf- bezw. Gasvolumen bedingt. Der Dampf ist gezwungen, durch die kleinen Oeffnungen zwischen den in der Kammer enthaltenen Perlen, und durch deren Löcher zu strömen, wodurch das bei dem Ablassen des Dampfes oder Gases unter starkem Druck verursachte Geräusch vermieden wird.
Wird der ausströmende Dampf angewendet, um einen künstlichen Luftzug in den Schornsteinen von Locomotiven oder anderen Dampfmaschinen hervorzurufen, so wird durch Anwendung dieser Erfindung ein gleichmäfsiger Zug erzielt, wodurch das stofsweise Ausströmen des abgehenden Dampfes, sowie das Herausfliegen von Asche und glühenden Kohlenstücken vermieden wird.
Fig. ι zeigt eine metallene Kammer mit Einlafsöffnung A und Auslafsöffnung Z. Oberhalb der Einlafsöffnung, sowie am Auslafsende der Kammer sind die durchlochten Platten B B und C C angebracht, welche, wie Fig. 1 zeigt, durch einen Bolzen zusammengehalten werden.
Die angewendeten Perlen etc. werden zwischen diesen beiden Gittern oder durchlochten Platten gehalten, und mufs der ausströmende Dampf durch diese Perlenmasse strömen.
Fig. 2 ist ein Grundrifs der durchlochten Platte BB.
Ist das Volumen des Dampfes nicht grofs und der Druck nicht über 3 kg pro Quadratcentimeter, das Auslafsrohr nicht über 4 cm im Durchmesser, so hält der Erfinder Kammern aus Röhren von 7 bis 20 cm Durchmesser und 16 bis 32 cm Länge, welche mit Glasperlen von ca. 8 mm Durchmesser gefüllt sind, für zweckmäfsig. Wenn diese Kammern für das Volumen des ausströmenden Dampfes passend angeordnet sind, und man dafür sorgt, dafs ein richtiges Quantum Perlen von passender Gröfse angewendet wird, so sollen nach Angabe des Erfinders stets die günstigsten Resultate erzielt werden.
Ist die Verhinderung des Geräusches des abgehenden Dampfes zur Hauptsache gemacht, so sind Perlen von geringerem Durchmesser, als oben erwähnt, wenn in genügender Quantität angewendet, am vortheilhaftesten. Soll ein möglichst geringer Rückdruck erzielt werden, so wendet man Perlen von gröfserem Durchmesser an.
Will man diese Erfindung auf Dampfschiffen benutzen, so wendet Erfinder die in Fig. 3 gezeigte Form der Kammer an. Diese cylindrische Kammer kann in den unteren Theil des Dampfauslafsrohres eingeschaltet werden, die Centralöffnung EF ist durch, ein Hilfsventil H geschlossen. Dieses Ventil, von gleicher Gröfse mit der Einlafsöffnung II, ist nicht unbedingt nothwendig, ist aber, im Falle grofser Druck in dem Ablafsrohr entsteht, als Sicherheitsventil vortheilhaft anzuwenden. Das Ventil H ist beschwert, so dafs es sich nur heben kann, wenn der Druck in der Kammer MM mehr als t kg pro Quadratcentimeter beträgt. Die Kammer wird bei dieser Anordnung mit Perlen von gröfserem Durchmesser gefüllt. Der Bewegungsmechanismus des Ventiles H besteht aus der Ventilstange K und dem um die Axe N drehbaren Hebel P, welcher mit dem ebenfalls um N drehbaren Hebel S unter einem spitzen Winkel verbunden ist. Auf dem Hebel S befindet sich das Schiebegewicht L. Ein Grundrifs der zugehörigen durchbrochenen Platten O O ist in Fig. 4 dargestellt; die Oeffnungen sind so angeordnet, dafs die Perlen etc. niemals durchfallen oder diese Oeffnungen verstopfen können.
Statt eine solche gröfse Kammer vollständig mit der Perlenmasse auszufüllen, kann man innerhalb derselben auch mehrere kleinere Cylinder, Fig. i, anordnen, so dafs diese gröfse Kammer dann aus einem System kleinerer Cylinder besteht.
Dadurch, dafs der Dampf durch die Füllung der Kammer passiren mufs, werden die Schallwellen gebrochen, und wird das sonst beim Ausströmen von Dampf vorkommende unange-
nehme Geräusch vollständig vermieden; und nur in dem Falle tritt Geräusch wieder ein, wenn man den Dampf auf einige Entfernung durch dünne Röhren leitet, ehe derselbe in die freie Luft ausströmt. Um letzteres zu verhindern, wendet man am besten ein grofses, gerades und oben erweitertes Rohr als Ausströmungsrohr an.
Es ist ersichtlich, dafs man in alle Dampfablafsrohre dergleichen Apparate von passender Gröfse einschalten kann.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Anwendung einer Füllung von durchlochten oder soliden Perlen aus Glas, Stein oder anderen passenden Substanzen, welche lose in einer, in die Dampfabläfsrohre einzuschaltenden Kammer gehalten werden, so dafs der ausströmende Dampf sich durch die kleinen Zwischenräume und Oeffnungen winden mufs, wodurch das Ausströmen des Dampfes gleichmäfsig von statten geht und das Geräusch auf ein Minimum reducirt wird.
    Die Anwendung der mit Ein- und Auslafsöffnungen versehenen Kammer, welche gänzlich oder theilweise mit den vorbeschriebenen Materialien gefüllt wird, um die kleinen Zwischenräume und Oeffnungen herzustellen, sowie die allgemeine Anordnung der Kammer und des Ventils nebst Zubehör.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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