DE19608334A1 - Träger - Google Patents

Träger

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Description

Die Erfindung betrifft einen Zusatzlastträger für Kraftfahrzeuge zum Transport von Lasten, insbesondere Motorrädern, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein derartiger Zusatzlastträger ist durch die DE-A1-41 41 472 bekannt, bei dem mindestens zwei Tragstangen vertikal an der Fahrzeugrückwand angeordnet sind, die jeweils mit ihren unteren Enden über ein Gelenk mit der Unterseite der Fahrzeugrückwand verbindbar sind, mit ihren oberen Enden mit am Fahrzeug angebrachten Befestigungselementen arretierbar sind und an deren mittleren Bereichen ein Traggestell angelenkt ist. Das Traggestell besteht aus einer L- förmigen Anordnung aus einem vertikalen Tragrahmen und einer horizontalen Lastplattform, die am Tragrahmen angelenkt sein kann. Ferner können am Tragrahmen oberhalb der Lastplattform Stege zur Befestigung der mitführenden Zusatzlasten angeordnet sein.
Zum Be- und Entladen des Zusatzlastträgers werden die vertikalen Tragstangen aus den oberen Befestigungselementen gelöst und vom Fahrzeug abgeklappt, so daß das Traggestell auf den Boden gestellt werden kann. Dann kann das Traggestell einfach be- oder entladen werden.
Ein Nachteil dieses Zusatzlastträgers besteht darin,daß erhebliche Kräfte aufzubringen sind, um das Verschwenken der Zusatzlast bewerkstelligen zu können. Dies trifft insbesondere beim Anheben des belasteten Traggestells zu.
Ferner ist durch die DE-U1-83 24 103 eine Vorrichtung zur Befestigung von Zusatzlasten am Heck eines Wohnmobils oder Wohnwagens bekannt, bei der die Fahrzeuglängsholme nach hinten durch Aufnahmehülsen tragende Ansatzholme verlängert sind und bei der in den Aufnahmehülsen Tragsäulen drehbar und arretierbar eingesetzt sind. Die Tragsäulen weisen galgenförmige Kragarme auf, von denen mindestens einer mit einer Gurt- oder Seilwinde versehen ist, die mit einer Handkurbel betätigbar ist. Wenn ein Motorrad zu transportieren ist, wird dieses mittels Bändern an den Tragsäulen festgebunden.
Nachteilig ist jedoch, daß der Tragarm mit der Seilwinde eine erhebliche vertikale Bauhöhe bedingt, so daß die Sicht aus dem Fahrzeug nach hinten behindert wird. Ferner bringt die Aufhängung der Zusatzlast an Seilen oder Gurten die Schwierigkeit der sicheren Befestigung der Zusatzlast mit sich. Die Bandbefestigung von Motorrädern an den Tragsäulen ist nicht schwingungsfrei und kann zum Schlingern des tragenden Fahrzeugs und zu Schäden am Motorrad und an den Tragsäulen führen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, einen Zusatzlastträger der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine geringe vertikale Bauhöhe aufweist, an dem die Zusatzlast sicher befestigt werden kann und bei dem das Be- und Entladen sowie das Abheben und Absenken des Traggestells in müheloser Weise vorgenommen werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine skizzenhafte Seitenansicht des Zusatzlastträgers gemäß der Neuerung und
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines anderen Zusatzlastträgers.
Ein nur teilweise dargestelltes Reisemobil 1 besitzt einen seinen Aufbau tragenden Rahmen 2, der in zwei offenen Holmen endet, von denen in Fig. 1 nur der Holm 3 gezeigt ist. In diesen Holm ist ein horizontaler Teil eines Adapterrohrs 4 eingesetzt und mit einer Sicherung 5 und Klemmitteln 6 befestigt. Der in Fig. 1 nicht dargestellte andere Holm ist entsprechend ausgebildet. Der übrige Teil des Adapterrohrs 4 in Fig. 1 verläuft schräg nach oben und endet in einer vertikalen Platte 7, an der ein vertikales Tragrohr 8 mittels einer zweiten Platte 9 lösbar befestigt ist. Die Befestigung kann beispielsweise mittels vier Schrauben 10, aber auch mit beliebigen Schnelleinspannmitteln erfolgen, die auch abschließbar sein können. Gegen ein Durchrutschen des Tragrohrs 8 nach unten kann dieses noch zusätzlich mit einem Sicherungsmittel an der Platte 9, beispielsweise mit einer Schraube 11 oder mittels eines oberhalb der beiden Platten 7, 9 am Tragrohr 8 angeschweißten Kragens, arretiert werden.
In Fig. 2 sind ähnliche Adapterrohre 4′, 4′′ gezeigt, die jedoch eine andere Befestigungsart am Reisemobil haben; dort sind an den Adapterrohren 4′, 4′′ angeschweißte Laschen vorgesehen, die am Reisemobil befestigt werden. Im übrigen sind in Fig. 2 Teile, die denen der Fig. 1 entsprechen oder ähneln, mit denselben Bezugszeichen versehen, denen jedoch Striche beigegeben sind.
In das Tragrohr 8 ist das obere Ende eines Vertikalrohrs 21 eines L-förmigen, allgemein mit 20 bezeichneten Traggestells von unten eingeführt. Im Inneren des Vertikalrohrs 21 ist eine nicht dargestellte Gewindemutter befestigt, in der eine Gewindespindel 12 läuft, welche im oberen Teil des Tragrohrs 8 gelagert ist und über ein nicht dargestelltes Getriebe gedreht werden kann. Beide Spindeln in den Tragrohren 8, 8′ sind durch eine Welle 13 so verbunden, daß durch Drehen dieser Welle beide Spindeln synchron angetrieben werden. Die Welle 13 ist in Fig. 2 durch eine Abdeckung 14 verborgen. In dieser Figur ist auch zu sehen, daß die Welle mit einer Handkurbel 15 angetrieben werden kann. Es ist aber auch möglich, zum Drehen der Welle 13 eine Bohrmaschine, auch einen Akkuschrauber, einzusetzen, da die Übersetzung des Gewindespindelantriebs sehr hoch ist. Jedenfalls kann die Betätigung der Spindeln sehr mühelos erfolgen.
Am unteren Ende des Tragrohrs 8 ist eine Andruckrolle 16 befestigt, die das Vertikalrohr 21 gegen die Innenwand des Tragrohrs 8 drückt, so daß ein Klappern des Vertikalrohrs 21 im Tragrohr 8 vermieden wird.
Das Traggestell 20 weist auch ein mit dem Vertikalrohr 21 starr verbundenes Horizontalrohr 22 und ein mit dem Vertikalrohr 21′ starr verbundenes Horizontalrohr 2′ (Fig. 2) auf. Die bisher beschriebenen Rohre sind als Vierkantrohre ausgebildet, können aber auch andere Querschnittsformen haben. Beide Horizontalrohre 22, 22′ sind durch eine parallel zur Fahrzeugrückwand verlaufende, rinnenförmige Plattform 23 verbunden, auf die ein Motorrad 24 oder eine sonstige Last gestellt werden kann. Ferner sind beide Horizontalrohre 22, 22′ durch ein vor den Vertikalrohren 21, 21′ und parallel zur Fahrzeugrückwand verlaufendes Geländer 25 in Form eines U-förmigen, runden Rohrs verbunden, das durch ein weiteres Querrohr stabilisiert werden kann. Das Geländer 25 ist gepolstert (Fig. 2). An diesem Geländer kann das Motorrad in bekannter Weise befestigt werden. Gegen ein Verschieben des Motorrads 24 quer zur Fahrtrichtung des Reisemobils 1 kann das Traggestell auch einen nicht dargestellten Bügel aufweisen, an dem sich das Vorderrad des Motorrads abstützt, während zum Festlegen des Motorradhinterrads ein nicht dargestellter, an der Plattform 23 lösbar befestigter Halter dienen kann.
Unter den Horizontalrohren 22, 22′ können (vier) Rollen oder Räder 26, 27 befestigt sein, die ein Verfahren des Traggestells, beispielsweise in der Garage, ermöglichen. Ferner sind die Horizontalrohre 22, 22′ mit einer Signal- und Kennzeichenleiste 28 abgeschlossen, die Rückleuchten und ein Kennzeichenschild trägt. Die Rückleuchten sind über ein nicht dargestelltes Kabel mit einer Steckdose am Reisemobil 1 verbindbar.
Wie nun leicht erkennbar ist, kann das Traggestell 20 mittels der Handkurbel 15 oder motorisch zum Beladen oder Entladen einfach nach unten abgesenkt und wieder hochgedreht werden. Im angesenkten Zustand kann das Traggestell 20 durch Lösen der Schrauben 10 (oder eines entsprechenden Schnellverschlusses) auch vom Adapter 4, 4′ entfernt werden, und das Traggestell 20 mit den Tragrohren 8, 8′ und gegebenenfalls mit dem Motorrad 24 kann zu einer anderen Parkstelle weggefahren werden. Alternativ ist es auch möglich, das Traggestell am Adapter 4, 4′ befestigt zu lassen und dafür die in den Holmen 3, 3′ sitzenden Enden des Adapters 4, 4′ aus diesen Holmen herauszuziehen und dann den ganzen Zusatzlastträger beiseitezufahren.
Der Zusatzlastträger ist aber nicht nur zum Transport und Parken von Zusatzlasten geeignet, sondern kann auch zur Abstützung des Reisemobils 1 verwendet werden.
Dazu wird das Traggestell 20 abgesenkt und gegen den Boden gedrückt, so daß das Heck des Reisemobils 1 etwas angehoben und so ein lästiges Schaukeln beim Begehen des Reisemobils unterbunden wird. Auf zusätzliche Stützen kann somit verzichtet werden.

Claims (7)

1. Zusatzlastträger für Kraftfahrzeuge zum Transport von Lasten, insbesondere Motorrädern, mit einem anhebbaren und absenkbaren Traggestell an der Fahrzeugrückseite, dadurch gekennzeichnet, daß an zwei mit dem Fahrzeugrahmen (2) verbindbaren Adaptern (4, 4′,4′′) jeweils ein vertikales Tragrohr (8, 8′) befestigt ist, daß in jedem Tragrohr (8, 8′) ein Vertikalrohr (21, 21′) bzw. -stange des Traggestells (20) mittels je einem Gewindespindelantrieb (12) vertikal bewegbar ist und daß die Spindeln (12) über eine die oberen Enden der Tragrohre (8, 8′) verbindende Welle (13) von mindestens einem Wellenende aus mittels äußerer Drehmittel (15) gleichzeitig betätigbar sind.
2. Zusatzlastträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende jedes Tragrohrs (8, 8′) eine Andruckrolle (16) zum Andrücken des zugehörigen Vertikalrohrs (21) gegen die Innenwand des Tragrohrs (8) vorgesehen ist.
3. Zusatzlastträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung der Tragrohre (8, 8′) an den zugehörigen Adaptern (4, 4′) lösbar ausgebildet ist (7, 9, 10).
4. Zusatzlastträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (20) bodenseitig mit Rollen oder Rädern (26, 27) versehen ist.
5. Zusatzlastträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (20) mit einem vor den Vertikalrohren (21, 21′) und parallel zur Fahrzeugrückwand verlaufenden Geländer (25) versehen ist.
6. Zusatzlastträger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Geländer (25) gepolstert ist.
7. Zusatzlastträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (20) am hinteren Ende mit einer Signal- und Kennzeichenleiste (28) abgeschlossen ist.
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