DE1937467B2 - Verfahren zum Gewinnen von Bleisalzen - Google Patents

Verfahren zum Gewinnen von Bleisalzen

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DE1937467B2 DE19691937467 DE1937467A DE1937467B2 DE 1937467 B2 DE1937467 B2 DE 1937467B2 DE 19691937467 DE19691937467 DE 19691937467 DE 1937467 A DE1937467 A DE 1937467A DE 1937467 B2 DE1937467 B2 DE 1937467B2
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    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
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Description

3 ' 4
des älteren Verfahrens durch Abdestillieren von abscheiden, bis die Lösung den Gleichgewichtszustand
Ammoniak erfolgt. erreicht. Lösungen mit diesen Eigenschaften werden
Gegenstand der Erfindung ist em Verfahren zum nachfolgend als übersättigte Lösungen bezeichnet.
Gewinnen von Bleisalzen aus einem Material, das Es wurde außerdem gefunden, daß durch geeignete mindestens eine der Verbindungen Bleioxyd, Blei- 5 Auswahl des in der Auslaugefiüssigkeit vorhandenen
sulfat oder basisches Bleisulfat enthält, durch Ex- Sulfatgehalts bewirkt werden kann, daß die aus-
traktion mit einer wäßrig ammoniakalischen Lösung gefällte Blei verbindung im wesentlichen Bleiammo-
von Ammoniumsulfat bei Raumtemperatur und Iso- niumsulfat ist.
Heren des Bleis in Form einer Bleiverbindung aus Eine besondere Ausführungsform der vorliegenden der Lösung, das dadurch gekennzeichnet ist, daß io Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von man das bleihaltige Material während einer Dauer Bleisalzen aus bleihaltigen Materialien, welches das von nicht mehr als 1 Stunde bei einer Temperatur Auslaugen dieses Materials mit einem Gemisch aus zwischen 15 und 350C unter Bildung einer über- Ammoniumsulfat und wäßrigem Ammoniak für sättigten Lösung mit einem Gesamtsulfatgehalt von einen Zeitraum zwischen 1 und 60 Minuten umfaßt, 200 bis 370 g/l, einem Gesamtammoniakgehalt von 15 um eine Lösung zu erhalten, die übersättigt ist und 125 bis 225 g/l und einem Gesamtbleigehalt von Gesamtblei 10 bis 140 g/l, Gesamtammoniak 125 10 bis 140 g/l auslaugt, die ungelösten Stoffe abtrennt bis 225 g/l sowie Gesamtsulfat 200 bis 370 g/l enthält, und aus der erhaltenen Lösung durch Erhitzen auf Die ungelösten Stoffe werden dann abgetrennt. Die eine Temperatur im Bereich von 45 bis 65°C wäh- Lösungen werden dann auf eine Temperatur im rend 0,5 bis 2,0 Stunden ohne wesentlichen Verlust ao Bereich von 40 bis 60°C erwärmt und auf dieser an Ammoniak einen überwiegenden Anteil des Bleis Temperatur in Gegenwart von 0,1 bis 40 g/l Kristallen als Bleiammoniumsulfat, monobasisches Bleisulfat von Bleiammoniumsulfat oder monobasischem Bleioder Gemisch dieser Verbindung ausfällt. sulfat gehalten, so daß ein Hauptteil des Bleis als Zu den Stoffen, die gemäß der vorliegenden Erfin- ein Gemisch ausfällt, das wechselnde Anteile von dung behandelt werden können, gehören Erze, Kon- as Bleiammoniumsulfat und monobasischem Bleisulfat zentrate, Rückstände, Abbrände, Kratzen, Schlacken, enthält. Die Ausfällung wird unter solchen Bedin-Staube oder Rauch, die Blei enthalten. Es ist wohl- gungen durchgeführt, daß der Ammoniakverlust verstanden, daß das Blei als Oxid, Sulfat oder ba- möglichst gering gehalten wird,
sisches Sulfat voii.a.iden sein muß oder in eine Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform dieser Verbindungen durch eine geeignete Vorbe- 30 der vorliegenden Erfindung wird die Gewinnung der handlung überführt ist. Bleisalze aus den bleihaltigen Materialien derart In der nachfolgenden Beschreibung und in den durchgeführt, daß das Material mit einem Gemisch Patentansprüchen werden folgende Abkürzungen be- aus Ammoniumsulfat und wäßrigem Ammoniak für nutzt: einen Zeitraum von 1 bis 15 Minuten ausgelaugt
35 wird, um eine Lösung zu erhalten, die übersättigt ist und Gesamtgehalte von 60 bis 80 g/1 Blei, 150 bis 180 g/l Ammoniak sowie 270 bis 320 g/l Sulfat enthält. Die ungelösten Stoffe werden abgetrennt, die erhaltene Lösung wird auf eine Temperatur 40 zwischen 45 und 6O0C in einem Gefäß, das derart gestaltet ist, daß ein Verlust an Ammoniakgas auf einem Minimum gehalten wird, in Gegenwart von 0,1 bis 2,0 g/l Kristallen von Bleiammoniumsulfat erhitzt für einen Zeitraum von 0,5 bis 2 Stunden, Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann nach 45 so daß mehr als 50°/0 des darin enthaltenen Bleies dem Abtrennen der ausgefällten Feststoffe die Mutter- als im wesentlichen reines Bleiammoniumsulfat auslauge in den Kreislauf in die Auslaugestufe zurück- gefällt werden. Die ausgefällten Bleiverbindungen geführt werden. sind im wesentlichen frei von Verunreinigungen wie Wenn eine Bleiverbindung wie Bleisulfat oder ein Kupfer und Zink, die in der Lösung vorhanden Bleisulfat enthaltendes Material mit einem Gemisch 5° sein können.
von Ammoniumsulfat und wäßrigem Ammoniak Nach Filtration zur Entfernung der Bleiverbin-
längere Zeit gerührt wird, wird eine bleihaltige Lösung düngen kann die Lösung nach mehreren Methoden
hergestellt, die nach Entfernung von ungelösten zur Entfernung von Verunreinigungen ^ behandelt
Stoffen unbegrenzte Zeit gelagert werden kann, ohne werden. Nach Abkühlung auf 15 bis 3O0C ist die
daß Bleiverbindungen ausfallen. Diese Lösungen 55 Lösung zur Rückführung in den Kreislauf in die
w,erden als gesättigte oder Gleichgewichts-Lösungen Stufe der Auslaugung oder der Herstellung der
angesehen. Die Zusammensetzung dieser Gleich- Lösung geeignet.
gewichts-Lösungen kann geeigneterweise durch ein Um eine übersättigte Lösung mit der Zusammen-
Diagramm wiedergegeben werden, wie es F i g. 1 setzung im gewünschten Bereich zu erhalten, können
darstellt. 60 die Mengen an bleihaltigem Material, in den Kreislauf
Es hat sich gezeigt, daß, falls der Zeitraum der zurückgeführter Lösung, frischem wäßrigem Ammo-
Bewegung 1 Stunde nicht überschreitet und die niak (als Ersatz für Verluste durch Verspritzen und
Zusammensetzung der Lösung in geeigneter Weise Verdampfen) und Ammoniumsulfat (entweder frisch
ausgewählt ist, es möglich ist, mehr Blei zu lösen oder in den Kreislauf zurückgeführt aus der Zer-
als bei Fortsetzung der Bewegung bis zum Erreichen 65 setzung des Bleiammoniumsulfates) in den gewünsch-
der Gleichgewichtskonzentration. Nach Entfernen ten Anteilen eingemischt werden. Die Verdamfpung
von ungelösten Stoffen und bei langem Stehen oder von Ammoniak aus der übersättigten Lösung steigt
Erwärmen werden solche Lösungen Bleiverbindungen mit zunehmender Temperatur an. Deshalb werden
g = Gramm,
g/l = Gramm pro Liter,
ml = Milliliter,
S. G. = Spezifisches Gewicht,
Gew. = Gewicht,
h = Stunde
T/Pb = Gesamtbleigehalt,
T1NH3 = Gesamtammoniakgehalt,
T/SO« = Gesamtsulfatgehalt.
5 6
die verschiedenen Operationen vorzugsweise in ge- nehmen, daß das Verfahren gemäß der Erfindung schlossenen Gefäßen ausgeführt, um einen wesent- ohne weiteres als chargenweises oder als kontinuierlichen Verlust auf Grund einer solchen Verflüchtigung liches Verfahren durchgeführt werden kann,
zu vermeiden. An Hand der folgenden Beispiele wird die Erfin-
Dieses ausgefällte Bleisalz, das im wesentlichen 5 dung weiter erläutert,
reines Bleiammoniumsulfat ist, kann in geeigneter . .
Weise behandelt werden, um die Bleisalze in Form e ι s ρ ι e
von Bleisulfat zu gewinnen und um Ammoniumsulfat Eine Lösung (Lösung A) mit der Zusammensetzung zu liefern, das zur Rückführung in den Kreislauf p^ _ ^q 5 „/]
in die Auslaugungsstufe geeignet ist. Dies kann 10 T/NH = 165g/l
dadurch bewirkt werden, daß der Bleiniederschlag T/SO 3 = 285 ε/Γ
mit Wasser oder mit einer wäßrigen Ammoniumsulfatlösung, enthaltend bis zu 21 Gewichtsprozent wurde dadurch hergestellt, daß 15 Minuten lang Ammoniumsulfat (bei Beendigung der Zersetzung) bei 250C die folgenden Stoffe
und bei einer erhöhten Temperatur (im Bereich von 15 PbSO1 24 ε
50 bis 1000C), wieder angeschlämmt wird Dabei wäßriges Ammoniak'(S-G.'=0.880) 74 ml,
wird das Bleiammoniumsulfat in seine Salzkompo- ^^ λ §q g^
nenten zersetzt, und das unlösliche Bleisulfat kann Wasser * 108 ml
nach konventionellen Verfahren abgetrennt und die
Ammoniumsulfatlösung in den Kreislauf zurück- 20 miteinander verrührt wurden. Es erfolgte eine vollgeführt werden. ständige Lösung der Feststoffe. Ein Anteil dieser
In alternativer Weise kann das Bleiammonium- Lösung A wurde auf 25°C gehalten. Nach 24 Stunden
sulfat behandelt werden, um die Bleisalze in Form trat noch keine Kristallisation von Bleiverbindun-
von Bleisulfat zu gewinnen und um gasförmigen gen ein.
Ammoniak und Schwefeltrioxid zur Rückführung 25 Ein anderer Anteil der Lösung A in einer Menge
in den Kreislauf in die Auslaugungsstufe zu ge- von 194 ml wurde auf 50°C erhitzt und 3 Stunden
winnen. Dies kann dadurch bewirkt werden, daß lang in einem geschlossenen Gefäß auf dieser Tempe-
das Bleiammoniumsulfat auf eine Temperatur im ratur gehalten. Es erfolgte die Kristallisation von
Bereich von 380 bis 45O0C erhitzt wird. Das Blei- Bleiammoniumsulfat. Die gewaschenen und getrock-
sulfat liegt dann in einer Form vor, die zur Reduktion 30 neten Kristalle enthielten 9 g des Blei als Bleiammo-
zu metallischem Blei nach konventionellen pyro- niumsulfat. Dies bedeutet, daß 65 °/? des in Lösung A
metallischen Methoden geeignet ist, und die Ammo- enthaltenen Bleies durch Kristallisation gewonnen
niak und Oxide des Schwefels enthaltenden Gase wurden.
können durch Wasser-Waschoperationen behandelt Nach Filtration zur Gewinnung der Kristalle
werden, um Ammoniumsulfat zu erhalten, das in 35 wurde das Filtrat (Lösung B) zum Auslaugen von
den Kreislauf zurückgeführt werden kann. weiteren 10 g Bleisulfat bei 250C verwendet. Es
Jenes ausgefällte Bleimaterial, das im wesentlichen wurden 4 g Ammoniumsulfat zugegeben, um die
reines monobasisches Bleisulfat ist, kann unmittelbar Auslaugungslösung auf den gewünschten Gehalt zu
nach konventionellen pyrometallischen Reduktions- bringen (bei der technischen Durchführung würde
verfahren behandelt werden, um metallisches Blei 40 dieses Ammoniumsulfat aus dem durch Zersetzung
herzustellen, oder es kann einer Vorbehandlung mit des Bleiammoniumsulfat gewonnenen Materials ge-
konzentrierten Ammoniumsulfatlösungen bei erhöhten liefert werden).
Temperaturen (im Bereich von 50 bis 1000C) be- Die erhaltene Flüssigkeit (Lösung C) wurde mit
handelt werden, um Bleisulfat zu liefern und gas- 0,1 g der aus Lösung A erhaltenen feuchten Kristalle
förmigen Ammoniak zu regenerieren. 45 geimpft, auf 50° C erhitzt und 30 Minuten lang auf
Mischungen aus Bleiammoniumsulfat und mono- dieser Temperatur gehalten. Es trat Kristallisation
basischem Bleisulf at können je nach ihrer Zusammsn- ein, und Bleiammoniumsulfat, enthaltend 6,6 g Blei,
Setzung durch Kombination der obigen Verfahren wurden durch Filtration entfernt. Dies bedeutet
behandelt werden. daß 66 °/0 des in Lösung C enthaltenen Bleies als
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung bein- 50 Bleiammoniumsulfat gewonnen wurden,
haltet eine Anzahl von technischen Vorteilen im B e" ' 1 2
Vergleich mit den bekannten Verfahren. So werden P
durch die Kristallisation des Bleiammoniumsulfats Eine Lösung (Lösung D) wurde dadurch herbei niedrigen Temperaturen die Energien, Kosten gestellt, daß 15 Minuten lang bei 25° C die folgender und Verfahrens-Komplikationen vermieden, die mit 55 Bestandteile miteinander verrührt wurden:
der Ausfällung durch Dampfdestillations-Operationen 1876 g Verfahrensrückstand, enthaltend 7,6 °/, verbunden sind. Die Gewinnung von Blei schließlich Pbals PbSO
als Bleisulfat, nach der Zersetzung des Bleiammo- g6 g Ammoniums'ulfat,
niumsulfates, oder die überführung von mono- 74 m, wäßriger Ammoniak (S. G. = 0,880), basischem Bleisulfat in Bleisulfat bedeutet, daß falls 60 10g mj Wasser
das der Auslaugungsstufe zugeführte Material aus
Bleisulfat besteht oder dieses enthält, eine vollstän- Anschließend wurde filtriert, um unlösliche Stoffi
digs Kontrolle des Sulfatgehaltes im System möglich zu entfernen.
ist. Dieses Verfahren ermöglicht auch die Gewinnung Die Zusammensetzung der Lösung D war wi
von Bleisalzen aus Lösungen in einer Form, die 65 folgt:
einer weiteren. Behandlung zur Gewinnung von Pb = 73,5 g/l,
metallischem Blei leicht zugänglich ist. T/NH3 = 174 g/l,
Aus der obigen Beschreibung ist leicht zu ent- T/SO4 = 293 g/l.
Ein Vergleich der Zusammensetzung der Lösung D mit gesättigten Lösungen von gleichem Gesamt-Ammoniakgehalt und Gesamt-Sulfatgehalt, wie sie in F i g. 1 dargestellt sind, zeigt, daß die Lösung D etwa 24 g/l Blei im Überschuß des gesättigten Wertes enthält und damit eine übersättigte Lösung ist.
100 ml der Lösung D wurden auf 50° C erwärmt und 1 Stunde auf dieser Temperatur in Gegenwart von 0,1 g der vorher hergestellten Kristalle von Bleiammoniumsulfat gehalten. Nach Filtration und Waschen des Niederschlages wurden das Filtrat und die Waschfiüssigkeiten (88 ml) (Lösung E) analysiert. Es wurde gefunden, daß sie nur 48,4 g/l Blei enthalten. Dies bedeutet, daß 43,1 °/„ des Bleies als Bleiammoniumsulfat aus der Lösung gewonnen wurden.
Beispiel 3
Die Einwirkung von Zeit, Temperatur und Menge der Impfkristalle auf die Kristallisation von Bleiammoniumsulfat wird erläutert durch die in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellten Daten, die bei Verwendung von Portionen von 120 ml einer Lösung erhalten wurden, die auf gleiche Weise wie Lösung A von Beispiel 1 hergestellt worden war. Es wurden Impfkristalle von Bleiammoniumsulfat verwendet.
eine Lösung H und Festkörper I erhalten, welche die nachfolgende Zusammensetzung hatten:
IO = 27, 3 g/l Feststoff I = 47,5»/,
= 162 g/l (wenig gewaschen, 1,8 Volumina) = 7,7 °/o
Lösung H
5
= 292 g/l Pb = 43,5 °/o
Pb T/NH3 Gew. (gewaschen und getrock
T/N H3 = T/SO4 net)
T/SO«
] Temperatur Lösungsbehandlung Gewicht der Pb
0C Impfkristalle ausgefälltO)
50 Zeit (g/0
50 h 4,2 %
50 0,25 4,2 14
50 0,75 4,2 48
50 2,00 0,84 54
45 1,00 4,2 58
35 1,00 0,84 54
25 1,00 0,84 43
1,00 j 0.84 0
1,00 0
Anmerkung: Gewaschen wurde mit einer bleifreien ammoniakalischen Ammoniumsulfatlösung enthaltend etwa 160 g 1 T/NHj und 280 g/l TVSO4.
Die theoretische Zusammensetzung von Bleiammoniumsulfat ist: Blei 47,6 °/0, Gesamt-Ammoniak7,85°/0, Gesamt-Sulfat 44,1 °/0.
Somit wurden bei der ersten Auslaugung 99°/0 des in 10% neutralem Ammoniumacetat beim Siedepunkt löslichen Bleies gelöst, und während der Ausfällungsstufe wurden 57°/0 des in der Lösung enthaltenen Bleies als Bleiammoniumsulfat gefällt. Ein Teil der Lösung H wurde durch Zugaben von wäßrigem Ammoniak (um die während der Handhabung eingetretenen Verluste zu kompensieren) und Ammoniumsulfat (um die Entfernung als Bleiammoniumsulfat zu kompensieren) hinsichtlich der Zusammensetzung neu eingestellt und dann zum Auslaugen eines weiteren Anteiles des Rückstandes F verwendet. Die erhaltene Lösung wurde auf gleiche Weise wie die Lösung G behandelt. Dieses Verfahren wurde fünfmal wiederholt. Die Bleiextraktion bei jeder Auslaugungsstufe war dabei größer als 97°/0,
und die Ausbeute an Bleiverbindungen während jeder Ausfällungsstufe betrug 71, 71, 76, 73 bzw. 72. Die Flüssigkeit nach dem letzten Ausfällungsschritt wurde auf Verunreinigungen analysiert, die aus dem Rückstand F stammten. Es wurde gefunden, daß folgende Verunreinigungen vorhanden sind:
(i) Als Bleiammoniumsulfat ausgefälltes Blei unter Abzug der Menge der Impfkristalle.
Zn
Cu
CaO
MgO
Cd
436
Beispiel 4 eines Rückstandes (F), enthaltend 11,1 % 2,75 g/l, 0.42 g/l. 0,03 g/l, 0,03 g/l, 0.004 g/l.
knTmit einem Gemisch aus 220 g AmmomumsutfatkristaUen 201 ml wäßrigem Ammoniak (SG = 0,891) und 26?'g Wasser gerührt. Die nach Entfernung des unlöslichen Rückstandes erhaltene Losung (Losung G) hatte die Zusammensetzung
pb = 63,4 g/l,
T/NH3 = 164 g/U
T/SO4 = 290 g/l,
in Gegenwart von Die in der letzten Stufe ausgefällten Feststoffe wurden ebenfalls auf Verunreinigungen analysiert, und zwar in einem nur wenig gewaschenem Zustand (gewaschen mit 1,8 Volumina bleifreier wäßriger Ammoniumsulfatlösung) sowie nach gründlichere Waschen mit Wasser. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt:
Analyse der ausgefällten Feststoffe
äS=feäR£?!=iÄ
Dann wrde fiSrifrt Durch diese Filtration wurden
Cu..
CaO
MgO
Cd..
wenig gewaschen I gründlich gewaschen
0,22
<0,01
0,2
<0,05
<0,01
0,01 <0,01
0,15 <0,05 <0,01
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
) 542/49

Claims (5)

moniumsulfatlösungen erhalten werden können. Ein derartiges Verfahren ist besonders dann nützlich, ratentansprucne: wenn metallisches Blei als Endprodukt gewünscht wird.
1. Verfahren zum Gewinnen von Bleisalzen 5 Aus der belgischen Patentschrift 542 671 war aus einem Material, das mindestens eine der Ver- ferner bereits ein Verfahren zum Herstellen von bindungen Bleioxyd, Bleisulfat oder basisches Ammoniumsulfat bekannt, bei dem als »Katalysator« Bleisulfat enthält, durch Extraktion mit einer Bleisulfat verwendet wird. Unlösliches Bleisulfat wäßrig ammoniakalischen Lösung von Ammo- wird mit einer ammoniakalischen, gelöstes Ammoniumsulfat bei Raumtemperatur und Isolieren io niumsulfat enthaltenden Lösung unter Bildung von des Bleis in Form einer Bleiverbindung aus der basischem Bleisulfat behandelt und danach das Lösung, dadurchgekennzeichnet, daß basische Bleisulfat unter Bildung von Ammoniumman das bleihaltige Material während einer sulfat wieder in neutrales Bleisulfat übergeführt.
Dauer von nicht mehr als einer Stunde bei einer In der deutschen Patentschrift 1 533 071 wird ein Temperatur zwischen 15 und 35° C unter Bildung 15 Verfahren zur Extraktion von Blei aus bleihaltigen einer übersättigten Lösung mit einem Gesamt- Stoffen vorgeschlagen, bei dem die bleihaltigen Stoffe sulfatgehalt von 200 bis 370 g/I, einem Gesamt- unter Bildung einer bleihaltigen Lösung ausgelaugt ammoniakgehalt von 125 bis 225 g/l und einem werden und aus dieser Lösung das Blei in Form Gesamtbleigehalt von 10 bis 140 g/l auslaugt, von metallischem Blei oder einer Bleiverbindung die ungelösten Stoffe abtrennt und aus der erhal- 20 isoliert wird.
tenen Lösung durch Erhitzen auf eine Temperatur Bei diesem Verfahren werden die Weihaltigen Stoffe
im Bereich von 45 bis 65°C während 0,5 bis mit einer wäßrigen ammoniakalischen Ammonium-
2,0 Stunden ohne wesentlichen Verlust an Am- sulfatlösung bis zur Bildung einer Lösung ausgelaugt,
moniak einen überwiegenden Anteil des Bleis die 2 bis 100 Gramm gelöstes Blei pro Liter enthält als Bleiammoniumsulfat, monobasisches Bleisulfat »5 und danach das Blei aus dieser Lösung nach beliebigen
oder Gemisch dieser Verbindungen ausfällt. Methoden als metallisches Blei oder als Bleiverbin-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- dung gewonnen.
zeichnet, daß 1 bis 15 Minuten lang ausgelaugt Bevorzugte Methoden zum Gewinnen des Bleis
wird. aus dieser Lösung sind bei dem Verfahren des älteren
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch 30 Patents das Abscheiden von metallischem Blei und gekennzeichnet, daß bis zur Bildung einer Lösung Bleidioxyd durch Elektrolyse und das Austreiben der Zusammensetzung von Ammoniak aus der Lösung durch Erhitzen,
wobei das Blei als Bleiammoniumsulfat, mono-
-r/xrn Z iln w 1 on η basisches Bleisulfat oder eine Mischung dieser beiden
T/Ph I fin κ In / 35 Verbindungen abgeschieden wird. Durch Einstellen
1/Pb — öO bis »O g/1 ^61. zusammensetzung dieser Lösung auf einen
ausgelaugt wird. bestimmten Konzentrationsbereicb der Gesamtsulfat-
4. Verfahren gemäß Ansprüchen 1 bis 3, da- konzentration und Gesamtammoniakkonzentration durch gekennzeichnet, daß zu der erwähnten kann bei dieser bekannten Methode des Abdestillierens erhaltenen Lösung Impfkristalle von Bleiammo- 40 von Ammoniak im wesentlichen ausschließlich Bleiniumsulfat oder monobasischem Bleisulfat in einer ammoniumsulfat erhalten werden. Ein solches Ver-Menge von 0,1 bis 40 g/l, vorzugsweise von 0,1 fahren ist besonders dann wertvoll, wenn Abfallbis 2 g/l, gegeben werden. wärme aus anderen Prozessen zur Verfügung steht.
5. Verfahren gemäß Ansprüchen 1 bis 4, da- Es konnte nun gefunden werden, daß sich Blei in durch gekennzeichnet, daß nach der Entfernung 45 besonders wirtschaftlicher Weise aus bleihaltigen der ausgefällten Bleiverbindungen die Zusammen- Stoffen gewinnen läßt, wenn die bleihaltigen Aussetzung der Mutterlauge durch Zugabe von wäß- gangsmaterialien mit Hilfe einer wäßrigen ammonirigem Ammoniak und Ammoniumsulfat nach- akalischen Ammoniumsulfatlösung so ausgelaugt werreguliert und die Mutterlauge in die Auslaugungs- den, daß eine übersättigte bleihaltige Lösung erzielt stufe in den Kreislauf zurückgeführt wird. 50 wird und aus dieser übersättigten Lösung der Haupl-
teil des gelösten Bleis durch kurzzeitiges Erwärmen auf Temperaturen über 45°C, vorzugsweise in Gegen-
wart von Impfkristallen ausgefällt wird. Die Bildung
der übersättigten Lösung kann durch sorgfältige 55 Auswahl der Mengen von Ammoniumsulfat, Am-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ge- moniak und Wasser, die zum Auslaugen des Materials winnen von Bleisalzen aus nachstehend im einzelnen verwendet werden, und durch Einstellen der Ausangegebenen bleihaltigen Stoffen durch Lösen mit laugedauer erreicht werden.
Hilfe einer wäßrigen ammoniakalischen Ammonium- Im Gegensatz zu dem Verfahren des älteren Patents
sulfatlösung und Gewinnen der Bleisalze aus dieser 60 1 533 071 ist es für die Erfindung wesentlich, daß Lösung. in der Auslaugestufe eine an Blei übersättigte Lösung
Das Auflösen von Bleiverbindungen in ammo- gebildet wird, die nicht gleichbedeutend mit einer niakalischen Ammoniumsulfatlösungen und das Ge- Lösung mit hohem Bleigehalt ist, wie sie entsprechend winnen von Bleisalzen aus diesen Lösungen ist bereits dem älteren Patent hergestellt wird. Entscheidend ist bekannt. So werden in den australischen Patent- 65 außerdem, aus dieser übersättigten Lösung ohne anmeldungen 35 598/68 und 32 380/68 Verfahren Ammoniakverlust, d. h. ohne Veränderung der Ambeschrieben, gemäß denen Blei und Bleidioxyd durch moniakkonzentration, das Blei abzuscheiden, wäh-Elektrolyse aus bleihaltigen, ammoniakalischen Am- rend die Abscheidung nach einer Ausführungsform
DE19691937467 1968-07-25 1969-07-23 Verfahren zum Gewinnen von Blei salzen Expired DE1937467C (de)

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DE1937467A1 DE1937467A1 (de) 1970-02-19
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GB1242188A (en) 1971-08-11
BE736296A (de) 1969-12-31
ZM11769A1 (en) 1969-12-17
FR2013706A1 (de) 1970-04-03
JPS498615B1 (de) 1974-02-27
AU407999B2 (en) 1970-10-17
ES369724A1 (es) 1971-06-01
SE360386B (de) 1973-09-24
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