DE205355C - - Google Patents
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- DE205355C DE205355C DENDAT205355D DE205355DA DE205355C DE 205355 C DE205355 C DE 205355C DE NDAT205355 D DENDAT205355 D DE NDAT205355D DE 205355D A DE205355D A DE 205355DA DE 205355 C DE205355 C DE 205355C
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Classifications
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- Signal Processing (AREA)
- Magnetic Resonance Imaging Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 205355 KLASSE 21«. GRUPPE
ISIDOR KITSfiE in PHILADELPHIA.
aufgehängten Spulen.
Bei Unterseekabeln ist es vielfach üblich, die eintreffenden elektrischen Ströme mit der
Spule eines Heberschreiberinstrumentes aufzunehmen, welches die Nachricht auf einem
sich bewegenden Papierstreifen niederschreibt. Bisher konnte aber ein praktisches oder erfolgreiches
Relais für Kabelmitteilungen nicht hergestellt werden, weil ein über das Kabel eintreffender Stromstoß durch seine Einwir-
ιό kung auf einen einzelnen Relaiskontakt auf
Verschiebung der Nullpunktlage hinwirkt, wodurch ein zufriedenstellendes Arbeiten des
Relais verhindert wird. Auch, wird die Verschiebung der Nullpunktlage durch Wärmewirkung
oder andere Ursachen des Kabels begünstigt, so daß die Normal- oder Nullpunktlage
von Zeit zu Zeit .. variiert. Diese Variierungen sind unter dem Namen »Nullpunktwechsel«
bekannt. Wenn deshalb ein Relais in Verbindung mit einem Unterseekabel Verwendung findet u'nd einen ruhenden
Kontakt und einen beweglichen Kontakt aufweist, der auf den Kabelstrom anspricht, so
treten die Kontakte nicht immer dem auf der Aufgabestation auf das Kabel übertragenen
Strom entsprechend miteinander in Verbindung, d. h. wegen der Wirkung der wechselnden
Nullpunktlage würde der bewegliche Kontakt bald diese, bald jene Stellung einnehmen,
wenn keine Signalstromstöße übertragen werden.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist nun, diese übelstände, welche aus dem Wechsel der
Nullpunktlage und anderen Ursachen entstehen, zu beseitigen und ein Relais herzustellen,
das geeignet ist, unmittelbar mit dem Kabel zum Schließen oder Kontrollieren irgendeines anderen Stromkreises oder anderer
Stromkreise zur Herstellung von Niederschriften Verwendung'zu finden oder einen
Klopfer in Tätigkeit zu setzen oder irgendeine andere ähnliche Wirkung hervorzurufen. Zu
diesem Zweck wird das Relais mit zwei beweglichen Spulen, ähnlich wie die Heberschreiberspulen,
versehen und mit jeder Spule ein beweglicher Kontakt verbunden, welche Kontakte die Relaiskontakte bilden und in
"einem Lokal- oder anderem Stromkreis liegen, um einen oder mehrere Stromkreise zu kontrollieren.
Diese beiden Spulen werden in Gegenschaltung zueinander angeordnet, so
daß bei einer gegebenen Richtung des Kabelstromes die eine Spule sich in der einen Richtung
und die andere Spule sich in. der entgegengesetzten Richtung zu bewegen sucht. Außerdem ist es vorteilhaft, die Spulen in
Reihe miteinander zu schalten; hierzu wird ein magnetisches Feld vorgesehen, entweder mit
Hilfe eines permanenten oder Elektromagneten, etwa in der Weise, wie er in einem Heberschieber
Verwendung findet. Was für ein Bestreben zum Verschieben der Nullpunktlage
nun auch auftreten mag, es werden die sich am besten in allen Einzelheiten gleichenden
Spulen gleichviel abgelenkt, und die beiden beweglichen Kontakte der Relais behalten zueinander
dieselben relativen Stellungen und ändern ihre relativen Stellungen im wesent-
lichen nur auf die Einwirkung der Signalstöße.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht des Relais,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt, teilweise im Aufriß, durch die beweglichen Spulen und ihre Innenkerne,
Fig. ι eine Seitenansicht des Relais,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt, teilweise im Aufriß, durch die beweglichen Spulen und ihre Innenkerne,
Fig.- 3 einen Grundriß des Relais,
Fig. 4 eine schematische Ansicht des Relais,
Fig. 4 eine schematische Ansicht des Relais,
ίο welche die Verbindung und den Gebrauch des
Relais erkennen läßt.
Auf der aus irgendeinem geeigneten Isoliermaterial hergestellten Grundplatte ι ist die
metallische Platte 2 angeordnet, und das aus Eisen oder Stahl oder einem anderen magnetischen
Material angefertigte Joch 3 in die Basis 2 eingesetzt und mittels der Stege 4 damit
verbunden. An dem Joch 3 sind Eisen-Oder Stahlkerne angeordnet, um welche die
Wicklungen der Spulen 5 gelegt sind, die entweder in Reihe oder parallel miteinander geschaltet
sind. Die Polstücke 6 sind an den Kernen befestigt und die Wicklungen der Spulen 5 so angeordnet, daß sie einen Elektromagneten
bilden, dessen Pole 6 von entgegengesetzter Polarität sind, wie in Fig. 1 durch N
und 6" angedeutet. Zwei aus Eisen oder einem anderen magnetisierfähigen Material hergestellte
Kerne 7 und 8 werden von einer Messingplatte 9 oder einer Platte aus einem anderen
nicht magnetisierbaren Material getrennt voneinander gehalten und von den Schrauben 10 und 11 des Ständers 12 getragen,
wobei Kerne und Ständer von den Zwischenlagen 13 in der gewünschten Entfernung voneinander
gehalten werden. Es ist jedoch vorzuziehen, den Ständer 12 und die Zwischenlagen
13 aus einem nicht magnetisierbaren Material, wie z. B. Messing, herzustellen. Der
Kern 7 ist nach Art der Heberschreiber von einer beweglichen Spule 14 und der Kern 8 in
gleicher Weise von einer Spule 15 lose umgeben (Fig. ι und 2). Beide Kerne 7 und 8
sind mittels eines nicht magnetischen Materials voneinander getrennt und dienen dazu,
das magnetische Feld innerhalb der Spulen mehr zu konzentrieren, als wenn die Kerne 7
. und 8 aus einem einzigen Stück nicht magnetisierbaren Materials beständen. Die Spule 14
wird mittels des metallischen Bandes 16 unterstützt, welches sie umfaßt, sich nach oben fortsetzt
und von der Spule isoliert ist. Das Band 16 wird mittels des dünnen Drahtes 17 auf den
Haken 18 der Stange 19 aufgehängt, welche von der im wagerechten Vorsprung des Ständers
12 angeordneten Stellschraube 20 geträgen
wird. Ein Band 21, ähnlich wie das Band 16, ist am unteren Ende der Spule 14
vorgesehen und trägt, einen Draht 22, welcher
um die gekerbte Metallplatte 23 bis zum Band 24 läuft, welches am unteren Ende der Spule
15 befestigt ist. Die Platte 23 ist an dem aus Hartgummi oder einem anderen Isoliermaterial
hergestellten Block 23" befestigt, welcher
seinerseits mit der Basis 2 verbunden ist. Der obere Teil der Spule 15 trägt ein Band 25, das
mittels des Drahtes 26 mit dem Haken 27 der. Stange 19 verbunden ist. Der eine Pol der
Spule 14 ist mit Hilfe des biegsamen Leiters 28 an den isoliert mit dem Ständer 12 verbtindenen
wagerechten Stab 29 angeschlossen und der andere Pol der Spule 14 mit Hilfe eines
Leiters 30 mit dem einen Pol der Spule 15 verbunden, während der andere Pol der Spule
15 mittels des biegsamen Leiters 31 an den längeren, gleichfalls isoliert von dem Ständer
12 unterstützten Stab 32 angeschlossen ist. Hiernach sind die Spulen 14 und 15 in Reihe
geschaltet und, wie angedeutet, in Gegenschaltung miteinander gebracht, und zwar in der
Weise, daß bei einer gegebenen Richtung des elektrischen Stromes von den beiden Spulen
sich jede in entgegengesetzter Richtung zu der anderen dreht.
Mit dem metallischen Band 16 der Spule 14
ist ein wagerecht vorspringender Arm 33 leitend verbunden, welcher an seinem äußeren
Ende einen Relaiskontakt 34 trägt, der am besten aus Platinblech besteht und in senkrechter
Richtung, angeordnet ist. Mit einer Kante der Kontaktplatte 34 steht eine ähnliche
Platinplatte 35 in Berührung, die am äußeren Ende des Armes 36 befestigt ist. Diese Stange
ist isoliert am Band 25 der Spule 15 befestigt. Die Ebenen der Kontaktbleche 34 und 35 sind
rechtwinklig zueinander angeordnet, und letztere berühren sich nur mit ihren Rändern,
wodurch in bekannter Weise ein empfindlicher aber zuverlässiger Kontakt erzielt wird. Ein
dünner Leiter oder Draht 36' verbindet den
Arm 36 mit dem Band 24 der Spule 15, so daß der Kontakt 35 leitend mit der Platte· 23 verbunden
ist, auf welcher eine Klemmschraube 23s angeordnet ist. Dieser Leiter 36', der den
Arm 36 mit dem Band 24 verbindet, legt sich flach gegen eine Seite der Spule 15, ist aber
isoliert an derselben angebracht.
Mit den Stäben 29 und 32, welche die Pole der Spulen 14 und-15 bilden, werden mittels
der Drähte 29' und 32' Verbindungen mit den auf der Grundplatte I angeordneten Klemmschrauben
37 und 38 hergestellt. Der Relais- ; kontakt 34 steht mit dem Ständer 12 in leitender
Verbindung durch das Spulenband 16, den Draht 17, Haken 18, die Stange 19 und die
Schraube. 20, während der Ständer 12 mit Hilfe des Drahtes 12' mit der Klemmschraube
39 verbunden ist. Mit der Klemmschraube 40 ist die kleine Klemmschraube 23* (Fig. 1) mittels
des Drahtes 23° verbunden. Mit den Klemmschrauben 41 und 42 ist eine Batterie
oder eine andere Kraftquelle B (Fig. 4) zur
Erregung der Wicklungen der Spulen 5, 5 der Elektromagnete mittels der Drähte 5'.und 5"
verbunden.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind die Spulen 14 und 15 zwischen dem Kabel C und der
Erde E in Reihe geschaltet. Zwischen dem Kabel C und der Erde E kann ein Kondensator
angeordnet werden, falls dies gewünscht werden sollte. Die Relaiskontakte 34 und 35
liegen in einem Stromkreis einer Batterie oder einer Kraftquelle B' und eines Übertragungsinstrumentes T, welches beliebiger Art sein
kann, wie z. B. ein Relais oder Schreiber, ein Klopfer, oder wenn es ein Relais ist, so kann
es einen anderen Relaisklopfer oder einen Schreiber oder eine Anzahl derselben kontrollieren.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die Relaiskontakte 34 und 35 stehen gewohnlich miteinander in Berührung, so daß sie
den die Batterie B' enthaltenden Stromkreis schließen, sie können aber auch für gewöhnlich
voneinander getrennt gehalten werden. Es wird angenommen, daß sie für gewöhnlich
geschlossen sind, wie dargestellt, wenn kein Signalisierstrom über das Kabel C gesandt
wird. Sollten jedoch kleine Stromwirkungen auftreten, veranlaßt durch einen schwachen
Wechselstrom mit langen Perioden, wie sie gewöhnlich bei Unterseekabeln auftreten, so
werden die beiden Spulen kaum ausschlagen und die beiden Relaiskontakte 34 und 35 in
Berührung miteinander erhalten. Dasselbe wird der Fall sein, wenn durch Wärmeeinwirkungen
oder ähnliche Einflüsse die Nullpunktlage eine Änderung erfährt.
Sollte jedoch ein Signalisierstrom über das Kabel gesandt werden, der viel plötzlicher und
kräftiger wirkt wie ein Strom, der die Ver-Schiebung der Nullpunktlage veranlaßt, so
geht er durch die beiden Spulen 14 und 15,
welche in Reihe geschaltet und, wie beschrieben, in Gegenschaltung zueinander angeordnet
sind, läßt die Spulen in entgegengesetzten Richtungen ausschlagen und öffnet den Stromkreis
zwischen den Kontakten 34 und 35, wodurch das Übertragungsinstrument T veranlaßt
wird, anzusprechen. Nach dem Verlauf der Signalstromstöße schließen die Spulen 14
und 15 den Stromkreis bei 34 und 35 wieder. Dieses Öffnen und Schließen des Stromkreises
bei 34 und 35 kann in beliebiger A¥eise zur Herstellung eines Signals auf der Empfangsstation
Verwendung finden.
Hieraus geht hervor, daß das Relais mit zwei Spulen versehen ist, von welchen jede
einen Relaiskontakt trägt. Da beide Relaiskontakte beweglich sind, wird der Einfluß der
Verschiebung der Nullpunktlage ausgeschaltet.
An Stelle des Elektromagneten, der das magnetische Feld erzeugt, kann auch ein permanenter
Magnet Verwendung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: _Kabelrelais mit zwei, an metallischen Fäden in einem magnetischen Felde aufgehängten Spulen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen (14, 15) in Reihe mit dem Kabel (C) und unter sich in Gegenschaltung geschaltet sind und- je einen Kontaktarm (33 bzw. 36) tragen, welche während der Kabelruhepausen leitend miteinander in Berührung gehalten werden und in einem eine Stromquelle (B') und ein ÜbertragungsinstrumentfTV enthaltenden Ortsstromkreise so angeordnet sind, daß beim Eintreffen eines Signalstromstoßes der . Kontakt (34,35) zwischen den Kontaktarmen (33,36) aufgehoben und das Übertragungsinstrument (T) in Tätigkeit gesetzt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE205355C true DE205355C (de) |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE205355C (de) |
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- DE DENDAT205355D patent/DE205355C/de active Active
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