DE1925240U - Anordnung zum einsetzen von elektronischen bauelementen in eine montageplatte. - Google Patents
Anordnung zum einsetzen von elektronischen bauelementen in eine montageplatte.Info
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Description
PA 123 031*10.3.65
T e 1 e f u η le e n Patentverwertungsgesellschaft
m.boH.
Ulm (Donau), Elisabethenstraße 3
Ulm, den 24. Febr. 1965
FE/PT-Sch/Bu - U 69/64
"Anordnung zum Einsetzen von elektronischen Bauelementen in eine Montageplatte"
Die Neuerung betrifft eine Anordnung zum mechanischen Einsetzen
von doppelseitig mit Anschlußstiften öder -drähten
versehenen, magazinartig gestapelten elektronischen Bauelementen, beispielsweise von Widerständen, Kondensatoren,
Dioden oder dergleichen, in eine mit Öffnungen zur Aufnahme der Anschlußstifte oder -drähte versehene Montageplatte,
beispielsweise in eine kupferkaschierte Isolierplatte für eine gedruckte Schaltung.
Derartige Anordnungen sind bei der Massenfertigung gedruckter
Schaltungen derzeit weitverbreitet im praktischen Einsatz und werden üblicherweise als Sestückungsmaschinen bezeichnet.
Sie sind beispielsweise durch die DAS 1 132 61Ο, 1 13^ 431,
1 1A6 931» 1 155 174 und l 163 929 bekannt.
Bei der durch die DAS 1 155 174 bekannten Bestückungsmaschine werden magazinartig gestapelte5 Anschlußdrähte aufweisende
elektronische Bauelemente mit Hilfe eines Transportradpaares
und eines in Richtung auf die Montageplatte der Bauelemente durch pneumatische Antriebsmittel bewegbaren Kolbens im Arbeitstakt
nacheinander in die zugeordneten Öffnungen der Montageplatte eingesetzt, wobei das Transportradpaar zur
Einführung des jeweiligen Bauelementes in die Führungsnuten dient, in denen das jeweilige Bauelement während der Bewegung
des Stempels gegen die Montageplatte geführt wird.
Von einer Bestückungsmaschine der letztgenannten Art geht die Erfindung aus, der die Aufgabe zugrundeliegt, den Nachteil
einer derartigen und der weiterhin bekannten Bestückungsmaschinen zu vermeiden, der im wesentlichen darin liegt, daß
in eine üblicherweise relativ kleine Montageplatte die verschiedenen Bauelemente wegen der räumlichen Ausdehnung des
Stempels nebst zugehörigen Antriebs- und Führungstnitteln nicht innerhalb eines einzigen Arbeitstaktes eingesetzt werden
können. Für mehrere in die Montageplatte einsetzbare Einzelteile ist es üblicherweise erforderlich, eine ganze Reihe von
Bestückungsmaschinen anzuordnen, die von der Montageplatte nacheinander durchlaufen werden, oder aber für jedes verschiedene
Bauelement die Bestückungsmaschine umzurüsten.
Es ist zwar durch die DAS 1 134 431 bereits eine,Anordnung
zum Anbringen kleiner elektrischer Einzelteile auf einer mit
Offnungen versehenen Montageplatte bekannt, mittels derer
eine Mehrzahl elektrischer Einzelteile in die Montageplatte gleichzeitig eingesetzt werden kann. Diese Anordnung weist
um eine waagerechte Achse schwenkbare Arme einer Anzahl auf, die der Anzahl der einzusetzenden Bauelemente gleich ist.
Jeder Arm dient zur Einsetzung eines bestimmten Einzelteils in die Montageplatte. Nachteilig an dieser Anordnung ist
jedoch ihre recht erheblich bauliche Größe und ihr komplizierter mechanischer Aufbau.
Die zur Lösung der der Neuerung zugrundeliegenden Aufgabe vorgeschlagene Anordnung betrifft somit eine Anordnung zum
mechanischen Einsetzen von doppelseitig mit Anschlußstiften
oder -drähten versehenen, magazinartig gestapelten elektronischen Bauelementen, beispielsweise von Widerständen,
Kondensatorens Dioden oder dergleichen, in eine mit Öffnungen
zur Aufnahme der Anschlußstifte bzw. -drähte versehene Montageplatte,,
beispielsweise eine kupferkaschierte Isolierplatte für eine gedruckte Schaltung, mit Hilfe eines Transportradpaares
und eines in Richtung auf die Montageplatte durch pneumatische oder hydraulische Antriebsmittel bewegbaren
Stempels, wobei das Transportradpaar zur arbeitstakt·-
gemäßen Einführung des jeweiligen Bauelementes in die Führungsnuten dient, in denen das jeweilige Bauelement während
der Bewegung des Stempels gegen die Montageplatte geführt
wird. Diese Anordnung ist neuerungsgemäßdadurch gekennzeichnet,
daß der Stempel mit dem Kolben im Zylinder der Antriebsmittel direkt verbunden ist.
Im folgenden seien anhand der Abbildungen bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Neuerung zur näheren Erläuterung
derselben im einzelnen beschrieben. Gleiche Bezugszeichen
kennzeichnen hierbei in allen Abbildungen prinzipiell gleiche Bauelemente.
In Figur l ist mit Blickrichtung von oben in schematischer
Darstellung ein in der Zeichnung links und rechts abgebrochenes Band aneinander anschließender kupferkaschierter
Isolierplatten für gedruckte Schaltungen gezeigt. Diese
Isolierplatten 1 werden aus dem Streifen 2 ausgestanzt und mit einem Gegenhalter zurückgedrückt oder, wie in Figur
gezeigt ist. mit Stegen 3 während des Bestückungsvorganges
festgehalten. Es ist zweckmäßig, den gesamten Streifen mit denjenigen Bauelementen, die nicht maschinell in die ent·
sprechenden Öffnungen der Montageplatte eingesetzt werden können, von Hand einzusetzen und den Streifen daraufhin der
Anordnung zum mechanischen Einsetzen der übrigen elektronischen Bauelemente zuzuführen, woraufhin dann die automatische
Verlötung der Schaltung erfolgen kann.
Als sehr vorteilhaft hat es sich herausgestelltt den Streifen
2 mittels einer fotoelektrischen Reflexlichtschranke zu steuern, die auf die Kupferkaschierungsstreifen k am
Rande des Streifens 2 anspricht.
Figur 3 zeigt im Blockschaltbild die Wirkungsweise eines
vorteilhaften Ausführungsbeispiels einer Anordnung nach der Neuerung. Spricht die Reflexlichtschranke an, so wird über
eine kombinierte elektrische Kupplung und Bremse 5 der
Streifen nach Figur 1 oder 2 angehalten. Zur Steigerung
der Genauigkeit dieses Anhaltevorganges empfiehlt es sich^
in manchen Anwendungsfällen,mittels eines Magneten 6 einen
nicht gezeigten Zentrierstift über eine Feder in eine
Bohrung 7 (Figur l) zu drücken und so die Lage des Streifens während des Bestückungsvorganges in vorgegebener Weise zu
fixieren. Gleichzeitig gibt die Fotozelle 8 der fotoelektrischen Reflexlichtschranke einen elektrischen Impuls an ein
Impulsventil 9t das die Preßluft für das Senken des Kolbens
10 freigibt^ der in Figur 5 gezeigt ist.
Figur 4: dient zur Erläuterung der Funktion der Anordnung
nach Figur 5» während Figur 5a bis 5e verschiedene Arbeitslagen der Anordnung nach der Neuerung bei Bewegung des
Kolbens 10 mit seinen Antriebs- und Führungsmitteln sowie
die magaainartig gestapelten Bauelemente und deren Transport
während des Arbeitsablaufes in ihren für das Verständnis
der Anordnung nach der Neuerung erforderlichen Teilen zeigen,
Figur 5a zeigt hierbei die Ausgangsstellung des Kolben» 10,
die Figuren 5b bis 5d verschiedene Lagen während des Senkens
des Kolbens, und Figur 5e eine Arbeitslage während des
beginnenden Rücklaufs des Kolbens.
In Figur 3 sind der besseren Übersichtlichkeit der Zeichnung wegen von einer beliebig anschließbaren Anzahl von Kolben
mit ihren zugehörigen Zylindern 11 nur died Zylinder in
Parallelschaltung an das Impulsventil 9 angeschlossen.
Selbstverständlich soll hierdurch keine Einschränkung auf
die mögliche Verwendung von drei Zylindern erfolgen» Hat
der Kolben lO seinen unteren Totpunkt erreicht, werden die Ventile des Zylinders 11 mittels eines Impulsgebers 12 umgeschaltet,
und der Kolben 10 wird wiederum gehoben. Über einen weiteren Schalter 13 wird daraufhin der gegebenenfalls
benutzte Zentrierstift zurückgezogen und die Kupplung angeschaltet bzw. die Bremse gelöst. Der Antriebsmotor für
die Anordnung nach der Neuerung ist in Figur 3 mit l4
bezeichnet.
In Figur 5 ist das F.aga/in 15 für die vorzugsweise vor ihrem
Einsatz in das Magazin fertig gebogenen und zugeschnittenen
elektronischen Bauelemente gezeigt, dessen in Figuren 5&
bis 5e gezeigter Teil mit 15a bezeichnet ist. Beim Senket!
des Kolbens 10 werden über eine Kugel l6, die in einer $ührungsbahn 17 läuft, die Führungsschienen l8 nach unten
geführt, sobald das jeweilige Bauelement 19 in seinen Führungsnuten 20 ist. Der Kipphebel 21, der bein Senken des
Kolbens lO in der Zeichnung nach links kippt,kj^pt vor
dem Totpunkt des Kolbens nach rechts zurück, so daß er beim Heben des Kolbens über den Mitnehmerstift 22 die Zahnrad-Verzahnungen
23 mit der Verzahnung 23» &&s Kolbens
in gegenseitigen Eingriff bringt. Daraufhin werden die
beiden Scheiben des Transportradpaares 2k gedreht, und das nächste Bauelement befindet sich dann in der richtigen
Ausgangsposition.
Sollen die Bauelemente in einer anderen Richtung als im Vorstehenden beschrieben in die Montageplatte eingesetzt
werden, so kann der Kolben 10 mit seinen Antriebs- und Führungsmitteln in der Lochscheibe 25 (Figur 4 und 5)
entsprechend verdreht werden.
Mit Ausnahme des Herabdrückens der Bauelemente auf die Montageplatte mittels des Kolbens 10 werden alle Führungen
und Transporte der Bauelemente über ihre Anschlußdrähte
vorgenommen, so daß die Gefahr einer Beschädigung der Bauelemente auf ein Minimum beschränkt ist. Es ist
zweckmäßig^ die Bauelemente in einer getrennten Maschine
vor dem Einsetzen in das Magazin zu biegen und zuzuschneiden, wobei die Anschlußdrähte nicht um 90°, sondern
derart abgebogen werden, daß sie aufgrund einer gewissen Vorspannung in der gedruckten Schaltung halten und ohne
besondere Maßnahmen während des Lötvorganges in ihren zugeordneten Öffnungen in der Montageplatte festhalten«
während sie gelötet werden.
Die Verwendung einer Preßluftsteuerung für den Antrieb
des Kolbens hat sich als besonders zweckmäßig herausgestellt, während hydraulische oder elektrische Antriebsmittel
für den Kolben üblicherweise einen größeren Raumbedarf besitzen.
Die Anordnung nach der Neuerung weist den großen Vorteil
eines sehr geringen Raumbedarfs auf, so daß mehrere anhand
der Figuren 5a bis 5e gezeigte Anordnungen nebeneinander
oder beieinander, beispielsweise in ringförmiger Ausrichtung,
benutzt werden können, um gleichzeitig in einem Arbeitstakt mehrere Bauelemente in die gleiche Montageplatte einzusetzen
und dies in jeder gewünschten gegenseitigen Lage.
In vielen Fällen ist anstelle dar anhand der Figur 2 mit
Hinweis auf das Bezugszeichen h beschriebenen Steuerung
der Montageplatte eine Ausführung mit Kippschaltern zweckmäßiger, auf die sich die Figur 6 beziehtt die weitgehend
für sich selbst spricht. Anstelle des küpferkaschierten
Streifens k (Figur 2) tritt dann eine Ausstanzung, die in Figur 1 mit 26 bezeichnet ist und in welche die Rolle
eines Kippschalters 27 (Figur 6) eindringt und dadurch die
elektrische Kupplung und Bremse 5 betätigt. Der Magnet 6 führt wiederum gegebenenfalls einen konischen Stift in ein
gestanztes Loch 7 ein und fixiert somit den Streifen. Weiterhin spricht dann ein Magnetventil 28 (Figur 6) an,
das den Kolben 10 durch entsprechende Steuerung des Zylinders 11 nach unten senkt. Aus Figur 6 sind die weiteren
Schaltstellungen während des Arbeitsablaufes ersichtlich.
10 -
Claims (3)
1. Anordnung zum mechanischen Einsetzen von doppelseitig mit Anschlußstiften oder -drähten versehenen, magazinartig
gestapelten elektronischen Bauelementen, beispielsweise von Widerständen, Kondensatoren, Dioden oder dergleichen,
in eine mit Öffnungen zur Aufnahme der Anschlußstifte bzw. -drähte versehene Montageplatte, beispielsweise eine kupferkaschierte
Isolierplatte für eine gedruckte Schaltung, mit Hilfe eines Transportradpaares und eines in Richtung auf
die Montageplatte durch pneumatische oder hydraulische Antriebsmittel bewegbaren Stempels, wobei das Transportradpaar
zur arbeitstaktgemäßen Einführung des jeweiligen Bauelementes in die Führungsnuten dient, in denen das jeweilige
Bauelement während der Bewegung des Stempels gegen die Montageplatte geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stempel mit dem Kolben im Zylinder der Antriebsmittel direkt verbunden ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1» dadurch gekennzeichnet, daß
die im wesentlichen aus dem Stempel und dem Zylinder gebildete Geräteeinheit um ihre Längsachse schwenkbar ist.
- 11 -
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermöglichung des gleichzeitigen Einsetzens mehrerer Bauelemente in die Montageplatte mehrere im wesentlichen aus
dem Stempel und dem Zylinder gebildete Geräteeinheiten dicht beieinander vorgesehen sind und daß die Stempel aller Gerate-
heit
einheiten mittels einer gemeinsamen Steuereia/ für die Antriebsmittel
im gleichen Arbeitstakt bewegbar sind.
k. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet,
daß der Stempel mit dem Träger der Führungsnuten über
eine Kugel, die in Führungsbahnen läuft, kinematisch abgestimmt ist, derart, daß der Stempel das jeweilige Bauelement zunächst
eine vorgegebene Strecke in die Führungsnuten drückt, daß
daraufhin sich sowohl der Stempel als auch der Träger gemeinsam bis zur Montageplatte bewegen, daß daraufhin der Stempel allein
das Bauelement in seine Montagestellung drückt, daß nunmehr der Stempel stehen bleibt und der Träger durch Federkraft währenddessen
eine weitere vorgegebene Strecke zurückgeht, daß der Stempel zurückgeht, über eine Zahnstange und ein Zahnradpaar das
Transportradpaar dreht und den Träger so zurückzieht, daß sich der Träger in seiner Ausgangsstellung befindet, bevor das Transportradpaar
das nächste Bauelement in dessen Ausgangsstellung gebracht hat.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET18804U DE1925240U (de) | 1965-03-10 | 1965-03-10 | Anordnung zum einsetzen von elektronischen bauelementen in eine montageplatte. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DET18804U DE1925240U (de) | 1965-03-10 | 1965-03-10 | Anordnung zum einsetzen von elektronischen bauelementen in eine montageplatte. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1925240U true DE1925240U (de) | 1965-10-14 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DET18804U Expired DE1925240U (de) | 1965-03-10 | 1965-03-10 | Anordnung zum einsetzen von elektronischen bauelementen in eine montageplatte. |
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|---|---|
| DE (1) | DE1925240U (de) |
-
1965
- 1965-03-10 DE DET18804U patent/DE1925240U/de not_active Expired
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