DE190940C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81 e. GRUPPE
Verladevorrichtung für Schüttgut Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1904 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verladevorrichtung für Schüttgut, insbesondere
Bergwerksgut, die sowohl eine Vorrichtung zum Aufnehmen als auch eine solche zum
Weiterführen des Gutes, z. B. nach den Hunden oder dergl., aufweist.
Gegenüber den bekannten Verladevorrichtungen besteht die Erfindung im wesentlichen
darin, daß die zum Aufnehmen des Gutes dienende Vorrichtung sich selbsttätig dem
Widerstände des auf dem Boden ruhenden Gutes dadurch anpassen kann, daß mit den
Zähnen eines am Gestell starr befestigten Zahnbogens ein Glied zusammenwirkt, das mit
einem nachgiebigen Antriebe in Verbindung steht.
Auf den Zeichnungen stellen dar:
Fig. ι die Seitenansicht der neuen Verladevorrichtung,
Fig·. 2 die Oberansicht, einen Teil der Fördervorrichtung abgebrochen zeigend,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 in der Fig. 4,
Fig. 4 die Seitenansicht des vorderen Teiles der das Gut den Hunden zuführenden Fördervorrichtung
und ihrer Bewegungsteile,
Fig. 5 die Draufsicht auf einen Teil des Fahrgestelles und des Vorschubmechanismus
für die Vorrichtung zum Aufheben des Fördergutes,
Fig. 6 die Seitenansicht zu der Fig. 5,
Fig. 7 eine Ansicht der Bewegungsstange für den Vorschubmechanismus der Aufnahmevorrichtung,
Fig. 8 eine Ansicht des vorderen Teiles der Aufnahmevorrichtung, der auf ein kleines
Fahrgestell gehoben ist,
Fig. 9 die Seitenansicht eines Tragteiles für das vordere Ende der Aufnahmevorrichtung,
Fig. 10 bis 15 Ansichten der Schleppkette der Aufnahmevorrichtung,
Fig. 16 und 17 die Vorder- und Seitenansicht
der Tragteile für das hintere Ende der Fördervorrichtung, die das von der Aufnahmevorrichtung
aufgehobene Gut weitertransportiert,
Fig". 18 und 19 die Seiten- und Vorderansicht
der Verankerungsklauen für das Fahrgestell der Verladevorrichtung,
Fig. 20 und 21 die Seiten- und Oberansicht eines abgeänderten, selbsttätig- umkehrenden
Vorschubmechanismus für die Aufnahmevorrichtung,
Fig. 22 einen senkrechten Schnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform des Vorschubmechanismus
für die Aufnahmevorrichtung,
Fig. 23 die Oberansicht zur Fig. 22 und
Fig. 24 die Rückansicht einiger in den Fig. 22 und 23 dargestellter Bewegungsteile.
Auf dem fahrbaren Gestell 1 (Fig. 1 und 2)
ist die neue Verladevorrichtung angeordnet; sie kann leicht an die Stelle gefahren werden,
wo das abgebaute Fördergut zu entfernen ist. Auf dem Gestell 1 ist ein Antriebsmotor 2
irgendwelcher Art angebracht, der die Triebkraft zur Bewegung- nicht nur aller Teile der
Verladevorrichtung, sondern auch zur Orts-
veränderung des ganzen Fahrgestelles und zum Ziehen der Hunde liefert, in welche das
aufgehobene und weiter geförderte Gut verladen wird. Die Zugvorrichtung A für die
Hunde, der Antrieb A" für das Fahrgestell ι und ein Zwischengetriebe A"', welches den
Antriebsmotor, die Zugvorrichtung und den Antrieb zur Ortsveränderung des Fahrgestelles
ι verbindet, sind ebenfalls auf diesem
ίο angebracht.
Die Verladevorrichtung setzt sich zusammen aus einer Aufnahmevorrichtung B, welche
mit einem schwingenden, in eine Art Schaufel auslaufenden Organ versehen ist, und aus
einer Fördervorrichtung C, welche das aufgehobene Gut empfängt und in den Hund oder
einen anderen Behälter befördert, in dem es nach irgendeinem Punkte weiter geschafft
wird.
Auf dem Fahrgestell 1 ist eine Tragplatte 3 angeordnet, die in der Nähe ihres vorderen
Endes einen nabenartigen Ansatz 4 (Fig. 3) hat, der innen eine Büchse trägt und als Fußlager
für eine Hauptwelle 5 dient. Außen ist der Ansatz 4 so gestaltet, daß er ein Zapfenlager
für darauf aufzusteckende Teile bildet. Ein konisches Kopfgestell 6 (Fig. 6) ist auf
der Tragplatte 3 befestigt; der obere Teil dieses Gestelles, der die Gestalt eines seitlich
abgeschnittenen Kegelstumpfes hat, läuft in einen zylindrischen Teil 7 aus, dessen Bohrung
als oberes Lager für .die Welle 5 dient und der außen so gestaltet ist, daß auf ihm mehrere
weiter unten erwähnte Teile gelagert werden können.
Die Hauptwelle 5 ragt über das Gestell 6 hinaus und dient zum Antrieb aller Teile der
Verladevorrichtung. Auf der Welle 8 (Fig. 2) des Antriebsmotors 2 ist ein Zahnrad 9 be-
festigt, welches in Eingriff mit einem anderen größeren Zahnrad ga steht, das auf einer mit
einer weiter unten erwähnten Kupplung versehenen Welle 10, io° befestigt ist. Diese
trägt auf ihrem Teil 10 ein Kegelrad 11
(Fig. 4), welches mit einem anderen Rade iie
kämmt, das auf der Hauptwelle 5 befestigt ist.
Die Aufnahmevorrichtung B ist in einem
Langgestell angeordnet, das in bekannter Weise eine Universalbewegung um das obere
Ende der Hauptwelle 5 ausführen kann. Die Schleppkette 14, welche der Fördervorrichtung
C das Gut zufördert, ist aus Gliedern 15 (Fig. 13) zusammengesetzt, welche durch
Zapfen 16 miteinander verbunden sind. Diese bilden zwischen je zAvei gegenüberstehenden
Gliedern 15 Achsen für Rollen 17 und 18, sowie
für schwingende Mitnehmer 19 (Fig. 10) oder 20 (Fig. 15). Der Lagerungszapfen 21
(Fig. 10) dieser Mitnehmerplatten ist mit einem Auge 22 versehen, welches auf den
Kettengliedzapfen 16 zwischen je zwei der schmalen Rollen 17 aufgesteckt ist. Die Mitnehmer
19 sind aus einem Stück hergestellt und mit Lagerungshülsen versehen, die die
Zapfen 21 aufnehmen. Die in dieser Weise angeordneten Mitnehmer können somit, was
übrigens bekannt ist, in zwei Ebenen eine Schwingbewegung ausführen. Die · Kettenzapfen,
welche zwischen zwei Mitnehmern liegen, tragen breite Rollen 18, welche nicht
nur reibungsvermindernd, sondern auch als Mittel zur Auseinanderhaltung der Kettenglieder
wirken.
Die Mitnehmer 19 und 20 sind abwechselnd an der Kette angeordnet, und zwar sind die
mit 19 bezeichneten von rechteckiger Form in ihrem das wegzuräumende Fördergut erfassenden
Teil ausgeführt, so wie dies die Fig. 12 zeigt, während die mit 20 bezeichneten
Mitnehmer nach den Fig. 14 und 15 geformt sind, also in Spitzen oder Zinken auslaufen,
welche den Zweck haben, das aufzunehmende Gut aufzulockern oder auszubreiten.
Die beiden Arten Mitnehmer haben einen vorstehenden hinteren Ansatz 24 an ihren Lagerungshülsen
23, der sich gegen die Wandung der Rinne 24? legt, in welcher mittels der
Schleppkette 14 das aufgenommene Gut aufwärts gefördert wird. ■
Wenn die Mitnehmer sich abwärts im Kettenführungsteile 24* (Fig\ 1 und 2) des
Langgestelles der Aufhebevorrichtung B entlang bewegen, legen sich die äußeren Enden
der Mitnehmer an die Seitenwandung des Teiles 240 an und werden gegen ihre Kette
rückwärts geneigt. Die Ansätze 24 der Mitnehmer gehen durch die Leerräume der Kette
und den offenen Teil der Wandung der Führung 24a hindurch. Bei dieser Arbeitsweise
der Kette kann die Führung sehr schmal aus- 1Oo
geführt und somit Platz auf dieser Seite der Aufnahmevorrichtung" gespart werden.
Die Aufnahmevorrichtung erhält ihre Schwingbewegung- durch die folgenden Mittel:
Eine gezahnte Schiene 25 (Fig. 1 und 2) von einer mit der Hauptwelle 5 konzentrischen
Krümmung ist starr auf dem vorderen Teile des Fahrgestelles 1 befestigt. Ein Teil 26
(Fig. i, 5 und 6), welcher im folgenden der Steuerarm genannt wird, reicht mit seinem
vorderen Ende über die Schiene 25 hinweg und ist mit weit auseinander stehenden Lagerbüchsen
27 (Fig. I und 6) versehen, von denen die eine lose über den Ansatz 4 (Fig. 3) der
Gestellplatte 3 und die andere über den oberen zylindrischen Teil des Gestelles 6 (Fig. 6) gesteckt
sind. An seinem vorderen Ende ist der j Arm 26 mit Schleif- oder Führungspratzen 28
versehen, welche auf der oberen Fläche der gezahnten Stange 25 gleiten. Ein dreiarmiger 120.
Hebel 29 (Fig. 5) ist an dem Steuerarm 26 mit seinem zwischen den'Pratzen hindurch-
ragenden Arm 30 um einen Zapfen drehbar angeordnet. Dieser Arm 30 trägt eine Schaltklinke
31, deren beide Enden .in die Zahnung der Schiene 25 eingreifen können. Ein Hebei
32 (Fig. 5 und 6) ist starr mit der Klinke 31 verbunden, und an ihn greift eine Feder 33
an, die die Klinke immer im Eingriff mit der Schienenzahnung 25 hält. Das andere Ende
der Feder 33 ist an einem Hebel 34 befestigt, der um einen Zapfen drehbar an dem Arm 30
angebracht ist. Wenn der Hebel 34 um i8o° gedreht wird, bringt er die Feder 33 in eine
Stellung, bei welcher sie das andere Ende der Schaltklinke 31 im Eingriff mit der Zahnstange
25 hält. Die Arme 29* und 290 des
■ dreiarmigen Hebels 29 sind von ungleicher Länge und können abwechselnd mit dem einen
Ende einer Bewegungsstange 35 in und außer Verbindung gebracht werden. An ihrem anderen
Ende trägt die Stange 35 eine Gabel 36, welche die Hauptwelle 5 umfaßt und mit einer
Gleitrolle 37 versehen ist, die gegen eine an der Welle 5 befestigte Kurvenscheibe 38 anliegt
(Fig. 5 bis 7). Hierbei übt den erforderte liehen Druck eine Feder 39 aus, die zwischen
einem feststehenden und einem losen Bund 40 bezw. 41 der Bewegungsstange 35 auf diese
aufgesteckt ist. Für den losen dieser beiden Bunde ist auf dem Steuerarm 26 ein Widerlager
mittels doppelter Segmentschienen 42, 43 gebildet, zwischen denen die Stange 35 hindurchragt.
Die Schienen 42, 43 sind von genügender Länge, tun für den losen Bund 41
immer eine Anlage zu bilden, gleichgültig, ob die Verbindungsstange 35 mit dem Arm 29*
oder 29* des dreiarmigen Hebels 29 verbunden
ist.
An seinem vorderen Ende weist der Arm 26 eine Büchse 50 auf, in welcher eine hohle
Welle 51 angeordnet ist, die nach oben durch eine längliche Öffnung 52 der Aufnahmevorrichtung
B hindurchgeht (Fig. 1 und 2). Die Öffnung 52 hat gerade genügende Breite, um
die Welle 51 hindurchgehen zu lassen, und ist
an ihren beiden Längsflächen mit Führungsplatten versehen, welche das Langgestell
24", 24Ö der Aufnahmevorrichtung B nach
oben und unten hin überragen. Auf diese Weise ist dem Gestell eine lange und sichere
Anlage an der Welle 51 gegeben, derart, daß deren Bestreben, seitlich zu kippen,
entgegengewirkt wird. Die Welle 51 hat gleichzeitig noch die Aufgabe, die Schwingbewegungen
des Steuerarmes 26 auf die Auf-
nahmevorrichtung B zu übertragen.
In der Fig. 5 ist die Vorschubeinrichtung in derjenigen Stellung gezeichnet, in der sie
die Vorwärtsbewegung der Aufnahmevorrichtung B, also von links nach rechts, in Tätig-
keit setzt, und zwar mit einem Vorschub von zwei Zähnen bei jeder Umdrehung der Haupt-'
welle 5. Für die entgegengesetzte rückwärtige Schwingbewegung der Aufnahmevorrichtung
B ist eine größere Geschwindigkeit wünschenswert, weil sie dabei keine Arbeit zu
leisten hat. Es wird alsdann die Stange 35 mit dem Arm 29^ verbunden und der das freie
Ende der Feder 33 haltende Hebel 34 umgelegt, damit das andere Ende der Schaltklinke
31 im Eingriff mit der gezahnten Schiene 25 kommt. Dadurch wird die Ausschwingung
des die Klinke tragenden Armes 30 größer, und die Aufnahmevorrichtung B wird demgemäß
rückwärts um mehr als zwei Zähne bei jeder Umdrehung der Welle 5 bewegt, z. B. ,75
um drei Zähne bei der auf der Zeichnung ver-. anschaulichten Ausführungsform.
Wenn das Fördergut von einem Haufen aufgehoben wird, zeigt sich darin zeitweilig
ein großes/ oder sperriges Stück, dessen Entfernung vom Haufen in diesem eine Gleitung
verursacht, infolgedessen das Fördergut schneller zur Greifschaufel 74 zufließt, als es
beseitigt \verden kann. Hierdurch wird der Vorwärtsbewegung der Aufnahmevorrichtung
ein großer Widerstand entgegengesetzt. Wenn die Aufnahmevorrichtung B in diesem Falle
gewaltsam vorwärts bewegt würde, so würde das Gut auf der Bahn der Aufnahmevorrichtung
. zurückgelassen werden, und es würde sich eine zweite Schwingbewegung der Aufnahmevorrichtung
nötig machen, um dieses Gut auch aufzuheben. Demzufolge ist es erforderlich, die Vorwärtsbewegung der Auf- '
nahmevorrichtung an- oder aufzuhalten, bis im wesentlichen alles Gut, welches bei einer
Schwingbewegung erreicht werden kann, aufgenommen ist.
Es wird dies selbsttätig durch die Bauart der Bewegungsstange 35 bewirkt, die in der
Fig. 7 dargestellt ist.
Die Stange 35 besteht nämlich aus einem rohrförmigen Teil 44 und einem in diesem
fernrohrartig beweglichen Schaft 45. Dieser ist am Drehen verhindert und in seiner Längsbewegung
begrenzt, indem nämlich ein Stift 46 des Schaftes mit seinen beiderseits überstehenden
Enden in Schlitze 47, 48 des hohlen Teiles 44 eingreift. Zwischen dem freien Ende des Schaftes 45 und dem Ende des hohlen
Teiles 44 ist eine Feder 49 eingefügt, welche die Längsbewegung des Schaftes 45 auf den
hohlen Teil 44 überträgt. Die Feder 49 wird in zusammengedrücktem Zustande an Ort und
Stelle gebracht und wird somit bei allen Beanspruchungen, die kleiner sind, als die der
Feder innewohnende Kraft, wie ein starres Organ wirken. Derselbe Zweck könnte auch
erreicht werden, wenn man eine Feder von solcher Spannkraft anwenden würde, daß dieselbe
Anfangskraft für geringe Zusammendrückung erforderlich sein würde.
Wenn eine ungewöhnlich große Menge Fördergut der Aufnahmevorrichtung B entgegentritt
und dadurch ihrer kreisenden Bewegung großen Widerstand entgegensetzt, wird die Feder 49 mehr oder weniger zusammengedrückt
werden. Wenn der außergewöhnliche Widerstand nicht erheblich größer als der normale ist, so wird die Feder nur um
einen Teil des Weges zusammengedrückt, welchen der Schaft 45 der Bewegungsstange
35 ausführen kann, und beim übrigen Teil dieses Weges wird der äußere Stangenteil 44
sich verschieben. Daraus ergibt sich eine Verkürzung des Hubes der ganzen Bewegun
gestänge, und demgemäß wird die Klinke 31 auf der gezahnten Schiene 25 nur um einen
Zahn anstatt um zwei vorwärts bewegt werden. Wenn aber der außergewöhnliche Widerstand
den normalen beträchtlich übertrifft, wird die Feder während des ganzen Hubes des
beweglichen Teiles 45 der Bewegungsstange 35 zusammengedrückt und demgemäß die Aufnahmevorrichtung
B gar keinen Vorschub erhalten. Die Bewegungsstange 35 ist somit nicht imstande, eine Kraft zu übertragen, die
größer als die im voraus berücksichtigte ist, während sie in diesem Sinne für den Vorschub
unwirksam jedoch nur so lange ist, als sie übermäßigen Widerstand erfährt. Selbstverständlich
ist die im voraus für die Feder 49 zu berücksichtigende Kraft bedeutend kleiner als diejenige zu wählen, welche zum Zerbrechen
der Bewegungsteile nötig ist, die wiederum mit Rücksicht auf den Widerstand des Fördergutes und nicht mit Rücksicht auf
diejenige Kraft gewählt sind, welche unter den erörterten Umständen als Widerstand auftreten
kann.
Im Innern der hohlen Welle 51 ist eine Schraube 53 (Fig. 6) angeordnet, die mittels
eines mit entsprechendem Muttergewinde versehenen Handrades 54, das auf der oberen
Endfläche der Welle 51 aufliegt und auf die Schraube 53 aufgeschraubt ist, in der Höhe
verstellt werden kann. An ihrem oberen Ende hat diese ein Querstück 55, das an seinen beiden
Enden Federn 56 und 57 trägt, welche mit ihren unteren Enden an die Aufnahmevorrichtung
B angehängt sind. Auf diese Weise ist eine der Stützen gebildet, womit die Aufnahmevorrichtung
B in der Höhe gehalten und verstellt werden kann.
Eine zweite solche Stütze ist in der Nähe des vorderen Endes der Aufnahmevorrichtung
angeordnet, wie dies die Fig. 1, 8 und 9 zeigen. Es ist zu diesem Zwecke in der Aufnahmevorrichtung
B ein hohlzylindrisches Führungsstück 58 drehbar angebracht, in das ein unten mit einer Rolle 61 (Fig. 1) ausgerüsteter
Stützbock eingesteckt ist. Dieser besteht aus einem rohrförmigen Körper 60, diesem Ring
dessen unteres Ende die drehbare Laufrolle 61
trägt, welche von beliebiger Bajuart sein kann und auf dem Boden des Abbaugebietes läuft,
wo die Verladevorrichtung arbeitet. Ein Hebedorn 62 ist längsverschieblich im Innern
des Körpers 60 des Stützbockes angeordnet und mit der Aufnahmevorrichtung B durch
Federn 63 und 64 (Fig. 1 und 8) verbunden. Ein Tragarm 65 ist an dem oberen Ende des
Körpers 60 angebracht und der Dorn 62 wird von zAvei Ringen 66 und 6j umfaßt, von denen
. der eine, 66, gelenkig an dem Tragarm 65 angebracht ist, während der andere, 67, an ein
Glied 68 angelenkt ist, welches von einem an dem Arm 65 ausschwingbar befestigten Hebel
69 getragen wird. Wenn der Hebedorn 62 aufwärts bewegt werden soll, drückt man den
Hebel 69 abwärts, wodurch der Ring 67 nach oben gezogen wird und dadurch den Hebedorn
62 festhält. Dieser folgt der Bewegung des Hebels 69 und wird dabei von dem Ring
66 losgelassen, bis er wieder abwärts bewegt wird bezw. mit seiner Last auf
66 auf ruht.
66 auf ruht.
Wenn man die Verladevorrichtung von einem Standort zu einem anderen bringen
will, wird das vordere Ende der Aufnahmevorrichtung B auf ein kleines Fahrgestell gehoben,
wie ein solches in der Fig. 8 veranschaulicht ist. Das Fahrgestell 70 ist mit einer
Auflage für die Laufrolle 61 des Stützbockes versehen. Auf einer schrägen Bahn 72
(Fig. 1) kann die Laufrolle 61 ■ mit dem Bock
aufwärts bewegt werden, wenn die Verladevorrichtung rückwärts gefahren wird. Nach
dieser Lageveränderung der Rolle 61 wird die Bahn 72 auf das kleine Fahrgestell gegen
Streben 73 gelegt und dient dazu, die Lauf-= rolle 61 in ihrer Auflage 71 festzuhalten und 1Oo
zu sichern. Wenn die Laufrolle 61 auf dem kleinen Fahrgestell ruht, dient der Stützbock
vermöge seiner Drehbarkeit als senkrechter Zapfen, und ermöglicht es, daß das kleine
Fahrgestell und die Aufnahmevorrichtung zueinander verschiedene Drehungslagen einnehmen
können. Die Verladevorrichtung ist notwendigerweise von ziemlich großer Länge, kann aber durch die vorbeschriebene Lagerung
auf dem kleinen Fahrgestell auch auf kurzen krummen Strecken, die bekanntlich in
Bergwerken sehr häufig sind, gedreht und gelenkt werden.
Das vordere Ende der Aufnahmevorrichtung B ruht während des Betriebes auf der
Greifschaufel 74 auf, die um einen Zapfen drehbar angeordnet ist, dessen Achse einen
spitzen Winkel mit der Längsachse der Aufnahmevorrichtung bildet. Am Hinterteil der
Greifschaufel 74 ist ein Ansatz 75 angebracht, um das Kippen der Greifschaufel unter der
Last der Aufnahmevorrichtung B zu verhüten.
Die Fördervorrichtung C ist auf dem Fahrgestell ι in der Weise angeordnet, daß sie sowohl
um eine wagerechte, als auch um eine senkrechte Achse gedreht werden kann. Diese
Drehbarkeit ist deshalb erforderlich, um für die Weiterbeförderung des abgebauten und
mechanisch aufgehobenen Gutes Hunde von verschiedener Höhe verwenden zu können und
einen größeren Spielraum für das Abwerfen des Gutes zu erlangen. Dies ist für das Laden
von Hunden auf einem Nebengeleise und für die Verteilung des Gutes über die ganze
Breite des Hundes wichtig. Die Drehbarkeit der Fördervorrichtung um eine senkrechte
Achse ist auch zweckmäßig für die Bewegung der Verladevorrichtung durch ein Bergwerk
hindurch, weil hierbei oft in kurzen und scharfen Kurven gelenkt werden muß.
Ein Gestellteil j6 (Fig. 3 und 5) ist mit einem Lagerungsring JJ versehen, welcher
außen auf den nabenartigen Ansatz 4 der Tragplatte 3 aufgesteckt ist und um diesen
sich drehen kann. Am entgegengesetzten Ende hat der Gestellteil 76 Lager 78 für eine
Welle 85 und kann mit einem unten ebenen Teil 79 auf einer Schiene 80 entlang gleiten,
die auf der Tragplatte 3 befestigt ist. Zwischen den beiden Lagern 78 ist an dem Gestellteil
76 ein Hohlraum 81 ausgebildet, in welchen mit öl getränkte Putzwolle 82 zum
Schmieren der Lager stellen getan werden kann. Das vordere Ende der Fördervorrichtung
C (Fig. 3 und 4) ist mit nach unten sich erstreckenden Ansätzen ausgerüstet, die mit
daran angeordneten Augen die Lagerbüchsen 78 außen umfassen, derart, daß die Fördervorrichtung
C die Drehbarkeit um eine wagerechte Achse, nämlich um die in den Lagern
78 ruhende Welle 85, und auch die Drehbarkeit um eine senkrechte Achse, nämlich um
die Hauptwelle 5, erhält.
Das Transportorgan der Fördervorrichtung C wird von der Hauptwelle 5 aus angetrieben.
Wie die Fig. 3 zeigt, ist ein Kegelrad 83 fest mit dem anderen auf der Welle 5
festgekeilten Kegelrade iia verbunden. Das
Rad 83 greift in ein anderes Zahnrad 84 ein, welches auf der Welle 85 aufgekeilt ist, die
das Kettenrad 86 trägt. Eine Kette 87 verbindet das Rad 86 mit einem zweiten Kettenrade
88 auf der Antriebswelle 89 des Transportorganes der Fördervorrichtung C. Da die
Achse 85 des Rades 86 mit der wagerechten Achse zusammenfällt, um die sich die Fördervorrichtung
C dreht, und da das Kegelrad 83 konzentrisch zur senkrechten Achse 5 ist, um
die die Fördervorrichtung schwingen kann, so wird der beschriebene Antrieb in keiner Weise
durch die Drehbewegungen der Fördervorrichtung C beeinflußt.
Am hinteren Ende des Fahrgestelles 1 (Fig. 1) ist ein in der Höhe verstellbarer
Tragrahmen angeordnet. Dieser besteht aus versteiften Vertikalstreben 90 (Fig. 16
und Ij), die auf dem Fahrgestell mit ihren unteren Enden befestigt und mit nach vorn
überstehenden Führungsbügeln 91, 92 versehen sind. Platten 93 ttnd 94 sind an den
Streben 90 befestigt und dienen zur Lagerung von Sperrklinken 95 und 96 sowie einer Welle
97, die Antriebszahnräder 98, 99 trägt. Auf dem Ende der Welle 97 ist eine Handkurbel
100 befestigt. In den Bügeln 91, 92 sind gezahnte Stangen 101, 102 auf- und abwärts
verschiebbar angeordnet, die oben durch ein Querstück 103 miteinander verbunden sind
und in deren Zahnungen die Klinken 95,96 sowie die Antriebsräder 98,99 eingreifen.
Die Breite dieses Tragrahmens ist so gewählt, daß die Fördervorrichtung C vollkommene
Auflage darauf findet, in welche Stellung diese auch von der äußersten Linken bis zur äußersten Rechten bei ihrer Drehung
um ihre senkrechte Achse kommen möge. Mittels eines Stiftes, welcher an der Fördervorrichtung
C angebracht ist und welcher in Löcher eingesteckt werden kann, die in das
Querstück 103 eingebohrt sind, kann die Fördervorrichtung zeitweilig in einer be- ■
stimmten Stellung festgehalten werden.
Wenn die Verladevorrichtung arbeitet, so strebt sie das Fahrgestell rückwärts zu bewegen und zu kippen, weshalb dieses am
Boden festgehalten werden muß. Zu diesem Zwecke sind hinten am Fahrgestell Verankerungsklauen
104 (Fig. 18 und 19) vorgesehen,
die aus einem mit einem Schlitz 106 \rersehenen Schaftteil 105 und aus einem Fußteil
107 mit seitlichen, an die Laufschiene des Fahrgestelles sich anlegenden Ansätzen bestehen.
Auf dem Schaftteil 105 ist ein Tragbund 108 angeordnet, gegen welchen sich
ringförmige Oberteile von Haken 109, 110
anlegen, welche so geformt sind, daß sie den Schienenkopf ganz umfassen. Die Verbindung
des oberen Endes des Schaftteiles 105 mit dem Fahrgestell ist mittels eines Zapfens
III bewirkt, welcher durch den Schlitz 106 hindurchgeht und von Eisenwinkeln 112, 113
am Fahrgestell gehalten wird. Die Verankerungsklauen wirken, wenn sie nur auf der
Schiene auf ruhen, ganz selbsttätig, und zwar in der Weise, daß die Schaftteile 105 einen
spitzeren Winkel mit der Schiene bilden, wenn das Fahrgestell sich vorwärts bewegt, und somit
lose auf dem Schienenkopf entlang schleifen, während bei rückwärtiger Bewegung des
Fahrgestelles vermöge der Reibung des Fußteiles 107 auf den Schienen die Haken 109, 110
der Verankerungsklauen sich an den Schienen festklemmen und ein Zurückweichen des Fahrgestelles
unmöglich machen.
Die Verankerungsklaue kann von der Schiene abgestellt werden, indem man den
Hakenteil 107 von der Schiene aufwärts schwingt, welche Bewegung durch genügende
Weite und Länge der Schlitze 1.06 der Schaftteile 105 möglich ist. Zum Tragen der abgestellten
Verankerungsklaue dient ein Anschlagwinkel 114 und ein Haken 115, die am
Fahrgestell befestigt sind. Der Schlitz 106 gestattet durch seine große Länge ausreichende
Längsverschiebung des Schaftteiles 105, um dessen geschlitzten Teil unter den
Winkel 114 zu bringen, wie dies mit punktierten Linien in der Fig. 18 veranschaulicht
ist. An dem Fußteil ist eine Üse 116 vorgesehen,
welche über den Haken 115 geschoben werden kann.
Die dargestellte Ausführungsart der Verankerungsklaue
kann auch abgeändert werden, da es nicht nötig ist, daß der Schienenkopf von dem schleifenden bezw. sich festklemmenden
Teil umfaßt wird.
Die Aufnahmevorrichtung B fängt auf der äußersten linken Seite (in bezug auf die Fig. 2
gesprochen) ihre kreisende ArbeitsbeAvegung an. Der Vorschub nach der rechten Seite
wird mittels der hierzu vorgesehenen, im vorstehenden beschriebenen Mittel bewirkt, indem
die Bewegungsstange 35 an den langen Arm 2ga des dreiarmigen Hebels 29 angelenkt
wird.
Das Aufnehmen des Fördergutes auf der kreisförmigen Spur, die der Fortschrittsbewegung
der Aufnahmevorrichtung entspricht, wird durch die Mitnehmer unterstützt, welche
das Gut nach der Schlepprinne und in dieser bis zu ihrem oberen Ende weiterführen, von
wo aus es dann an die Fördervorrichtung C abgegeben wird. Deren Transportorgan ist
so breit, daß man das geförderte Gut hetrachten und auslesen kann. Für die rückwärtige
Bewegung der Aufnahmevorrichtung B in ihre Anfangsstellung wird die Bewegungsstange
35 mit dem kurzen Arm 2θ.δ
des dreiarmigen Hebels 29 verbunden und die Schaltklinke 31 umgelegt, wodurch die Bewegung
bei der Rückkehr der Aufnahmevorrichtung in ihre Anfangslage eine schnellere ist
als bei der aktiven kreisenden Bewegung der Aufnahmevorrichtung.
Der Boden der Schlepprinne der Aufnahmevorrichtung B ist zum Teil als ein Siebboden
117 ausgebildet, so daß das darauf gelangende Gut abgesiebt wird, ehe es verladen wird.
' Die Verladevorrichtung ist mit einer Stange 152 (Fig. 1) versehen, welche mit ihrem einen
Ende mit einem Arm des Hebels 34 (Fig. 5 und 6) für die Schaltklinkenbewegung verbunden
ist. Das andere Ende der Stange 152 ist nach dem vorderen Ende der Verladevorrichtung
zu geführt und mit einem Handgriff versehen, der von der die Verladevorrichtung
bedienenden und für gewöhnlich in der Nähe der Greifschaufel 74 stehenden Person bequem
erreicht und gehandhabt werden kann. Diese kann hierdurch, ohne ihren Standort verlassen zu brauchen, den Vorschub für die
kreisende Bewegung der Aufnahmevorrichtung nach Bedarf und Wunsch abstellen.
Die Verladevorrichtung ist insbesondere für die Anwendung in Bergwerken geeignet gemacht.
Selbstverständlich kann sie aber auch oberirdisch mit den gleichen Vorteilen gebraucht werden, besonders für Arbeit in Kiesgruben,
für das Verladen von Gestein und in allen den Fällen, wo es sich darum handelt, in
losen Haufen abgelagertes Schüttgut schnell aufzunehmen und zu verladen.
Es ist selbstverständlich, daß die dargestellte Verladevorrichtung in mannigfacher
Weise abgeändert werden kann. So kann z. B. der Gestellteil, welcher die Schaltklinke «
trägt und Steuerarm genannt wurde, auch anders gestaltet bezw. angeordnet werden,
etwa so, daß er die Last der Aufnahmevorrichtung oder einen Teil dieser Last nicht zu
tragen braucht.
Die Verladevorrichtung kann ferner auch mit selbsttätiger Vorwärtsbewegung gebaut
werden. Indem der vordere, mit der Greifschaufel 74 versehene Teil der Aufnahmevorrichtung
entsprechend ausgeführt wird, kann die Verladevorrichtung so verändert werden, daß sie das Fördergut sowohl während ihrer
rückwärtigen kreisenden Bewegung, als auch während ihrer Vorwärtsbewegung aufhebt,
und daß diese Aufhebung auch während der · Vorwärtsbewegung der Verladevorrichtung
stattfindet. Endlich könnte auch die Aufnahmevorrichtung so gebaut werden, daß sie 100.
ihre kreisende Bewegung in senkrechter, anstatt in der wagerechten Ebene ausführt oder
daß diese beiden Arten von Bewegungen vereinigt werden.
Nach den Fig. 20 und 21 ist die Vorschubvorrichtung für die Aufnahmevorrichtung B
derart verändert ausgeführt, daß sie selbsttätig umkehrt und gleichzeitig den Vorschub
verändert.
Die Stange, welche die Antriebsbewegung von der Hauptwelle 5 auf die Vorschubklinke
überträgt, ist dreiteilig anstatt nur zweiteilig, wie bei der Vorrichtung nach der Fig. 7, nach
welcher die Bewegungsstange nur Stoßbewegungen angepaßt ist. Nach den Fig. 20 und 21 ist der innere Teil 118 der Bewegungsstange
an einem Bügel 119 befestigt, der eine exzentrische Scheibe 120 umfaßt, welche auf
der Hauptwelle 5 an Stelle der in der Fig. 7 dargestellten, nur Stöße übertragenden Kurvenscheibe
befestigt ist.
Der äußere Teil 121 der Bewegungsstange
ist mit dem Klinkenhebel 122 durch einen Zapfen 123 verbunden, welcher lose durch
einen länglichen Schlitz 124 in dem einen Arm des Hebels 122 hindurchgeht. Die auf dem
längeren Arm des Hebels 122 angeordnete Klinke 125 kann um einen etwa in halber
Länge des Armes angebrachten Zapfen gedreht werden und hat an ihren beiden Enden
Schaltzähne von derartiger Anordnung und Form, daß sie abwechselnd in die Zähne der
gezahnten Schiene 25 eingreifen. Um den richtigen Eingriff des richtigen Zahnes der
Schaltklinke 125 in die gezahnte Schiene 25 zu sichern, ist in der Mitte der Klinke ein
Vorsprung· 126 angebracht. In einer Hülse,
welche an dem äußeren Ende des die Klinke 125 tragenden Hebelarmes 122 angeordnet ist,
ist ein Zapfen 127 derart verschiebbar, daß er sich gegen den Vorsprung 126 der Schaltklinke
125 bewegen kann. Unter der Wirkung einer Spiralfeder 128, die auf den Zapfen 127 aufgesteckt ist, wird der keilförmige
Kopf des Zapfens 127 gegen den Vorsprung 126 gedrückt. Die Druckkraft der
Spiralfeder 128 kann mittels einer Schraube 129 geregelt werden, die in das freie Ende des
die Klinke 125 tragenden Hebelarmes 122 eingeschraubt ist und gegen ein Plättchen
drückt, welches in dem Hohlraum der den Zapfen 12J und die Feder 128 aufnehmenden
Hülse eingelegt ist. Durch diese Anordnung ist die Schaltklinke 125 selbsteinfallend, d. Ii.
sie dreht sich selbsttätig uni ihren Zapfen, so daß, sobald der Vorsprung 126 der Klinke 125
hinter den keilförmigen Kopf des Zapfens 127 tritt, der auf diesen ruhende Druck die Schaltklinke
an das Ende ihres Drehhubes bringt. Die Anfangsbewegung der Schaltklinke 125·
wird mittels eines Anschlages 130 bewirkt, welcher zu diesem Zwecke an der gezahnten
Schiene 25 so angebracht ist, daß er in der Bewegungsbahn der Schaltklinke liegt und an
seinem freien Teil unter einem gewissen Winkel von der Schiene 25 absteht. Dieser Anschlag
130 erfaßt und dreht die Schaltklinke 125, während sie bei einer kreisenden Bewegung
der Aufnahmevorrichtung einen \^orschub bewirkt. Damit das selbsttätige Umkehren
der Schaltklinke 125 richtig stattfindet,
■50 soll das nicht arbeitende Ende der Schaltklinke
gerade dann an den Anschlag antreffen, wenn der dem letzten Vorschub der Klinke folgende
Vorschub der Aufnahmevorrichtung beendigt ist. Die Ausladung des Anschlages 130 muß
also auch genügend groß sein, um die scharfe Kante des \/~orsprunges 126 der Schaltklinke
hinter die Kante des keilförmigen Kopfes des Zapfens 127 während der in Betracht stehenden
letzten Vorschubbewegung der Klinke 125 zu bringen.
Während durch die vorbeschriebene Anordnung die Vorschubbewegung selbsttätig umgekehrt
wird, ist für Veränderung der Größe des Vorschubes ein Arm 131 an irgendeinem
passenden feststehenden Gestellteil derart angebracht, daß er in die Bahn hineinragt, welche
die Bewegungsstange für die Vorschubvorrichtung durchläuft und daß gerade während
der letzten Vorschubbewegung der Klinke 125 die Bewegungsstange gegen den Arm 131 antrifft
und dadurch gehindert wird, ihre kreisende Bewegung mit dem Steuerarm und dem ganzen Steuergestell auszuführen. Indem
so die kreisende Bewegung der Stange nach den Fig. 20 und 21 aufhört, während die BewegLing
des Steuerarmes fortdauert, wird der Klinkenhebel 122 in eine solche Stellung gebracht,
daß der Verbindungszapfen 123 am anderen Ende des Schlitzes 124 anliegt. Diese
Verschiebung des Gelenkpunktes verändert den Winkelhub des Klinkenhebels 122 und somit
das Maß des Vorschubes der Aufnahmevorrichtung.
Es ist selbstverständlich, daß der Anschlag 130 und der Arm 131 zueinander richtig an geordnet
sein müssen, damit sie gleichzeitig ihre Wirkung äußern, und daß somit bei Veränderung
der Stellung des einen dieser Bewegungsbegrenzungsteile auch diejenige des anderen
Teiles verändert werden muß. Ebenso ist es klar, daß die Teile 130 und 131 an den
beiden Enden der gezahnten Schiene 25 für die Klinkenbewegungsstaiige angeordnet werden
müssen.
Bei der durch die Fig. 22 bis 24 veranschaulichten Bauart der Vorschubvorrichtung für
die Aufnahmevorrichtung B sind Anordnungen getroffen, mittels deren die kreisende Bewegung
der Aufnahmevorrichtung nicht schrittweise, sondern ständig mit der Möglichkeit zeitweiligen Stillstandes bei außergewöhnlichem
Widerstand des aufzuhebenden Fördergutes erfolgt. Hierbei ist die kreisende
Bewegung ebenfalls selbstumkehrend gemacht, und zwar mit gleichzeitiger Veränderung
der Bewegungsgeschwindigkeit.
Auf der Hauptwelle 5 ist das Kegelzahnrad 11* im Eingriff mit einem anderen Kegelzahnrad
132 auf einer in dem Steuerarm 26 gelagerten Welle 133. Diese ist zweiteilig, und n0
ihre beiden Teile sind durch eine geeignete Reibungskupplung 134 miteinander verbun1
den, die so beschaffen ist, daß sie bei außergewöhnlichem Widerstand des aufzuhebenden
Fördergutes nachgibt. Auf den einen Teil der Welle 133 ist ein Stirnrad 135 aufgekeilt,
welches mit einem anderen Stirnrad 136 kämmt, dessen Lagerung an einem Gabelgestell
137 vorgesehen ist, welches um die Welle 133 schwingen kann. Im anderen Teil
des Steuerarmes 26 sind parallel zueinander zwei Wellen 138, 139 gelagert, von denen jede
auf ihrem äußeren Ende ein Kegelrad 140
bezw. 141 trägt, welches mit einem anderen
Kegelrad im Eingriff steht, das links und rechts neben einem Schneckengetriebe 142
auf der ebenfalls in dem Steuerarm 26 gelagerten Welle 143 befestigt ist. Das
Schneckengetriebe 142 greift in die Zähne der gezahnten Schiene 25 ein.
Auf den der Hauptwelle 5 zugekehrten Enden der parallelen Wellen 138 und 139 sind
Stirnräder 144, 145 aufgekeilt, und zwar in der Flucht des Zahnrades 136, sowie zu dessen
beiden Seiten. Die beiden Zahnräder 144 und 145 werden zweckmäßig von verschiedener
Größe ausgeführt, damit sie verschiedene Bewegungsgeschwindigkeiten erzeugen. Das
obere Ende des Gabelgestelles 137, welches, wie bereits erwähnt, auf den äußeren Teil der
Antriebswelle 133 aufgesteckt und um diese schwingbar ist, ist am oberen Ende mit einem
durchbohrten Ansatz versehen. Durch diese Bohrung im Ansatz geht lose eine Stange 146
hindurch, an deren beiden Enden Platten 147 befestigt sind. Eine für gewöhnlich sehr
schwach zusammengedrückte Spiralfeder 148 ist zu beiden Seiten des Ansatzes des Gabelgestelles
137 auf die Stange 146 aufgesteckt. Die Federn 148 legen sich mit ihrem einen
Ende gegen den genannten Ansatz und mit ihrem anderen Ende gegen die Platte 147 auf
der Stange 146 an. An irgendeinem feststehenden geeigneten Gestellteil ist gegenüber
der Stangenplatte 147 ein Anschlag 149 angeordnet, gegen welchen die Platte antrifft, wenn
der Steuerarm 26 dem Ende seiner Vorschubbewegung sich nähert. Um die vorzeitige
Bewegung des Gabelgestelles 137 zu verhindern, sind Blattfedern 150 an dem Steuerarm
26 befestigt, welche U-förmig abgebogen sind. Diese Blattfedern 150 laufen in Zähne 151 aus,
die einander dicht gegenüberstehen. Die abgebogenen Teile der Federn 150 sind derart
angeordnet, daß sie oberhalb der Stangenplatten 147 liegen. Das Gabelgestell 137 wird
somit an dem Zahn 151 einer der beiden Federn 150 festgehalten, nachdem die Stangenplatte 147 ihren Anschlag 149 erreicht hat und
bis der abgebogene Federteil 150 in Berührung mit der betreffenden Stangenplatte
147 kommt und dadurch aufwärts bewegt wird. Sobald diese Hebung der Federn 150,
151 stattgefunden hat, ist das Gabelgestell 137
aus dem betreffenden Federzahn 151 gelöst und die Spiralfeder 148, welche zusammengedrückt
wurde, zwängt das Gabelgestell 137 hinter den Zahn 151 der anderen Blattfeder
150, von welcher das Gestell 137 so lange festgehalten
wird, bis es in der vorbeschriebenen Weise wieder ausgelöst wird.
Bei der Ausschwingung bezw. Verstellung des Gabelgestelles 137 erfährt das in ihm gelagerte Zahnrad 136 eine entsprechende Lageveränderung, derart, daß es außer Eingriff mit dem einen der beiden Zahnräder 144 und 145 und im Eingriff mit dem anderen gebracht wird. Dieser Eingriffswechsel hat die entsprechende Umkehrung der kreisenden Bewegung der Aufnahmevorrichtung B und zu gleicher Zeit eine den Größen- bezw. Zahnungsverhältnissen der Räder 144 und 145 entsprechende Veränderung der Geschwindigkeit dieser Bewegung in einer Richtung zur Folge. Bei der oben beschriebenen Verladevorrichtung wird zweckmäßig die Zugvorrichtung,. mit deren Hilfe die Hunde mit dem gewönnenen Gut weiterbefördert werden, derart angeordnet, daß sie nur einen möglichst kleinen Raum beansprucht.
Bei der Ausschwingung bezw. Verstellung des Gabelgestelles 137 erfährt das in ihm gelagerte Zahnrad 136 eine entsprechende Lageveränderung, derart, daß es außer Eingriff mit dem einen der beiden Zahnräder 144 und 145 und im Eingriff mit dem anderen gebracht wird. Dieser Eingriffswechsel hat die entsprechende Umkehrung der kreisenden Bewegung der Aufnahmevorrichtung B und zu gleicher Zeit eine den Größen- bezw. Zahnungsverhältnissen der Räder 144 und 145 entsprechende Veränderung der Geschwindigkeit dieser Bewegung in einer Richtung zur Folge. Bei der oben beschriebenen Verladevorrichtung wird zweckmäßig die Zugvorrichtung,. mit deren Hilfe die Hunde mit dem gewönnenen Gut weiterbefördert werden, derart angeordnet, daß sie nur einen möglichst kleinen Raum beansprucht.
Claims (12)
1. Verladevorrichtung für Schüttgut, insbesondere Bergwerksgut, mit je einer
Vorrichtung zum Aufnehmen und Weiterführen des Gutes, dadurch gekennzeichnet, daß am Gestell der Verladevorrichtung ein
Zahnbogen (25) starr befestigt ist, mit dessen Zähnen ein Glied (z. B. eine Klinke
(31 oder 125) oder eine Schnecke (142)
zusammenwirkt, das mit einem nachgiebigen, von einer Hauptwelle (5) aus bewegbaren
Antriebe (35 oder 118, 121 oder 133,
134) in Verbindung steht, so daß die Aufnahmevorrichtung (B) bei ihrer längs des
Zahnbogens (25) erfolgenden schwingenden Bewegung selbsttätig dem sich darbietenden
Widerstände des auf dem Boden lagernden Schüttgutes sich anpassen kann.
2. \^erladevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke · (31) an einem Arm (30) eines dreiarmigen
Hebels (29) befestigt ist, welcher an einem Steuerarm (26) drehbar angeordnet ist,
dessen hintere Lagerbüchsen (27) über einen Ansatz (4) der Fahrgestellplatte der
Verladevorrichtung und über den oberen Teil eines die Hauptwelle (5) umgebenden Gestelles (6) gesteckt sind, während die
vordere Büchse (50) eine hohle Welle (51) umfaßt, die die Schwingbewegungen des
Steuerarmes (26) auf die Aufnahmevorrichtung (B) überträgt.
3. A^erladevorrichtung nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Arm (30) des dreiarmigen Hebels (29) die mit dem Zahnbogen (25) im Eingriff
tretende Klinke (31) trägt, während die beiden anderen Arme (29* und 29**)
abwechselnd mit einer Bewegungsstange (35) verbunden werden, deren hintere Gabel (36) die Hauptwelle (5) umfaßt
und eine Gleitrolle (27) aufweist, die
gegen eine auf der Welle (5) sitzende Kur-
190943
venscheibe (38) anliegt, wobei eine zwischen zwei Bunden (40 und 41) auf die
Stange (35) aufgesteckte Feder (39) den erforderlichen Druck ausübt und zwei am Steuerarm (26) angeordnete Segmentschienen
(42,43) ein Widerlager für den losen Bund (41) bilden.
4. Verladevorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stange (35) mit einer zweiten Feder (49) versehen ist, durch deren Einfluß entsprechend
dem der Aufnahmevorrichtung (B) sich bietenden Widerstände der Vorschub
der Aufnahmevorrichtung (B) gemäßigt oder ganz verhindert wird.
5. Verladevorrichtung nach 'Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange
(35) aus einem rohrförmigen Teil (44) und einem in diesem Teil fernrohrartig verschiebbaren, nicht drehbaren Schaft
(45) besteht, dessen Längsbewegung begrenzbar ist, wobei eine Feder (49) zwischen
dem freien Ende des Schaftes (45) und dem Ende des hohlen Teiles (44) eingeschaltet
ist und die Längsbewegung des Schaftes (45) auf den hohlen Teil (44) überträgt.
6. Verladevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Schaltklinke (31) ein Arm (32) sitzt, an den
das eine Ende einer Feder (33) angreift, während ihr anderes Ende an dem freien Ende eines drehbar gelagerten Hebels
(34) befestigt ist, der mit einer nach dem Vorderteil der Aufnahmevorrichtung (B)
gehenden Stellstange (152) verbvmden ist, so daß durch Ziehen an der Stange (152)
der Hebel (34) umgelegt und dadurch das andere Ende der Klinke (31) mit dem
Zahnbogen (25) im Eingriff gebracht und die Bewegungsrichtung der Aufnahmevorrichtung"
(B) umgekehrt wird.
7. Verlädevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Zähnen des Zahnbogens (25) zusammenwirkende
Klinke (125) selbsttätig umgeschaltet wird (Fig. 20 und 21).
8. Verladevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke
(125) an einem Hebelarm (122) angezapft ist, an dessen äußerem Ende sich
eine Hülse befindet, in der ein gegen einen Vorsprung (126) der Klinke (125) verschiebbarer,
unter Federwirkung stehender Zapfen (127) angeordnet ist.
9. Verladevorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß am
Zahnbogen (25) ein Anschlag (130) vorgesehen ist, der in der Bewegungsbahn der
Schaltklinke (125) liegt und ihre Drehung bewirkt, wodurch die Bewegung der Aufnahmevorrichtung
(B) umgekehrt wird.
10. Verladevorrichtung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anschlag
(131) an einem Teile.des Gestelles der Verladevorrichtung angeordnet ist, der
die Bewegungsstange (118) des Hebelarmes (122) zu einem bestimmten Zeitpunkt
verhindert, ihre Bewegung mit dem Steuerarm (26) fortzusetzen. '
11. Verladevorrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschläge (130 und 131) "in von einander
abhängigem Verhältnis zu beiden Seiten des Zahnbogens (25) angeordnet sind.
12. \^erladevorrichtung nach Anspruch i,
dadurch gekennzeichnet, daß die kreisende Bewegung, der Aufnahmevorrichtung (B)
durch eine im Steuerarm (26) drehbar gelagerte Schnecke (142) erfolgt, die in die
Zähne des Zahnbogens (25) eingreift und in der einen oder anderen Richtung mittels
Kegelräder gedreht wird, die ihrerseits durch Zahnräder ihre Bewegung von einer mit einer Reibungskupplung (134) ausgerüsteten,
von der Hauptwelle (5) aus getriebenen Welle (133) empfangen (Fig. 22
bis 24).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE190940C true DE190940C (de) |
Family
ID=454370
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT190940D Active DE190940C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE190940C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967338C (de) * | 1940-08-20 | 1957-10-31 | Eickhoff Geb | Ladevorrichtung, bei welcher am unteren Ende eines Hochfoerderers ein Aufnehmer um eine senkrechte Achse schwenkbar angeordnet ist |
-
0
- DE DENDAT190940D patent/DE190940C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967338C (de) * | 1940-08-20 | 1957-10-31 | Eickhoff Geb | Ladevorrichtung, bei welcher am unteren Ende eines Hochfoerderers ein Aufnehmer um eine senkrechte Achse schwenkbar angeordnet ist |
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