DE193740C - - Google Patents

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DE193740C
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silver
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • A61K38/01Hydrolysed proteins; Derivatives thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 193740 -KLASSE Mp, GRUPPE
Dr. ALBERT BUSCH in BRAUNSCHWEIG.
!gebundenem Silber.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Dezember 1906 ab.
Hexamethylentetramin verbindet sich mit Silbernitrat zu Hexamethylentetraminsilbernitrat, und zwar ist die Zusammensetzung dieser Doppelverbindung verschieden, je nach den Bedingungen, unter denen die Einwirkung stattgefunden' hat. Läßt man eine mäßig konzentrierte Lösung von Hexamethylentetramin in eine überschüssige Lösung von Silbernitrat laufen, so entsteht ein weißer kristallinischer
ίο Niederschlag von der Zusammensetzung C6H12Nt-AgNO3. Vereinigt man die Lösungen aber derart, daß man "das Silbernitrat in überschüssige Hexamethylentetraminlösung laufen läßt, so besitzt der entstehende farb-
15· lose kristallinische Niederschlag die Formel (C6H12NJ2(AgNO3J3 (vgl. Grützner, Archiv für Pharmazie, -Band 236 [1898], S-373)·
In dem Hexamethylentetraminsilbernitrat, gleichgültig nach welcher Art der Herstellung es erzeugt wurde, ist das Silber ziemlich locker gebunden. Beim Kochen mit Wasser scheidet es sich größtenteils in-Form eines Silberspiegels ab, durch Kochsalz oder freie Salzsäure wird es als Chlorsilber bzw. Hexamethylentetraminchlorsilber, durch Schwefelwasserstoff bzw. Schwefelammonium als Schwefelsilber gefällt.
Es wurde nun gefunden, daß das Hexamethylentetraminsilbernitrat mit gewissen Eiweißstoffen neue, wasserlösliche, feste und haltbare Verbindungen eingeht, deren wäßrige Lösung das Silber in so fester Form gebunden enthält, daß es in der Lösung durch die üblichen Reagentien ohne weiteres nicht mehr nachweisbar ist. Digeriert man z. B. eine mäßig konzentrierte Lösung von Albumosen mit dem kristallinischen Niederschlage von Hexamethylentetraminsilbernitrat, so löst sich letzteres in großer Menge in der Albumosenlösung auf, und in dieser Lösung ist das Silber nun durch Kochsalz, Salzsäure, Schwefelwasserstoff oder Schwefelammonium nicht mehr fällbar. Die Lösung kann entweder bei gelinder Temperatur im Vakuum unter Lichtabschluß zur Trockne gedampft werden, wobei die neue Silberverbindung als bräunlicher Rückstand hinterbleibt, oder das Hexamethylentetraminsilbernitrateiweiß kann aus der konzentrierten Lösung durch starken Alkohol in gelbbraunen Flocken ausgefällt und getrocknet werden. Dampft man · dagegen die verdünnte wäßrige Lösung unter gewöhnlichem Luftdruck zur Trockne oder erhält sie einige Zeit im Sieden, so zersetzt sich das Hexamethylentetraminsilbernitrateiweiß allmählich, vermutlich unter Abscheidung von Silbernitrat, wodurch Fällung der Lösung bzw. Unlöslichwerden des Verdampfrückstandes bewirkt wird.
Mit den nach den Angaben der Patentschriften 82951 und 88121, Kl. 12 erhaltenen Silbereiweißverbindungen haben die neuen Produkte nichts gemein, da erstere durch
Doppelumsetzung von Caseinalkali mit Silbersalzen entstehen.
Von den Silberverbindungen der Patentschrift 105866, Kl. 12 sind die neuen Silberverbindungen verschieden dadurch, daß die. ersteren das Silber an Eiweiß, die letzteren außerdem noch an Salpetersäure und Hexamethylentetramin gebunden enthalten, denn nach Angaben der Patentsehrift 105866 werden dort lösliche Silberverbindungen der Eiweißstoffe erhalten, wenn man die wasserunlöslichen Niederschläge, welche durch Einwirkung von Silbernitrat auf Eiweißlösungen einerseits, oder aus feuchtem Silberoxyd und Peptonlösung andererseits entstehen, einer Behandlung mit Albumosenlösung unterwirft. Die so erhaltenen Silberverbindungen enthalten also weder eine Säure, wie die Salpetersäure, noch auch Hexamethylentetramin chemisch gebunden, denn beim Ausfällen des Peptonsilbers mittels Silbernitrat nach Angaben der Patentsehrift 105866 wird bekanntlich die Salpetersäure mit dem Filtrat entfernt. Die Verfahren sind also grundsätzlich verschieden, indem bei dem einen das Peptonsilber, beim andern die Doppelverbindung des Hexamethylentetraminsilbernitrats durch Albumosenlösung in einen wasserlöslichen Zustand übergeführt wird.
Die in der Patentsehrift 141967, Kl. 12p beiläufig erwähnten Produkte, welche aus Silbergelatosen und Hexamethylentetramin erhalten werden können, müssen, wenn sie wasserlöslich bleiben sollen, Hexamethylentetramin
im großen Überschuß enthalten, da nach den daselbst gemachten Angaben durch geringe Mengen Hexamethylentetraminlösung die Lösung der Silbergelatosen gefällt wird; allerdings löst sich der anfangs entstandene
Niederschlag im Überschuß von Hexamethylentetramin wieder auf. Auf alle Fälle sind die Produkte ohne die Anwesenheit eines größeren Überschusses von Hexamethylentetramin nicht wasserlöslich.
Die Produkte des vorliegenden Verfahrens dagegen entstehen durch Lösen des in Wasser schwer löslichen Hexamethylentetraminsilbernitrats in überschüssiger Albumosenlösung, wobei das Silberdoppelsalz von Anfang an glatt in Lösung geht.
Die neuen Produkte enthalten daher stets Albumosen im Überschuß und unterscheiden sich hierdurch ihrer Zusammensetzung und ihrem Wesen nach von den. aus Silbergelatosen und Hexamethylentetramin erhältlichen Produkten der Patentsehrift 141967.
Beispiel.
3,8 Gewichtsteile Albumosen werden in wenig Wasser gelöst und in die auf 60 bis 70° erwärmte Lösung 1 Gewichtsteil Hexamethylentetratninsilbernitrat in Kristallen eingetragen. Man digeriert bei dieser Temperatur unter gutem Rühren, bis Lösung eingetreten ist, filtriert gegebenenfalls, um eine reine Lösung zu erzielen, und dampft diese unter Lichtabschluß dann im Vakuum bei nicht zu hoher Temperatur zur Trockne ein. Man kann auch die konzentrierte Lösung mit starkem Alkohol fällen, den entstandenen Niederschlag abfiltrieren und bei gelinder Temperatur trocknen. Ferner kann man auch das Hexamethylentetraminsilbernitrat mit Albumosen trocken mischen, mit der etwa dreifachen Menge Alkohol (5Oprozentig) übergießen und den Alkohol im Vakuum abdestillieren. Der getrocknete und gemahlene Rückstand stellt ein hellbraunes Pulver dar, welches in Wasser leicht löslich ist und etwa 8 ProÄnt metallisches Silber in organisch gebundener Form enthält. In der nicht zu konzentrierenden Lösung erzeugt rauchende Salzsäure erst einen Niederschlag, der sich im Überschuß der Säure wieder auflöst. Durch verdünnte Salzsäure oder Kochsalzlösung wird aus der Lösung von Hexamethylentetraminsilbernitrateiweiß kein Chlorsilber gefällt. Durch Schwefelwasserstoff oder Schwefelammonium tritt Dunkelfärbung der Lösung, aber keine Fällung von Schwefel- g0 silber ein. Mit Natronlauge versetzt und aufgekocht scheiden sich rotbraune Flocken aus der Lösung aus. Eiweißlösungen werden durch die neue Lösung nicht gefällt.
Von den Albumosen sind, bei genügender Reinheit, primäre oder sekundäre, sowie auch Gemische beider verwendbar. Die Produkte sollen in der Medizin Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung beständiger wasserlöslicher Silberverbindungen mit organisch gebundenem Silber, darin bestehend, daß man Hexamethylentetramin- log silbernitrat in Lösungen von Albumosen auflöst und die Lösung entweder unter Lichtabschluß im Vakuum zur Trockne eindampft oder die Hexamethylentetraminsilbernitrat-Albumosedoppelverbindungaus 110 * der eingeengten Lösung mit Alkohol ausfällt.
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