DE196802C - - Google Patents

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DE196802C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G7/00Overhead installations of electric lines or cables
    • H02G7/18Devices affording mechanical protection in the event of breakage of a line or cable, e.g. net for catching broken lines

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  • Insulators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 196802 KLASSE 21 c. GRUPPE
GAETAN MICHEL CORELL in NEW-YORK.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. März 1906 ab.
Es sind Sicherungsvorrichtungen für elektrische Freileitungen bekannt, die bei unzulässigem Durchhang oder Bruch der Leitung die leitende Verbindung der Teilstrecken durch Federkraft aufheben. Die Erfindung bezweckt nun, zu verhindern, daß bei Unterbrechung einer Teilstrecke die ganze Leitung stromlos wird. Dies wird dadurch erreicht, daß die zurückfedernden kolbenartigen Leitungsenden der beschädigten Teilstrecke je einen zweiten Kontakt schließen, der mit einer Ersatzleitung in Verbindung steht, welche dann an die Stelle der stromlosen Strecke der Hauptleitung tritt. Auch die Ersatzleitung kann in gleicher Weise wie die. Hauptleitung mit Sicherheitsvorrichtungen, die bei Reißen oder Durchhang der Ersatzstrecken in Wirkung treten, versehen sein, so daß in jedem Fall die niederhängenden Enden sowohl der Haupt- als der Ersatzleitung ohne Gefahr berührt werden können.
Wenn die federnden Leitungsenden mit den Kontakten in Isolierkörper eingebettet sind, sind sie vor Beschädigungen so gut wie sicher. Um nun trotz einer solchen Einbettung die Verbindung zwischen der Haupt- und Ersatzleitung bei Leitungsbruch zu ermöglichen, werden vorteilhaft die die Hauptleitung verbindenden Teile mit zwei An-Schlüssen versehen, welche bei Unterbrechung der Hauptleitung mit der Hilfstrecke dadurch in leitende Verbindung gebracht werden, daß die zurückfedernden Enden der gerissenen oder durchhängenden Strecke den Stromkreis über ähnliche Leitkörper in der Ersatzleitung und über diese selbst schließen.
Zwecks leichterer Montage und bei Reparatur ist es vorteilhaft, die Isoliertragkörper mit auswechselbaren Büchsen zu versehen, in denen die kolbenartigen Enden der Leitungsstrecken geführt sind, und die einen Teil des in dem Isolator eingebetteten Leiters aufnehmen.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
Fig. ι zeigt die Sicherheitsvorrichtung mit den Schaltkörpern an den Enden der Haupt- und Ersatzleitungstrecken.
Fig. 2 ist das Schaltungschema einer gemäß der Erfindung gesicherten Hin- und Rückleitung.
Die Isolatoren 17, 17 sind gemäß Fig. 1 in die Strecken 19, 20, 21 einer Freileitung 28 eingeschaltet. In den zweckmäßig zylindrischen Mantel jedes Isolators 17 liegt je ein leitender Körper 24 eingebettet, welcher die Verbindung mit der nächsten Strecke der Hauptleitung herstellt. Die hohlzylindrischen auswechselbaren Endstöpsel 18 tragen einen Teil des verbindenden Leiters 24 und ragen in den Hohlraum jedes Isolators 17 hinein. Sie sind im äußeren Durchmesser kleiner als der Isolator innen, so daß Raum für die Einschaltung der Federn 23 geschaffen wird. Die Stöpsel 18 sind ferner durchbohrt, um die Drähte 19, 20 und 21 an die in den Stöpseln 18 geführten Kolben 22, 22a anschließen zu können. Die Flansche dieser Kolben sind im Hohlraum der Isolatoren 17 verschiebbar und stehen unter der Einwirkung der Federn 23. Für gewöhnlich werden diese Kolben 22, 22a mit den Kontakt-
enden 25, 25* durch die Drahtspannung entgegen der Wirkung der Federn 23 gegen die in den Stöpseln 18 liegenden Enden des Leiters 24 gezogen, so daß der Stromkreis zwischen den Drähten 19, 20 und 21 über die Leiter 24 geschlossen ist.
Etwa in der Nähe des Mittelteiles der Isolatoren 17 ist jeder Leiter 24 mit äußeren Anschlüssen für die Hilfstrecke versehen, wobei die Kontakte 26, 20a unterbrochen sind. Auf den Flanschenden der Kolben 22, 22a befinden sich Kontakte 27, die bei Drahtbruch die Kontakte 26, 26" schließen. Die Kontakte 27 sind von den Kontakten am anderen Kolbenende 25 und 25^ isoliert.
Parallel zur Hauptleitung 28 mit den Strecken 19, 20 und 21 ist eine Ersatzleitung 29 mit den Strecken 30, 31 und 32 gezogen. Auch in diese Leitung sind Sicherheitsvorrichtungen 33 eingeschaltet. Diese entsprechen im wesentlichen den Isolatoren 17, nur daß anstatt eines einzigen Leiters 24 voneinander isolierte Leiter 34 und 35 vorgesehen sind. Diese treten in der Mitte des Isolators 33 zum Anschluß der Hauptleitung nach außen; andererseits wird der Stromkreis durch die Kontakte 36 geschlossen, die auf den äußeren Enden der Kolben 37 sitzen. Eine elektrische Verbindung zwischen den Leitern 34, 35 kann nur über die Drähte 38 und 38", welche die Leiter 34, 35 mit den Abzweigungen 20a der Leiter 24 in dem Isolator 17 verbinden, hergestellt werden.
Reißt nun z. B. die Strecke 20 der-Hauptleitung, so treiben die Federn 23 die Kolben 22a in die in Fig. I dargestellte Lage. Die unterbrochene Leitungstrecke wird dann mittels der Kontaktenden 27 durch die Kontakte 26, 26", die Drähte 38V die Leiter 35 und die Ersatzleitung 31 wieder geschlossen. Es wird also unmittelbar nach Störung der Hauptleitung zwischen zwei Isolatoren 17 die Ersatzleitung selbsttätig eingeschaltet. Handelt es sich z. B. um eine Lichtleitung, so wird nach einem Drahtbruch nicht vollständige Dunkelheit eintreten. Der Strom würde nur einen Augenblick aussetzen, und es müßte durch ein Zeichen gemeldet werden, daß die Leitung irgendwo unterbrochen ist.
Ist die Hauptleitung in Ordnung, so ist die Ersatzleitung stromlos. Diese ist ebenfalls infolge der Einschaltung der Isolatoren 33 dagegen gesichert, daß bei Reißen oder Durchhang einer Strecke die Berührung der niederhängenden Enden mit Gefahr verbunden ist.
In Fig. 2 ist die Erfindung bei einer Anlage mit Hin- und Rückleitung dargestellt. Mit 39 ist die Rückleitung, hier unterbrochen gedacht, und mit 40 die Zuführungsleitung bezeichnet. Parallel zu diesen liegen die Ersatzleitungen 41 und 42, In den Leitungen sind in regelmäßigen Zwischenräumen Isolatoren 43 angeordnet, welche die eben beschriebenen Sicherheitschalter bergen.
Es ist zweckmäßig, Haupt- und Ersatzleitung nicht an denselben Masten o. dgl. zu befestigen, damit beim Reißen des Hauptleitungsdrahtes der Draht der Ersatzleitung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Claims (3)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    -I. Sicherungsvorrichtung für elektrische Freileitungen, bei denen bei Drahtbruch oder Durchhang die leitende Verbindung der Teilstrecken durch Federkraft aufgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch die zurückfedernden kolbenartigen Leitungsenden der beschädigten Drahtstrecke je ein zweiter Kontakt geschlossen wird, der mit einer Ersatzleitung in Verbindung steht, welche an die Stelle des stromlosen Teiles der Hauptleitung tritt!
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch in die Ersatzleitung (29) Sicherheitsvorrichtungen eingeschaltet sind, welche bei etwaiger Beschädigung die Ersatzstrecken stromlos machen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Isolierkörpern eingeschlossenen, die Hauptleitung (28) verbindenden Teile (24) mit zwei Anschlußstellen (26, 2Öa) versehen sind, die bei Unterbrechung der Hauptleitung (28) durch die zurückfedernden Kolben (22, 22a) an deri Enden der gerissenen oder durchhängenden Leitungstrecke (20) mit zwei an die Enden der Ersatzleitung- ίσο strecken angeschlossenen, ebenfalls in Isolierkörper (33) eingebetteten, aber elektrisch voneinander getrennten Leiterteilen (34, 35) leitend verbunden werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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