DE19145C - Elektromagnet mit innen liegendem Anker - Google Patents

Elektromagnet mit innen liegendem Anker

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DE19145C
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electromagnet
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DENDAT19145D
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Original Assignee
A. D. MAIKOFF und N. DE KABATH in Paris
Publication of DE19145C publication Critical patent/DE19145C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H51/00Electromagnetic relays
    • H01H51/02Non-polarised relays
    • H01H51/20Non-polarised relays with two or more independent armatures

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in PARIS.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Elektromagnetsystem, bei welchem der Eisenkern der Drahtrolle auf einen im Innern derselben angeordneten Anker einwirkt, statt wie bei bisherigen Einrichtungen auf einen aufserhalb der Drahtrolle angeordneten Anker. Die Wirkung dieses Elektromagnetsystemes charakterisirt sich dadurch, dafs sie sich nicht durch die Anziehung des Ankers wie bei den seitherigen Magnetisirungsspiralen, vielmehr durch Abstofsung desselben äufsert, indem Kern und Anker gleiche Polaritäten annehmen. Es ist also die Wirkung dieses Elektromagneten gerade entgegengesetzt ■ derjenigen eines gewöhnlichen Elektromagneten.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Magnetisirungsspule wird der im Innern derselben placirte Anker in der Richtung der Pfeile von unten nach oben hin nach der Achsenrichtung der Drahtrolle abgestofsen. Bei der in Fig. 2 veranschaulichten Spule findet eine Bewegung des im Innern angeordneten Ankers normal zur Achsenrichtung der Drahtrolle in der Richtung der Pfeile statt. Der Anker besteht in diesem Fall aus zwei getrennten Stäben, die unten um die Punkte g g schwingen können. Fig. 3 zeigt diese Stäbe von oben gesehen. Fig. 4 endlich stellt im Schnitt und Fig. 5 im Grundrifs einen Elektromagnet dar, bei welchem die im Innern der Drahtrollen angeordneten Stäbe, welche den Anker repräsentiren, gleichfalls in der Richtung der Pfeile //, also normal zur Achsenrichtung der Drahtrolle, bewegt werden. In allen vorbezeichneten Fällen ist der Kern der Magnetisirungsspule ein Hohlkern α α aus weichem Eisen, auf welchen der umsponnene Draht b b gewickelt wird. Zur Sicherung der Lage der Umwickelungen trägt dieser Hohlkern oben und unten ringsumlaufende Flantschen c c, die man aus irgend einer passenden Substanz, aus Holz, Eisen, Kupfer u. s. w., anfertigen kann. Ein solcher Hohlkern α wird augenblicklich magnetpolarisch, wenn ein elektrischer Strom den Draht b durchkreist.
Der Anker der Einrichtung in Fig. 1 ist oben bei d cylindrisch und verjüngt sich nach unten hin bei e konisch. Wie auch die Richtung des den Draht b durchkreisenden Stromes sein möge, immer findet eine magnetische Polarisirung in dem Kern α nach der gleichen Richtung statt wie in dem Anker de. Die gleichnamigen Pole liegen demnach stets einander gegenüber, und infolge dessen wird der Anker in der Richtung des Pfeiles / abgestofsen.
Bei der Einrichtung Fig. 2 ist der Hohlkern konisch, und der Anker ist aus zwei getrennten Stücken d und e gebildet, deren untere Enden um die Bolzen gg drehbar gelagert sind. Wenn ein elektrischer Strom den Draht der Magnetisirungsspule durchläuft, so werden die Stücke de magnetpolarisch, und weil ihre gleichnamigen beweglichen Pole einander gegenüber sich befinden, so findet eine gegenseitige Abstofsung statt, wobei die beiden Stücke in den Pfeilrichtungen um die Bolzen g schwingen.
Bei der Einrichtung in Fig. 4 und 5 ist im Innern der Drahtrolle eine Reihe von Ankern bezw. Stücken de angebracht, die man auf
irgend eine passende Art in der horizontalen Richtung .führen kann.
Die Form der Drahtrolle ist in diesem Fall eine längliche. Die Wirkung ist der letztbeschriebenen vollständig gleich, indem die einander gegenüberliegenden Stücke d und e der einzelnen Anker sich gegenseitig in paralleler Lage nach den Richtungen der Pfeile ff abstofsen, sobald man das Drahtgewinde der Rolle mit den Polen eines elektrischen Stromkreises verbindet.
Man kann die Formen sowohl der Drahtrollen als auch der Anker auf die mannigfachste Weise leicht ändern, ohne dafs dadurch irgendwie an dem Wesen vorliegender Erfindung etwas geändert wird. Zur Begrenzung der Ankerbewegungen kann man aufserdem Anschläge anbringen ; auch kann man die Anker mit Federn versehen, deren Spannkraft sie in die alte Lage wieder zurückbringt, sobald die Stromwirkung aufhört. Es sollen die dargestellten und beschriebenen Einrichtungen deshalb lediglich als Beispiele dieses neuen Systems dienen.
Ein Elektromagnet nach vorliegendem System bietet bei seiner Anwendung auf Apparate, welche auf der Wirkung des Ankers eines Elektromagneten basiren, den Vortheil, dafs dem Anker eine sich weiter erstreckende Bewegung gewährt wird, als dies bei den Elektromagneten gewöhnlicher Construction der Fall ist, und dafs dieser Anker inmitten der Magnetisirungsspirale functionirt, ohne aus dieser jemals entfernt zu werden.
Bei Apparaten, welche sehr empfindlich und unbedingt präcise functioniren sollen und bei welchen man zu diesem Zweck gewöhnlich sich complicirter Mechanismen bedient, gestattet die Anwendung des beschriebenen Elektromagneten eine bedeutende Vereinfachung jener Mechanismen und in manchen Fällen ein vollständiges Fortlassen derselben.
Dieses Elektromagnetsystem kann Anwendung finden auf alle elektromagnetischen Apparate, wie z. B. bei Apparaten für elektrische Beleuchtung, elektrische Regulirung, bei elektrischen Lampen, bei Apparaten zum Messen, bei Telegraphen- und Signalapparaten, bei dynamoelektrischen Maschinen und allen übrigen in dies Gebiet gehörigen Apparaten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei elektromagnetischen Apparaten die Combination der Spulen mit einem Hohlkern α zur Aufnahme der Drahtwindungen b und mit einem oder mehreren im Innern dieses Hohlkernes gelegenen Ankern de, welche durch magnetische Abstofsung functioniren.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen/
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