DE51007C - Regulirungsverfahren des Spannungsverlustes in Fernleitungen - Google Patents
Regulirungsverfahren des Spannungsverlustes in FernleitungenInfo
- Publication number
- DE51007C DE51007C DENDAT51007D DE51007DA DE51007C DE 51007 C DE51007 C DE 51007C DE NDAT51007 D DENDAT51007 D DE NDAT51007D DE 51007D A DE51007D A DE 51007DA DE 51007 C DE51007 C DE 51007C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- voltage
- lines
- long
- voltage loss
- winding
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 title description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 9
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 4
- 230000005415 magnetization Effects 0.000 description 2
- 238000013329 compounding Methods 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02J—CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
- H02J1/00—Circuit arrangements for DC mains or DC distribution networks
- H02J1/14—Balancing the load in a network
- H02J1/16—Balancing the load in a network using dynamo-electric machines coupled to flywheels
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. November 1888 ab.
In Fernleitungen pflegte man den mit der Stromstärke bekanntlich veränderlichen Abfall
der Spannung bislang durch Ein- und Ausschalten metallischer Widerstände zu regeln.
Sobald das Spannungsgefälle in der Fernleitung einen irgendwie beträchtlichen Theil
der Gesammtsp'annung ausmacht, mufste ein solcher Regulirwiderstand aus einer sehr grofsen
Theilzahl bestehen, um bei der Regulirung nicht Lichtschwankungen erkennen zu lassen.
Es ist deshalb kaum möglich, auf diese Weise einen Spannungsabfall von mehr als 12 pCt.
der Gesammtspannung auszugleichen.
Die vorliegende Erfindung soll eine Spannungsregulirung ohne jede Sprünge ermöglichen, so
dafs ein beliebig hoher Spannungsabfall stattfinden kann, und sie besteht in einer eigenartigen
Schaltung einer Dynamomaschine, welche zum Ausgleich der Spannung in der Fernleitung
angebracht ist; dieselbe arbeitet entweder als Strom- oder als Kraftgeber.
Die Zeichnung zeigt eine Anordnung zu diesem Zweck. A und B sind Hauptleitungen
gleichbleibender Spannungsdifferenz. F F ist das Fernleitungspaar. Der Anker L und eine
gegenmagnetisirende Schenkelwickelung g liegen hinter einander in einer der Fernleitungen.
Die Erregung der Schenkel besorgt die Spule e, welche von den Hauptleitungen A B abgezweigt
ist. Der Motor ist durch Riemenantrieb r auf gleichbleibende Umlaufszahl gebracht. Die
Wirkung ist einfach folgende: Gröfserer Strom in F, also in g, verringert die Kraftlinienzahl,
mithin die elektromotorische Gegenkraft des Motors. Bei gröfserem Strom nimmt sich
also der Motor von selbst weniger Spannung, als erforderlich ist, um die Fernspannung
gleich zu halten. Durch Bestimmung der Abmessungen der Wickelungen e und g und
von L läfst sich der letzten Forderung genau entsprechen. ■ Der Strom der Fernleitung treibt
den Motor und dieser' giebt seine Kraft durch den Riemen an das Vorgelege ab, nicht umgekehrt.
Wird von dort auch, wie gezeichnet, der Dynamo angetrieben, so kommt mithin,
der Spannungsverbrauch des Motors wieder dem Dynamo zu Gute. Der Motor ist einem
Verbunddynamo sehr ähnlich in der Wirkung und läfst sich daher wie dieser mit Genauigkeit
compoundiren. In .den Nebenschlufs e kann ein Regulator gelegt werden, um Temperatureinflüsse
auf den Widerstand der Fernleitung auszugleichen.
Die Compoundirung des Motors ist folgender Art: Brennt nur eine Lampe an der
fernen Verbrauchsstelle, so ist die Wirkung der Spule g gleich Null anzunehmen.
Es wirken alsdann magnetisirend me Je Amperewindungen
und ist die Wickelung so abzumessen, dafs in diesem Falle der Motor dem
Strom eine elektromotorische Gegenkraft von gerade so viel Volt bietet, wieviel gleichbleibend
zwischen A, B und der fernen Verbrauchsstelle verloren gehen sollen. Danach ist also
die Wickelung e sehr leicht abzumessen. Für den Fall des gröfsten Fernstromes soll der
Motor nun gar keine elektromotorische Gegenkraft ä'ufsern, also es sollen keine Kraftlinien
erzeugt werden. In diesem Falle mufs also sein: mg Jg = me Je. Daraus bestimmt sich
ohne Weiteres m».
Es erhellt, dafs nur in dem Falle eine genaue Wickelung eines derartigen Fernleitungsdynamos
möglich ist/ wenn es gelingt, für den ganzen Wirkungsbereich desselben nahezu Proportionalität
zwischen der Zahl der erregenden Amperewindungen und der erzielten wirksamen Kraftlinienzahl stattfinden zu lassen. Die Magnetisirungslinie
mufs also in diesem Bereiche eine möglichst geradlinige Form haben. Eine solche gestreckte Form der Magnetisirungslinie
würde man bei Dynamomaschinen erhalten, bei denen die magnetische Streuung und die
Rückwirkung des Ankerstromes möglichst gering ist.
Bei Ueberschreitung der beabsichtigten gröfsten Stromstärke wird die Summe der
Amperewindungen me Je — mg Jg negativ, d. h.
die Richtung der elektromotorischen Kraft wird geändert und der Motor erzeugt somit eine
Spannung, welche sich, wie jetzt erforderlich, zu der des Fernstromes hinzu addirt. Bei
einem Ström, der gröfser ist als derjenige, den die Gleichung Jg mg = Je me deutet, läuft demnach
die Maschine als Dynamo. Die Wickelungen können nun auch so abgemessen werden , dafs die Gleichung für ein geringeres Jg
als der gröfste Fernstrom gilt. Dadurch wird die Leistung und Gröfse des Motors beschränkt.
Am kleinsten bleibt dieselbe, wenn jene Gleichung für ein Jg gilt, welches gleich dem halben gröfsten
Werth dieses Fernstromes ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zum Ausgleich des Spannungsverlustes in Fernleitungen eine Dynamomaschine, welche zwei differential wirkende Schenkelwickelungen hat, von denen die eine von gleichbleibendem Strome durchflossen, also z. B. von den Hauptleitungen constanter Spannung auf der Centrale abgezweigt ist, und von denen die andere mit dem Anker hinter einander in einer der Fernleitungen liegt, so dafs die Maschine bei Ueberwiegen der magnetisirenden Wirkung der ersten Wickelung als Motor läuft, indem sie eine Spannung verbrauchende ,elektromotorische Gegenkraft entwickelt, während sie beim Ueberwiegen der Wirkung der zweiten Schenkelwickelung durch Erzeugen von Hülfsspannung den Spannungsausgleich bewirkt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51007C true DE51007C (de) |
Family
ID=325809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51007D Expired - Lifetime DE51007C (de) | Regulirungsverfahren des Spannungsverlustes in Fernleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51007C (de) |
-
0
- DE DENDAT51007D patent/DE51007C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE51007C (de) | Regulirungsverfahren des Spannungsverlustes in Fernleitungen | |
| DE596583C (de) | ||
| DE52201C (de) | Regulirungsverfahren von Transformator-Dynamo's | |
| DE233970C (de) | ||
| DE53335C (de) | Regelung von elektrischen Kraftmaschinen | |
| DE682343C (de) | Kurzschlusssicherer Gleichstromgenerator | |
| DE502449C (de) | Einrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrom- oder Universalmotoren | |
| DE370312C (de) | Elektrische Relaisregelung | |
| DE220551C (de) | ||
| DE262786C (de) | ||
| DE140487C (de) | ||
| DE246879C (de) | ||
| DE456110C (de) | Bei veraenderlicher Drehzahl sich selbst regelnde Gleichstromquerfeldmaschine mit ausgepraegten Haupt- und Hilfspolen | |
| DE174391C (de) | ||
| DE196328C (de) | ||
| DE659436C (de) | Vorrichtung zum Messen von Gleichstrom | |
| DE728777C (de) | Einrichtung zur Erzeugung eines Stromes als lineare Funktion der Summe von n unabhaengig voneinander veraenderlichen Stroemen (n>l) mit Hilfe einer Gleichstrommaschine | |
| DE274334C (de) | ||
| DE217275C (de) | ||
| DE112441C (de) | ||
| DE628995C (de) | Einrichtung zur Spannungs- oder Drehzahlregelung von elektrischen Maschinen | |
| DE906127C (de) | Gleichstrommotor der Metadyn-Bauart | |
| DE580869C (de) | Verfahren zur selbsttaetigen Regelung der Zugspannung des Arbeitsgutes bei Walz- und Ziehwerken | |
| DE262818C (de) | ||
| DE98167C (de) |