DE190894C - - Google Patents

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DE190894C
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DE
Germany
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petinet
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chair
plates
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles
    • D04B11/06Straight-bar knitting machines with fixed needles with provision for narrowing or widening to produce fully-fashioned goods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 25 a. GRUPPE
Firma A. DOEHNER in CHEMNITZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Februar 1906 ab.
Bekanntlich hat man an Petinet- und Mindermaschinen flacher Wirkstühle die Petinetmaschine vor den Minderdeckern angeordnet und nach vorn ausschwingbar gemacht, um beim Mindern ein Einstechen der Petinetnadeln in die Ware zu vermeiden.
Demgegenüber unterscheidet sich die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Petinet- und Mindermaschine im wesentlichen
ίο dadurch, daß die genannte Einrichtung umgekehrt getroffen ist, d. h. daß die Petinetmaschine hinten liegt und die Minder decker vorn angeordnet und ausschwingbar gemacht sind, durch welche Anordnung die Nutzbarmachung, der an sich bekannten Arbeitsweise bei Petinetmaschinen mit «einzeln beweglichen« Nadeln bezweckt und wie folgt erreicht wird:
In Lagern 0, die von einer Achse k getragen
werden, ruht die auf einer Stange g angeordnete Petinetmaschine, deren Nadeln i (Fig. 1) in -irgend einer bekannten Weise einzeln beweglich gemacht sind, z. B. indem ihre Befestigung in Schwingen r erfolgt, die bei s ihren Drehpunkt haben und .mittels Federn t in der durch Pfeil 1 angedeuteten Lage erhalten werden. Vor der Petinetmaschine sind die Minderdecker c und/ mit Decknadeln d auf drehbaren Achsen b, und e befestigt, welche ebenfalls von den Lagern 0 getragen werden, so daß die Petinet- und Mindermaschine ihre Bewegung in der Achsrichtung der Stuhlnadeln α immer gemeinsam ausführen. Beim Mindern befinden sich die Mindernadeln d sowohl als auch die Petinetnadeln i im Sinne von Fig. ι hinter den Stuhlnadeln a, beim Mustern dagegen werden die Minderdecker in der Pfeilrichtung 2 (Fig. 3) nach vorn ausgeschwungen und dadurch am Einstechen in die Ware behindert.
Die an sich bekannten, zur Unterbrechung des Petinetmusters in den Minderkanten des Warenstücks dienenden Nadelabdrücker m sind an Haltern I (Fig. 2 und 3) befestigt und ■ auf die Achsen b und e der Minderdecker lose drehbar aufgesteckt, so daß sie auf diesen pendeln, sie sind daher von den Schwingbewegungen der Minderdecker unabhängig und nehmen nur an der bekannten seitlichen Verschiebung der letzteren beim Übertragen der abgehobenen Maschen teil. Die Halter I für die Nadelabdrücker m sind nach Art von Fig. 2, welche eine Vorderansieht von Fig. 1 bedeutet, doppelt vorgesehen, so daß der hinter dem Nadelabdrücker «stehende Minderdecker (c bzw. f) von diesen seitwärts eingeschlossen, also geführt wird, die Abdrückvorrichtung I, m selbst aber gegen Verschiebung auf der Stange b bzw. e Sicherung erhält.
Wenn die Mindernadeln d mit den Stuhlnadeln in der üblichen Weise zusammenarbeiten (Fig. 1), bleiben die Petinetnadeln i und die Nadelabdrücker m außer Wirkung, indem sie einfach nicht bis in den Bereich der Stuhlnadeln bewegt werden. Tritt dagegen die Petinetmaschine in Tätigkeit, so werden zunächst, wie schon oben bemerkt wurde, die Minderdecker c und f durch Drehung ihrer Achsen b und e nach vorn ausgeschwungen, um einerseits aus dem Bereich der Stuhlnadeln zu gelangen und andererseits ein Einstechen in die Ware w zu verhüten, worauf an Stelle der Minderdecker die Petinetmaschine tritt, was dadurch geschieht, daß bei dem angenommenen Ausführungsbeispiel irgend eine geeignete, in
L90894
der Zeichnung nicht mit angegebene Mustervorrichtung im Sinne des Pfeiles 2' (Fig. 3) auf die Schwingen derjenigen Petinetnadeln einwirkt, welche jeweils mit den Stuhlnadeln zusammen arbeiten sollen um Muster zu erzeugen. Nach der Darstellung von Fig. 3 würden demnach die Petinetnadeln i1 der Schwingen r1 in Arbeitslage, die Petinetriadeln i der Schwingen r dagegen außer Arbeitslage sich befinden.
Beim Auflegen der Petinetnadeln i1 auf die Stuhlnadeln α gelangen die Nadelabdrücker m,
welche beim Ausschwingen (Auslegen) der Minderdecker in abwärts gerichteter Lage stehen geblieben sind, weil sie auf ihrer Lagerachse nur lose gehalten werden, zwischen die in ihrem Bereiche befindlichen Stuhl- und Petinetnadeln und drängen in bekannter Art die betreffenden Stuhlnadeln aus der Lage α in die Lage a1 zurück (Fig. 3), wodurch das Abheben der Maschen von diesen Nadeln verhindert wird, um an beiden Seiten des Warenstücks den bekannten glatten (nicht gemusterten) Rand entstehen zu lassen. Beim Übertragen bzw. Aufdecken der abgehobenen Mustermaschen auf die benachbarten Stuhl nadeln hingegen bewegt sich die Petinetmaschine mit ihren Nadeln nur so tief in Achsrichtung der Stuhlnädeln, daß die Nadelabdrücker m oberhalb des Kopfes der letzteren stehen bleiben (Fig. 4) und daher im erforderlichen Zeitpunkt außer Wirkung kommen. Da die Petinetnadeln beim Abheben der Maschen in Achsrichtung dei Stuhlnadeln tiefer abwärts bewegt werden als wie beim Wiederaufdecken dieser Maschen, sind die Stuhlnadeln mit einer entsprechend langen Zasche versehen.
Wenn die Petinetmaschine mit ihren Nadeln?1,
wie dies eben geschildert wurde, zwecks Wiederaufdeckens der abgehobenen Maschen mit den Stuhlnadeln α bis in die aus Fig. 4 ersichtliche Abschlagstellung herabgegangen ist, müssen bekanntlich die Kulierplatinen p vorbewegt werden (punktierte Stellung von Fig. 4), um beim Hochgehen der Petinetmaschine die Maschen von deren Nadeln abzustreifen, damit sie auf die Stuhlnadeln gleiten. Bei Anwendung der bisher bekannten Nadelabdrücker m, sog. Abdrückbleche, würde im vorliegenden Falle das erwähnte Vorbewegen der Kulierplatinen nicht möglich sein, weil diese Bleche als volle Platten ausgebildet sind und den Platinen den Weg versperren wurden, wenn sie, wie in Fig. 4, sich im Bewegungsbereiche der letzteren befinden. Die Nadelabdrücker m sind deshalb bei vorliegender Erfindung an ihrem unteren Ende kammartig ausgebildet, indem sie beispielsweise entsprechend der Einteilung des Platinenkopfes u, ν Einschnitte η besitzen (Fig. 2), oder indem Nadeln nach Art eines Deckers, Platinen nach Art eines Abschlagkamms eingesetzt, oder auf irgendeine geeignete Weise Zinken gebildet sind, durch deren Zwischenräume die Platinen ungehindert hindurchtreten können.
Durch die Anordnung der Petinet- und Mindermaschine in der beschriebenen Art wird zwischen den Stuhlnadeln und dem Platinenkopf genügend Raum gewonnen, um die Petinetnadeln in zwei Gruppen (arbeitende Nadeln i1 und nichtarbeitende Nadeln *, Fig. 3) teilen zu können, außerdem kann die Petinetmaschine dauernd mit ihrer zugehörigen Mustervorrichtung in Verbindung bleiben, weil sie beständig in ihrer Arbeitslage verharrt und nicht, wie bisher, zeitweilig ausgeschwungen werden muß.

Claims (3)

Pa te nt-An Sprüche:
1. Petinet- und Mindermaschine für flache Wirkstühle mit in gleicher Ebene liegenden Petinet- und Mindernadeln, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Ermöglichung der Anwendung einzeln beweglicher, mittels einer Mustervorrichtung oder einer Jacquardmaschine einstellbarer Petinetnadeln, die Minderdecker vor der Petinetmaschine angeordnet und nach vorn ausschwingbar gemacht sind.
2. Petinet- und Mindermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdrückbleche (m) für die Stuhlnadeln lose drehbar auf der Achse der ausschwingbaren Minderdecker (d) angeordnet sind.
3. Petinet- und Mindermaschine nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdrückbleche (m) mit Einschnitten (n), Nadeln oder Platinenkämmchen versehen sind, welche den Platinen (p) das Einschließen der Ware gestatten, bevor die Petinetmaschine nach erfolgtem. Aufdecken wieder aus der Stuhlnadelreihe heraustritt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2923142A (en) * 1956-02-07 1960-02-02 Walter M Golaski Knitting machine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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