DE199145C - - Google Patents

Info

Publication number
DE199145C
DE199145C DE1907199145D DE199145DD DE199145C DE 199145 C DE199145 C DE 199145C DE 1907199145 D DE1907199145 D DE 1907199145D DE 199145D D DE199145D D DE 199145DD DE 199145 C DE199145 C DE 199145C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
evaporator
liquid
walls
partitions
chambers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1907199145D
Other languages
English (en)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Application granted granted Critical
Publication of DE199145C publication Critical patent/DE199145C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/06Evaporators with vertical tubes
    • B01D1/12Evaporators with vertical tubes and forced circulation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVI 199145-KLASSE 12«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. März 1907 ab.
Bei den gebräuchlichen Verdampfern für salzausscheidende Flüssigkeiten wird die Zirkulation der Flüssigkeit, welche für den Betrieb und die Leistung der Apparate von außerordentlicher Wichtigkeit ist, vornehmlich durch den Auftrieb der durch Wärmezufuhr sich bildenden Dampfblasen hervorgerufen. Diese Zirkulation setzt deshalb beim Beginn des Betriebes erst allmählich ein und ist um
ίο so lebhafter, je mehr durch entsprechend hohe Temperaturunterschiede zwischen Heizmittel und zu verdampfender Salzlösung ein recht lebhaftes Kochen der letzteren herbeigeführt wird. Ist jedoch der Temperaturunterschied gering, wie dies z. B. bei Mehrkörper-Verdampfapparaten in den einzelnen Körpern naturgemäß der Fall ist, so ist die Zirkulation eine sehr träge, wodurch nicht allein die Wärmeübertragung an den Heizflächen erheblich herabgemindert wird, sondern auch das Ansetzen der ausgeschiedenen Salze an den Heizflächen begünstigt wird, was ebenfalls sehr ungünstig auf die Wärmeübertragung einwirkt. In diesen Übelständen ist allein der Grund zu suchen, warum die Vorteile des Vielfach-Vakuum-Verdampfers bisher nicht bei der Verdampfung von Salzlösungen ausgenutzt werden konnten.
Ein weiterer Mißstand war bei derartigen Verdampfapparaten ferner, daß infolge Mitreißens von Flüssigkeitstropfen aus der zu verdampfenden Flüssigkeit stets das Niederschlagswasser des nächstfolgenden Körpers durch Salzlösung verunreinigt war und infolged£ssen nicht zum Kesselspeisen usw. benutzt werden konnte. Die Anwendung besonderer Tropfenfänger bekannter Art zwischen den einzelnen Verdampfköxpern verteuerte diese Anlagen derart, daß auch hierdurch ihre Anwendbarkeit in Frage gestellt wurde.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die oben angeführten Übelstände zu beheben, und zwar durch folgende Einrichtung. Die Flüssigkeitsräume α und b unter bzw. über dem Heizkörper c sind durch Scheidewände, derartig eingeteilt, daß die Flüssigkeit auf ihrem Wege durch den Verdampfkörper nacheinander in den einzelnen so gebildeten Abteilungen abwechselnd aufwärts und abwärts durch die Heizrohre geführt wird. Die Zirkulation wird aber nicht der Einwirkung der Heizung überlassen, sondern sie wird, wie dies beispielsweise bei Vakuumapparaten für Zuckerfüllmasse bereits angegeben ist, durch eine besondere Zentrifugalpumpe d hervorgerufen, welche die Steigerung der Umlaufsgeschwindigkeit innerhalb des Verdampfkörpers auf jedes beliebige Maß gestattet.
Die Lage der erwähnten Scheidewände ist in Fig. 2 für den unteren und in Fig. 3 für den oberen Flüssigkeitsraum dargestellt. Die Scheidewände im oberen Flüssigkeitsraume haben hierbei verschiedene Höhe, und zwar sind die Wände 1, 3, 5 und 7 gleich hoch und höher als' die Wände 2, 4, 6 und 8, welche unter sich wieder verschieden große Höhen erhalten und als Überfälle dienen.
Die Pumpe saugt die Flüssigkeit aus der letzten von den Wänden 8 und 1 gebildeten
Abteilung durch Rohr f an und drückt sie durch Rohr g in die erste von den Wänden I und gebildete Abteilung, aus der sie dann weiterhin durch hydrostatischen Druck die folgenden Abteilungen durchläuft. Hierdurch wird die Bewegung der Flüssigkeit längs den Heizrohrwänden ganz wesentlich beschleunigt und damit das Ansetzen des Salzes an die Heizflächen verhindert, auch gleichzeitig eine
ίο erheblich günstigere Wärmeübertragung erreicht.
Die Überfallwände 2, 4, 6 und 8 bewirken ferner, daß die überhitzte Flüssigkeit nach dem Verlassen der Heizrohre noch weiter nach oben steigen muß und hierdurch Zeit findet, ihre überschüssige Wärme in Dampfform abzugeben, ehe sie wieder in der folgenden Abteilung nach unten geführt wird. Im Gegensatz zu bereits bekannt gewordenen Verdampfungs- und Konzentrationsvorrichtungen, bei denen die Flüssigkeit ebenfalls verschiedene getrennte Kammern mit gemeinsamem Heizkörper durchströmt, ist hier durch die verschieden hohen Überfallwände auf den beim Durchströmen der Abteilungen infolge Reibung an den Rohrwänden entstehenden Druckverlust Rücksicht genommen, den die Flüssigkeit auf dem langen Wege erleidet. Der Höhenunterschied der Wände wird rechnerisch so festgestellt, daß ein Ausgleich dieses Druckverlustes stattfindet. Durch die an Höhe abnehmenden Überfallwände wird auch erreicht, daß die Flüssigkeit mit Sicherheit den vorgeschriebenen Weg durch die Abteilungen nimmt und nicht innerhalb einer einzelnen Abteilung selbst zirkuliert.
Auch für Heizkörper mit liegend angeordnetem Röhrensystem kann die neue Einrichtung entsprechende Anwendung finden.
Um aber die Anordnung von besonderen Tropfenfängern, die meist die Form eines in einem besonderen Dome angeordneten Siebes besitzen, zu vermeiden, wird der Brüdenraum e im Verdampfkörper mit einem Gewebe oder Geflecht von Draht vollständig ausgefüllt, an dem die mitgerissenen Flüssigkeitsteilchen sich ansetzen und wieder abtropfen können. Die Füllung kann beispielsweise in der Weise vorgenommen werden, daß in den Brüdenraum schichtenweis aus Drahtgeflecht hergestellte Zylinder oder Kästen nebeneinanderliegend eingebaut werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verdampfer mit getrennten Kammern und eingebautem Röhrenheizkörper für salzausscheidende Flüssigkeiten, die mittels einer Pumpe (d) im Kreislauf nacheinander durch die Kammern des Verdampfers getrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die über die Heizfläche geführten, als Überfälle dienenden Scheidewände (2, 4, 6, 8) von abnehmender Höhe sind, um einen Ausgleich des beim Durchströmen der Abteilungen entstehenden Druckverlustes herbeizuführen.
2. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Brüdenraum (e) vollständig mit Drahtgewebe oder sonstigem Geflechtswerk zum Zurückhalten mitgerissener Flüssigkeitsteilchen ausgefüllt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907199145D 1907-03-21 1907-03-21 Expired DE199145C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE199145T 1907-03-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE199145C true DE199145C (de) 1908-06-13

Family

ID=34484442

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1907199145D Expired DE199145C (de) 1907-03-21 1907-03-21

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE199145C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE199145C (de)
DE19929614C2 (de) Feuerungsanlage mit flüssigkeitsgekühlten Rostelementen
DE2109627A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Nach speisen von Wasser bei einer Zentral Warm wasserheizung
DE377818C (de) Dampferzeugungsanlage, bei der die Waerme aus mechanischer Energie mit Hilfe einer Pumpe erzeugt wird
DE650047C (de) Verdampfer mit Bruedenverdichter
AT90415B (de) Verdampfungsanlage.
DE451367C (de) Warmwasserheizung
AT53655B (de) Hydraulischer Widder.
DE97901C (de)
DE608782C (de) Speisewasservorwaermeranlage fuer Zwangumlaufkessel
DE967312C (de) Beheizung von Verdampfungs-, Destillier- und Reaktionsapparaten
DE742862C (de) Heissdampfkuehlung und -regelung mit Zwanglauf des Kuehlmittels
DE685840C (de) Verdampfer mit Umlaufpumpe
DE621110C (de) Verfahren und Einrichtung zur Erhoehung der Leistung von Verdampfern
DE2207085C3 (de) Destillattonsverfahren und Vorrichtung zu seiner Durchführung
DE896494C (de) Dampferzeuger mit mittelbarer Beheizung des Arbeitsmittels
AT55301B (de) Regelungsvorrichtung für Wärmespeicher von unterbrochen arbeitenden Dampfmaschinen.
DE227173C (de)
AT148409B (de) Verdampfer und Dampfkraftanlage zur Ausnützung des in ihm erzeugten Dampfes.
DE973533C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Fluessigkeiten
DE377414C (de) Mittels Elektroden beheizter Dampfkessel
DE421330C (de) Regelungseinrichtung fuer Anlagen zur Umformung von Waermemengen durch Einleiten von Dampf in geeignete Fluessigkeiten, wie z. B. Natronlauge
DE575300C (de) Selbsttaetiger Fluessigkeitsheber
DE601542C (de) Verfahren zum Ausgleich von Schwankungen in Dampfkraftanlagen
AT121977B (de) Vorrichtung zum Eindampfen von Salz-, Zucker- und anderen Lösungen.