DE717C - Selbstthätige Winkelschütze für Wasserläufe - Google Patents
Selbstthätige Winkelschütze für WasserläufeInfo
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- DE717C DE717C DE000000000717DA DE717DA DE717C DE 717 C DE717 C DE 717C DE 000000000717D A DE000000000717D A DE 000000000717DA DE 717D A DE717D A DE 717DA DE 717 C DE717 C DE 717C
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Description
1S77.
NAGEL & KAEMP in HAMBURG. Selbsttätige Winkelschütze für Wasserläufe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1877 ab.
Die in Zeichnung vorliegende Construction einer selbstthätigen Winkelschütze giebt im
Aufrifs und Grundrifs die Anordnung der Landpfeiler, des erforderlichen zur Schützenhandhabung
nothwendigen Kanalsystems und im Querschnitt die Schütze selbst.
Diese ist im wesentlichen als Ausschnitt eines Cylinders mit Kreisgrundfläche zu betrachten,
so zwar, dafs die Cylinderaxe gleichzeitig die Drehaxe der Wehr- oder Schützenconstruction
bildet; die ganze Schütze ist für einen vorliegenden Fall der Solidität wegen aus Schmiedeisen
auf allen Seiten wasserdicht hergestellt und durch Holzverschalung gegen äufsere Einwirkung
an der vorderen Fläche geschützt.
Selbstverständlich sind andere Materialien als Schmiedeisen bei der Construction nicht ausgeschlossen.
Der Gerinnboden erhält bei dieser Wehranordnung eine concentrisch zum Cylindermantel
der Schütze vertieft ausgearbeitete Kammer, in welcher letztere vollständig Platz findet, so
dafs im eigentlichen Stromprofil keinerlei Hindernifs bleibt, wenn die Senkung der Schütze
stattgefunden hat.
Die körperliche Axe ist stark verankert und durch Leder- etc. Streifen gegen Eindringen
'des Oberwassers in die Kammer abgedichtet.
Die Dimensionen des Schützens ergeben sich durch einfache Rechnung unter Vernachlässigung
der Axen- etc. Reibung durch die Gleichsetzung der statischen Momente.
Für die höchste Stellung und die Breite = Eins ist nach bekannten Gesetzen:
TT I
P= γ—-; ty = 1000 kg).
A = γ Ι;
bezeichnet noch Q das Gewicht der Construction,
so ist erforderlich, dafs
Al = PH
+
Q
H-
sei, woraus bei gegebener Höhe H die Länge des unteren Schenkels sich berechnen läfst.
Taucht der Quadrant in das Unterwasser ein, so ist natürlich das statische Moment des Auftriebes
mit in Rechnung zu ziehen.
Kann aus örtlichen Verhältnissen die Länge / den berechneten Werth nicht erhalten, so ist
das Fehlende durch Gegengewichte etc. leicht zu ersetzen.
Die Schütze wird durch den Wasserdruck selbstthätig in Function gesetzt und die Art
und Weise, wie das vorhandene Gefälle H zum Heben und Senken dieses Abschlufswehres benutzt
wird, ist eine sehr einfache. Die Kanäle a und b führen zur Schützenkammer und gestatten
die Verbindung derselben mit dem Ober- und Unterwasser, so zwar, dafs, wenn die Drosselklappe
α geöffnet, b geschlossen wird, das Oberwasser auf die beiden Langflächen der Schütze
wirkt und also die letztere nach Mafsgabe obiger Gleichung hebt bis ein Abschlufs des
Wasserprofiles erfolgt ist. Wird dagegen α geschlossen, b geöffnet, so wirkt der Wasserdruck
nur gegen die vordere Fläche und die Schütze legt sich nieder.
Der Kanal c dient zur Spülung der Kammer und wird zu dem Ende b geschlossen, α und c
geöffnet.
Die Zeit zum Heben und Senken der Schütze wird durch die Drosselklappen a
und b leicht regulirt und functionirt der Apparat so schnell, dafs er an Stelle von Schleusen,
Nadelwehren etc. beispielsweise für gröfsere schiffbare Ströme, die für industrielle Zwecke
gestaut sind, aufserordentliche Dienste leistet, weil eine schnelle, wenig Bedienung beanspruchende
Verbindung und nachherige Trennung zwischen Ober- und Unterwasser der Schifffahrt
und Industrie wesentliche Vortheile bietet.
Nicht minder dürfte die Anwendung dieser Schützvorrichtung wegen ihrer selbstthätigen
Wirkungsweise überall da sich empfehlen, wo hohe Gefälle oder grofse Wasserquantitäten zu
reguliren sind und die bisher schwer bewegliche Schützanordnung erforderlich macht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE717T | 1877-07-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE717C true DE717C (de) |
Family
ID=70972902
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000000717DA Expired - Lifetime DE717C (de) | 1877-07-12 | 1877-07-12 | Selbstthätige Winkelschütze für Wasserläufe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE717C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2100888A1 (de) * | 1970-07-11 | 1972-03-24 | Bayer Ag |
-
1877
- 1877-07-12 DE DE000000000717DA patent/DE717C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2100888A1 (de) * | 1970-07-11 | 1972-03-24 | Bayer Ag |
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