DE196440C - - Google Patents

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DE196440C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K16/00Immunoglobulins [IGs], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Biophysics (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

-if ■ η, υ ,--λ - ·
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
196440 KLASSE 30 h. GRUPPE
Dr. R. H. DEUTSCHMANN in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Dezember 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung von tierischem Heilserum , gemäß dem die Tiere mit Hefe behandelt werden. Nach den bisher üblichen Verfahren zur Herstellung von Heilseren werden die Tiere mit den Erregern der betreffenden Krankheiten, gegen die das zu gewinnende Serum Heilkraft besitzen soll, infiziert, indem ihnen zunächst kleinste Mengen
ίο von Reinkulturen der Krankheitserreger oder in bestimmter Weise in ihrer Giftigkeit abgeschwächte Kulturen oder deren Stoffwechselprodukte eingespritzt und die einzuspritzenden Mengen allmählich gesteigert werden, bis die Tiere gegen das Gift immun sind. Alsdann wird ihnen Blut entzogen und aus diesem das nun gegen die betreffenden Krankheiten wirksame Serum gewonnen.
Es sind auch gewisse Versuche an Tieren mit Hefe oder Hefepreßsaft ausgeführt worden. Diese Versuche hatten aber weder den Zweck, ein Heilserum zu erzielen, sie haben auch nicht zur Gewinnung eines solchen geführt, noch war die Behandlung der Tiere etwa die gleiche, sondern eine ganz andere als gemäß dem vorliegenden Verfahren. Bei den früheren rein biologischen Versuchen handelte es sich darum, die Tiere entweder durch längere Behandlung mit schwach virulenter pathogener Hefe gegen stark virulente Hefe zu immunisieren oder sie in gleicher Weise wie bei dem bisher üblichen Verfahren mit pathogenen Mikroorganismen, gegen pathogene, aus denjenigen menschlichen Erkrankungen, gegen die das Serum Heilkraft besitzen soll, gezüchtete Hefe in bekannter Weise immun zu machen; endlich wurde den Tieren in beliebiger Weise, ohne Berücksichtigung bestimmter Verhaltungsmaßregeln, fiefepreßsaft injiziert, um durch Agglutination festzustellen, ob Antihefestoffe von einem solchen Tiere bereitet würden.
Demgegenüber kennzeichnet sich das vorliegende Verfahren dadurch, daß danach Tiere zunächst nicht mit Krankheitserregern infiziert, sondern mit gutartiger oder nicht virulenter lebender Hefe systematisch behandelt werden. Die Hefe wird den Tieren durch Fütterung beigebracht. Sie wird ihnen in allmählich steigenden Dosen gereicht, die ihrem Organismus angepaßt und namentlich unter Berücksichtigung des Alters, des Gewichts und der Nahrung der Tiere festgelegt werden. Auf diese Weise werden in dem Blute der Tiere Schutzstoffe gegen menschliche und tierische Krankheiten, oder Stoffe, die den Organismus im Kampfe gegen diese in wirksamer Weise zu unterstützen ■ vermögen, angehäuft, die sich dann in dem Serum konzentriert vorfinden. Sollen diese Stoffe gegen bestimmte Krankheiten spezifisch wirksam werden, so werden die Tiere gleichzeitig mit den Erregern der betreffenden Krankheiten, gegen die das Serum spezifische Heilwirkung besitzen soll, infiziert.
Das Verfahren ist z.B. das folgende: Einem geeigneten Tiere, z.B. einem ausgewachsenen Kaninchen von 3000 g Gewicht, wird eine zeitlang bei bestimmtem Hafer- und Grasfutter Hefe durch Fütterung einverleibt. Hat das Tier die Hefebehandlung durch Fütterung 8 Tage hintereinander in
langsam ansteigenden Dosen, und zwar bis dreimal ι g täglich, letzteres 4 Tage lang gut vertragen, so ist es in der Regel für die Serumgewinnung brauchbar. Zwecks Gewinnung eines nicht spezifischen Schutzserums wird dem Tiere jetzt das Blut entzogen und aus diesem das Serum gewonnen. Handelt es sich aber um die Gewinnung von spezifisch wirkendem Heilserum, so \vird das Tier gleichzeitig durch Einspritzung mit den betreffenden Krankheitserregern infiziert.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von tierischem Heilserum, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere mit gewöhnlicher Hefe in einer ihrem Organismus angepaßten Weise behandelt werden, wobei ein Serum ohne spezifische Wirkung erhalten wird, indem in dem Blute der Tiere bakterienfeindliche, nicht spezifische Schutzstoffe angehäuft werden, die sich dann in dem Serum konzentriert vorfinden.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere bei der Behandlung mit Hefe gleichzeitig mit pathogenen Substanzen infiziert werden, wobei ein Serum von entsprechender spezifischer Wirkung erhalten wird.
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