DE19151C - Schleusenklappthor - Google Patents
SchleusenklappthorInfo
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- DE19151C DE19151C DENDAT19151D DE19151DA DE19151C DE 19151 C DE19151 C DE 19151C DE NDAT19151 D DENDAT19151 D DE NDAT19151D DE 19151D A DE19151D A DE 19151DA DE 19151 C DE19151 C DE 19151C
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- lock
- flap
- gate
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B7/00—Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
- E02B7/20—Movable barrages; Lock or dry-dock gates
- E02B7/40—Swinging or turning gates
Landscapes
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Barrages (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 84: Wasserbau.
JULIUS GREVE in LAURENBURG a. d. Lahn. Schleusenklappthor.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. November 1881 ab.
Das Schleusenklappthor besteht je nach der Breite der Schleuse aus einer, zwei oder mehreren
aus Trägerwellblech und Walzträgern construirten Tafeln A B. Diese Tafeln stehen unter einem
Winkel von 6o° geneigt gegen das Unterwasser und sind durch Strebenböcke CD, welche aus
I-Eisen gebildet sind, gegen den Wasserdruck abgestüzt. In C und D sind Drehpunkte so
angebracht, dafs sich die Streben einerseits um D, die Klappen andererseits um C in der
Pfeilrichtung drehen können. Das Umschlagen der Construction nach dem Unterwasser wird
durch eine oder mehrere Ketten CE verhindert. Bei A lehnt sich der untere Rand gegen eine
Holzschwelle. Bis hierher ist die Construction im Prmcip identisch mit der mir unter No. 18453
patentirten Klappwehrconstruction. Der Punkt C befindet sich nun in solcher Höhe, dafs die
Klappe bei einem bestimmten Oberwasserstand fallen würde, wenn nicht der Punkt B noch
besonders gestützt wäre. Nimmt man diese Unterstützung fort, so legt sich die Klappe, da
die Resultante des Eigengewichtes der ganzen Construction zwischen A und D hindurchgeht,
vorwärts· fallend, nieder. In A sind kleine Rollen angebracht, welche über Führungsschienen
rollen. Diese Schienen sind nach einer Gleitcurve so gebogen, dafs Punkt B in
einer senkrecht stehenden Geraden geführt wird. Die ganze Tafel versinkt in eine Nische
des Vorbodens. Zwischen C und B sind auf der Rückseite der Klappe wasserdichte Luftkasten
L angebracht, deren Auftrieb unter Wasser das Gewicht des Thores beinahe ausbalancirt.
Es ist demnach zum Heben nur ein geringer Kraftaufwand erforderlich. Diese Kraft wird durch eine hydraulische Presse erzeugt,
deren Stempel, bei B angreifend, sich in einem mitten hinter der Klappe angeordneten
Prefscylinder bewegt. Von diesem Cylinder führt die Wasserleitung nach dem Oberhaupt
der Schleuse, wo sich eine Druckpumpe mit Windkessel befindet, welcher immer ein bestimmtes
Quantum Druckwasser enthält. (Ist Wasser mit natürlichem Gefalle oder Wasserleitung
vorhanden, so fällt diese letztere Einrichtung fort.) Dieses Wasserquantum reicht
für mehrere Schleusungen aus und wird vom Wärter durch die Pumpe, während die Schleuse
nicht benutzt wird, immer wieder ergänzt. Pumpe, Windkessel und Leitung werden in
solcher Tiefe angeordnet, dafs der Frost ihnen nicht schädlich werden kann.
In nicht benutztem Zustand der Schleuse ist das Oberthor aufgerichtet, während das untere
in seiner Vertiefung liegt. Soll ein Schiff durchgeschleust werden, so öffnet der Wärter,
nachdem das Fahrzeug in die Schleusenkammer eingefahren ist, den Hahn zwischen dem Windkessel
und der Leitung zum Unterthor. Das Druckwasser tritt unter den Kolben und hebt
die Klappen hoch. Darauf wird die Leitung zum Oberthor, welche bis dahin mit dem Windkessel
in Verbindung war, von diesem abgesperrt und das Wasser aus dem Prefscylinder ins Freie abgelassen. Der Hahn hat dazu noch
eine seitliche Bohrung. Die Weite dieser Bohrung ist so bemessen, dafs nur ein langsames
Sinken des Thores eintreten kann. Während das Thor niedersinkt, überströmt das Wasser den oberen Rand desselben und füllt
so die Schleusenkammer. Sobald das Thor in
seiner Vertiefung liegt, kann das Schiff ausfahren. Darauf wird das Oberthor vermittelst
der Presse wieder gehoben, das Unterthor aber durch Umstellung des Hahnes niedergelassen,
wobei die Schleusenkammer sich entleert. Sämmtliche Bewegungen führt der Wärter von
einem Standpunkt aus. Die Hähne sind mit Versicherungen versehen, dafs der Wärter sie
nur in der Reihenfolge: »Unterthor auf, Oberthor nieder, Oberthor · auf, Unterthor nieder«
bewegen kann. Ein derartig construirtes Schleusenthor bedarf weder Schützen noch Umläufe.
Der Zeitverlust beim Durchschleusen ist auf ein Minimum beschränkt. Die Bedienung
geschieht durch einen Mann.
Soll bei Hochwasser das Durchströmen der Schleuse verhindert werden, so legt man quer
über die Thoröffnung einen Holzbalken. Gegen diesen lehnt man mit ihrem oberen Rand
leichte Wellblechtafeln, deren unterer Rand in die Wellen der Thorklappen eingreift. Praktisch
anwendbar ist die Construction dort, wo bei geringem Schwanken des Oberwasserspiegels
(bewegliches Wehr) keine sehr bedeutenden Höhendifferenzen zwischen Ober- und Unterwasser
durch die Schleuse zu überwinden sind.
Das Eisengewicht eines derartigen Klappthores,
wie es in der Zeichnung dargestellt ist, bestehend aus zwei einzelnen Klappen, beträgt
exclusive Presse bei 2,4 m Höhe der Tafeln, 5,8 m Schleusenweite und 1,2 m Gefälle 900 kg.
Claims (3)
1. Die Geradführungen von B durch in A angebrachte
Rollen, welche auf der Gleitcurve G H laufen.
2. Die Ausbalancirung des Eigengewichtes der Klappe durch Luftkasten L, welche zwischen
C und B auf der Rückseite der Klappe angebracht sind.
3. Die Vorrichtung zum Heben von B, bestehend in einer hydraulischen Presse, deren
Stempel, bei B angreifend, sich in einem mitten hinter der Klappe angeordneten
Prefscylinder bewegt, in Verbindung mit einer am Oberhaupt der Schleuse befindlichen
Druckpumpe.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19151C true DE19151C (de) |
Family
ID=295985
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19151D Active DE19151C (de) | Schleusenklappthor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19151C (de) |
-
0
- DE DENDAT19151D patent/DE19151C/de active Active
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