DE18453C - Selbstthätiges Klappwehr - Google Patents

Selbstthätiges Klappwehr

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DE18453C
DE18453C DENDAT18453D DE18453DA DE18453C DE 18453 C DE18453 C DE 18453C DE NDAT18453 D DENDAT18453 D DE NDAT18453D DE 18453D A DE18453D A DE 18453DA DE 18453 C DE18453 C DE 18453C
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DE
Germany
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flap
water
point
weir
automatic folding
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DENDAT18453D
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English (en)
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J. GREVE in Laurenburg a. d. Lahn
Publication of DE18453C publication Critical patent/DE18453C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20Movable barrages; Lock or dry-dock gates
    • E02B7/205Barrages controlled by the variations of the water level; automatically functioning barrages

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Barrages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PAT E N TA M TW=-^
KLASSE 84: Wasserbau.
',.. i. Beschreibung der Construction.
Die Wehrconstruction besteht aus einer Anzahl an einander gereihter gleicher Klappen. Die aus Blech und Winkeleisen bestehende Klappe A B ist durch eine Strebe CD gegen den Wasserdruck abgestützt. In C und D sind Scharniere so angebracht, dafs die Klappe sich um C drehen und die Strebe eine Drehung um D beschreiben kann. Diese letztere Drehung wird nach dem Unterwasser zu begrenzt durch die Länge der Kette CE. D ist ein fester Punkt. Der Punkt C befindet sich in einer durch Rechnung so festgesetzten Höhe, dafs die Klappe bis zu einem bestimmten Wasserstand stehen bleibt. Die Höhenlage des Punktes C kann durch das an dem oberen Ende der Kette befindliche Kettenschlofs genau regulirt werden. Bei A lehnt sich der untere Klappenrand gegen eine durchgehende, unter dem niedrigen Oberwasserstand liegende Holzschwelle.
2. Wirkungsweise.
Steigt das Wasser vor der aufgerichteten Klappe, so wird zunächst der untere Klappenrand fest gegen die Holzschwelle geprefst. Der Angriffspunkt der Resultanten des Wasserdruckes liegt zwischen A und C, und ihre Richtung schneidet die Linie A-D zwischen den Punkten A und D. Die Kette CE ist ohne Spannung. Bei weiterem Steigen des Wassers rückt der Angriffspunkt der Resultante nach C hinauf; der Durchschnittspunkt ihrer Richtung mit der Linie A - D bewegt sich nach D. Kommt dieser Punkt auf der Verlängerung von A D über D hinaus, so tritt ein neuer Moment ein. Die Construction dreht sich um D, bis die Kette in Spannung kommt, der Punkt A hebt sich und die Klappe schwebt frei .vor der Schwelle, gehalten und getragen vom Wasserdruck. Der Wasserstand erreicht jetzt die vorgeschriebene Normalstauhöhe. Die Construction wird durch die auf sie wirkenden Kräfte, Wasserdruck, Eigengewicht, Gegendruck der Stütze, Zug der Kette in stabilem Gleichgewicht gehalten; dieser Zustand dauert so lange, bis das Wasser bei weiterem Steigen den Stand erreicht, welcher nicht überschritten werden soll. Der Angriffspunkt der Resultante fällt in diesem Moment mit dem Punkt C zusammen; die Kette hat ihre höchste Spannung erreicht. Die ganze Construction befindet sich in labilem Gleichgewicht. Das geringste Weitersteigen veranlafst eine Drehung der Klappen um das Scharnier C. Die Klappe sinkt vermöge ihres Eigengewichtes, wobei der untere Rand auf vier Gleitblechen A G hinabgleitet, während die Stütze, dieser Bewegung folgend, sich um D dreht. Die ganze Construction versinkt in eine vorgesehene Nische. In dieser Lage liegt der untere Klappenrand so tief unter Wasser, dafs er jeder schädlichen Einwirkung der Schwimmkörper entzogen ist.
3. Aufrichten der Klappen.
Soll nach Ablauf der Fluth das Wehr wieder aufgerichtet werden, so hebt man zunächst vom Ufer aus die nächsten Klappen mit einem Haken empor. Die übrigen werden alsdann von einem Nachen, der im Schütze der bereits aufgerichteten Klappen fährt, gehoben. Vor der Mitte einer jeden Klappe befindet sich eine kleine Nuth in der Quaderlage; in diese wird
. der.. Haken^ hineingebracht und so der obere Klappenrand gefäfst. Durch einen Zug nach oben wird die Klappe, indem ihr unterer Rand über, ; die' Gleitblecne gleitet, in die stehende Lage gebracht. Bei gröfseren Dimensionen der Klappen kann eine' Winde bezw. ein Flaschenzug zum Aufziehen benutzt werden.
4. Abflufs des Wassers.
Das dem Wehre zufliefsende Wasser kann, nachdem der Normalstau erreicht ist, über den oberen Klappenrand abströmen; in diesem Falle reicht derselbe bis zum Normalstau. Oder das zufliefsende Wasser strömt durch einige sich früher als die übrigen niederlegende Klappen; in diesem Falle reicht der obere Klappenrand bis zu der Wasserstandsordinate, welche nicht überschritten werden soll, dann stehen die Klappen in ruhigem Wasser.
5. Anwendung.
Anwendbar ist die Construction überall dort, wo überhaupt ein bewegliches Wehr motivirt erscheint.
Namentlich eignet sie sich zur Erhöhung massiver Wehre, da sie sich jeder gebogenen Form des Wehrrückens leicht anschmiegt. Die beiliegenden Zeichnungen zeigen eine derartige Wehrerhöhung. Auch zum Abschlufs von Flofsrinnen ist diese Construction zu gebrauchen, indem die Klappen durch die' gegen ihren oberen Rand schwimmenden Hölzer ohne Beschädigung niedergelegt werden.
Versuchsweise wurde ein Modell in einen Wasserlauf eingebaut und beobachtet; dasselbe functionirte sicher und exact. Die Klappe legte sich, nachdem der vorgeschriebene Wasserstand erreicht war, sanft nieder. Das Aufrichten ging, indem der Wasserdruck dabei zu Hülfe kommt, leicht von statten.

Claims (3)

Patent-Anspruch: An selbsttätigen Klappwehren die Einrichtung:
1. des festliegenden unteren Drehpunktes D, der Stütze CD, um den dieselbe beim Niederlegen sich dreht;
2. der Gleitbahn A G, auf der die Klappe AB beim Niederlegen gleitet;
3. der Kette CE, welche das Umschlagen nach dem Unterwasser verhindert und eine Regulirung der Höhenlage des Punktes C gestattet. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT18453D Selbstthätiges Klappwehr Active DE18453C (de)

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