DE193740C - - Google Patents
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- DE193740C DE193740C DENDAT193740D DE193740DA DE193740C DE 193740 C DE193740 C DE 193740C DE NDAT193740 D DENDAT193740 D DE NDAT193740D DE 193740D A DE193740D A DE 193740DA DE 193740 C DE193740 C DE 193740C
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K38/00—Medicinal preparations containing peptides
- A61K38/01—Hydrolysed proteins; Derivatives thereof
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 193740 -KLASSE
Mp, GRUPPE
Dr. ALBERT BUSCH in BRAUNSCHWEIG.
!gebundenem Silber.
Hexamethylentetramin verbindet sich mit Silbernitrat zu Hexamethylentetraminsilbernitrat,
und zwar ist die Zusammensetzung dieser Doppelverbindung verschieden, je nach
den Bedingungen, unter denen die Einwirkung stattgefunden' hat. Läßt man eine mäßig konzentrierte
Lösung von Hexamethylentetramin in eine überschüssige Lösung von Silbernitrat laufen, so entsteht ein weißer kristallinischer
ίο Niederschlag von der Zusammensetzung
C6H12Nt-AgNO3. Vereinigt man die Lösungen
aber derart, daß man "das Silbernitrat in überschüssige Hexamethylentetraminlösung
laufen läßt, so besitzt der entstehende farb-
15· lose kristallinische Niederschlag die Formel (C6H12NJ2(AgNO3J3 (vgl. Grützner,
Archiv für Pharmazie, -Band 236 [1898], S-373)·
In dem Hexamethylentetraminsilbernitrat, gleichgültig nach welcher Art der Herstellung
es erzeugt wurde, ist das Silber ziemlich locker gebunden. Beim Kochen mit Wasser
scheidet es sich größtenteils in-Form eines Silberspiegels ab, durch Kochsalz oder freie
Salzsäure wird es als Chlorsilber bzw. Hexamethylentetraminchlorsilber,
durch Schwefelwasserstoff bzw. Schwefelammonium als Schwefelsilber gefällt.
Es wurde nun gefunden, daß das Hexamethylentetraminsilbernitrat mit gewissen Eiweißstoffen
neue, wasserlösliche, feste und haltbare Verbindungen eingeht, deren wäßrige Lösung das Silber in so fester Form gebunden
enthält, daß es in der Lösung durch die üblichen Reagentien ohne weiteres nicht mehr nachweisbar ist. Digeriert man z. B.
eine mäßig konzentrierte Lösung von Albumosen mit dem kristallinischen Niederschlage
von Hexamethylentetraminsilbernitrat, so löst sich letzteres in großer Menge in der Albumosenlösung
auf, und in dieser Lösung ist das Silber nun durch Kochsalz, Salzsäure, Schwefelwasserstoff oder Schwefelammonium
nicht mehr fällbar. Die Lösung kann entweder bei gelinder Temperatur im Vakuum unter Lichtabschluß zur Trockne gedampft
werden, wobei die neue Silberverbindung als bräunlicher Rückstand hinterbleibt, oder das
Hexamethylentetraminsilbernitrateiweiß kann aus der konzentrierten Lösung durch starken
Alkohol in gelbbraunen Flocken ausgefällt und getrocknet werden. Dampft man · dagegen
die verdünnte wäßrige Lösung unter gewöhnlichem Luftdruck zur Trockne oder erhält sie einige Zeit im Sieden, so zersetzt
sich das Hexamethylentetraminsilbernitrateiweiß allmählich, vermutlich unter Abscheidung
von Silbernitrat, wodurch Fällung der Lösung bzw. Unlöslichwerden des Verdampfrückstandes
bewirkt wird.
Mit den nach den Angaben der Patentschriften 82951 und 88121, Kl. 12 erhaltenen
Silbereiweißverbindungen haben die neuen Produkte nichts gemein, da erstere durch
Doppelumsetzung von Caseinalkali mit Silbersalzen entstehen.
Von den Silberverbindungen der Patentschrift 105866, Kl. 12 sind die neuen Silberverbindungen
verschieden dadurch, daß die. ersteren das Silber an Eiweiß, die letzteren außerdem noch an Salpetersäure und Hexamethylentetramin
gebunden enthalten, denn nach Angaben der Patentsehrift 105866 werden
dort lösliche Silberverbindungen der Eiweißstoffe erhalten, wenn man die wasserunlöslichen
Niederschläge, welche durch Einwirkung von Silbernitrat auf Eiweißlösungen einerseits, oder aus feuchtem Silberoxyd und
Peptonlösung andererseits entstehen, einer Behandlung mit Albumosenlösung unterwirft.
Die so erhaltenen Silberverbindungen enthalten also weder eine Säure, wie die Salpetersäure,
noch auch Hexamethylentetramin chemisch gebunden, denn beim Ausfällen des
Peptonsilbers mittels Silbernitrat nach Angaben der Patentsehrift 105866 wird bekanntlich
die Salpetersäure mit dem Filtrat entfernt. Die Verfahren sind also grundsätzlich
verschieden, indem bei dem einen das Peptonsilber, beim andern die Doppelverbindung
des Hexamethylentetraminsilbernitrats durch Albumosenlösung in einen wasserlöslichen Zustand
übergeführt wird.
Die in der Patentsehrift 141967, Kl. 12p
beiläufig erwähnten Produkte, welche aus Silbergelatosen und Hexamethylentetramin erhalten
werden können, müssen, wenn sie wasserlöslich bleiben sollen, Hexamethylentetramin
im großen Überschuß enthalten, da nach den daselbst gemachten Angaben durch geringe
Mengen Hexamethylentetraminlösung die Lösung der Silbergelatosen gefällt wird; allerdings
löst sich der anfangs entstandene
Niederschlag im Überschuß von Hexamethylentetramin wieder auf. Auf alle Fälle sind die
Produkte ohne die Anwesenheit eines größeren Überschusses von Hexamethylentetramin nicht
wasserlöslich.
Die Produkte des vorliegenden Verfahrens dagegen entstehen durch Lösen des in
Wasser schwer löslichen Hexamethylentetraminsilbernitrats in überschüssiger Albumosenlösung,
wobei das Silberdoppelsalz von Anfang an glatt in Lösung geht.
Die neuen Produkte enthalten daher stets Albumosen im Überschuß und unterscheiden
sich hierdurch ihrer Zusammensetzung und ihrem Wesen nach von den. aus Silbergelatosen
und Hexamethylentetramin erhältlichen Produkten der Patentsehrift 141967.
3,8 Gewichtsteile Albumosen werden in wenig Wasser gelöst und in die auf 60 bis
70° erwärmte Lösung 1 Gewichtsteil Hexamethylentetratninsilbernitrat
in Kristallen eingetragen. Man digeriert bei dieser Temperatur unter gutem Rühren, bis Lösung eingetreten
ist, filtriert gegebenenfalls, um eine reine Lösung zu erzielen, und dampft diese
unter Lichtabschluß dann im Vakuum bei nicht zu hoher Temperatur zur Trockne ein.
Man kann auch die konzentrierte Lösung mit starkem Alkohol fällen, den entstandenen
Niederschlag abfiltrieren und bei gelinder Temperatur trocknen. Ferner kann man auch
das Hexamethylentetraminsilbernitrat mit Albumosen trocken mischen, mit der etwa
dreifachen Menge Alkohol (5Oprozentig) übergießen und den Alkohol im Vakuum abdestillieren.
Der getrocknete und gemahlene Rückstand stellt ein hellbraunes Pulver dar,
welches in Wasser leicht löslich ist und etwa 8 ProÄnt metallisches Silber in organisch
gebundener Form enthält. In der nicht zu konzentrierenden Lösung erzeugt rauchende
Salzsäure erst einen Niederschlag, der sich im Überschuß der Säure wieder auflöst.
Durch verdünnte Salzsäure oder Kochsalzlösung wird aus der Lösung von Hexamethylentetraminsilbernitrateiweiß
kein Chlorsilber gefällt. Durch Schwefelwasserstoff oder Schwefelammonium tritt Dunkelfärbung der
Lösung, aber keine Fällung von Schwefel- g0 silber ein. Mit Natronlauge versetzt und
aufgekocht scheiden sich rotbraune Flocken aus der Lösung aus. Eiweißlösungen werden
durch die neue Lösung nicht gefällt.
Von den Albumosen sind, bei genügender Reinheit, primäre oder sekundäre, sowie auch
Gemische beider verwendbar. Die Produkte sollen in der Medizin Anwendung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung beständiger wasserlöslicher Silberverbindungen mit organisch gebundenem Silber, darin bestehend, daß man Hexamethylentetramin- log silbernitrat in Lösungen von Albumosen auflöst und die Lösung entweder unter Lichtabschluß im Vakuum zur Trockne eindampft oder die Hexamethylentetraminsilbernitrat-Albumosedoppelverbindungaus 110 * der eingeengten Lösung mit Alkohol ausfällt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193740C true DE193740C (de) |
Family
ID=456945
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT193740D Active DE193740C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193740C (de) |
-
0
- DE DENDAT193740D patent/DE193740C/de active Active
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