DE19243C - Neuerungen an submarinen Booten. I - Google Patents

Neuerungen an submarinen Booten. I

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DE19243C
DE19243C DENDAT19243D DE19243DA DE19243C DE 19243 C DE19243 C DE 19243C DE NDAT19243 D DENDAT19243 D DE NDAT19243D DE 19243D A DE19243D A DE 19243DA DE 19243 C DE19243 C DE 19243C
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DE
Germany
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boat
rotatable
capsules
tube
wings
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Expired
Application number
DENDAT19243D
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English (en)
Original Assignee
L. KLEIN in Charlottenburg, Berlinerstr. 80
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE19243C publication Critical patent/DE19243C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G8/00Underwater vessels, e.g. submarines; Equipment specially adapted therefor
    • B63G8/08Propulsion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das aus Eisen gebaute Boot ist behufs Ausgleichung seines Gewichtes mit dem von ihm verdrängten Wasser, bei einem cubischen Inhalt von ca. 22 cbm, im Kiel mit Eisen dergestalt belastet, dafs sein Gesammtgewicht mit Besatzung etc. etwa 95 pCt. der verdrängten Wassermasse beträgt. Die Bootswandung ist bis auf den mittleren Theil, welcher den Ruderbewegungsmechanismus aufnimmt, eine doppelte (s. Fig. 3 bei z), wodurch vier von einander getrennte Hohlräume gebildet werden, welche zum Ausbalanciren des Schwerpunktes, sowie zum vollständigen Ausgleich mittelst Wassers dienen.
Die Fortbewegung bezw. Senkung und Hebung des Bootes wird durch die Schraubenruder, Fig. 4, deren zwei Systeme in horizontaler Ebene in entgegengesetzter Richtung zu einander rotiren (s. Fig. 1), bewerkstelligt. Die Ruderflügel rotiren horizontal, sind aber einzeln um ihre eigene Längsachse ebenfalls bis zu einem gewissen Grade drehbar, so dafs dieselben in ihrer Breitenrichtung eine schiefe Stellung zur horizontalen Ebene annehmen können, wodurch das Fallen bezw. das Steigen des Bootes bewirkt wird. Diese Drehung während der Rotation des Ruderflügelsystems wird auf folgende Weise ermöglicht:
Jeder Flügel ist an seinem Wurzelende seitwärts mit einer festen Rolle α versehen, Fig. 4, welche zwischen zwei flachen Ringen a1 und b1, Fig. 6, läuft. Diese Ringe sind in ihrer Fläche vermittelst Scharniere veränderungsfähig, dergestalt, dafs die nach aufsen liegenden Theile derselben durch die im Innern des Bootes befindlichen Hebel b, je nach Absicht, hoch oder niedrig gestellt werden können, was zur Folge hat, dafs die Flügel eine derselben entsprechende Drehung um ihre Achse machen, und diese Stellung so lange beibehalten, als sie sich aufserhalb des Bootes befinden; sobald sie aber bei ihrer Rotation in das Innere der dasselbe zur Hälfte umschliefsenden Kapsel gelangen, nehmen sie eine horizontale Lage an und sind hier überhaupt unwirksam. Die Flächenveränderung der Ringe wird im Innern des Bootes durch die Hebel b b', Fig. 6, bewirkt. Diese Hebel sind an ihren, der Flügelwelle zunächst liegenden Enden durch ein Zahnsegment d, am anderen Ende aber durch eine verticale Stange derart verbunden, dafs, wenn auf irgend einen der acht Hebel ein Druck ausgeübt wird, dieser Druck alsdann alle acht Hebel in Bewegung setzt und dadurch beide Flügelsysteme gleichartig in ihrer Wirkungsweise verändert und das Boot steigen oder fallen macht.
Die Rotation der beiden Flügelsysteme wird, um den Raum im Innern des Bootes so wenig als möglich zu beengen, in der in Fig. 2 und 3 dargestellten Weise durch konisches Vorgelege f und gebrochene Welle g von einem Dampfmotor mit Koksfüllofen und Spiraldampfröhren, welcher seinen Stand in der Mitte des Bootes über der Kurbelwelle hat, bewerkstelligt.
Die an beiden Enden des Bootes befindlichen Steuerruder h können vermöge des Kugelgelenks z, Fig. 7, und des am Stiel des Ruders befindlichen viereckigen Theiles K, welcher zwischen den Parallelspeichen / / der drehbaren Steuerscheibe gleitet, in jede Stellung gebracht
werden. Diese drehbaren Steuerscheiben m sind zwecks einer stets innezuhaltenden correspondirenden Stellung der Steuerruder zu einander und behufs Abgabe eines präcisen Commandos seitens des Commandeurs mit Gradeintheilung versehen.
In dem Verdeck des Bootes befinden sich zwei Ein- bezw. Aussteigeschächte β, welche durch zwei zweiflügelige Klappen wasserdicht verschlossen werden können; sie sind je mit vier mit Glas verschlossenen Lugöffnungen versehen.
In der Mitte zwischen diesen beiden Schächten befindet sich der Commandeurthurm a. Er ist mit einer Glaskuppel geschlossen, welche von aufsen noch besonders durch ein Eisengitter geschützt ist. Im Innern ist derselbe mit einem Manometer zur Ablesung der Tiefenlage des Bootes, sowie mit zwei Spiralgummischläuchen, welche nach beiden Schichten gehen, versehen. Sie dienen als Luft- und Sprachrohre für die Taucher.
Dem Commandeurthurm zur Seite mündet ein Spiralgummischlauch n, Fig. 2, in den inneren Bootsraum, an dessen äufserem, nach oben gerichtetem Ende sich ein Luftinspirator, Fig. ίο, befindet. Er besteht in seinem oberen Theil aus einer Eisenkappe, in die ein Rohr hineinragt, an dessen unterem Ende sich ein hohles, unten offenes Kugelgelenk befindet. An dieser Oeffnung ist mit einer gabelförmigen Verzweigung eine Perpendicularstange mit einer verhältnifsmäfsig schweren Kugel befestigt, welche stets für einen möglichst senkrechten Stand der Eisenkappe sorgt. Halbwegs in der Eisenkappe sind Klappenventile, mit Holzklötzen versehen, angebracht, welche sofort, sobald die Kapsel unter Wasser geht, sich schliefsen. Mit dem Kugelgelenk in Verbindung steht der Schwimmer, ein hohler, kegelförmiger Körper, in der durch die Zeichnung, Fig. 10, dargestellten Form, von solcher Gröfse, welche ihn befähigt, den ganzen Apparat zu tragen und zeitweise über Wasser zu halten.
Für den Zweck der Lufterneuerung ist an jeder Seite neben der Dampfmaschine, dicht unter der Decke des Schraubenruderkastens bei ο und 0, je eine Luftpumpe angebracht, welche, durch die Maschine bewegt, die verbrauchte Luft sowie die Verbrennungsproducte etc. nach aufsen befördern.
Aufserdem aber können für ganz besondere Fälle die kegelförmigen Räume hinter den Steuerscheiben und, mit diesen vereint, dem disponiblen Raum entsprechend, vier Behälter mit comprimirter Luft etablirt werden. Diese Behälter würden zusammen ca. 1 cbm Rauminhalt repräsentiren.
Die Festlegung des Bootes an Schiffskörper, Felsen oder andere feste Gegenstände mit nicht zu unebener Oberfläche geschieht durch Saugnäpfe, Fig. 8.
Diese Saugnäpfe bestehen aus zwei über einander gestülpten glockenförmigen Kapseln, welche ein verhältnifsmäfsig grofser Zwischenraum von einander trennt. Der hohle Raum der inneren Kapsel steht mit dem Zwischenraum durch eine Oeffnung in Verbindung. Der untere oder äufsere Rand der inneren Kapsel ist mit Einschnitten, Fig. 11, versehen, durch welche dieser eine gewisse Federkraft erhält; dann aber ist dieser Rand ganz mit Gummi derart armirt, dafs derselbe erstens diese Einschnitte sowohl von innen als von aufsen vollkommen umgiebt, zweitens in den Zwischenraum bis p hineinreicht, drittens auch mit dem Deckel q, welcher den Hohlraum der Kapsel verschliefst, fest verbunden ist, während endlich diese Gummiarmirung an ihrem äufseren Umfang in eine möglichst dünne Platte ausläuft. In dem Deckel befindet sich ein Ventil, Fig. 12. Durch Drehung der Ventilscheibe r, Fig. 8, werden die Oeffnungen geschlossen bezw. geöffnet. Die Drehung der Ventilscheibe geschieht durch das Rohr s, welches durch Stopfbüchsen geht. Die Verlängerung dieses Rohres bildet ein Spiralgummischlauch, welcher bei entsprechender Länge über dem Verdeck in demselben durch Verschraubung befestigt ist, dann aber, im Innern des Bootes weiter fortgeführt, in eine Luftpumpe mündet, welche die Bestimmung hat, den Saugnapf zu vacuiren. Ist also das Ventil geschlossen und das Vacuum hergestellt, so wird der Napf an die betreffende Stelle der Schiffswand gedrückt (s. Fig. 3) und durch Drehung des Rohres das Ventil geöffnet. In diesem Moment wird der Napf durch Luft und Wasserdruck fest an die Schiffswand gepr.efst. Das noch darin befindliche Wasser aber wird durch weiteres Pumpen mit der Luftpumpe durch das Nebenrohr / entfernt und das Vacuum nach Kräften vervollkommnet. Ein solcher Napf von 0,50 m Durchmesser wird alsdann mit einer Gewalt von 1962 kg exclusive des noch darauf lastenden Wasserdruckes an die Schiffswand geprefst.
Zur Festlegung des Bootes an ein Schiff sind drei solcher Saugnäpfe angenommen, und zwar einer in der Mitte bei u, Fig. 3, welcher nur an einem Gummischlauch befestigt, durch den auch die Drehung des Ventils bewirkt wird, an der Stange ν mit seiner Oese am Scheitel heruntergleitet, und zwei an den beiden Enden.
Ein vierter Saugnapf, Fig. 9, welcher zur Aufhängung eines Torpedos dient, ist dem erst beschriebenen im Princip gleich, nur ist der Zwischenraum zwischen beiden Kapseln ein gröfserer, und zwar nur, um dem Aufhängehaken eine gröfsere Stabilität zu verleihen; das Ventil aber hat eine seitlich schräge Lage und
steht mit einem Kegelhahn in Verbindung. Ist dieser Napf vacuirt und soll nun an die Schiffswand gebracht werden, soovird, nachdem derselbe an die in Aussicht genommene Stelle angedrückt ist, das Rohr.?, Fig. 9, welches durch eine eingeschliffene Kegelhülse χ mit Bajonnetverschlufs mit dem Kegelhahn in Verbindung steht, nach rechts gedreht. Es öffnet sich alsdann das Ventil, welches nun, so geöffnet, durch eine Federklinke festgesetzt wird; gleichzeitig aber hat sich auch durch diese Drehung der Kanal des Kegelhahnes mit der Höhlung des Verbindungsrohresjf in Verbindung gesetzt, und indem nun die Luftpumpe im Boot arbeitet, wird das überflüssige Wasser aus dem Napf entfernt, das Vacuum vervollkommnet und endlich der Kegelhahn durch Rückwärtsdrehung geschlossen. Hierbei hat sich auch der Bajonnetverschlufs bei χ gelöst und das Rohr ί kann jetzt entfernt werden, um den Torpedo in den Haken einzuhängen.
Die Besatzung des Bootes wird aus sechs Mann gebildet, und zwar:
1. dem Commandeur; er hat seinen Standpunkt auf dem Ruderflügelkasten in dem Commandeurthurm;
2. zwei Steuerleuten, an jedem Steuer ein Mann, welche auf Commando a tempo die Steuerruder correspondirend zu einander einzustellen haben;
3. dem Maschinenführer;
4. zwei Mann im Taucheranzug, welche zur gegebenen Zeit den Schächten entsteigen, um die Operationen vom Plateau des Verdecks aus auszuführen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    An submarinen Booten:
    . Der Bewegungsmechanismus, bestehend aus zwei neben einander in horizontaler Ebene rotirenden Schraubenrädern nach Fig. 1, 2, 3 und 4, deren einzelne Flügel um ihre Längsachse drehbar sind, zu welchem Zwecke dieselben mittelst Leitrollen α zwischen zwei flachen, in ihren Flächen durch Scharniere veränderlichen, ringförmigen Scheiben a1 i>\ Fig· 5> gleiten.
    Die Anordnung der Hebelvorrichtung b, Fig. 2, 3, 4 und s, zum Zweck der Bewegung der unter 1. erwähnten Ringe behufs Schiefstellung der Flügel.
    Die Vacuumapparate oder Saugnäpfe, Fig. 8 und 9, bestehend aus zwei über einander gestülpten Kapseln, welche in ihrem Scheitel durch einen Schraubenbolzen mit einander verbunden sind, und deren Höhlung zum Zweck der Vacuirung mit einer Metallscheibe q geschlossen ist, in welcher sich ein drehbares, mit einem Saugrohr ί verbundenes Sternventil r befindet, während der Rand mit Gummielasticum derart armirt ist, dafs letzterer, auch mit den Kapseln fest verbunden, ringsherum in eine dünne Platte ausläuft.
    DerLufteinathmungsapparat, Inspirator, Fig. 1 o, bestehend aus einer Metallkappe 1, in welche ein Rohr 2 hineinragt, um welches herum halbwegs in der Kappe Klappenventile 3 sich befinden, dessen unteres Ende ferner ein hohles, unten offenes Kugelgelenk bildet, an welches sich ein Perpendikel 4 mit Kugel anschliefst, desgleichen der dazu gehörige Schwimmer 5 in Kegelform.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT19243D Neuerungen an submarinen Booten. I Expired DE19243C (de)

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