DE196328C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
- H02K23/40—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the arrangement of the magnet circuits
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 196328 -.■■' KLASSE 2\d. GRUPPE
In der Elektrotechnischen Zeitschrift 1906, S. 1036 beschreibt Rosenberg eine Dynamomaschine
.mit unter den Polen stehenden Nutzbürsten, die trotz'Hauptstromerregung
schon von mäßiger Stromstärke an eine fallende Charakteristik, d. h. eine entgegengesetzte Veränderung der Stromstärke und
Spannung zeigt. In der vorliegenden Erfindung ist die gleiche Wirkung bei Maschinen
erzielt, deren Nutzbürsten in der Neutralen stehen. Das Gemeinsame bei den folgenden
Anordnungen ist, daß die Haupterregerspulen schon von verhältnismäßig geringer Stromstärke
an eine starke Sättigung in einem Teile des Magnetsystemes hervorrufen, während in einem anderen Teile des magnetischen
Kreislaufes der Ankernutzstrom unmittelbar oder mittelbar eine Wicklung erregt, die der
ersten entgegenwirkt und deren Amperewin-
ao dungszahl, auf den gleichen Ankernutzstrom
bezogen, kleiner ist als die der Hauptspule. Die zweite Spule ist auf einem Eisenkern
aufgewickelt, der einen anderen Streufeldweg als die erste Spule hat, und die Sättigung
des zweiten Eisenkernes ist geringer gewählt. Bei geringerer Erregung wird die Wirkung
der ersten Erregerspule vorherrschen; sowie aber das Eisen seiner Sättigungsgrenze nahe
gekommen ist, wird das. Gegenfeld, welches*
die zweite Spule hervorruft, stärker zunehmen als das Hauptfeld, so daß ebenso wie bei der hauptstromerregten Rosenberg-Maschine
von einem gewissen Punkt an die Spannung mit steigender Stromstärke fällt.
Fig. ι ist eine Ausführungsform für eine Maschine nach Art der Manchester-Type. Die
Bürsten B, B befinden sich in der Neutralen. Auf den Magnetschenkeln M, M sind die
Feldspulen F, F aufgewickelt, deren Kraftlinien im Sinne des Pfeiles 1 verlaufen mögen.
Die Gegenwicklung /, /, auf den Polstücken P, P aufgewickelt, würde für sich allein eine
Kraftlinienrichtung im Sinne des Pfeiles 2 hervorrufen. Beide Spulengruppen werden
vom Strome des äußeren Kreises durchflossen, der durch die Lampe L angedeutet
ist. Behufs Regelung ist parallel zur Hauptwicklung F ein regelbarer Widerstand Wangebracht.
Wenn der genannte Widerstand aus einem Material mit negativem Temperaturkoeffizienten,
wie Graphit, hergestellt wird, wirkt er selbstregelnd und verstärkt die Wirkung,
die durch die Streufelder hervorgerufen wird, denn bei Vergrößerung des äußeren Stromes wird der Strom in der Wicklung F
weniger zunehmen als der Strom in der Wicklung f. Auch durch den parallel zur
Wicklung / gezeichneten Widerstand K kann eine Regelung erzielt werden, und zwar
wird eine Verstärkung der Streufeldwirkung dadurch erzielt werden, daß man ein Material
mit positivem Temperaturkoeffizienten, z. B. Eisen, für den Widerstand anwendet. Schön
die Anwehdung dieses Eisenwiderstandes allein
kann die Anordnung der Streufelder ersetzen. Durch willkürliche Regelung der Widerstände
W und K kann die von der Maschine abgegebene Leistung und die Charakteristik
beliebig verändert werden.
In den folgenden Figuren sind die Regelungswiderstände W und K zur Vereinfachung
der Zeichnung weggelassen, es können jedoch in allen Fällen auch noch Regelungswiderstände
benutzt werden.
Fig. 2 zeigt dieselbe Anordnung bei einer anderen Form des Magnetsystemes. Die Teile
sind ebenso bezeichnet wie in Fig. i.
In Fig. 3 wird das Gegenfeld durch eine
ίο Wicklung erzeugt, die vom Hauptstrom mittelbar
beeinflußt wird. Außer den Nutzbürsten B, B, die in der neutralen Zone stehen, sind
in der Mitte des Polschuhes Hilfsbürsten b, b angebracht, wie bei der bekannten ' Kompoundierung
von Sayers. Die Gegenwicklung/ ist zwischen die Hilfsbürsten geschaltet,
die Hauptwicklung F zwischen die Nutzbürsten B, B. Durch das vom Nutzstrom erzeugte
Querfeld wird zwischen den Hilfsbürsten eine dem Nutzstrom annähernd proportionale
Spannung erzeugt, so daß bei gleichbleibender Umlaufszahl auch der die Gegenwicklung f durchfließende Strom dem
Nutzstrom fast proportional wird.
In Fig: 4 ist der gleiche Erfolg dadurch erzielt, daß die Hilfsbürsten b, b miteinander
in bekannter Weise kurzgeschlossen werden. Dann wird die Ankerrückwirkung des die Hilfsbürsten
durchfließenden Stromes die Gegenspulen f ersetzen.
Wenn bei Fig. 3 oder '4 in den Stromkreis der Hilfsbürsten ein Widerstand eingeschaltet
wird, so wird eine Verkleinerung desselben den gleichen Erfolg haben wie eine Vergrößerung
des Parallelwiderstandes K von Fig. ι und umgekehrt. Man kann dadurch
die Charakteristik nach Belieben beeinflussen. So wird durch ein Material mit negativem
Temperaturkoeffizienten ein stärkeres Fallen der Charakteristik bei höherer Stromstärke
hervorgerufen.
Selbstverständlich kann in allen Fällen durch Verschieben der Bürsten auch die
Ankerrückwirkung des Nutzstromes selbst nutzbar gemacht werden, doch muß die Verschiebung
merklich weniger als eine halbe Polteilung betragen.
Die hier beschriebenen Maschinen können, ebenso wie die hauptstromerregte Rosenberg-Dynamo
als Motoren arbeiten, und als umkehrbare Zusatzmaschinen verwendet Werden.
Claims (6)
1. Gleichstrommaschine mit Hauptstromerregung und annähernd in der Neutralen
stehenden Nutzbürsten sowie einer vom Hauptstrom unmittelbar oder mittelbar
beeinflußten Gegen wicklung, dadurch gekennzeichnet, daß Hauptwicklung und Gegenwicklung auf Eisenkernen mit merklieh
verschiedenen Streufeldern gewickelt, und die Eisensättigung des von der Hauptspule
benutzten Kraftlinienweges in einem Teile größer als die Sättigung des vom Gegenkraftfelde durchflossenen Weges ist,
zum Zwecke, beim Arbeiten der Maschine als Stromerzeuger schon von einem mäßigen
Werte des Stromes angefangen entgegengesetzte
Veränderung von Spannung und Stromstärke zu erzielen.
2. Ausführungsform der Gleichstrommaschine nach Anspruch !,gekennzeichnet
durch Anordnung einer vom Hauptstrom durchflossenen Haupt- und Gegenwicklung auf dem Magnetfelde.
3. Ausführungsform der Gleichstrommaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch Einschaltung der Gegenwicklung zwischen Hilfsbürsten, die annähernd um eine halbe Polteilung gegen die Hauptbürsten
verschoben sind.
4. Ausführungsform der Gleichstrommaschine
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Hilfsbürsten, die gegen
die Hauptbürsten um annähernd eine halbe Polteilung verschoben sind, untereinander
kurzgeschlossen werden, so daß das Gegenfeld durch den zwischen den Hilfsbürsten fließenden Strom im Anker
erzeugt wird.
5. Gleichstrommaschinenach Anspruch i, bei der Regelungswiderstände entweder
zur Hauptstrom- oder zur Gegenwicklung parallel geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der Parallelwiderstand zur Hauptwicklung aus einem Material mit
negativem, der zur Gegenwicklung aus einem Material mit positivem Temperaturkoeffizienten
besteht.
•
6. Gleichstrommaschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß in
den Stromkreis der Hilfsbürsten ein Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten
eingeschaltet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE196328C true DE196328C (de) |
Family
ID=459321
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT196328D Active DE196328C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE196328C (de) |
-
0
- DE DENDAT196328D patent/DE196328C/de active Active
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