DE192519A - - Google Patents

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DE192519A
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nitrosobenzene
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nitrobenzene
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1
KAISERLICHES
PATENTSCHRIFT
■·. - M 192519 ~
KLASSE 12 Q. GRUPPE 3.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. November 1905 ab.
; Es ist bekannt, daß bei der elektrolytischen Reduktion von Nitrobenzol als erstes Re- : duktionsprodukt Nitrosobenzol entsteht, das man aber bisher als solches nicht fassen, sondern nur durch indirekte Methoden nachweisen konnte, da es bei den gewöhnlichen
; Reduktionsverfahren, die sich teils saurer, teils alkalischer Elektrolyten bedienen, entweder sofort einer weitergehenden Reduktion
ίο unterliegt oder sich mit gleichzeitig gebildetem Pheny!hydroxylamin zu Azoxybenzol vereinigt.
Der Versuch zeigt nun, daß man Nitroso-, benzol in freiem Zustande und mit guter
Ausbeute erhalten kann, wenn man Nitrobenzol unter Verwendung neutraler Elektrolyten, wie z. B. der Sulfate der Alkalien, des Magnesiums, Aluminiums u. a., der elektrolytischen Reduktion in Bädern ohne Dia-
ao phragma unterwirft, wobei es zweckmäßig ist, für Kühlung der Elektrolyten oder der Elektroden zu sorgen.
Die Bildung des Nitrosobenzols scheint dabei zum großen Teil eine sekundäre zu sein, in-
a5 dem primär an der Kathode Phenylhydröxyl-
amin entsteht, welches, sobald es zur Anode gelangt, dort zu Nitrosobenzol oxydiert wird.
Man kann infolgedessen auch Bäder mit
Diaphragmen benutzen, wobei man den Elektrolyten abwechselnd zur Kathode und Anode führt. Nur muß man in diesem Falle besonders dafür sorgen, daß Kathoden- und Anodenraum während des Prozesses neutral bleiben, was leicht durch geeignete Zusätze geschehen kann. .
Beispiel i.
2OOO ecm ίο prozentige Natriumsulfat-, lösung werden mit 150 g Nitrobenzol stark verrührt und unter Verwendung einer Kathode von Nickeldrahtnetz sowie einer Anode von Blei mit einem Strom von 5 Amp. 8 Stunden lang elektrolysiert. Destilliert man das am Ende der Operation vorhandene Gemisch von Nitro- und Nitrosobenzol unter Zusatz von etwas freier Säure ab, so ent-' hält das Destillat etwa. 35 bis 40 g Nitroso-v benzol.
Beispiel 2.
Mit dem gleichen Gemisch von Natriumsulfatlösung und Nitrobenzol, wie oben, wird sowohl der Kathoden- als auch der Anodenraum eines Bades beschickt, das mit Diaphragma versehen ist und die gleichen Elektroden enthält wie oben. Während der 8 stündigen Elektrolyse wird mehrmals die Anoden- mit der Kathodenlauge vertauscht, und, soweit nötig, dafür gesorgt, daß beide Laugen neutral bleiben. Das Nitrosobenzol wird in gleicher Weise, wie oben, abdestilliert und in der Menge von etwa 30 bis 35 g ge-, wonnen.
Statt das Nitrobenzol in dem Elektrolyten zu suspendieren, kann man es auch durch geeignete Lösungsmittel, seien es wasser-
lösliche oder wasserunlösliche', in Lösung halten. Seine weitere Verarbeitung kann entweder im Gemenge mit dem noch unzersetzten Nitrobenzol oder nach vorheriger Isolierung erfolgen.
In gleicher Weise, wie das Nitrobenzol, kann man auch die verschiedensten anderen Nitrokörper zu den entsprechenden Nitrosokörpern reduzieren.

Claims (2)

  1. , Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Nitrosobenzol und anderen Nitrosokörpern, dadurch gekennzeichnet, daß man die entsprechenden Nitrokörper unter Vcr-Wendung neutraler Elektrolyten der Re-"duktion in Bädern ohne Diaphragmen unterwirft.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ao man unter Verwendung von Bädern mit Diaphragmen den zu reduzierenden Nitrokörper abwechselnd der Stomwirkung an der Kathode und an der Anode aussetzt, und dabei durch geeignete Mittel, soweit nötig, dafür sorgt, daß in beiden , Räumen der Elektrolyt während des Prozesses neutral· bleibt. '

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