DE199111C - - Google Patents

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DE199111C
DE199111C DENDAT199111D DE199111DA DE199111C DE 199111 C DE199111 C DE 199111C DE NDAT199111 D DENDAT199111 D DE NDAT199111D DE 199111D A DE199111D A DE 199111DA DE 199111 C DE199111 C DE 199111C
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brake
control valve
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additional
pressure
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/18Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere
    • B60T15/184Railway control or brake valves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Of Braking Force In Braking Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20/. GRUPPE
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckluftbremse für schnellfahrende Züge mit besonderer Steuerung'für den Haupt- und den Zusatzbremszylinder.
Die Erfindung besteht darin, daß das Zusatzsteuerventil mit Hilfe des Hauptsteuerventils gesteuert wird. Die Steuerung wird in der Weise bewirkt, daß in der Lösestellung des Hauptsteuerventils Leitungsdruck
ίο zur Steuerkammer des Zusatzsteuerventils gelangt, in der Betriebsbremsstellung diese Verbindung abgeschlossen ist, jedoch in der Notbremsstellung die Steuerkammer mit dem Hauptbremszylinder verbunden wird, so daß durch Sinken des Druckes in dieser Kammer das Zusatzsteuerventil in die Bremsstellung gelangt.
In der Notbremsstellung kann gemäß einer besonderen Ausführungsform die Steuerkammer des Zusatzsteuerventils unter Vermittlung des Hauptsteuerventils anstatt mit dem Hauptbremszylinder mit der Außenluft verbunden werden, um den Druck in der Kammer rasch zu ermäßigen und das Zusatzsteuerventil in die Bremsstellung gelangen zu lassen.
Fig. ι zeigt den Bremsapparat in der Schnellbremsstellung,
Fig. 2 in der Betriebsbremsstellung, in der das Zusatzsteuerventil in der Lösestellung verharrt.
Fig. 3 zeigt einen Bremsapparat mit Westinghouse-Schnellbremsventil und einem gemeinschaftlichen Hilfsluftbehälter fürHaupt- und Zusatzbremse in der Schnellbremsstellung.
Zum Laden der Bremse tritt Hauptleitungsdruck durch das Hauptsteuerventil s, das Rückschlagventil t, den Kanal k und die Bohrung / (Fig. 1) im Schieber d nach dem Hilfsluftbehälter h und von dort durch das Verbindungsrohr ν nach dem Zusatzhilfsluftbehälter ^, bis Druckausgleich erfolgt ist. Die Leitungsluft tritt gleichzeitig durch den Kanal k und das Rohr e unter den Kolben/ des Zusatzsteuerventils i und treibt den Kolben f empor. Die Feder χ unterstützt diese Bewegung.
Bei geringen Druckminderungen in der Leitung zur Einleitung einer Betriebsbremsung gelangt der Kolben c mit dem Schieber d des Hauptsteuerventils s in die Stellung nach Fig. 2, in der der Druck aus den verbundenen Hilfslufsbehältern h und ■{ durch das Abstufungsventil a, die Bohrung b und den Kanal g zum Hauptbremszylinder u überströmt.
Bei einer solchen Betriebsbremsung tritt das Zusatzsteuerventil nicht in Wirkung, weil das Rückschlagventil t geschlossen bleibt und infolgedessen im Kanal k des Hauptsteuerventils, also auch im Verbindungsrohr e und in der Kammer r des Zusatzsteuerventils eine Druckminderung nicht eintritt.
Wird zur Erzielung einer Schnellbremsung die Druckminderung in der Hauptleitung stark und plötzlich herbeigeführt, so macht der Kolben c des Hauptsteuerventils seinen vollen Aushub nach links (Fig. 1) und der Schieber d verbindet durch die Muschel m und den Kanal g den Kanal k mit dem Hauptbremszylinder u, so daß sowohl Lei-
tungsluft das Ventil öffnet, als auch die Luft aus dem Rohr e und der Kammer r zum . Hauptbremszylinder überströmt.
Infolge der so entstehenden Druckminderung in der Kammer r wird der Kolben f des Zusatzsteuerventils durch den Druck im Zusatzhilfsluftbehälter \ schnell in die Brcmsstellung heruntergetrieben, und der Zusatzbremszylinder η wird durch den Kanal o, die
ίο Bohrung ρ und das Verbindungsrohr q aus den verbundenen Hilfsluftbehältern /;, \ gespeist.
Inzwischen tritt der Leitungsdruck in den Hauptbremszylinder u bis zum Druckausgleich schnell ein, während aus dem Hilfsluftbehälter h die Druckluft nur langsam in den Hauptbremszylinder überströmen kann, weil der Schieber d die Bohrung w im Hauptsteuerventil stark drosselt, so daß erst nach einer bestimmten Zeit in allen Räumen gleicher Druck herrscht und die höchste Bremskraft erreicht wird.
Nach eingetretener Bremswirkung nimmt mithin die Bremskraft noch längere Zeit zu, um die Reibung zwischen Bremsklotz und Radreifen trotz zunehmender Erwärmung möglichst gleich groß zu halten und den Bremsweg zu verkürzen.
Nach eingetretenem Druckausgleich in beiden Bremszylindern und Hilfsluftbehältern treibt die Feder χ unter dem Kolben / des Zusatzsteuerventils i den Kolben f wieder in die Lösestellung empor, so daß mittels des Steuerschiebers der Druck aus dem Zusatzbremszylinder η durch das Rohr q, die Bohrund ρ und den Auslaß y in die Außenluft entweicht und die Bremskraft entsprechend der abnehmenden Geschwindigkeit ermäßigt wird, um ein Feststellen der Räder zu verhindern.
Anstatt das Rohr e und die Kammer r hei Schnellbremsung mit dem Hauptbremszylinder zu verbinden, kann gemäß einer anderen Ausführungsform dies auch mit der freien Luft geschehen, in welchem Falle jedoch der Zusatzbremszylinder mit einer besonderen Vorrichtung zur Druckminderung mit abnehmender Zuggeschwindigkeit versehen sein muß.
Um bei geringer Druckminderung in der Hauptleitung das unbeabsichtigte Überschlagen des Hauptventils in die Notbremsstellung zu verhüten, ist in der den Hilfsluftbehälter der Hauptbremse mit demjenigen der Zusatzbremse verbindenden Leitung ν eine Drosselstelle eingeschaltet. Man kann die Drosselstelle auch zwischen der Hauptsteuerventilkammer und dem mit dieser verbundenen Hilfsluftbehälter anordnen. Auch" in diesem Falle wird eine solche Abschwächung des hindurchtretenden Behältersdruckes erzielt , daß das unbeabsichtigte Überschlagen des Hauptsteuerventils in die Notbremsstellung nicht eintreten kann.
Bei der in Fig. 3 veranschaulichten Ausführungsart des Bremsapparates ist als Hauptsteuerventil ein Westinghouse-Schnellbremsventil angewendet und anstatt zweier Hilfsluftbehälter ein gemeinschaftlicher Hilfsluftbehälter für die Haupt- und Zusatzbremse vorgesehen. Beim Laden der Bremfe tritt Druckluft aus der Hauptleitung durch das Schnellbremsventil nach dem gemeinschaftlichen Hilfsluftbehälter der Haupt- und Zusatzbrernse, bis Druckausgleich erfolgt ist. Die Leitungsluft tritt gleichzeitig unter den Kolben f des Zusatzsteuerventils i und treibt den Kolben f mit Unterstützung der Feder χ empor.
Mittels einer starken und plötzlichen Druckminderung in der Leitung zur Herbeiführung einer Schnellbremsung gelangt das Schnellbremsventil in die in Fig. 3 gezeigte Stellung, so daß der Druck aus der Hauptleitung zum Hauptbremszylinder u strömt. Gleichzeitig strömt Druckluft aus der unter dem Kolben f befindlichen Kammer zum Hauptbremszylinder. Infolge der so bewirkten Druckminderung unter dem Kolben f des Zusatzsteuerventils wird dieser schnell in go die Bremsstellung getrieben und der Zusatzbremszylinder η wird durch den Kanal o, die Bohrung ρ und das Verbindungsrohr q aus dem gemeinschaftlichen Hilfsluftbehälter gespeist.
Nach Eintritt des Druckausgleiches in beiden Bremszylindern und dem Hilfsluftbehälter treibt die Feder χ den Kolben f des Zusatzsteuerventils i wieder in die Lösestellung, wobei der Druck aus dem Zusatzbremszylinder η durch das Rohr q, den Kanal ρ und die Muschel des Schiebers des Zusatzsteuerventils, sowie den Auslaß y in die Außenluft entweicht. Dabei ermäßigt sich die Bremskraft allmählich, so daß ein Feststellen der Räder verhindert wird.
Die Feder x, welche auf den Kolben des Steuerventils der Zusatzbremse wirkt, kann bei passender Wahl der Druckverhältnisse zwischen Hauptbremse und Zusatzbremse weggelassen werden. Wendet man je einen Hilfsluftbehälter für die Hauptbremse und einen Hilfsluftbehälter für die Zusatzbremse ah und wählt den Inhalt des ersteren gegenüber dem des letzteren derart, daß das Verhältnis des Hilfsluftbehälterinhalts der Hauptbremse zum Hauptbremszylinderinhalt größer ist als das Verhältnis des Hifsluftbehälterinhalts der Zusatzbremse zum Zusatzbremszylinderinhalt, so ergibt sich im Hauptbremszylinder und unter dem Kolben f des Zusatzsteuerventils i beim Lösen der Bremse

Claims (5)

  1. ein stärkerer Druck, der hinreicht, um das Zusatzsteuerventil ohne Zuhilfenahme einer Feder in die Lösestellung zu treiben.
    g Patent-Ansprüche:
    i.. Druckluftbremse für schnellfahrende Züge mit besonderer Steuerung für den Haupt- und den Zusatzbremszylinder, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatz- steuerventil (i) unter Vermittlung des Hauptsteuerventils (s) derart gesteuert wird, daß in der Lösestellung des Hauptsteuerventils der Steuerkammer (r) des Zusatzsteuerventils Leitungsdruck zugeführt wird, in der Betriebsbremsstellung diese Verbindung abgeschlossen und in der Notbremsstellung die Steuerkammer fr) mit dem Hauptbremszylinder (u) verbunden wird, so daß durch Sinken des Druckes in dieser Kammer (r) das Zusatzsteuerventil in die Bremsstellung gelangt.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Notbremsstellung die Steuerkammer (r) unter Vermittlung des Hauptsteuerventils anstatt mit dem Hauptbremszylinder mit der Außenluft verbunden wird.
  3. 3. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der den Hilfsluftbehälter (h) der Hauptbremse mit demjenigen (\) der Zusatzbremse verbindenden Leitung (v) eine Drosselstelle eingeschaltet ist.
  4. 4. Ausführungsform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle zwischen dem Hilfsluftbehälter der Hauptbremse und der Hauptsteuerventilkammer eingeschaltet ist, um ein unbeabsichtigtes Überschlagen des Haupt-Steuerventils in die Notbretnsstellung zu verhindern.
  5. 5. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Hilfsluftbehälterinhalts der Hauptbremse zum Hauptbremszylinderinhalt größer ist als das Verhältnis des Nebenluftbehälterinhalts zum Znsatzbremszylinderinhalt, um durch den höheren Druck im Hauptbremszylinder ohne Benutzung einer Feder das Zusatzsteuerventil in die Lösestellung treiben zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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