DE264013C - - Google Patents

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DE264013C
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azoxybenzene
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hydrazobenzene
reduction
excess
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C241/00Preparation of compounds containing chains of nitrogen atoms singly-bound to each other, e.g. hydrazines, triazanes
    • C07C241/02Preparation of hydrazines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 264013 KLASSE 12#. GRUPPE
in DARMSTADT.
der entsprechenden Azoxykörper.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1912 ab.
Es ist bekannt, daß die elektrolytische Reduktion von Nitro- oder Azoxykörpern zu den entsprechenden Hydrazokörpern in alkalischer Suspension dadurch auf große technische Schwierigkeiten stößt, daß die Hydrazokörper, die bei den in Frage kommenden Temperaturen unschmelzbar sind, sich zum großen Teil auf den Kathoden und Diaphragmen absetzen, wodurch einerseits ihre Entfernung
to aus den Bädern nach Beendigung der Elektrolyse sehr erschwert, andererseits ein starkes Ansteigen der Spannung bedingt wird.
Diese Schwierigkeiten sucht das Verfahren der Patentschrift 181116, Kl. 12 q, dadurch zu vermeiden, daß dem Elektrolyten geeignete, in Wasser unlösliche Lösungsmittel für die entstehenden Reduktionsprodukte, wie Benzol, Toluol oder Xylol, zugesetzt werden, die ein Ausscheiden der Reduktionsprodukte in fester Form verhüten. Aber es erweist sich als ein Nachteil bei der Verwendung dieser Lösungsmittel, daß sie infolge ihrer Leichtflüchtigkeit einerseits während der Elektrolyse in erheblichen Mengen verloren gehen, andererseits bei ihrem Austritt aus den Bädern leicht Anlaß zu Feuersgefahr geben. Auch veranlaßt die starke Verdünnung, welche die zu reduzierenden Azoxykörper durch sie erfahren, gegen Ende des elektrolytischen Prozesses ein erhebliches Sinken der Stromausbeute.
Es wurde nun beobachtet, daß bei der Reduktion des Azoxybenzols eine Ausscheidung von Hydrazobenzol nicht eintritt, solange noch ein erheblicher Überschuß an dem ersteren vorhanden ist. Als Grund dafür wurde erkannt, daß beide Verbindungen zusammenzuschmelzen vermögen, und daß das Schmelzgemisch einen verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunkt hat, wenn der Hydrazogehalt nicht wesentlich mehr als etwa 50 Prozent des Gemisches beträgt. Unterbricht man also die Reduktion des Azoxybenzols, ehe eine Ausscheidung von Hydrazobenzol aus diesem Schmelzgemisch stattfindet, so erreicht man damit die gleiche günstige Wirkung wie bei Zusatz von Lösungsmitteln nach dem Verfahren der Patentschrift 181116, und zwar, wie die ausgezeichnete Stromausbeute beweist, in vollkommenerer Weise als dort.
50 Beispiel:
In den Kathodenraum eines elektrolytischen Bades gibt man etwa 1000 ecm ßprozentiger Natronlauge nebst 200 g Azoxybenzol, in den Anodenraum eine ungefähr 5 prozentige Natronlauge. Anoden und Kathoden bestehen zweckmäßig aus Eisen oder Nickel. Unter starker Bewegung der Kathodenlauge führt man bei einer Temperatur von 60 bis 80° und bei etwa 2 bis 4 Amp. pro Quadratdezimeter Kathodenfläche etwa 60 Amperestunden durch das Bad, wodurch ungefähr die Hälfte des angewendeten Azoxybenzols in Hydrazobenzol übergeführt wird. Beim Stillstellen des Rührwerks setzt sich das unter diesen Umständen noch dünnflüssige Schmelzgemisch auf den

Claims (1)

  1. Boden des Kathodenraums ab, von wo es leicht abgezogen werden kann. ' Durch Behandeln mit Salzsäure läßt sich das Hydrazobenzol in wasserlösliches salzsaures Benzidin überführen, von dem das überschüssige Azoxybenzol leicht abgetrennt werden kann.
    Die vorher hervorgehobenen Nachteile des Zusatzes von Benzol usw. fallen somit bei dieser Arbeitsweise vollständig weg.
    ίο Es ist zwar bekannt, daß man auch bei anderen Verfahren zur elektrolytischen Reduktion von Azox3'benzol mit einem Überschuß des letzteren zu arbeiten pflegt bzw. es nicht vollständig zu Ende reduziert, um auf diesem Wege möglichst gute Stromausbeute zu erzielen. Aber für diesen Zweck genügt es, höchstens 10 bis 20 Prozent des Azoxybenzols unreduziert zu lassen, und diese Menge ist bei weitem nicht ausreichend, um auch nur einen erheblichen Teil des entstandenen Hydrazobenzols aufzunehmen. Bei dem vorliegenden Verfahren soll dagegen so viel überschüssiges Azoxybenzol am Ende der Elektrolyse vorhanden sein, daß dadurch alles entstandene Hydrazobenzol flüssig erhalten werden kann, und das sind mindestens etwa 40 bis 50 Prozent des ursprünglich angewendeten, also weit mehr, als zur Erzielung einer guten Stromausbeute nötig ist.
    Darin liegt auch sein Hauptunterschied gegenüber dem Verfahren der Patentschrift 189312, Kl. 12 q, bei welchem ebenfalls die elektrolytische Reduktion des Azoxybenzols in alkalischer Suspension und ohne Zusatz eines Lösungsmittels für das Reduktionsprodukt stattfindet. Denn während bei dem vorliegenden Verfahren der Reduktionsprozeß bei jedem Arbeitsgang unterbrochen wird, ehe es zur Ausscheidung von Hydrazobenzol in fester Form kommen kann, wird er bei dem bekannten Verfahren, wie aus der Beschreibung und dem Beispiel hervorgeht, jedesmal so weit durchgeführt, bis der größte Teil des Azoxybenzols in Hydrazobenzol umgewandelt ist, welches sich dabei in fester Form ausscheiden muß.
    Gegenüber dieser letzteren Arbeitsweise bringt also die des vorliegenden Verfahrens den großen Vorteil mit sich, daß erstens das Hydrazobenzol durch sein Zusammenschmelzen mit dem überschüssigen geschmolzenen Azoxybenzol verhindert wird, sich auf Kathoden und Diaphragmen abzusetzen, wo es andernfalls zu Spannungserhöhung und Betriebsstörungen Veranlassung geben würde, und daß es zweitens in der Form des Schmelzgemisches leicht zur weiteren Bearbeitung aus dem Bad herausgenommen werden kann, während es bei Ausscheidung in fester Form sich mir mit großer Mühe und vielen Umständen aus dem Kathodenraum entfernen laßt.
    Das gleiche Verfahren wie bei der Reduktion des Azoxybenzols läßt sich auch bei der Reduktion anderer Azoxykörper zu den entsprechenden Hydrazokörpern anwenden.
    Pate ν t-An s PRU c η :
    Verfahren zur Darstellung von Hydrazokörpern durch elektrolytische Reduktion der entsprechenden, in Alkali- oder Alkali-Salzlösungen suspendierten und geschmolzenen Azoxykörper, dadurch gekennzeichnet, daß man bei jedem einzelnen Arbeitsgang die Elektrolyse nur so weit durchführt, daß eine Ausscheidung von Hy- drazokörper aus dem sich bildenden Schmelzgemisch von Azoxy- und Hydrazokörper nicht stattfindet.
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